Kinder dürfen im Auto nur am Steuer sitzen solange dieses sich nicht von der Stelle bewegt. Und solange das so bleibt stehen Kinder auch nicht im Fokus des operativen Vertriebsinteresses.
Wer aber schon einmal versucht hat einen Zweijährigen vom Steuer eines stehenden Fahrzeugs zu entfernen weiß, dass gerade auch die Kleinsten schnell fasziniert sind, von dem was da durch die Welt rollt. In atemberaubendem Tempo saugt der kindliche Wortschatz die Namen von Marken und Typen in sich auf – manchmal lange bevor das Kind seinen ersten vollständigen Satz fehlerfrei aussprechen kann. Aus diesem Grund haben wir die Ausstellung „Abgucken erlaubt“ entwickelt, die noch bis Ende April im Mercedes-Benz Center in München zu sehen ist.
Im Rahmen der Erlebnisausstellung rund um das Thema Bionik können Kinder von 6 bis 12 Jahren auf spielerische Weise die faszinierenden Zusammenhänge zwischen Natur und Technik am Forschungsfahrzeug NiQ entdecken und erleben.
NiQ hat schon viel erlebt. Von Nordpol bis zum Tropischen Regenwald, von der Wüste bis zu den Ozeanen ist NiQ gereist, um von Pflanzen und Tieren zu lernen.
Von der Fledermaus beispielsweise wie man mit Hilfe von Ultraschall Hindernisse erkennen kann, von der Klapperschlange wie man Lebewesen anhand ihrer Wärmestrahlung orten kann und die Füße eines tropischen Baumfrosches regten NiQ zur Konstruktion besonders haftfähiger Reifen an. Die jungen Forscher können diese Erkenntnisse aus der Natur in der Ausstellung selbst entdecken. Alle Themen belegen, dass sich die Natur bereits viel ausgedacht hat und wir Menschen nur genau hinschauen und abschreiben müssen. Eine Verhaltensweise, mit der unsere jungen Ausstellungsbesucher nur in der Schule bei der nächsten Arbeit wieder etwas zurückhaltender sein sollten.
Eine Ausstellung für Kinder zu entwickeln ist einerseits eine große Verantwortung, andererseits ein wundervolles Projekt. Neben den im Ausstellungsprozess üblicherweise zu beantwortenden Fragen tauchen in so einem Projekt viele unkonventionelle Fragestellungen auf.
Zum Beispiel zum Ausstellungsthema. Während sonst aus der internen Kommunikationsstrategie klare inhaltliche Vorstellungen über die zu kommunizierenden Themen gereicht werden war das Strategietablett in diesem Fall leer. Reine Produktvorteilsthemen kamen aus der eingangs erwähnten Vertriebsfreiheit nicht in Frage, aber unglaubwürdig erschien uns auch der Versuch gezwungenermaßen auf den Inhalt Auto und Mobilität verzichten zu wollen. Schließlich fiel die Wahl auf ein spannendes Zukunftsthema, das beiden Ansprüchen gerecht wird: Bionik. Der Mensch lernt von der Natur und nutzt dies in vielen Bereichen seines Lebens und damit auch im Automobil.
Nicht minder spannend war die Frage, an welche Altersgruppe sich die Ausstellung richtet. Es macht einen erheblichen Unterschied ob die Ausstellung für Kindergartenkinder, Grundschulkinder oder junge Jugendliche konzipiert wird. Wir haben uns für die Altersgruppe entschieden, die sich Ausstellungsinhalte über eigenes Lesen bereits selbst erschließen kann und dennoch genug kindliche Unvoreingenommenheit besitzt sich auf eine virtuelle Forschungsreise mit unserem Phantasiemobil einzulassen.
Schöner Nebeneffekt der Themenwahl: Bionik eignet sich hervorragend als Kinder-Uni-Thema. Von Anfang an war es unser Anliegen, dass die Ausstellung durch eine Veranstaltung begleitet werden sollte. In Zusammenarbeit mit dem Biotechnikzentrum der Uni Darmstadt bieten wir einen Kinder-Uni-Workshop an, bei dem Kinder in kleinen Gruppen nochmals vertiefend in die faszinierende Bionik-Welt eintauchen können.
Ich bedanke mich beim Team, bei all unseren internen und externen Partnern und bei den vielen Kindern, deren Freude im Umgang mit der Ausstellung für uns alle die schönste Bestätigung unserer Arbeit ist.
Stefan Glaser, Leiter Ausstellungen, im Bereich Begegnungskommunikation Mercedes-Benz Pkw und Vater von zwei entdeckungsfreudigen Kindern.
Dieser Artikel wurde von Stefan Glaser geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
1. Peter S.
Kommentar vom 27. Februar 2008 um 20:19
Sehr schöner Beitrag. So etwas fehlte mir bisher bei Unternehmen, die vom Verkauf ihrer Produkte oder Dienstleistungen leben. Solche Aktionen kosten natürlich Geld und bringen wenig messbaren Return on Investment. Ok, die Ausstellung findet bei Mercedes-Benz in München statt: vielleicht schaut sich der Papa ja gleich mal die neue C-Klasse an ;-) Dagegen ist ja nichts einzuwenden und zudem noch deutlich charmanter, als die üblichen Hochglanz-Marketingaktionen. Klasse Schreibe und schön nachvollziehbare Gedankengänge zum Entstehen einer solchen Ausstellung.
Bitte mehr solcher “Einblicke”.
Gibt es Nachfolgeaktionen in anderen Städten. Wenn ja, wo und wann?
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2. Uwe Knaus (Moderator)
Kommentar vom 03. März 2008 um 08:47
@Peter S.
Hier die vorraussichtlichen Nachfolgetermine:
bis 20. April 2008:
Mercedes-Benz Center München, Arnulfstraße 61
17. bis 25. Mai 2008:
Ideenpark von ThyssenKrupp, Messegelände Stuttgart
14. Juli 2008 bis Dezember 2008:
Mercedes-Benz Kundencenter Rastatt
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3. www.markus-jordan.de » Blog Archiv » Mercedes: Ausstellung “Abgucken erlaubt”
Pingback vom 09. März 2008 um 09:19
[...] In der Mercedes-Benz-Niederlassung in München steht noch bis Ende April die Ausstellung “Abgucken erlaubt”, so berichtet das DaimlerBlog.de. [...]
4. Sabine Kotter
Kommentar vom 08. April 2008 um 10:52
Ich bin aus dem Marketing-Bereich der NDL München, die momentan die Kinderuni zu Gast hat. Wir wollten die Ausstellung in besonderer Weise “mit Leben” füllen und haben dazu Münchner Schulklasen eingeladen, sich für Bioniok-Workshops in der Ausstellung, gehalten von Referenten der TU Darmstadt, anzumelden. Zielgruppe waren hier hauptsächlich Schulklassen der Jahrgangsstufen 3 und 4, wobei auch vereinzelt 1. Klassen “unbedingt” dabei sein wollten. Die ursprünglich geplanten acht Termine mit jeweils zwei aufeinanderfolgenden Workshops haben bei weitem nicht gereicht – so groß war die Nachfrage der Schulen. Am Ende halten wir jetzt an 15 Tagen insgesamt 33 Workshops ab und haben somit insgesamt ca. 1.000 Kinder in der Ausstellung gehabt – und trotzdem mussten wir immer noch einigen Anfragen aus Kapazitätsgründen absagen. Zwei der Workshops wurden auch über unser Kundenmagazin an “einzelne” Kinder “vermarktet”. Am Ende der eineinhalbstündigen Workshops dürfen die Kinder noch in die Konferenzebene im 13. OG unseres Gebäudes fahren, wo sie eine kleine Brotzeit bekommen und einen sehr schönen Blick hoch über die Dächer Münchens erleben können. Da ist das Staunen groß!
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5. Markus Jordan
Kommentar vom 08. April 2008 um 17:03
@sabine Kotter: Schoen, wenn die Niederlassung Muenchen da so stark sich um die Kinder bemueht und denen dann in luftiger Hoehe noch eine Brotzeit bietet. So bleibt der “Stern” gut in Erinnerung.
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6. Petra-Tina Balatinac
Kommentar vom 08. Mai 2008 um 18:07
Ein wirklich interessanter Beitrag. Mein Sohn kann zwar noch keine Texte selbst lesen, allerdings denke ich das er sich für einen Besuch dieser Ausstellung begeistern könnte. Daher ein Dankeschön an Hr. Knaus, für die Mitteilung der Zeiten an denen man sich NiQ noch anschauen kann.
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7. Kerstin
Kommentar vom 07. Juni 2008 um 21:37
Hallo Mercedes Mitarbeiter, ich fahre eine neuere A-Klasse. Ein Traum!
Allerdings möchte ich gar nicht über mein Auto reden. Ich suche dringend einen Frank Speicher. Er arbeitet bei Mercedes in Berlin und hat was mit Motoren zu tun. Mehr weiß ich nicht.
Wenn ihn jemand findet, dann leitet bitte meine Mail Adresse an ihn weiter, damit er sich bei mir meldet:
kerstinvanbruegge@web.de
Das ist vielleicht nicht der übliche Weg, aber es ist wichtig und dringend! Vielen Dank schon mal!
Kerstin
Antwort
8. Uwe Knaus (Moderator)
Kommentar vom 09. Juni 2008 um 08:48
@Kerstin: Auch auf “unüblichen” Wegen kommen Sie bei uns weiter.
Ihre Anfrage ist beim Adressaten angekommen, die Beantwortung überlassen wir ihm jedoch selbst ;-)
Antwort
9. Mercedes: Ausstellung “Abgucken erlaubt” | blog.mercedes-benz-passion.com
Pingback vom 11. März 2009 um 14:57
[...] In der Mercedes-Benz-Niederlassung in München steht noch bis Ende April die Ausstellung “Abgucken erlaubt”, so berichtet das DaimlerBlog.de. [...]