Kopfbereich

Daimler-Mitarbeiter-Blog

Hauptnavigation
Suche
Inhalte
19
10.2007

Eine eingedeutschte „Rabenmutter“

Ich komme aus Frankreich und habe im Jahr 2000 bei Daimler im Werk Wörth als Ingenieurin angefangen.

Mein erster Kulturschock war einen Fleischkäse mit Cola um 9:00 morgens mit meinen Kollegen essen zu müssen / dürfen – schwere deutsche Sprache. :-) Es gibt viele amüsante Dinge, die man erzählen könnte und nicht nur über kulinarische Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland.

Ich beginne mal mit ein wenig Kultur. Meiner eigenen Kultur wurde ich erst so richtig bewusst, als ich ins Ausland ging. Viele Dinge habe ich inzwischen angenommen. So gut dass einige von meinen französischen Freunden mich jetzt manchmal fast zu „eingedeutscht” finden.

Aber eine Sache habe ich gemacht wie viele Französinnen: acht Wochen nach der Geburt meines ersten Kindes habe ich wieder Vollzeit gearbeitet. Ich hätte nie gedacht, dass das, was für mich völlig normal war, bei meinen Kollegen so Diskussionsstoff bieten würde. Dann habe ich schnell in meinem Wörterbuch den Begriff „Rabenmutter” gesucht. Um die unterschiedlichen Reaktionen besser zu verstehen zu können, habe ich über dieses Thema viel gelesen bzw. jede Menge Reportagen angeschaut.

In dem Buch von Cecile Margain „La femme au foyer est-elle l’avenir du féminisme?” („Ist die Hausfrau die Zukunft des Feminismus?”) gibt es sogar zwei Seiten über die deutsche „Rabenmutter”. Die französische Autorin beschreibt mit viel Humor die kulturelle Lage in Deutschland, ohne es wirklich verstehen zu können.

Sie wundert sich z.B. über die Schule die nur vormittags statt findet (was machen die „Schlüsselkinder” am Nachmittag?) und die schwere steuerliche Lage für junge Eltern die beide arbeiten. Ich bin trotzdem eine glückliche junge Mutter von zwei Kindern (5 und fast 2 Jahre alt) und arbeite immer sehr gerne, auch wenn es nicht jeden Tag einfach ist. Ich bin bei Daimler im Truck Bereich tätig und deswegen ist mein Sohn fest überzeugt davon, dass ich alle LKWs mit Stern selber gebaut habe (ist das nicht süß?).

Ich verstehe aber voll warum die deutschen Frauen immer weniger Kinder auf die Welt bringen. Warum wird es in Deutschland so schwer gemacht?

  • del.icio.us
  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • Facebook
  • Digg
  • Yigg
  • Technorati
  • Webnews.de

Dieser Artikel wurde von Aurélia Jeire geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

Artikel bewerten

VN:F [1.7.0_948]
Bewertung: 4.4/5 (5 Bewertungen)

War das Thema für Sie interessant?
Ihre Meinung zählt.

Bookmarken und teilen

  • del.icio.us
  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • Facebook
  • Digg
  • Yigg
  • Technorati
  • Webnews.de
Verwenden Sie zur Verschlagwortung z.B. die Begriffe , , , ,

« Zum vorherigen Beitrag - Zum nächsten Beitrag »


Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 61 Kommentare Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Peter S.

    Kommentar vom 22. Oktober 2007 um 22:40

    Frau Jaire, das ist ein sehr sympatischer Artikel. Es macht wirklich Spaß so etwas zu lesen.
    Das mit dem Leberkäse und der Cola stelle ich mir schon schwierig vor. Aber wie machen Sie das mit der Kinderbetreuung?
    Wir haben auch zwei Kinder. Schule und Kindergarten mit unterschiedlichen Öffnungszeiten. Der Kindergarten am Ort hat um 12.00 Uhr Mittagspause. Die Schule geht bis eins. Der Kindergarten öffnet wieder um 13.30 Uhr. Für meine Frau unmöglich zu arbeiten.
    Ich frage mich schon lange, warum in Deutschland der Unterricht oder auch die Kindergärten nicht alle einheitlich zu einer bestimmten Uhrzeit öffnen/beginnen.

    Antwort

  2. 2. Peter S.

    Kommentar vom 22. Oktober 2007 um 22:46

    Oh, ein Schreibfehler in meinem Kommentar: sympathischer Artikel meinte ich.

    Antwort

  3. 3. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 23. Oktober 2007 um 01:03

    Hallo Frau Jaire,

    gern möchte ich drei Punkte Ihres Beitrages kommentieren.

    Erst einmal den kulinarischen Aspekt :
    Fleischkäse (bzw. Leberkäse) um 09.00 mit Kolleginnen/Kollegen verspeisen – das finde ich schon ganz toll (koncediert – Geschmackkssache, aber für Trucker eigentlich selbstverständlicher Standard :-) )
    Natürlich ist das Cola dazu eher ein Sakrileg – doch möchte ich nicht für eine Maß Bier bereits um 09.00 plädieren ….
    :-))

    2.) Die Problematik Kind(er) Berufsausübung sehe ich auch. Doch eher als ein bilateral, auch national, international und sicherlich intra- und interpersonell ungelöstes (vielleicht auch nicht völlig lösbares) Problem.
    Vor allem dann, wenn die Diskussion den Aspekt des Kindes gleichberechtigt einbezieht.
    Ist aber hier nicht vertiefbar, da zu vielschichtig. Geht besser mit spezieller mail + Fragestellung; optimal gesprächsweise mit reichlich Zeit.

    3.) Der Begriff “Rabenmutter” hilft bei solcher Fragestelung m.E. nichts – kann eher als Anzeichen mentaler Einseitigkeit, wenn nicht sogar sich abzeichnender Entgleisung, betrachtet werden.
    Lassen Sie sich am besten von solcherlei Aspekten nicht verunsichern.

    Damit mal genug – ich wünsche Ihnen Erfolg im Truck-Wesen und Glück mit Ihren Kindern …
    K.F.

    Antwort

  4. 4. Norbert Schulz-Bruhdoel

    Kommentar vom 23. Oktober 2007 um 20:20

    Zunächst: Schön, dass Daimler ein Forum für ein offensichtlich breites Themenspektrum bietet; das mindert den Verdacht, “beim Daimler” drehe sich entweder alles ums Auto oder ums Geld.
    Der Beitrag von Aurélie Jaire ist doch ein herrlicher Denkanstoß. Mich hat schon vor etlichen Jahren eine in Deutschland lebende französische Mutter gefragt, ob wir ein bisschen verrückt sind – weil wir die Schulen einen halben Tag leer stehen lassen. Das ändert sich zwar langsam, aber immer noch denkt niemand daran, Schulkantinen, ernst zu nehmende Pausenräume und Betreuung einzurichten. In Frankreich sind auch die Kinderkrippen und Vorschulen (ganz was anderes als unsere Kindergärten) den ganzen Tag für den Nachwuchs da. Französische Mütter müssen sich nicht abhetzen und zudem ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihrem Beruf nachgehen wollen.
    Eine Anmerkung zum Kommentar von K.F.: Ein wunderbares Beispiel, dass Deutsche mit ihrer Muttersprache manchmal deutlicher auf Kriegsfuß stehen als z.B. Mde. Jaire. Die macht zwar unwesentliche Fehler, aber jeder Leser kann ihren Gedanken mühelos folgen.
    Norbert Schulz-Bruhdoel (Kommunikations-Trainer)

    Antwort

  5. 5. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 24. Oktober 2007 um 20:26

    @ KF und NSB: Sorry Herr Fritzsche, Ihren letzten Kommentar musste ich leider entfernen, da er keinen sachlichen Bezug zum Beitrag von Frau Jaire mehr hatte.
    Dies gilt ebenfalls für den darauf folgenden Kommentar von Herrn Schulz-Bruhdoel.
    Wenn Sie mögen können Sie mit Herrn Schulz-Bruhdoel (über die Verlinkung hinter seinem Namen) direkt Kontakt aufnehmen, um sich mit ihm über die deutsche Sprache und Ihre Verständlichkeit zu unterhalten.
    Danke für Ihr Verständnis.

    Antwort

  6. 6. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 24. Oktober 2007 um 21:36

    Hallo Herr Knaus,

    … bin mit der Entfernung einverstanden, da dies ein guter Weg ist, die Angelegenheit zu beenden.

    Ich habe bereits im Vorfeld meines Kommentars zu NSB´s Anmerkung lange gezögert, überhaupt zu reagieren, da das Ganze absolut am Sinn meines ersten Beitrags – und an dem des blogs – vorbeigeht.

    Doch sollten Sie den Bezug der NSB-Anmerkung durchlesen, werden Sie mir zustimmen, dass letztere eine mindestens unsachliche Einlassung auf meinen positiven Text zu Frau Jaire darstellte und deshalb eine Reaktion meinerseits erforderte.

    Wie gesagt – o.k., dass Sie eingegriffen haben; mit Herrn NSB werde ich nicht weiter korrespondieren und auch hier keine weitere Kommentierung dazu hinterlassen.

    Mit Dank + Gruß
    K.F.

    Antwort

  7. 7. Aurélia Jaire

    Kommentar vom 24. Oktober 2007 um 22:20

    Danke Männer für eure Kommentare! (hat noch keine Frau was geschrieben…hoffentlich kommt es noch.)
    @ Peter: es hört sich mit der Uhrzeit echt schwierig ein. Es ist in Frankreich auch nicht immer einfach aber es gibt mehr Möglichkeiten mit Kantinen und Tagesmüttern (gebe ich zu). Sie schreiben „für meine Frau unmöglich zu arbeiten“. Es ist hart, oder? Stellen Sie sich folgendes vor: eine Tagesmutter betreut die Kinder in der Mittagspause bzw. am Nachmittag und dafür brauchen Sie nicht Ihre ganze Gehalt auszugeben. Wäre es ausreichend für Ihre Frau um weiterzuarbeiten? Ich denke, dass es tiefer liegt. Ich höre z.B. sehr oft, dass ein Kind unbedingt seine Mutter bis 3 braucht. Solche Sprüche verunsichern die Mütter bei ihrer Entscheidung weiterzuarbeiten.
    @Karl: klar ist diese Problematik nicht einfach. Ich bin schon froh, wenn mein Artikel als Denkanstoß (wie Norbert schreibt) geholfen hat. Vielen Dank für Ihre netten Wünsche.
    @Norbert: Gott sei dank dreht es sich nicht nur um Auto und Geld bei dem Blog,… sondern auch um Truck (hihihi). Eine Firma ist vor allem „Menschen“. Genau deswegen sollen mehr Frauen tätig sein, um ein schöne Kompetenzgemisch zu bekommen. Immer mehr Frauen kaufen unsere Produkte, also…
    Schöne Grüße
    Aurélia.

    Antwort

    Antwort von Andreas K. am 05. März 2010 um 00:14:

    Hallo zusammen
    Also ich bin verheiratet und habe 3 kinder (14,12,10)
    Wir arbeiten beide. Meine Frau selbständig ganztags und ich beim Benz im 3 Schichtbetrieb
    Es geht das beide berufstätig sind, man muss es sich nur einteilen und wollen .

    Antwort

  8. 8. RWS3

    Kommentar vom 25. Oktober 2007 um 08:15

    Wow! Nach meinem ersten Besuch war ich etwas skeptisch, ob hier wirklich diskutiert werden wird. Jetzt bin ich überrascht. Es WIRD diskutiert! Und der Moderator bekommt sogar vom “Gelöschten” Zustimmung für sein Eingreifen. Hut ab! Hier bestätigt sich wieder, dass Blogs nicht die „Klowände des Internets“ sind. Vermutlich hätte Herr von Matt dies so nicht geschrieben, hätte Daimler damals schon gebloggt.

    Antwort

  9. 9. Sternchen

    Kommentar vom 25. Oktober 2007 um 10:58

    Hallo Frau Jaire,
    ein sehr schöner Beitrag. Auch ich mache täglich den Spagat zwischen Kindererziehung, Berufsleben und Haushalt. Es ist nicht immer einfach aber es macht Spaß.
    Sehr schmunzeln musste ich über den Fleischkäse mit Cola um 9 Uhr.

    Dem vorherigen Kommentar kann ich mich nur anschließen.
    Meinen Respekt dem Moderator, der zur richtigen Zeit eingreift und an Herrn Fritzsche, der der Löschung zustimmt. So kanns weitergehen. Allen Beteiligten weiterhin gutes Gelingen.

    Antwort

  10. 10. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 25. Oktober 2007 um 22:40

    @RWS3 und Sternchen: Danke für die freundliche Rückmeldung :-) da macht´s um so mehr Spaß, überlegt reagiert zu haben.

    Doch zurück zum eigentlichen Punkt – der Betroffenheit von Frau Jaire (und sicher zahlreicher weiterer berufstätiger Mütter ) – angesichts des Begriffs “Rabenmutter”, der ihnen gelegentlich entgegengeworfen wird.

    Wie unsinnig dieser “Vorwurf” ist, lässt sich leicht erfahren, wenn man im Wortlaut bleibt und die soziale Konstellation einer Rabenkolonie betrachtet:
    Hier herrscht durch und durch ein gestaltetes Sozialgefüge, das nach Regeln verfährt, die den Einzelnen in seiner Verantwortung entlasten.

    Übertrüge man solches Gefüge auf menschliches Zusammenleben, bedeutete dies, dass den Verantwortungsträgern/Innen die Einzelveranwortlichkeit für Mitglieder abgenommen werden würde, es eine gemeinsam gestaltete Sorge gebe und der /die Einzelne in eine Gesamtverantwortlichkeit eingebunden wäre, die jedem gleiche Rechte und Lasten gewährte bzw. auferlegte.

    Konkret: Eine Gemeinschaft von “Rabenmüttern” und “Rabenvätern” gestaltet das tägliche Leben mit allen Facetten als gemeinschaftliche Konsenslösung.

    Doch es muß kein Untersuchen animalischer Sozialgefüge sein, das Selbstvorwürfe oder Verunsicherung enkräftet.
    Ein Exkurs in die Pädagogik und Psychologie des 20. Jahrhunderts führt ebenfalls dazu, Verunglimpfung ernsthaft bemühter berufstätiger Eltern durch Begriffe wie “Rabeneltern” als Agitation zu entlarven.

    Wesentlich bestimmend für ausgeglichene mentale und kognitive Entwicklung ist nicht ausschließliche Präsenz der leiblichen Eltern (bestimmt nach der Uhrzeit), also quantitative, sondern ganz wesentlich die qualitative Zuwendung.

    Natürlich muss sichergestellt sein, dass kein Bruch im Erzieherverhalten stattfindet, das Erziehen sich also als Konstanzerleben vermittelt.
    Doch kann angenommen werden, dass dies durch ausgebildete, mental zugewandte und verantwortliche Erzieher/Innen in entsprechend ausgestatteten Institutionen
    zumindest teilweise übernommen werden kann und so den Eltern Gelegenheit bleibt, sich ihren Kindern nach erledigtem Tagesgeschäft ganz intensiv zuzuwenden.

    Soweit in Kürze – eher formelhaft – der Versuch einer Entlastung aus vordergründiger Sicht.. Mehr dazu – oder spezieller – gern, wenn gefragt.

    Ja – und nun noch zum Truck- bzw. Mercedes – Benz Bezug :-) da im blog.daimler unterwegs:

    Als langjähriger MB – Nutzer, -sammler und -schrauber schwöre ich natürlich auf die Produktpalette, stamme sie aus Stuttgart, Wörth oder Kassel/Hannover.

    Dem Insider/ der Insiderin werden diese Angaben genügen, um auf Bestände zu schließen.
    Oder verursacht “Kasel/Hannover” etwa Stirnrunzeln, Frau Jaire? :-)

    freundlich grüßend
    K.F.

    Antwort

  11. 11. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 26. Oktober 2007 um 10:33

    Hier ein paar Informationen zu arbeitenden Müttern aus der aktuellen Medienberichterstattung zu einer gerade veröffentlichten Studie des Kinderhilfswerks World Vision: Die gute Nachricht lautet: Sehr vielen Kindern in Deutschland geht es gut. Sie sind zufrieden mit ihren Eltern. Der Rückhalt in der Familie bedeutet ihnen viel. Vor allem von ihren Müttern fühlen sie sich ernst genommen und gefördert, auch wenn beide Elternteile arbeiten.

    Antwort

  12. 12. Simone Zahn

    Kommentar vom 26. Oktober 2007 um 10:56

    Hallo Herr Knaus, erstmal herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Start des Blog!

    Im übrigen ein netter Beitrag. Ich bin bei IBM im Global Women`s Leadership Council und würde die Kollegin gerne mal einladen, weil das Thema “wie machen es franz. Mütter besser” ein heiss diskutiertes Thema ibei uns ist, zumal viele IBMerinnen die KiTa in der IBM fordern. Als “Grenzkind” Deutschland – Frankreich kenne ich die unterschiedlichen Meinungen dazu sehr gut. Die französichen Kolleginnen müssen sich in Ihrem privaten Umfeld rechtfertigen, wenn sie nicht spät. nach 6 Monaten wieder arbeiten, während sie auf der dt. Seite des Rheins als Rabenmütter beschimpft werden. Tja, da haben wir wohl Nachholbedarf.

    Auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg für das Projekt!

    Antwort

  13. 13. Aurélia Jaire

    Kommentar vom 26. Oktober 2007 um 16:40

    Hallo Karl,
    eine interessante Analyse haben Sie dargestellt! Sie scheinen das Thema gut zu kennen. Sind Sie vielleicht beruflich als Psychologe oder Autor tätig? Auf jedem Fall neben der Arbeit haben Sie ein schönes Hobby, da es um Daimler Produkte geht! Da Sie fragen: in Kassel werden LKWs- Achsen und Einzelteile für Gelenkwelle gebaut. Als erste Job in Wörth habe ich die Qualität von Gelenkwellen betreut. Da mein Hauptlieferant Werk Kassel war, habe ich eng mit den Kasselaner Kollegen gearbeitet. Ich habe mich mit der deutsche Kultur und Sprache beschäftigt und schnell habe ich bemerkt, dass Hessen und Rheinland-Pfalz sich unterscheiden. Wir lernen in der französischen Schule, dass Deutschland und Frankreich zwei Nachbachländer sind, aber keiner hat mir erzählt dass es auch „Sprache“ und kulturelle Unterschiede innerhalb von Deutschland gibt! Es war ganz interessant für mich zu beobachten, wie die Pfälzer und die Kasselaner zusammen arbeiten, klar kommen (oder auch nicht ;-)). Ich kann mich gut erinnern wie ein Kasselaner sich über die Pfälzern gewundert hat: „man muss einem Pfälzer immer drei Mal erklären bis dass er versteht“. „Wo bin ich gelandet?“ habe ich dann gedacht. Es war spannend und nie langweilig (allemol!). In diesem Zusammenhang, wenn Sie in Wörth jemand über ein Thema aus Stuttgart berichten, haben Sie viele Chancen folgendes zu hören: „Ach, die Schwaben wieder!“.

    @Sternchen: Es ist schön zu lesen. Leider gibt das Buch „I Don’t Know how She Does it“ von Alison Pearson noch nicht auf Deutsch übersetzt, aber wenn Sie englisch verstehen, werden Sie bestimmt beim lesen sehr viel Spaß damit haben. Ich wünsche Ihnen alles gut für die Folge. Noch eine Frage habe ich. „Sternchen“ ist der Name der Kinderkrippe in Wörth. Hat Ihr „Name“ damit was zu tun?

    @Uwe: ich freue mich, dass es sehr vielen Kindern in Deutschland die gut gehen! Danke für Ihren Input.

    @Simone: Es hört sich interessant an! Wir können gerne per Email Kontakt aufnehmen.

    Schöne Grüße
    Aurélia.

    Antwort

  14. 14. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 26. Oktober 2007 um 23:24

    Hallo Aurélia,
    danke für Ihre RE.
    Achsen + Gelenkwellen kommen der Realität schon recht nah; mein Bezug zur Materie stammt allerdings aus einer davor liegenden Zeit.
    D-B hatte damals den Konkurrenten Hanomag – Henschel übernommen und eine kurze Zeit lang dessen Produkte als Hanomag-Henschel-Mercedes weitergeführt, teils mit Stern versehen, auch eine modifizierte Kabine eingebracht und wenn ich´s richtig erinnere, den einen oder anderen Mercedes-Motor eingesetzt..
    Doch ist das Nostalgie und muss nicht weiter vertieft werden – es mag der Hinweis genügen, dass ich ein Relikt aus jener Zeit mein eigen nenne und behüte, das noch ganz gut funktioniert.
    Über seine Feinstaubwerte wollen wir aber lieber schweigen.;-)

    Bemerkenswert Ihre Beobachtungen zu Hessen und Pfälzern. Dieses “Verhältnis” habe ich einmal ich in ähnlicher Ausprägung bezüglich der Saarländer und der Pfälzer erlebt.
    Die Armen bekommen es wohl von überall auf die Nase – was sie aber anscheinend wenig beeindruckt.
    Sie lassen die Peripherie unken, bauen ihren Wein an und aus, freuen sich des Lebens – mit Wein, Weck und Wurst – womit sie Recht haben und wir uns dem Ausgangspunkt der Korrespondenz – Fleischkäse und …. nähern .

    Insofern ist der Südwesten für heute umrundet :-) und -
    mit einem ganz freundlichen Gruß verabschiedet sich
    K.F. :-)

    Antwort

  15. 15. lagermeister

    Kommentar vom 31. Oktober 2007 um 00:45

    Hallo zusammen,
    das Thema diskutieren wir (=meine Frau und ich) regelmäßig.
    Als letztes Highlight wurde meine Frau von den “richtigen” Müttern wiedermal runtergeputzt, das Sie zuwenig Zeit für den Großen (Klasse2) und den Kleinen (Vorschule) hat. Wenn meine Frau zwischen 10:30 und 11:30 von Ihrer Teilzeitstelle nachhause kommt, sind die “echten” Mütter immer noch auf dem Rückweg von Schulbus, Kiga und Morgenkaffe in Ihre Wohnungen, wo sich Ihr Desperate Housewives Leben abspielt.
    Was mich ärgert ist, dass Sie noch ein schlechtes Gewissen erzeugen (wollen) , wo wir alles daransetzen einen optimalen Tagesablauf für groß und klein hinzubekommen.
    Die “wahren” Muttis habens schon schwer, weil mit Ihnen nur über Babys, Brei und Bettchen geredet wird (O-Ton einer “Vollblutmami”). Meine Antwort war nur, dass Sie sich mal überlegt, wen Sie denn in 15 Jahren bemutern soll.
    Ich kann die Rabenmutterstory jedenfalls voll bestätigen!

    Meine Frau wollte zwar nicht selbst schreiben, mir wars aber schon wert….

    Grüsse aus dem logistischen Nachbarbereich.

    PS @Aurélia: Viel Kraft und Durchhaltevermögen für die Zukunft. Einfacher wird es nicht werden.

    Antwort

  16. 16. Aurélia Jaire

    Kommentar vom 31. Oktober 2007 um 20:57

    Hallo „Lagermeister“,
    danke für Ihre Schreibe und ein schöne Gruß an Ihre Frau. Sie schreiben „Was mich ärgert ist, dass Sie noch ein schlechtes Gewissen erzeugen (wollen)“. Könnte es sein, dass diese Frauen nicht ganz zufrieden mit ihren Situationen sind und deswegen die anderen kritisieren? Um ehrlich zu sein, es ist menschlich zu denken, dass die anderen leichter haben. Eine „Houswife“ wird eine „Working mum“ genau so beneiden wie anderes rum. Die Frauen sind doch komplex, oder? Ich möchte nicht sagen, dass eins besser wie der andere ist. Ich träume nur davon, dass die Frauen sich allein entscheiden können, ohne diesen Druck von der Gesellschaft (was ich in Deutschland extrem finde). Das Arbeitsumfeld hilft vielleicht den Horizont zu erweitern. Ich wünsche Ihre Frau viele Erfolge, beruflich so wie privat.
    Aurélia.

    Antwort

  17. 17. Donna Loper

    Kommentar vom 08. November 2007 um 05:09

    I am proud to be a part of the new Daimler. I am also proud of the courage of our company and management to reach out through these new mediums (such as a blog). I know there are positive aspects, and some negative ones too. However, I believe in the basic principle of open and healthy discussion on topics that concern our company and customers. I have been especially proud of my own local management (Chris Patterson) in this very area. Direct, articulate, courageous.

    Congratulations Daimler !
    From a current Freightliner and “soon-to-be” Daimler Truck North America employee. — Donna

    Antwort

  18. 18. Achim

    Kommentar vom 08. November 2007 um 10:38

    Hallo allerseits!

    Schön, dass es die Möglichkeit gibt, über interessante Themen nachzudenken und auch darüber zu diskutieren.

    Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um in diesem Blog das Gleichgewicht etwas herzustellen.

    Mich persönlich macht dieser Beitrag sehr traurig. Das Wort “Rabenmutter” würde ich zwar nicht verwenden, jedoch würde mich interessieren, welchen Beweggrund es hat, ein acht Wochen junges Kind einen kompletten Arbeitstag “abzugeben”? Fragen die in mir aufkommen sind (und es sollen lediglich Fragen sein, kein Vorwurf, denn jeder hat seine Gründe!): Warum setze ich ein Kind in die Welt? Ist es der fehlende Luxus, der Drang/Druck auch dieses Statussymbol “Kind” zu haben? Oder möchte ich dieses Schöne Gefühl einer Mutter haben, aber nicht auf alles andere verzichten, mein eigenes “ICH” etwas zurück zu stellen? …Es sind noch viel mehr Fragen, aber ich denke im Verzicht und im zurückstellen des “ICHs” steckt die eigentliche Antwort… Die ganze Werbewelt zielt genau darauf ab, weil die heutige Menschheit eben auf diesen Punkt anspringt, egal in welchem Land: “Nimm DIR die Freiheit…, DU bist wichtig! Gönn DIR… DU hast den Vorteil… DEIN Haus, DEIN Auto, DEIN Pferd (oder gar Kind?)…”. …Wenn nur alle so leben würden wie Jesus – er hatte den ANDEREN im Auge, nicht SICH!

    @ “Lagermeister”: Es gibt solche und solche, niemand ist fehlerlos – auch viele “Vorwurfsmütter” nicht. Ich denke man darf Fragen aufwerfen, hinterfragen, Hilfe anbieten aber nicht verurteilen.

    Fazit:
    Der fehlende innere Friede, der dem Menschen im 21. Jahrhundert so mangelt, ist in vielerlei Hinsicht der Motor seiner Handlungen. Das lässt sich nicht mit irgendwelchen Entspannungsübungen in den Griff bekommen – was auch ein absoluter Trend zu sein scheint. Nein, dieser innere Friede ist nicht Gefühlsschwankungen unterzogen, die einmal hoch auf und dann wieder ganz tief unten sind… Wer diesen sucht, dem helfe ich sehr gerne weiter.

    Herzliche Grüße!

    Antwort

  19. 19. Elke Peterssen

    Kommentar vom 08. November 2007 um 12:41

    Hallo Aurelia,
    mein Name ist Elke Peterssen und ich habe 3 Kinder. Seit dem dritten Kind bin ich teilzeitbeschäftigt, als es noch zwei waren, hatte ich eine Vollzeitstelle. Und ich arbeite jetzt in Teilzeit, weil ich etwas mehr Zeit mit meinem jüngsten Kind verbringen möchte. Meine Tagesmutter hätte meine kleine Tochter bis 18.00 h betreut.
    Und auch, wenn ich jetzt hier gelyncht werde, bin ich der Ansicht, daß die Betreuungssitutation in Deutschland so schlimm nicht ist. Sie ist mit Sicherheit nicht ausreichend, aber auch nicht so katastrophal, wie oft gesagt wird.
    Aber wie Sie sehen, ist das hier ein sehr emotionales Thema. Und wenn ich jetzt die Behauptung aufstelle, daß viele Frauen gar nicht berufstätig sein wollen, dann werde ich sicher sehr viel Kritik erhalten. Aber ich riskier’s …
    Viele Grüße
    Elke Peterssen

    Antwort

  20. 20. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 08. November 2007 um 22:06

    Hi Donna :-)

    nice to see that even the american (soon to be) Daimler- employees like to discuss about social and / or commercial problems in the Daimler blog.
    I am rater curious to get more informations about living with and working at the Freightliner Ltd.
    I am not Daimler emplyee myself, but an absolutely convinced Daimler-Benz driver, user and owner. ( … some D-B vehicles: sedan / station / truck).

    Yours sincerely
    K.F.

    Antwort

  21. 21. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 08. November 2007 um 23:19

    Hallo Achim,
    Ihr Beitrag verdient es, beachtet und beantwortet zu werden.

    Vor allem die Replik auf Jesus und sein Leben sowie der von Ihnen angefügte Wunsch, lebten doch alle Menschen so wie Jesus …seien betrachtet und in ihrer Relevanz auf die vorherigen Beiträge gewürdigt:

    Was war Jesus´ Absicht und Antrieb?
    Er wollte der Menschheit das Reich Gottes (nahe)bringen. Dazu kam er auf die Welt, dies war sein Ziel und dafür lebte und starb er.

    Richtig – er hatte “den Anderen im Auge” ; und nicht sich ???

    Er lebte und setzte sich ein für das Reich Gottes
    – also für sein Reich, also auch für sich!

    Das anders zu sehen, widerspräche dem Wesen der Dreifaltgkeit. Denn diese wurde von Jesus stets hervorgehoben als Einheit von Gott Vater, dem Heiligen Geist und sich selbst, dem Gottessohn!

    Indem er also den Menschen das Reich Gottes nahebringen möchte, bringt er ihnen sein Reich nahe – hat also sich im Auge – und den Anderen !

    Was lernen wir daraus? Es ist durchaus miteinander vereinbar, in einer christlichen, auch mitmenschlich orientierten und “den Anderen” berücksichtigenden Lebensweise auch die eigene Situation im Blick zu haben und zur eigenen Zufriedenheit zu gestalten.

    Ja, sogar notwendig ist dies. Denn nur dann kann ein Mensch seine Aufgabe gut erfüllen, wenn er auch seine eigene Zufriedenheit beachtet..

    Dies besonders im Beispiel Mutter (bzw. Eltern)- Kind: Nur eine glückliche Mutter (rep. Eltern) kann in diesem Sinne auf ein Kind einwirken, ihm Kraft, Zufriedenheit, Glück und Stehvermögen für die Anforderungen des Lebens vermitteln.

    Doch wie ist das Glück einer Mutter / von Eltern zu erreichen?
    Sicher nicht, indem wir ihre Lebensumstände auf den Hintergrund der Zeit und Lebensweise von Jesus projizieren, sondern, indem wir betrachten und unterstützen, wie die Menschen heute leben, wie sie denken, was sie anstreben und was das Leben ihnen abverlangt!

    Und dabei kommen wir mit dem Bemühen von Pauschalurteilen (… fehlender Luxus …. Statussymbol ….nicht verzichten … Dir …. Dir …. Dir usw. us., s. oben unter “Achim”)
    überhaupt nicht weiter!

    Im Gegenteil: Damit wird all denjenigen, die sich redlich und unter vielen Mühen und Zweifeln um eine gute Lebensgestaltung bemühen rüde vor den Kopf gestoßen!

    Ich sehe unsere Gesellschaft, unsere Familien als aufgeklärt, mündig und interessiert – interessiert und engagiert vor allem auch für die Interessen und das Wohlergehen ihrer Kinder und an psychologischen und pädagogischen Zusammenhängen im Zusammenhang mit ihrer Erziehung und Bildung.
    Ich sehe für beide Formen familiären Lebens – berufstätige Eltern / ein Elternteil eingeschränkt oder nicht berufstätig – legitime, funktonierende und sehr wohl eine gute Entwicklung des Kindes erreichende Möglichkeiten der Realisierung.

    Als Beleg sei hier nicht in Einzelheiten verfallen, sondern zum einen auf die natürliche Erziehungskompetenz verantwortlicher Eltern und zum anderen auf damit korrespondierende jegliche wissenschaftliche Abhandlung zu pädagogischer Psychologie, Entwicklungspsychologie und Psychoanalyse verwiesen, die in vielen täglich praktizierten und umgesetzten guten Lösungen das Wohl des Kindes im Blick haben und ermöglichen.

    Ich rufe auf zur konstruktiven Vorwärtsschau, zum Vertrauen in eine Vielzahl bemühter und verantwortungsvoller Eltern und weise zurück, mit Vorurteilen, Verallgemeinerungen oder gar tendenziösen Begriffen zu operieren.

    Um auf das Beispiel Jesu zurückzukommen: Er hatte sich selbst und sein Reich, er hatte aber auch den Anderen im Blick.
    Er hat den Menschen Liebe, Hilfe und Glück vermitteln wollen.
    Er hat sie nicht verurteilt, hat ihnen ihr Leben nicht erschwert, sonder geholfen, getröstet, ermutigt.

    Damit mag es für heute bewenden; ich möchte nämlich vermeiden, als Anghöriger des Klerus eingeschätzt zu werden.
    Bin vielmehr in der harten alltäglichen Welt um und mit allen großen und kleinen Problemen von Kindern und deren Eltern aller gesellschaftlichen Ausprägungen verantwortlich befasst und lese + beantworte insofern aufmerksam Beiträge (und immanente Zwischenlagen) wie den von Achim.

    In der Hoffnung, dass der Moderator meine Anmerkungen durchgehen lässt, obwohl sie etwas weitläufig ausgefallen sind …

    mit Gruß an die Daimlerbloggergemeinschaft + an Achim

    K.F.

    Antwort

  22. 22. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 09. November 2007 um 09:16

    @K.F.: Keine Sorge. Sehr spannende und tiefgehende Diskussion. Kompliment an alle! Solange der Bezug zum eigentlichen Beitrag immer wieder hergestellt wird, ist alles in Ordnung.

    Antwort

  23. 23. Aurélia Jaire

    Kommentar vom 09. November 2007 um 10:22

    Liebe Blogger,
    wow, ich freue mich, dass es bei dem Beitrag noch aktiv diskutiert wird. Zuerst, ein kleine Rätsel: Es handelt sich um Geburtstagsfeier im Kindergarten. Die Muter A hat zwei Stunden in der Küche verbracht, um einen schöne Kuchen zu backen. Die Muter B hat industrielle verpackte Kuchen gekauft. Welche Mutter ist die beste?

    Ich war die Mutter B… Im Kindergarten meines Sohnes ist es verboten hausgemachte Kuchen wegen Salmonelloserisiko zu bringen. Die Mutter A, eine deutsche Freundin, hat mir erzählt, dass sie gar nicht gern backt, aber sie wollte gegenüber die anderen Müttern keine schlechte Eindruckt hinterlassen (vielleicht habt ihr auch schon den Kindergarten- Kuchen- Benchmaking erlebt?). Wenn man die Kinder über den Geburtstag fragt, beide haben Spaß gehabt, und der Kuchen war total unwichtig!

    @Achim: Ich wollte Sie nicht „traurig“ mit dem Beitrag machen! Toll, dass Sie Ihre Meinung geschildert haben. Es ist für mich schwierig, nach dem umfangreichen Beitrag von Karl noch was zu schreiben! Ich probiere trotzdem mit meinen eigenen Wörtern. Ich fange mit Fragen an. Warum „Kinder haben“ bedeutet für viele „auf alles andere [zu] verzichten“? Ist es nicht denkbar, Kinder zu machen, und trotzdem noch schön sogar schöner weiterzuleben? Ich glaube, der Hauptbewegungsgrund „ein acht Wochen junges Kind einen komplette Arbeitstag [betreuen zu lassen] (sorry, gefällt mir besser als „abzugeben“) ist genau der gleiche wie warum eine Mutter zu Hause bleibt. Die beiden wollen Ihre Kinder zufrieden machen! Die richtige Frage liegt meine Meinung nach in dem Beitrag vom Karl „wie ist das Glück einer Mutter / von Eltern zu erreichen?“ Es gibt dafür keine universelle Antwort, weil jeder sein Verständnis von dem Glück hat. Es ist abhängig von dem Lebenskontext, von seiner persönliche Story / Kindheit, von seinen Werten und von seiner Kultur. Ich denke jetzt an die Bedürfnispyramide nach Maslow (http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bedürfnispyramide), von „körperliche Bedürfnisse“ bis zum „Selbstverwirklichung“. Kann sich jeder daran identifizieren, jeder mit seinen eigenen Werten. Ich möchte aber nicht länger über „den Weg Glücklich zu sein“ weiter philosophieren…

    @Karl: Es macht mich immer Spaß Sie zu lesen. Sie sprechen wie ein Buch (sagt man auf Französisch)!

    @Elke: Es ist mutig seine Meinung zu geben. Darf keiner „gelyncht“ werden, wir sind da zu diskutieren. Es ist ein sehr interessanter Einsatzpunkt was Sie schreiben. Ich habe mich auch oft gefragt, ob die Betreuungssituation manchmal nicht nur eine Ausrede ist. Ich bin froh, dass Sie es geschafft haben. Sie sagen: „viele Frauen gar nicht beruftätig sein wollen“. Es ist auch ihr Recht. Ich wünsche mir nur etwas mehr Ehrlichkeit über die realen Gründe. Ich glaube nicht an das einzelne Argument „mein Kind braucht mich“.

    @Donna: It is the magic of internet. The kilometres are irrelevant! Maybe could you explain how the situation of workings mums at Freightliner looks like? I would be very glad of it.

    Mit ganz freundlichen Grüßen an allen,
    Aurélia.

    Antwort

  24. 24. Achim

    Kommentar vom 09. November 2007 um 12:46

    Hallo Karl,
    vielen Dank für die ausführliche und sehr wohlformulierte Stellungnahme – diese Gabe habe ich leider nicht, also Verzeihung, wenn es bei mir ein wenig unsanfter klingt…

    Ich denke wir sind entweder unterschiedlicher Meinung, haben eine andere Lebensphilosophie oder ich habe es tatsächlich versäumt wirklich 1:1 das zu schreiben, was ich denke.

    Hier noch kurz ein paar Unterschiede aufgezeigt:

    - Das Ziel von Jesus war laut Bibel ein völlig anderes, aber ich denke Sie sind der gleichen Meinung, dass hier der falsche Rahmen für solch eine Diskussion gegeben ist.

    - Sie schrieben: “Nur eine glückliche Mutter (rep. Eltern) kann in diesem Sinne auf ein Kind einwirken, ihm Kraft, Zufriedenheit, Glück und Stehvermögen für die Anforderungen des Lebens vermitteln”. Richtig! Und jetzt sind wir beim Blog-Thema. Die Mutter (Eltern), nicht die Oma oder “Leihmutter” bzw. “Leiheltern” sollten den Einfluss haben. Outsourcing kann man in der Geschäftswelt betreiben, aber wir reden doch von einem kleinen, hilflosen Menschen, der die Liebe und die Nähe der Mutter (Eltern) braucht.

    - “…Jesus projizieren…” > Es ging mir dabei um eine charakterlich vorbildhafte Lebensform. Ich kann mit jedem Charakter vor einem bestimmten
    Lebensumstand stehen (unabhängig vom Wandel und der Zeit!), und genau dieser Charakter lenkt dann meine Entscheidungen.

    - “…Pauschalurteilen…Kopf gestoßen!” > Hier wünschte ich mir, dass man etwas genauer ließt…

    …Bin müde der Erwähnungen von Studien und (Pseudo)wissenschaften wegen, die der moderne Mensch gerne hat und als Untermauerung seiner Meinung benötigt, um sein Denkgebäude nicht einstürzen zu lassen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich aus der Diskussion ausklinken. Es sei mir noch zugestanden, dass ich nicht diese “heile Welt” sehe und sehr wohl große Defizite im Lebenswandel entdecke (möchte mich da auch nicht
    ausgrenzen!).

    Humanismus (der Mensch setzt selbst seine Maßstäbe) deckt sich eben nicht wirklich mit dem Christentum (Jesus setzt die Maßstäbe) und lässt insofern eine deutliche Diskrepanz spüren…

    @Aurelia:
    Bin eben Christ und habe so meine Schwierigkeiten damit (traurig…), weil ich glaube, dass Gott nicht umsonst der Mutter die Brust zum Stillen geschenkt
    hat und alle anderen Gaben und Fähigkeiten, SEIN eigenes Fleisch und Blut auch groß zu ziehen… Noch eine rhetorische Frage: Sie können nur glücklich sein, wenn Sie ein Kind haben und gleichzeitig arbeiten gehen?

    Vielen Dank für die interessanten Beiträge!

    Antwort

  25. 25. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 09. November 2007 um 14:19

    @Achim + K.F.: Bezüglich Religion und Glauben sollten wir die Diskussion auf diesem Stand belassen. Danke für Euer Verständnis.

    Antwort

  26. 26. Aurélia Jaire

    Kommentar vom 09. November 2007 um 16:51

    @Achim: zu Ihrer rhetorischer Frage: wenn es so mathematisch wäre… Hoffentlich war ich klar über die Pluralität und Individualität den Wegen glücklich zu werden. Falls die Frage auf mich bezogen ist: ich sehe meine Arbeit als eins von vielen Komponenten meines Lebens. Es ist allein nicht der Ursache meinen Glück oder Unglück. Kombiniert mit anderen Komponenten spielt die Arbeit mit Sicherheit eine Rolle in der Erfüllung den fünf Stufen der Bedürfnispyramide.
    Sie schreiben „ich glaube, dass Gott nicht umsonst der Mutter die Brust zum stillen geschenkt hat“…Aurélia, ruhig bleiben. Ist es wirklich Ihren Bild einer Frau?
    Schöne Grüße
    Aurélia.

    Antwort

  27. 27. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 09. November 2007 um 18:40

    … parler comme un livre … :-))

    Hallo Aurelia,

    das macht Spaß, so eine Redensart bilingual zu betrachten. Im Deutschen existiert sie nämlich auch: “Er / sie redet wie ein Buch”

    Damit will allerdings ausgedrückt werden, dass der Sprecher einfach nicht zum Ende (oder zum Punkt) kommt.

    Insofern sei auch noch auf die eher umgangssprachlich – saloppe Floskel hingewiesen ” nun mach´aber mal einen Punkt”

    Schade, der Moderator liest stets mit, sogar richtig aufmerksam. (= Kompliment + freundlich gemeint!)

    Wäre das anders, könnten wir an dieser Stelle mal einen mögicherweise ganz lustigen Exkurs – auflegen: Sprachbetrachtungen im interkulturellen Kontext.

    Diese wäre sicherlich zumals interessant, als mittlerweile auch eine amerikanische – “soon to be Daimler employee” – bloggerin aus dem Hause Freihgtliner …

    (… Freightliner – Trucks mag ich sehr; vor allem die älteren Typen sind beeindruckende Maschinen; um aber hier nicht einseitig zu sein, weise ich mal auch auf eine ganz faszinierende französische LKW – Spezies – alte Chausson – Lastwagen und Busse – hin …)

    … mitdiskutiert und als Ausgangspunkt des Exkurses ein Thema aus dem “Buch der Bücher” diente.

    Doch wer weiß – ein Mensch, der aumerksam mitliest, wird dadurch unweigerlich von den Schreibern vereinnahmt;
    ich bin überzeugt, dass wir ihn über kurz oder lang “kriegen” :-))

    Richtig interessant nämlich kann man dann diskutieren, wenn die Beiträge nicht nur dicht an einer Richtschnur entlang laufen, sondern die Freiheit haben, auch (teils unausgesprochen angesprochene) Marginalien oder Seitenlinien etc. zu verfolgen – immer mit dem Zweck, das Grundthema objektiv, kompetent und vollständig zu hinterfragen und zu ergründen.

    Damit sind wir wieder direkt beim Daimler-Blog – Thema Kinder, Eltern, Mütter und Berufstätigkeit .
    Hier zwar gut eingestiegen, doch noch sehr in der Anfangsphase!

    Einschub an den Moderator:

    Auch deshalb versuche ich, wenn Beiträge Richtigstellung oder Gegenargumente auf anderer Ebene, als der Grundthematik erfordern, weil auf solche Ebene gehoben, dies jeweils zu erledigen.

    Damit sei nun allerdings nicht dafür plädiert, auf den Beitrag von Achim weiter eingehen zu dürfen – obwohl es natürlich in der Tastatur vibriert und ich sicher bin, damit sehr viel zur mentalen Entlastung der Adressatinnen Adressaten beitragen zu können – aber es wäre zu schade, ggf. die rote Karte zu sehen – deshalb Moderator: Ist o.k. geht auch anders. :-)

    Und nun Schluß für heute –
    Dank und freundliche Grüße an Aurelia, Uwe Knaus, Achim und geduldige / interessierte Leserinnen / Leser …
    K.F.

    Antwort

  28. 28. Dr. Stefan Schwehr

    Kommentar vom 09. November 2007 um 19:14

    Hallo an alle Blogger in dieser Sequenz und Hallo Frau Jaire,
    mein Name ist Stefan Schwehr, E3 in der Vorentwicklung Telematik in Sindelfingen, u.a. Absolvent der Ecole Centrale de Lyon (Promotion ‘89, Frau Jaire kennt sich bestimmt damit aus…) und bin nach wie vor häufig in Frankreich, was mir sicherlich erlauben würde, zur Kultur auf beiden Seiten in dieser Frage Stellung beziehen zu können.
    Und doch mache ich es mir leicht und beschreibe einfach mal unseren Weg. Wir haben 2 Kinder (mittlerweile 17 und 15 Jahre alt). Beide haben wir während meiner Assistenzzeit an der Uni bekommen. Meine Frau hat im Anschluss an ihre erste Ausbildung nach dem Abitur 4 Babyjahre zum Studium der Informatik genutzt (was sich nicht unbedingt für jeden zur Nachahmung empfiehlt, aber eine tolle Zusatzbeschäftigung/Weiterbildung, etc. findet sich m.E. immer in einer Babypause). MIt Abschluss meiner Promotion war auch meine Frau mit dem Studium fertig. Auf großelterliche Unterstützung haben wir in der Zeit nur selten zurückgegriffen. Mit unserem (Wieder-)Eintritt in die Industrie hatten beide Kinder das Kindergartenalter erreicht und ein Kindergarten mit geeigneten Öffnungszeiten (zur Aufnahme einer Teilzeitarbeit) findet sich auch meistens, wenn auch vielleicht erst nach längerer Suche. Zusätzlich haben wir uns in den darauf folgenden 7-8 Jahren mit Au-Pair Mädchen verstärkt (was unsere Kinder immer als tolle Bereicherung unserer Familie empfanden). Unser Sohn wurde früh eingeschult, hat eine Klasse übersprungen, war inzwischen 6 Monate in Frankreich und ein Jahr in den USA. Die Tochter ist z.Z. für 6 Monate an einer Lycée in Frankreich und macht sich auch sonst sehr gut. Meine Frau arbeitet als E4 in der DaimlerChrysler Bank.
    Mein Credo: Kinder spüren sehr genau von Geburt an, ob sie angenommen und geliebt sind, wenn die elterliche Zuwendung “die Richtige” ist. D.h. in meinen Augen, wenn sich die Eltern auf die Kinder einstellen und immer wieder neu ausloten, was auch für sie selbst “drin” ist. Dann funktioniert auch eine aus manchem Blickwinkel vielleicht etwas unkonventionelle Lebensplanung.
    Dies als Anregung für uns Deutsche, nicht immer zu schauen, was andere sagen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen und dies ganz bewusst (egal ob 8 Wochen, 3 Jahre oder noch längere Babypause, Hauptsache es passt)

    Antwort

  29. 29. Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach

    Kommentar vom 09. November 2007 um 23:58

    Nach dem Erfahrungsbericht von Sefan Schwehr wage ich mich auch mal aus der Deckung – und gebe ihm Recht: Es kommt auf das “Machen” an. Wir haben beispielsweise vier Kinder und sind (inzwischen wieder) beide berufstätig. Klar – das geht nur mit Au Pair, was aber unsere drei größeren Jungs (11 bis 5) als spannend erleben. Und unsere Lütte (2) liebt “ihre” Au Pairs.

    Die einzige Konstante war all die letzten 12 Jahre, dass ich voll berufstätig war. Meistens wohnortnah, aber auch ein halbes Jahr als Wochenendvater. Meine Frau hat ganz unterschiedliche Zeiten gehabt – von verschiedenen Zeiten mit dem zweiten Teil ihrer Ausbildung (immer in Vollzeit), über Elternzeiten und “berufsfremden” Teilbeschäftigungen. Jetzt kommen wir langsam in ruhigere Fahrwasser.

    Was wir alle, die wir größere und moderne Familien haben, gemeinsam haben, ist sicherlich zum einen, dass wir überdurchschnittlich flexibel sind (und nicht nur die Frauen), und zum anderen, dass wir einen anderen Schwerpunkt setzen und unser Leben rund um unsere Kinder organisieren (und keine Reichtümer anhäufen).

    Ich würde mit niemandem tauschen wollen.

    Antwort

  30. 30. Aurélia Jeire

    Kommentar vom 11. November 2007 um 14:45

    Hallo zusammen,

    @Dr. Stefan: Félicitations pour l’école Centrale! Mein Studium habe ich bei der Ecole des Mines de Douai (Promotion 2000) absolviert. Ich finde Ihre Erfahrung spannend. Sie zeigen, dass es sehr erfolgreich laufen kann. Mit einer internationalen Erziehung machen Sie ihren Kindern ein schönes Geschenk.
    @Wolfgang: Danke, danke! Mit Ihrer Analyse bin ich voll einverstanden.
    @Karl: So wie es aussieht kennen Sie sich mit LKWs gut aus. Haben Sie unseren Daimler Stand bei der letzten IAA besucht? Ich fand es klasse. Aber es ist wieder weit vom Thema (wie Sie sagen ist unser Moderator recht aufmerksam …).
    Gruß aus Elsass,
    Aurélia.

    Antwort

  31. 31. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 11. November 2007 um 21:34

    Hallo Aurélia,
    richtig – zum Thema berufstätige Eltern tragen LKW-Betrachtungen nicht unbedingt bei.
    Deshalb nur eine kurze Antwort zur letzten IAA / Daimler Stand: Nein, war diesesmal nicht da; allerdings bei der davor, und der Stand hat mir sehr gut gefallen.
    Allerdings gibt es ja die Schnittmenge – Daimler und dessen berufstätige Eltern. :-)
    In diesem Sinne – Gruß von der Saar …
    K.F.

    Antwort

  32. 32. Gruber B.

    Kommentar vom 19. November 2007 um 15:04

    Hallo,

    Mein Name ist Bianca Gruber, bin 29 Jahre, keine Mutter, und aus Österreich.

    Auch wenn ich noch keine Kinder habe, möchte ich mich zu diesem Thema äußern. Die Bezeichnung „Rabenmutter“ einer Frau aufzubrummen, nur weil sie 8 Wochen nach der Geburt wieder arbeitet, ist aus meiner Sicht sehr kurzsichtig wenn nicht sogar engstirnig. Dass man als voll berufstätige Mutter bzw. Eltern, auch Kinder erziehen kann, liest man ja schon an den vorangegangen Beiträgen.

    Für mich ist eine Rabenmutter, nicht eine Frau, die es schafft Kindererziehung und Beruf unter einen Hut zu bekommen, sondern Mütter die ihre Kinder als Vorwand nehmen, um sich nicht Weiterzubilden zu müssen bzw. sich haushalten lassen und meinen indem sie ein Kind in die Welt setzen, hätten sie ihre Aufgabe erfüllt. Ich beobachte immer wieder, dass genau diese Mütter es nicht schaffen ihren Kindern genügend Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, meistens auch nicht schaffen ihren Kindern beizubringen Bitte und Danke zu sagen.
    Was mich daran am meisten ärgert, ist die Tatsache dass genau von diesen Frauen, mir vorgeworfen wurde, ich sei ausschließlich auf meine Karriere bedacht und wolle keine Kinder, alles schon erlebt. Ich habe es mittlerweile aufgegeben darüber zu diskutieren, weil ich für mich bereits festgelegt habe, unter welchen Vorraussetzungen ich Kinder haben möchte.

    Fairerweise muss ich sagen, dass ich auch einige Mütter kenne die sich bewusst entschieden haben erstmal nicht zu arbeiten, weil sie sagen, die Bezahlung würde grade mal dafür ausreichen um die Tagesmutter zu bezahlen, darum schrauben sie lieber die Ansprüche runter und bleiben bei ihren Kindern, ich würde es wahrscheinlich ebenfalls so machen, würde sich mir die Situation so darstellen.

    Da ich ja noch keine Kinder habe und es sicher noch ein paar Jahre dauert bis ich eine Familie gründe, weiß ich auch nicht genau wie ich meine Kinder erziehen werde. Allerdings soviel steht fest, sollte ich einmal Kinder haben, dann werden diese alles Aufmerksamkeit und Liebe von mir bekommen, die sie brauchen, was aber nicht heißt dass ich mich nur auf die Kindererziehung beschränke im Gegenteil, vielleicht nebenher eine Fortbildung usw..!

    Tja und zum Thema Kulturschock kann ich auch was beitragen ;-)
    Liebe Leute aus Deutschland,
    ihr könnt viele Dinge besser als wir Österreicher, aber eines werdet ihr nie lernen, wie man richtig „Wiener Schnitzel“ kocht und trotzdem findet man es auf jeder Speisekarte. Hin und wieder bin ich wirklich am Überlegen, ob ich dem jeweiligen Koch nicht das richtige Schnitzelmachen beibringen soll, weil das teilweise schon eine Schande ist, was hier so unter „Wiener Schnitzel“ bezeichnet wird.

    Lg Bianca Gruber

    Antwort

  33. 33. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 20. November 2007 um 23:21

    @ Bianca Gruber
    … noch ein Kulturschock – die Teutonen bringen sich offensichtlich mit ihren Koch- und Essgewohnheiten nicht immer positiv ein! :-)

    Dennoch muss ich als einer der weitaus zweit- oder drittbesten südwestdeutschen und wallonischen Hobby – Schnitzel-brater :-) :-) entschieden der Behauptung widersprechen, wir könnten weder noch lernten jemals, Wiener Schnitzel zu zubereiten.

    Lebte die Kritikerin unserer Garkünste in der Nähe, könnte ihr das ad oculi demonstriert bzw. ihre negative Einschätzung per Verkostung widerlegt – und zur Begriffsklärung (kochen vs. braten) beigetragen werden.

    Da dies aber wohl praktisch-anschaulich nicht möglich ist, soll das Thema hier nicht vertieft werden – schließlich schreiben wir nicht im Koch-blog, sonder im blog-daimler …

    Stattdessen freundlichste & anerkennende Grüße an Östereichs Küche und Bianca Gruber :-) von
    K.F.

    Antwort

  34. 34. Aurélia Jeire

    Kommentar vom 21. November 2007 um 19:58

    Hallo Bianca, Hallo Österreich,
    spannend, ein Kommentar aus Österreich (schönes Land…). Sie schreiben, dass Sie festgelegt haben, „unter welchen Vorraussetzungen [Sie] Kinder haben [möchten]“. Es ist natürlich unsere große Vorteil heute: wir können wählen, entscheiden, planen. Auf der anderen Seite, mehr man denkt und überlegt, schwieriger wird die Entscheidung…
    Schöne Grüße,
    Aurelia.

    Antwort

  35. 35. Andreas S.

    Kommentar vom 23. November 2007 um 14:36

    Hallo Frau Jaire,

    habe mich eigentlich nur durch Zufall mal in Ihren Beitrag geklickt, konnte dann aber nicht mehr aufhören, weiter und weiter zu lesen.
    Ich war richtig erschrocken darüber, dass es m.E. im Westen Deutschlands ein Manko in Sachen Kinderbetreuung und eine völlig veraltete Vorstellung über Kindererziehung gibt.
    Meine Frau und ich sind berufstätig und unser Sohn (11 Jahre jung), war mit 1 bis 6 Jahren in der Kita und absolviert zurzeit die 5. Klasse der Grundschule.
    Bis zur dritten Klasse besuchte er nach der Schule den Schulhort, wo die Kinder
    ( im Alter von 5 – 12 Jahren) gemeinsam spielen und auch die Hausaufgaben machen.
    Kita und Schulhortbesuch (alles freiwillig) ist natürlich kostenpflichtig, dennoch von allen bezahlbar und nebenbei steuerlich absetzbar.
    Bei uns in Brandenburg (und speziell in Großbeeren) gibt es keine Schließzeiten von Kita oder Hort. Auch nicht während der Ferien! Die Plätze sind begehrt und rar, weil bei uns viele Mütter berufstätig sind und das Gehalt vieler Väter einfach nicht ausreicht um eine Familie zu „ernähren“.
    Aber auch „Hausfrauen“ geben ihre Kinder in die Obhut der Kita, da bei uns das Argument zählt, dass die Kinder schon frühzeitig mit anderen Altersgenossen in Kontakt treten können und somit erste soziale Erfahrungen in der Gruppe machen.
    Außerdem bekommen sie dadurch früher die allen bekannten Kinderkrankheiten, welches ihr Immunsystem (wissenschaftlich bewiesen) schon im frühesten Kindesalter stärkt.
    Ein ganz besonderes Schmankerl und gutes Beispiel ist hier unsere anerkannte Kneipp Kita „Löwenzahn“. Regelmäßige (kostenlose!) Besuche von Zahnärzten etc. sind ebenso selbstverständlich wie auch das immense kulturelle Angebot.
    Übrigens ich bin im Ostteil Deutschlands (ehem. DDR :–| ) aufgewachsen, wo die o.g. Standards noch ausgeprägter waren. Kinder standen hier immerhin im Mittelpunkt der Gesellschaft und berufstätige Mütter hatten jedwede Unterstützung und manches mal beneidenswerte Vorteile gegenüber ihren männlichen Kollegen, welches auch die Geburtenzahlen zeigten.
    Als Rabenmutter hätte man damals die Mütter bezeichnet, welche ihre Kinder nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen lassen würden und als Hausfrau keinen Beitrag zum Volkseinkommen (heute BIP) leistet.
    Heute muss man wohl, angesichts der Verhältnisse im Westteil des Landes, froh sein können, dass einige „Errungenschaften“ im Osten Deutschlands weiter gelebt und weiter entwickelt werden.
    So auch zum Beispiel die Schulspeisung (pro Tag und Essen 1,60 EURO):
    Bei uns in Großbeeren essen die Altersgruppen 0-80 Jahre alle „aus einem Topf“.
    Die in der Schule befindliche Gemeindeküche (in welcher meine Frau Köchin ist) bereitet, zu dritt, täglich immerhin 400 schmackhaft und vollwertige Essen für Kita, Schule und Rentner zu.
    Alle drei Frauen haben Kinder.

    Es ist also bei uns völlig normal, dass Mütter wieder frühzeitig nach der Geburt ihres Kindes am Arbeitsplatz gebraucht werden und dieses auch wahrnehmen.
    Diskussionen darüber haben mich noch nicht erreicht, weswegen ich auch so überrascht war.

    Für mich sind Rabenmütter (und – väter), welche ihre Kinder verwahrlosen lassen, ihre Familie verlassen oder in der Familie Gewalt zulassen.

    Allen anderen berufstätigen (- willigen) Frauen sei gesagt: „Weiter so! Mit Euch ist die Arbeitswelt einfach bunter, interessanter und einfach besser!“

    @ Frau Gruber :-)
    In Großbeeren unterscheiden wir nach:
    - Schweineschnitzel „Wiener Art“ = ein vorher mit Holzhammer platt gehauenes, in Mehl und Ei gewälztes, paniertes und anschließend frittiertes Stück Schweinefleisch
    und
    - Original Wiener Schnitzel = aus Kalbsfleisch bestehend, welches mir beim ortsansässigen Lokal „Schluchtenjodler“ auch sehr lecker schmeckt (nebenbei auch der Leberkäse; Den aber eher abends) :-)

    Antwort

  36. 36. Kirsten Metzner

    Kommentar vom 27. November 2007 um 08:35

    Hallo Aurélia,

    mir ging es gerade wie Andeas S. – ich habe heute morgen angefangen Ihren Beitrag zu lesen und dann noch jeden einzelnen Kommentar – ich konnte einfach nicht aufhören und möchte nun ganz kurz auch etwas “beisteuern”:
    Ich habe noch keine Kinder und kann somit nicht als Mutter, sondern nur aus dem Blickwinkel der Tochter sprechen: meine beiden Schwestern und ich sind auch schon mit wenigen Monaten in die Kinderkrippe gekommen und obwohl ich mich an diese Zeit nicht erinnern kann, habe ich noch Erinnerungen an die nächste Stufe dieser “Bildungspyramide”: den Kindergarten. In meiner Gruppe waren zwei Kinder, die neu zu uns gekommen waren, d.h. wir kannten sie nicht schon von der Krippe her. Ich weiß noch, dass ich die beiden am Anfang komisch fand. Als ich meine 8 Jahre jüngere Schwester ein paar Jahre später vom Kindergarten abgeholt habe (ja, ich habe sie abgeholt, nicht meine Mutter), ist mir auch bewußt geworden warum: auch in ihrer Gruppe war ein neuer Junge: er konnte nicht so flüssig sprechen, wie die anderen Kinder, sein Wortschatz war bei weitem nicht so vielfältig und seine Bilder (die waren immer auf dem Gang ausgestellt) waren im Gegensatz zu den Bildern der andern Kinder auf einem andern Niveau. Nebenbei bemerkt bin auch ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen und wie Andres S. schon geschrieben hat, war es selbstverständlich, dass “die Mutti” wieder arbeiten geht und nicht zu Hause bleibt. Wenn es mal spät wurde, waren wir eben bei Nachbarn und haben dort mit unseren Freundinnen, später Klassenkameraden gespielt oder Hausaufgaben gemacht und auch umgekehrt, das war ganz selbstverständlich. Wir drei Schwestern lieben unsere Eltern sehr, obwohl auch mein Vater schon seit vielen Jahre nur am Wochenende zu Hause ist. Wir hatten nie den Eindruck “abgeschoben” zu werden (ganz schreckliches Wort in diesem Zusammenhang!!!) oder das unsere Eltern uns als Statussymbole halten. Die Zeit, die wir mit unseren Eltern verbracht haben ist uns als tolle Kindheit in Erinnerung geblieben: mit Wanderungen, Schneeballschlachten, Bastelstunden, tollen Geburtstagen und Weihnachten. Das ist die Zeit im Jahr, auf die wir uns alle am meisten freuen, weil wir alle zusammen sind. Wir sind auf ganz Deutschland verteilt und sehen uns leider nicht so oft, aber die Stunden, die wir zusammen verbringen, sind die kostbarsten im ganzen Jahr. In diesem Sinne kann ich nur zustimmen: nicht die Quantität zählt. sondern wie so oft im Leben die Qualität! Es lebe die Familie – in welcher Form auch immer – Hauptsache GLÜCKLICH!!! Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und für Euch und Eure Familien alles alles Gute!

    Eure Kirsten

    Antwort

    Antwort von Karla am 20. Januar 2010 um 14:20:

    Hallo Kirsten,
    vielleicht könntest du das Beispiel mit dem Jungen etwas tiefgründiger erläutern, ich weiß nicht wie es anderen geht , aber ich bin nicht ganz klar was du und damit sagen wolltest !
    lieben gruß

    Antwort

  37. 37. Aurélia Jeire

    Kommentar vom 27. November 2007 um 20:29

    Hallo Kirsten und Andreas,
    zu erst schönen dank für eure Schreibe. Ich kenne die ex- DDR nur ganz wenig. Aber zum Thema Kindererziehung, es scheint mehr Ähnlichkeiten mit Frankreich als mit Westdeutschland zu geben. Ich finde auf jedem Fall schön so viele Erfahrungsberichte zu lesen. Das Blog ist an der Stelle eine tolle Sache, weil wir Meinungen aus verschiedenen Regionen bzw. Ländern wahrnehmen können. Die Sichtweisen sind dadurch erweitert.
    Viele Grüsse
    Aurélia.

    Antwort

  38. 38. D. R. Holey

    Kommentar vom 08. Dezember 2007 um 00:09

    hallo zusammen,

    sehr gute und wegweisende diskussion für Alle !!

    was passiert aber wenn ein “Mann” die erziehungsarbeit für sich beansprucht?? – auf grund der emanzipation / selbstbestimmung und bedeutung innerhalb der familie?
    geht ein konzern wie daimler hierfür kompromisse ein? Setzt sich dem gesetzgeber gegenüber für mehr lösungsmöglichkeiten ein -> teilzeit / ……
    fragestellung lässt sich ausbeuen..!

    wie sieht es damit aus – um nicht nur die weibliche problematik zu betrachten…

    grüßle

    dirk

    Antwort

  39. 39. Peter S.

    Kommentar vom 18. Dezember 2007 um 11:43

    Der Baden-Württembergische Wirtschaftsminister zum Thema Rabenmutter: …Auch auf die vielen gut ausgebildeten Frauen könne man nicht verzichten, verwies Pfister auf die “dämliche Diskussion vom Heimchen am Herd bis zur Rabenmutter”. Beruf und Familie seien mit den heutigen Angeboten besser in Einklang zu bringen. Für qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland dürfe der Aufenthalt nicht auf zwei Jahre begrenzt werden. Weltweit seien “die Lassos nach den besten Köpfen ausgerollt”, und Deutschland müsse sich daran beteiligen.

    Antwort

  40. 40. Aurélia Jeire

    Kommentar vom 19. Dezember 2007 um 10:45

    Hallo Dirk,

    ich habe gedacht, dass vielleicht ein Papa aus Daimler von seiner Erfahrung berichten wird. Klar gibt es bei Daimler die gleichen Möglichkeiten für Frauen wie für Männer auf Teilzeit zu gehen. Es ist mehr mit der Art der Tätigkeit verbunden. Es muss mit dem Job kompatibel sein. Ich bin persönlich der Meinung, dass die Qualität hochwertiger als die Quantität ist. Ein engagierter Mitarbeiter in Teilzeit ist für die Firma auch ein großer Mehrwert. Die Mentalitäten sind aber nicht immer so weit.
    Gruß
    Aurélia.

    Antwort

  41. 41. Oliver Radtke

    Kommentar vom 19. Dezember 2007 um 12:45

    Hallo Aurélia,

    die Teilzeit-Papas bei Daimler gibt es ganz bestimmt. Ich war beispielsweise fast zwei Jahre in Elternteilzeit. Mittlerweile habe ich von dem einen oder anderen Kollegen erfahren, der auch in Elternteilzeit gegenwärtig ist oder war.
    Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, dass das alles von Seiten des Unternehmens ziemlich problemlos verlief.
    Letztlich läuft es doch darauf hinaus, wie die eigene Arbeit organisiert wird. Und klar ist auch, dass man sich mehr anstrengen muss, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Die zwei oder auch drei Tage fehlen halt dann doch. Aber das ist definitiv das eigene Problem, dass man zu lösen hat.
    Aus meiner Erfahrung finde ich es interessanter festzustellen, dass es mittlerweile beruflich einfacher ist, so etwas zu realisieren, als dass es im privaten Umfeld akzeptiert wird. Auch meine Frau wurde von befreundeten Müttern eher als Rabenmutter bzw. als „karriere-geil“ betrachtet, als sie nach einem Jahr wieder arbeiten ging. Das war/ist einfach albern. Inzwischen arbeiten meine Frau und ich wieder beide Vollzeit. Unser Sohn, 4 Jahre alt, ist in Baden-Württemberg in einer Kita, die von 07:45 bis 17:30 geöffnet hat. Meine Frau bringt ihn morgens hin und ich hole ihn abends ab. Wir haben bisher nicht feststellen können, dass das Seelenleben unseres Kleinen darunter leidet. Im Gegenteil, wenn ich mal zu früh komme, werde ich eher noch beschimpft, warum ich „immer“ so früh komme…
    Aber es gibt für mich noch einen ganz anderen elementaren Grund, warum ich glaube, dass Kinder möglichst früh und ganztags in eine Kita sollten. Haben wir uns mal bewusst die Strassen nachmittags angesehen, wenn wir mal zu Hause sind? Wieviele Kinder springen da noch rum? Ich sehe nicht mehr viele. Wo sind die Heerscharen von Kindern abgeblieben, an die ich mich noch zu meiner Kinder- und Jugendzeit erinnern kann? Ich musste nicht lange Termine ausmachen, um Spielkameraden zu finden. Ich brauchte einfach nur raus auf die Strasse.
    All das ist heute offensichtlich wesentlich schwerer geworden. Sei es, weil es einfach weniger Kinder gibt, sei es, weil sie eher in diversen Kursen, Vereinen etc. beschäftigt werden oder weil sie nur vor der Konsole oder der „Glotze“ zu Hause herumhängen.
    Und auch aus diesem Grund halte ich zumindest die Kita für unseren Sohn für eine tolle Sache. Einen ganzen Tag jede Menge Kinder um einen herum und jede Menge Zeit zum Spielen (ohne ideologische/moralische Berieselung!) und: vor allem noch keine Ahnung zu haben, was eine Spielkonsole ist!!!! Herrlich!

    Antwort

  42. 42. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 01. Januar 2008 um 10:50

    Hallo Aurélia,

    heute schreibe ich Ihnen mal wieder etwas zum Thema berufstätige Mütter / Väter bei Daimler und umzu :-)

    Doch zuallererst:
    A posteriori zu Weihnachten, und – zeitgerecht – zum Neuen Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute sowie, dass sich persönliche und berufliche Frage- und Problemstellungen stets zu Ihrer besten Zufriedenheit arrangieren lassen mögen.

    Nun zum oben erwähnten Thema:
    Eigentlich ist´s nur ein Hinweis auf einen FAZ – Artikel, der Sie, falls nicht ohnehin schon gelesen, vielleicht interessieren wird:

    Unter dem Titel ” Schöne neue Krippenwelt”
    (Uta Rasche) werden auf der Titelseite der FAZ vom 31.12.2007 informativ, sachlich, prägnant und fachkompetent Fragestellungen kommentiert, die Sie im blog-daimler thematisiert hatten, und die dann in der Folge – teils auch kontrovers – diskutiert wurden.

    Sollte die Abhandlung Ihnen nicht mehr erreichbar sein – galt doch vor dem digitalen Zeitalter die Devise “nichts ist älter, als die Zeitung von gestern” :-) (wobei ich hier bewußt eine naive Interpretation des bonmots praktiziere), besteht die Möglichkeit, auf das online Archiv der FAZ zuzugreifen.
    Falls das nicht gelingt, übermittle ich Ihnen gern, wenn gewünscht, den Artikel per e-mail-Anhang.

    Soweit zu allgemeinen Problemen; nun zum letzten Tag des schönen (und – aus meiner Wahrnehmung jedenfalls – sehr regenerativen) Weihnachtsurlaubs:
    Ich verabsentiere mich für heute in (m)ein spezielles “Teilgebiet” :-) und wünsche auch Ihnen einen entspannten und schönen Start in das Jahr 2008.

    Gruß
    K.F.

    Antwort

  43. 43. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 07. Januar 2008 um 09:05

    @K.F.:
    Hier der FAZ-Aritkel “Schöne neue Krippenwelt

    Antwort

  44. 44. Aurélia Jeire

    Kommentar vom 13. Januar 2008 um 16:21

    Hallo,

    vielen Dank Karl für Ihre netten Wörter. Ich wünsche Ihnen und die andren Lesern dieser Rubrik ein frohes neues Jahr und einen guten Rutsch!
    Danke für die Information über den Artikel der FAZ, es passt gut zum Thema!
    Schöne Grüße
    Aurélia.

    Antwort

  45. 45. Hakan Uyrum

    Kommentar vom 09. Februar 2008 um 09:21

    Ein Hallo erstmal an alle.
    Auch wenn dieser Beitrag schon etwas länger existiert und auch schon einiges dazu geschrieben worden ist, sollte man eins doch vor Augen führen. In einer Gesellschaft, in dem wir Heute leben, ist es leider ein MUSS geworden, im Berufsleben erfolgreich zu sein, um seinem Arbeitgeber und damit natürlich auch sich selbst, den grössten Profit erzielen zu können. Dabei bleibt leider kein großer Gedanke an Familie bzw. Kinder übrig.
    Der Drang, noch besser gesagt der Druck erfolgreich zu sein vermindert , nachhaltig das Bedürfnis eine Familie zu gründen und oder Kinder zuhaben. Und als Frau ist es dann noch schwieriger diesen Wunsch erfolgreich umzusetzen.
    Aber Daimler ist ja kein “Rabenarbeitgeber” und ist in vielerlei Hinsicht kooperierend und hilfreich. Es gibt viele Möglichkeiten diese sowohl als Mutter oder Vater sich zum nutzen zu machen. Hier sollte aber auch der Staat intensiver
    sich einbinden und seinen Signalstandpunkt verstärken.Schließlich zahlen auch arbeitende Mütter Steuern.
    Außerdem wird auch leider deutlich, das Kulturen doch so fern von einander sind, als wir immer annehmen. Die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz, in welcher Schicht der Bevölkerung auch immer, sollte doch mehr gefördert werden. Dies geschieht nur durch Austauch durch Erfahrung und Kommunikation. Nur dafür muss man bereit sein.

    Herzliche Grüße
    Hakan

    Antwort

  46. 46. Simone Zahn

    Kommentar vom 27. Februar 2008 um 16:35

    Liebes Blogger Management Team, ich möchte noch einmal Bezug auf den Beitrag von Aurelia Jaire nehmen und Sie bitten mich an den richtigen Ansprechpartner in Ihrem Hause weiterzurouten. Bei IBM beschäftigen wir uns ebenfall mit dem Problem, dass in Deutschland die Frauenquote in Managementpositionen leider noch immer nicht zufriedenstellend ist. Wir haben die Idee einen Roundtables aufgenommen um uns mit anderen grossen Unternehmen auszutauschen. Würden Sie mich entsprechend an die richtige Stelle Ihres Hauses weiterleiten ?

    Vielen Dank im voraus

    Simone Zahn

    Antwort

  47. 47. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 27. Februar 2008 um 17:48

    @Simone Zahn: Ihre Anfrage wurde an das Global Diversity Office weitergeleitet.

    Antwort

  48. 48. Ursula Schwarzenbart

    Kommentar vom 03. März 2008 um 13:34

    Sehr geehrte Frau Zahn,

    vielen Dank für Ihren Beitrag und die Idee, das Thema mit anderen deutschen Unternehmen zu diskutieren. Es gibt bereits ein Netzwerk der deutschen Großunternehmen zu diesem Thema, die übrigens je nach Branche alle die gleiche Situation haben und jedes bemüht sich darum, die Gender-Diversity zu verstärken.
    Sollten Sie das Thema genauer beleuchten wollen, können wir gerne in Kontakt treten und ich kann die Aktion eventuell gern unterstützen.
    Ursula Schwarzenbart,
    Director Global Diversity Office”

    Antwort

  49. 49. Anonymous

    Kommentar vom 21. April 2008 um 14:01

    Hallo,

    ich denke die meisten Eltern müssen sowieso ihre Elternzeit nehmen, einfach weil meistens keine Kinderkrippen zur Verfügung stehen (z.B. bei externen Mitarbeitern).

    Antwort

  50. 50. Petra-Tina Balatinac

    Kommentar vom 08. Mai 2008 um 11:08

    Hallo Frau Jaire,

    als mein Sohn vor 5 Jahren auf die Welt kam hatte ich Elternzeit für ein Jahr beantragt. Da ich damals schon alleinerziehend war, hatte ich es nach diesem ersten Jahr nicht übers Herz gebracht meinen Kleinen ganztags bei fremden Leuten unterzubringen und habe meine Elternzeit verlängert.

    Kurz bevor er drei wurde, fing ich wieder mit der Arbeit an und das Vollzeit. Ich denke mein Sohn hat sich mittlerweile daran gewöhnt und sieht es als normal an, von 7-17 Uhr in die Kita zu gehen. Ich wohne im schönen “Schwabeländle” und bin sehr froh darüber, das die Betreuungsregelung in unserem Ort so toll geregelt ist. Macht im Sommer ein Kindergarten zu, übernimmt ein anderer der drei vorhandenen, die Kinder die während der Ferienzeit betreut werden müssen. Für mich als Alleinerziehende Mama ist das wirklich die Rettung.

    Aufgrund meiner Arbeitszeit bin ich zudem auch noch auf die Unterstützung durch eine Tagesmutter angewiesen. Mein Sohn ist also von 7-ca 18:30 Uhr in Fremdbetreuung. Anfangs kam ich mir vor wie eine Rabenmama. Da es bei uns aber keinen Papa gibt, sind mein Sohn und ich finanziell sehr auf meine Vollzeitstelle angewiesen. Was bleibt einem also auch anders übrig, als sein Kind den ganzen Tag wegzugeben um arbeiten gehen zu können?

    Nächstes Jahr ist die Einschulung. Am liebsten wäre mir dann nur noch halbtags zu arbeiten, um ihn nach der Schulzeit selbst betreuen und die Hausaufgaben mit ihm machen zu können. Ob sich das irgendwie realisieren lässt, steht noch in den Sternen.

    Der Spagat zwischen Kind und Beruf ist nicht immer einfach. Eine Dame vor mir schrieb von Müttern die Kinder als Grund benutzen sich nicht weiterzubilden. Es mag auch solche geben. Ich wollte lange Zeit gerne einen englisch Kurs an der VHS besuchen um Business English zu belegen. Geklappt hat das erst in diesem Jahr. Und an den Montagen an denen der Kurs statt findet, komme ich erst um 21 Uhr dazu meinen Sohn von der Tagesmutter abzuholen. Das wir an diesen Tagen leider gar nichts voneinander haben versteht sich von selbst.

    Ich denke aber das es viel wichtiger ist wie man die Zeit mit seinem Kind nutzt, als die Tatsache ob man Vollzeit oder Teilzeit oder gar nicht arbeitet. Für meinen Teil kann ich sagen das mein Sohn es vorgelebt bekommt für den Lebensunterhalt arbeiten zu müssen. Wenn die Mama arbeitet, können dann auch tolle Ausflüge unternommen werden, was uns beiden auch ein Stückchen Lebensqualität gibt weil wir einfach in der Lage sind gemeinsam tolle Dinge zu erleben.

    Schauen wir mal wie sich die Dinge verändern wenn er nächstes Jahr eingeschult wird.

    Grüßle,

    Petra-Tina Balatinac

    Antwort

  51. 51. Fedrow, Peter

    Kommentar vom 13. Oktober 2008 um 15:19

    Hallo Frau Jaire
    “andere Länder ander Sitten”
    in Asien ißt man zum Frühstück bereits Fisch und löffelt eine dünne Reissuppe
    also Leberkäs ist hierzulande nichts ungewöhnliches,allerdings ein Glas Bier/Wein passt besser dazu (auch um 9.00)
    Zum Thema Kinder
    das sollte jeder machen wie er es verantworten kann.
    Ich würde mir keine Kinder anschaffen um sie bereits nach 6 Wochen abzugeben.
    Einige Jahre zu Hause zu bleiben, wäre meine Vorstellung, aber wie gesagt, das ist meine ganz persönliche Vorstellung, die ich allerdings mit meiner Frau teile.
    Hierbei von “Rabenmutter” zu sprechen, halte ich für reichlich überzogen

    Antwort

  52. 52. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 16. Oktober 2008 um 22:24

    Hallo Aurélia,

    … mal wieder das Rabenthema im Focus? :-)
    Allerdings in sachlich konzilianter Darstellung durch Herrn Fedrow.

    Um Ihnen ein bisschen neuen Lesestoff zum Thema “Rabenmütter” zu vermitteln, der Ihnen sicherlich gefallen wird, füge ich hier einen nagelneuen Titel an, der sich pragmatisch, wohlwollend und entlastend mit der Situation auseinadersetzt::
    Jutta Hoffritz: “Aufstand der Rabenmütter”. Warum Kinder auch ohne baby-Yoga und Early-English glücklich werden. Verlag Droemer Knaur, München 2008

    Eine kurze Rezension zu diesem Buch finden Sie im Literaturteil der FAZ vom 15. Oktober 2008, Nr 241,
    Seite L 31.

    Mal sehen, was sich ergibt. Ich werde mir das Opus verinnerlichen – bin gespannt, ob es hält, was die Kritik verspricht.

    Mit freundlichem Gruß

    K.F.

    Antwort

  53. 53. Karl Fritzsche

    Kommentar vom 16. Oktober 2008 um 22:37

    @ Uwe Knaus:

    …. und da wir gerade dabei sind, Babies zu schaukeln :-) auch eine Anmerkung an den Moderator:
    Dieses (Ihr) Blog-Baby hat sich in der Tat prächtig entwickelt.

    Ob Blog-Rabenmutter oder -vater – die Frage stellt sich angesichts des Erfolges überhaupt nicht.

    Vielmehr sei Ihnen zu Ihrer aufmerksamen, strukturierten, offenen, sachlichen und zugewandten Moderation und Gestaltung vollste Anerkennung ausgedrückt!

    Mit freundlichem Gruß

    K.F.

    Antwort

  54. 54. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 17. Oktober 2008 um 00:34

    @Karl Fritzsche
    ..und ich dachte schon unser Blog wäre für Sie uninteressant geworden. Dafür freut es mich um so mehr, Sie hier wieder zum Einjährigen begrüßen zu dürfen :-)
    Danke für die anerkennenden Worte!

    Antwort

  55. 55. Weber

    Kommentar vom 17. Oktober 2008 um 15:42

    Hallo Frau Jaire,

    hier nun noch ein Kommentar einer Frau! (Erstaunlich wie viele Männer sich mit diesem Thema auseinander setzen)

    Ich möchte mich gerne dem Kommentar von Frau Balatinac anschließen. Da es mir ungefähr genauso erging. Vorab – es ist unwahrscheinlich das sich Menschen den Begriff “Rabenmutter” erlauben.

    Als mein Sohn 8 Monate alt war habe ich mich dazu entschlossen eine weitere Ausbildung zu beginnen allerdings hätte ich dies nicht gemacht wenn ich ihn zu fremden Menschen hätte geben müssen. Aber dies bleibt ja jedem selbst überlassen. Er wurde dann bis zum zweiten Lebensjahr von meiner Mutter betreut und wir fanden dann, mit großem Glück, eine Kita in der nähe des Büros. Sprich, mein Sohn ist hierin schon ein alter Hase.

    Ich habe auch sehr viel an den Kopf geworfen bekommen wie z. B. auch Rabenmutter oder die Aussage das mein Sohn, ohne Vollzeitkontakt zu mir, verkümmern würde usw. Mein Rücken wurde mir durch meine Ex-Schwiegermutter, die auch Französin ist, gestärkt da es für sie das normalste der Welt war und ist, dass das Kind so früh abgegeben wird um Arbeiten zu gehen. Und ich muss sagen, in den letzten Jahren sind wir sehr gut damit gefahren. Mein Sohn kam dieses Jahr in die Schule und ist weiterhin in der Kita. Ich finde mein Kind selbstständiger und stärker (von der Persönlichkeit her) als Kinder, die ganze drei Jahre am Rockzipfel der Mutter hingen.

    Kurz gesagt: Jeder sollte es so machen wie er denkt und sich dabei wohl fühlen sowie negative Kommentare von sich abprallen lassen.

    @Frau Balatinac: Mit der Einschulung ändert sich nichts ;-)

    Herzliche Grüße und alles Gute!
    Anja-Valeska Weber

    Antwort

  56. 56. Aurélia

    Kommentar vom 18. Oktober 2008 um 18:49

    Hallo,
    ich hätte nie gedacht, dass es ein Jahr später immer noch kommentiert wird. Das Buch von der Autorin Jutta Hoffritz scheint spannend zu sein…
    Gruß,
    Aurélia.

    Antwort

  57. 57. Petra-Tina Balatinac

    Kommentar vom 20. Oktober 2008 um 19:56

    Hallo Frau Weber,

    wenn sich Betreuungstechnisch nichts ändert, habe ich ja auch gar nichts dagegen ;) Ich habe mittlerweile die Info bekommen, dass die Betreuung über den Hort die selbe Zeit abdeckt wie die Kita Zeit. Und das die kompletten Ferien über Betreuung möglich sein soll. Morgen Abend auf dem Elternabend erfahre ich dann hoffentlich genaueres. In jedem Fall mach ich mir im Moment schon mal weniger Sorgen darüber ob und wie sich das ab der Einschulung alles machen lässt.

    Im Moment schaut es wirklich danach aus, als ginge es endlich bergauf :)

    Liebe Grüße

    Antwort

  58. 58. Weber

    Kommentar vom 21. Oktober 2008 um 12:08

    Hallo Frau Balatinac,

    genau! In der Regel werden die selben Zeiten abgedeckt. Bei uns wird in den Ferien nur teilweise geschlossen. Aber ich denke ein paar Tage lassen sich gut vereinbaren.

    Sind Kita und Hort in Ihrem Fall nicht im selben Haus?

    Viele Grüße
    Anja-Valeska weber

    Antwort

  59. 59. Petra-Tina Balatinac

    Kommentar vom 22. Oktober 2008 um 11:26

    Hallo Frau Weber,

    aktuelle Kita und neuer Hort sind nicht die selben Einrichtungen.

    Allerdings bin ich nach dem gestrigen Elternabend, wirklich sehr froh die Entscheidung getroffen zu haben, wieder zurück in die Heimat zu ziehen. Die Betreuungssituation ist auch während der Schulzeit optimal geregelt. Mein Sohn kann auch dann von 7-17 Uhr im Hort betreut werden. Insgesamt ist die Einrichtung nur ganze 3 Wochen geschlossen. In dieser Zeit dann Urlaub zu nehmen, dürfte kein Problem sein.

    Jetzt kann ich dem Schulstart sehr viel gelassener entgegen sehen und freu mich mit meinem Sohnemann darauf. Vielleicht kommt er ja sogar in das gleiche Klassenzimmer, in dem ich seinerzeit war :)

    Kompliment an dieser Stelle für die Damen und Herren die das Betreuungssystem im Gäu in ihrer Verantwortung haben!

    Liebe Grüße

    Antwort

Was ist Ihre Meinung?

Wenn Sie die E-Mail-Adresse eingeben, die Sie bei Twitter oder bei Gravatar verwenden, erscheint Ihr Bild neben dem Kommentar.

mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Sie erhalten zur Freischaltung ihres Kommentars eine E-Mail.


Sidebar
Footer