Fast keiner von uns Montagearbeitern tritt am fertigen Fahrzeug in Erscheinung. Ohne die interne Dokumentation ist es fast unmöglich, zu sagen, wer an welchem Fahrzeug gearbeitet hat. Fast!
Wer einen Mercedes fährt hat ein entsprechendes Wartungsheft. Und in diesem klebt ein kleiner Sticker. Und auf diesem Sticker ist ein Stempel. Der Stempel besteht aus 3 Informationen. Zum Beispiel: 2805-C 526
Die 2805 steht für die Kostenstelle/Abteilung. In diesem Fall fürs Finish der B-Klasse.
Der Buchstaben definiert die Schicht, A und B sind die Wechselschicht am Tag, C ist die Dauernachtschicht. Und die 526 letztlich ist die Mitarbeiter-Nummer. Wer nun also in seinem Wartungsheft der B-Klasse nachschaut und auf dem Sticker die 2805-C 526 stehen hat, der weiß nun, dass ich sein Auto in der Schlussabnahme hatte. Dabei überprüfen wir ein letztes Mal die interne Dokumentation, Q-Karten genannt. Legen die letzten Dinge ein (Abdeckung der Frontscheinwerfer, Fußmatten, Antenne und Radkappen), melden das Fahrzeug dem System als “Fertig” und fahren dann das Fahrzeug auf den Übergabeplatz.
Wir sind also die ersten, die das Fahrzeug außerhalb der Halle bewegen. Und irgendwie ist das doch immer wieder ein gutes Gefühl :-)
Dieser Artikel wurde von Mario Jung geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
1. mikel
Kommentar vom 19. Februar 2008 um 20:46
THATS blogging!
nein, ich erwarte gar nicht, dass es jetzt im Netz eine Liste aller Nummern geben sollte, damit ich ..nee, nee
Ich muss mal bei unserer A-Klasse nachsehen..
Mario, Du bist doch auch Rhein-Neckar-Blogger, Lust auf Bloggertreffen in Ludwigshafen?
Infos bei mir auf dem Blog..und es wird keiner darüber bloggen, ob Du auch selbst eine B-Klasse fährst, nee.
Ach so ja, wir haben den ersten gast aus Stuttgart, also Einladung an ALLE Daimlers, natürlich
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2. Mario Jung
Kommentar vom 19. Februar 2008 um 21:10
Ich selbst würde mich ja eher als Schwarzwald-Blogger bezeichnen. Aber ich hab mir den Termin mal notiert. A-Klasse gibt es auch ein paar, die von mir signiert wurden. Allerdings mit einer anderen Nummer :-)
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3. lars-haise.net :: » Blog Archive » Der Daimler-Blog: Einblicke in einen Konzern
Pingback vom 20. Februar 2008 um 21:04
[...] Ganz interessant. Wer schon immer mal wissen wollte, woran man beispielsweise erkennen kann, welche Schicht seinen “Benz” abgefertigt hat – die so genannte Schlussabnahme – der erfährt dies ebenfalls in diesem [...]
4. Nordsee
Kommentar vom 23. Februar 2008 um 03:02
…good to knew. Was man so alles durch ein wenig surfen erfährt. Kann mir gut vorstellen, dass es ein gutes Gefühl ist, als erster ein Auto ausserhalb der Halle zu bewegen. Ein Bekannter arbeitet bei Thyssen in Emden auf der U-Boot Werft und schwärmt von jedem Stapellauf eines U-Boots…der findet natürlich seltener statt ;).
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5. Raibeck
Kommentar vom 05. Mai 2008 um 16:40
Es gibt auch Menschen, die fahren jahrelang mit diesem Aufkleber an der Windschutzscheibe in der Gegend rum….. warum wohl :-)
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6. Petra-Tina Balatinac
Kommentar vom 29. Mai 2008 um 16:37
Ich muss gestehen, das ich immer wieder ein bisschen neidisch war, wenn an mir die Mitarbeiter mit diversen Fabrikneuen S-Klassen vorbei gefahren sind, um sie auf dem Parkplatz abzustellen. Mein Sohn hätte hier seine helle Freude gehabt die Fahrzeuge zu bestaunen :o)
Ich habs gerade mal geschafft mir bei den täglichen Vorbeigängen zu merken, dass ein V8 oder V12 zwei Auspuffrohre hat. Ob das immer so ist/sein muss, weiß ich dann allerdings auch nicht.
Aber ein schöner Anblick, wenn die neuen Autos dann einer nach dem anderen in Kolonne aus dem Parkplatz gefahren werden, war das immer allemal :o)
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