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03
01.2008

Ausgleich zur Nachtschicht

Bewegung tut Not. Nicht nur in der Nachtschicht. Ganz klar! Aber besonders als Dauernachtschichtler achte ich seit Beginn eben dieser auf ausreichend Sonne, Bewegung und frische Luft. Allerdings hat mich das reine Spazierengehen mehrmals die Woche nicht wirklich vor einer kleinen (Okay! “Klein” ist hier sehr subjektiv) Dämmschicht überm Sixpack bewahrt. Und so habe ich als Ausgleich und um Körper und Geist zu stärken mit dem Joggen angefangen.

Nun laufe ich mindestens dreimal die Woche einige Kilometer hier im Schwarzwald. Zeitlich muss das natürlich auch in den Tagesplan passen und so hat sich ergeben, dass ich immer öfters direkt nach der Nachtschicht, so gegen 6:45 Uhr loslaufe. Was im September noch der aufziehende Morgen war, ist nun Ende Dezember tiefste Nacht. Und wenn es dunkel ist, sind auch noch einige Tiere unterwegs.

Seit ein paar Tagen habe ich nun eine kleine Taschenlampe, um mich zumindest in den doch recht dunklen Ecken im Wald etwas zu orientieren. Auf den Feldern ist es dann doch ausreichend hell, um zu sehen, über was man da gerade gestolpert ist.

Das Laufen direkt nach der Nachtschicht hat eigentlich nur positive Auswirkungen (außer dass halt der Puls doch auf über 180 geht, weil zwei Meter neben dem Weg ne Wildsau grunzt):

  • Ich spare einiges an Zeit, weil duschen muss ich nach der Arbeit eh, bevor ich ins Bett gehe.
  • Oft bin ich doch noch recht wach und habe die Zeit bisher recht sinnlos rumgebracht.
  • Und nach so einem schönen Lauf schlafe ich noch besser als sonst.

Wobei ich zum Thema “Schlafen” eh sagen muss: Ich schlafe in der Dauernachtschicht besser und tiefer als je zuvor. Auch wesentlich “stressfreier”, da ich ja, wie schon berichtet, nicht vom Wecker, sondern sanft von meiner Frau geweckt werden.

Aber zurück zum Laufen. Irgendwann habe ich dann etwas von einem Firmenlauf gelesen. Hier in der Region. Ein Team besteht aus drei Mitarbeitern einer Firma und jeder läuft 7,033km. Also eine Strecke, die auch ein Anfänger gut bewältigen kann. Und mit einem Ziel vor Augen, für welches man da nun rennt, ist es noch einen Tick motivierender, die Laufschuhe anzuziehen und auch bei 0°C raus zu gehen. Die Suche nach zwei Mitläufern war letztlich auch kein Problem und so waren wir drei Dauernachtschichtler unter 598 Startern. Gute Stimmung und wir Drei von der Nachtschicht mittendrin.

Mein persönliches Ziel war, die 7,033km in unter 40 Minuten zu laufen. In meinen Morgenrunden bin ich auch immer so zwischen sieben und acht Kilometer unterwegs, jedoch von der Zeit meist etwas darüber.
Aber bei einem Lauf ist das was ganz was anderes. Die Motivation ist viel viel größer, der Körper ist voll Adrenalin. Meine zwei Kollegen musste ich aber recht bald nach dem Start ziehen lassen. Da merkt man doch die 10 Jahre Altersunterschied. Nach den ersten Kilometern stand aber fest: Ich laufe eine Pace (Geschwindigkeit in min/km) von unter 5:30min. Und viel wichtiger: Auch zwischen Kilometer fünf und sechs hielt ich den Schnitt. Und im Ziel, ja da lief ich mit einer Zeit von 35:52min über die Linie. Hätte Anfang September noch jemand erzählt, ich würde diese Strecke joggend überleben, ich hätte es nicht geglaubt.

Die Ergebnisse:

Andreas: 65. in 30:55
Daniel: 96. in 32:02
Mario: 261. in 35:52
Mannschaft: 26. in 1:38:50 (Von 107 Mannschaften in unserer Gruppe bzw. 35. von 195 Mannschaften insgesamt)

Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden, war doch ein zweistelliger Platz angestrebt.

Das nächste Ziel wird ein 10km-Lauf sein, um die Ausdauer etwas zu steigern. Fehlt nur noch ein Team, für das, mit dem ich laufen kann…

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Dieser Artikel wurde von Mario Jung geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 3 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Uwe

    Kommentar vom 03. Januar 2008 um 09:34

    Glückwunsch!

    Im TV kam mal was über einen Trainer der auch sehr unsportliche Leute über 40 dazu bringen wollte bzw. gebracht hat, dass sie binnen 6 Monaten oder so an einem Marathon-Lauf teilnehmen können.

    Also erzähl nix von wegen Altersunterschied, ist nur eine Einstellungssache!

    Und Duschen nach dem Laufen. Interessante Theorie… ;-)

    Antwort

  2. 2. Sabine

    Kommentar vom 03. Januar 2008 um 15:28

    Versuch es mal mit einer Stirnlampe beim Laufen.
    Ist relativ günstig und du musst keine Taschenlampe beim Joggen rumschleppen..

    Antwort

  3. 3. Mario Jung

    Kommentar vom 03. Januar 2008 um 15:33

    Hi Uwe,
    6 Monate sind okay. Angefangen mit dem Laufen hatte ich im September, der Lauf war im November. Und in der Zeit von Null auf die Zeit, ich bin zufrieden mit mir :-)

    @Sabine: Mit so ner Stirnlampe kannst mich jagen. Die Taschenlampe ist so klein (LED-Funzel), die stört mich nicht, wenn ich sie in die Tasche stecke. Und sooo oft brauche ich das nicht…

    Antwort

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