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03.2008

Ausgebildet, ab nach Schweden

Als ich 2004 meine Schulausbildung abgeschlossen hatte, fasste ich den Entschluss, dass ich eine Ausbildung im Technischen Bereich machen möchte. Gesagt, getan – ich bewarb mich deutschlandweit als Mechatronikerin. Hierbei musste ich die Voraussetzungen wie Realschulabschluss, großes Interesse für die Fahrzeugtechnik, dauerhafte Lernbereitschaft und handwerkliches Geschick erfüllen. Für mich hörte sich die Ausbildung bei Evo Bus in Ulm/Neu-Ulm sehr interessant an, da man in viele verschiedene Bereiche der Firma sowie deren Arbeitsfelder einen Einblick bekommt.

In den 3,5 Jahren Ausbildungszeit wurde ich in unterschiedlichen Bereichen des Service-Centers, der Montage Ulm sowie Mannheim, im Schulungsbereich, Musterbau, Versuch, der Lehrwerkstatt und vielen weiteren eingesetzt.
Die theoretischen Inhalte der Ausbildung, eignete ich mir hauptsächlich in der Berufsschule an, hier wurden auch alle Grundlagen der Ausbildung gelegt. Ich lernte Feilen, Bohren, Schweißen, Löten, elektrische sowie mechanische Grundlagen, Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Kraftfahrzeugen, Bauteilen, Baugruppen und Systemen und vieles mehr.

Anna-Lena Wießner im BusNach meiner erfolgreichen Ausbildung als Nfz-Mechatronikerin stand ich vor der Entscheidung über meine weitere Zukunft: Eine Stelle in Deutschland annehmen, oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Mit diesen und anderen Fragen dieser Art ging ich im August 2007 zu den internen Stellenausschreibungen am schwarzen Brett. Nach einigem Nachdenken stand für mich fest, dass ich gerne ein Auslandsangebot in Schweden annehmen würde, dabei war für mich vor allem ausschlaggebend, Unbekanntes zu entdecken, neue Erfahrungen im Ausland zu sammeln, die berufliche und persönliche Weiterbildung sowie das faszinierende Land Schweden.

Aber es gab noch einiges zu klären, und bevor ich mich endgültig entschied, wollte ich mich natürlich vor Ort über die Gegebenheiten kundig machen. Mitte November flog ich (mit der Kostenübernahme der Ulmer und der schwedischen Evo Bus) nach Stockholm ins dortige Servicecenter. Dort fand ich ein relativ kleines Service-Center, sehr freundliche, aufgeschlossene Kollegen, sowie eine angenehme Arbeitsatmosphäre vor. Dies gefiel mir gut und ich fühlte mich deshalb sofort wohl. Als ich zurückkam, stand mein Entschluss fest. Dort habe ich die Möglichkeit, ohne vorherige Berufserfahrung direkt einzusteigen.

Ich werde in diesen Tagen mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag als Mechatronikerin im Bereich Service nach Schweden gehen, wenn es auch nicht so gut bezahlt wird wie in einem vergleichbaren deutschen Arbeitsplatz. Aber für die sicherlich zahlreichen neuen Erfahrungen sowie die berufliche Weiterentwicklung nehme ich das gerne in Kauf – danach kann ich meine dort erworbenen Berufserfahrungen auch in Deutschland einsetzen. Um den sozialen und menschlichen Einstieg zu erleichtern belege ich zurzeit bereits einen Sprachkurs. Denn auch wenn im schwedischen Service-Center die meisten Mitarbeiter gut Englisch sprechen, sind Kenntnisse der Landessprache notwendig.

Ich danke allen, die mich bei den Vorbereitungen unterstützten, bei Fragen und Problemen immer hilfreich zur Seite standen, ganz besonders einigen erfahrenen Kollegen sowie meinen Vorgesetzten. Demnächst werde ich euch an dieser Stelle wieder Bericht erstatten – aus Stockholm.

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Dieser Artikel wurde von Anna-Lena Wießner geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 6 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Wolfgang

    Kommentar vom 12. April 2008 um 00:28

    Mutig Mutig sich nur noch von Knäckebrot ernähren zu wollen ;) Ich wünsche Dir viel Glück in Sveridge ^^

    Antwort

  2. 2. Matthias Lukowski

    Kommentar vom 28. April 2008 um 10:59

    Wie kann ich einen eigenen Blog erstellen?

    Antwort

  3. 3. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 28. April 2008 um 13:47

    @Matthias Lukowski
    bitte bei mir melden: uwe punkt knaus ät daimler punkt com oder im who is who nachschauen.

    Antwort

  4. 4. Stefan Fehse

    Kommentar vom 24. Mai 2008 um 08:35

    Hallo Anna-Lena und alle Blog-Leser,
    ich bin BA-Student bei Daimler im Werk Wörth und habe selbst schon darüber nachgedacht ein Auslandssemester in Schweden zu verbringen. Kannst du, Anna-Lena, noch etwas mehr über Land und Leute, aber vorallem über die Möglichkeiten im Breich Daimler Trucks berichten, die Daimler in Schweden bietet? Also zum Beispiel, welche Bereiche dort vertreten sind und wo es überall Daimler Standorte gibt? Oder wo ich noch weitere Informationen zu diesem Thema finden kann?
    Vielen Dank im Voraus und eine schöne Zeit in Schweden!! :)

    Antwort

  5. 5. Berthold Funk

    Kommentar vom 11. Juli 2008 um 22:37

    Hallo Anna-Lena,
    als dein ehemaliger Ausbildungsleiter habe ich mich über deinen Zwischenbericht aus Schweden sehr gefreut. Besonders, dass es Dir gut geht und Du den Schritt nicht bereut hast; einfach Klasse. Schön wäre es, wenn Du den Zwischenbericht hier in den Daimler Blog einstellen würdest. Es interessieren sich nämlich eine ganze Menge Leute über deine Erfahrungen, die Du bisher in Schweden gemacht hast.
    Wir werden auch wieder für die EvoBus Mitarbeiter in der “EvoMobil” berichten.
    Dir wünsche ich eine weiterhin tolle, erfahrungsreiche Zeit im Ausland.
    Inzwischen haben weitere 20 Azubis den ersten Schritt bei EvoBus getan, während ihrer Ausbildungszeit für 6-8 Wochen im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Vielleicht finden wir bald wieder weitere Anna-Lenas.

    Antwort

  6. 6. Markus Kraft

    Kommentar vom 16. Juli 2008 um 22:35

    Hey Anna Lena ,
    finde ich echt Klasse das Du diesen Weg gehst.
    Ich hätte in Diesem Alter sicher zuviel Heimweh gehabt.
    Schweden finde ich einklasse Land.
    Menschen Landschaft irgendwie toll.
    Tack so mycke.
    Hey do

    Antwort

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