In diesen Tagen startete für die Vertriebs- und Servicemannschaften der Märkte die Markteinführung des neuen Mercedes-Benz Actros. Damit bei der Veranstaltung auch alles glatt geht, fand letzte Woche eine Art Generalprobe statt, bei der ich dabei war.
Ein Programmpunkt ist eine Probefahrt auf einer öffentlichen Küstenstraße, einer sonnigen Mittelmeerinsel, bei der die Teilnehmer das neue Flaggschiff von Mercedes-Benz live erleben können. Und auch das muss natürlich vorher getestet werden.
Schon als ich mich „meinem“ Actros nähere, dessen silberne Lackierung in der Sonne glänzt, verspüre ich pure Vorfreude auf das Fahrevent. Die Tür steht offen und während ich noch überlege, wie ich das doch sehr hohe Fahrerhaus einigermaßen elegant erklimmen soll, kommt auch schon mein Fahrer, Profi-Trainer Thomas.
Ganz Gentleman hält er meine Jacke und Tasche, so dass ich die gefühlten zehn Meter bis auf den Beifahrersitz problemlos schaffe. Mangels Lkw-Führerschein muss ich mich mit der Rolle des Beifahrers zufrieden geben. Als erstes nehme ich das Fahrerhaus in Augenschein. Als Frau fallen mir neben dem gefälligen Design auch die vielen praktischen Stauraummöglichkeiten auf. Über Funk ertönen die letzten Anweisungen an die Fahrer, dann geht es auch schon los und der Konvoi aus 25 Fahrzeugen setzt sich in Bewegung. Wir biegen ein auf die Küstenstraße und ich gebe zu, dass der Anblick des türkisfarben glitzernden Meeres, die beeindruckenden Felsformationen und die üppige Vegetation mich kurzzeitig ablenken.
Aber da ich natürlich nicht zum Urlaub hier bin, richte ich meine Aufmerksamkeit gleich wieder auf den neuen Actros. Da ich es nicht beurteilen kann, frage ich Thomas, wie er unser Testfahrzeug im Vergleich zum Vorgängermodell findet. Der Profi-Trainer kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: „Ich bin schon viele Lkw gefahren, aber der neue Actros hat mich überzeugt.
Das neue Mercedes PowerShift 2 schaltet schneller und präziser und mit der strafferen Lenkung habe ich ein besseres Gefühl für die Straße.“ Das finde ich ziemlich beruhigend, denn die Strecke, die wir fahren, ist wirklich anspruchsvoll. Auf der engen Küstenstraße reihen sich die Kurven aneinander, die Bordsteine sind extrem hoch und scharfkantig und rechts und links der Straße „wohnen“ frei laufende Stiere und Schafe, auf deren Bekanntschaft ich keinen Wert lege.
Auch für die Neuerungen im Innenbereich, wie Wandhaken, Rasierspiegel und Klapptisch, die für mich recht banal klingen, findet Thomas lobende Worte: „Mercedes-Benz hat mit dem neuen Actros auch viel für den Komfort der Fahrer getan. Der neue Regensensor ist über das Menü programmierbar, so wie ich ihn brauche.
Die zusätzlichen Haken sind super, jetzt kann man auch mal ein nasses Handtuch aufhängen und auf dem Klapptisch einen Lieferschein ausfüllen. Das ging vorher nicht. Auch die orthopädische Matratze ist klasse, denn ein erholter und ausgeschlafener Lkw-Fahrer ist im Straßenverkehr nachweislich aufmerksamer.“ Begeistert bin ich von dem kleinen Kühlschrank, aus dem Thomas eine Flasche Wasser für mich zaubert. So fahren wir die 18 Kilometer Küstenstraße dahin. Als wir unser Ziel erreichen, weiß ich nicht nur, was ein Retarder ist und was er kann, sondern habe auch begriffen, dass Kleinigkeiten wie Wandhaken und Klapptisch das (Trucker-) Leben leichter machen.
Dieser Artikel wurde von Sabine Bremer geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
Eine eingedeutschte „Rabenmutter“
Ich komme aus Frankreich und habe im Jahr 2000 bei Daimler im Werk Wörth als Ingenieurin angefangen. Mein erster Kulturschock ...
1. Reiner Frank
Kommentar vom 15. April 2008 um 13:35
Ein schöner Bericht. So eine Fahrt würde bestimmt jeder gerne mal mitmachen.
Antwort
2. Mercedes Actros Probefahrt | Probefahrten Auto Blog
Pingback vom 17. April 2008 um 16:45
[...] ich nun im Daimlerblog den Bericht über die Probefahrt im neuen Actros gelesen habe, wurde mir echt flau im Magen. Warum? Weil ich ja mal bei TruckScout24 gearbeitet habe [...]
3. Burghard
Kommentar vom 21. April 2008 um 16:31
Schön beschrieben und gute Abbildungen. Macht weiter so.
Gruß Burghard
Antwort
4. Probefahrt eines Mercedes-Benz Actros » Fahrschule-123
Pingback vom 21. April 2008 um 18:31
[...] dem Daimler-Blog, dem Cooperate-Blog von Daimler-Benz, gibt es nun einen weiblichen Bericht über den neuen Actros. [...]
5. Gerhard Regending
Kommentar vom 05. Mai 2008 um 16:03
Ein schöner Bericht, der letztendlich nur noch getoppt werden kann durch das eigene Erleben, Fahren. Ich war dabei. Es war einfach erste Sahne. Klasse.
Antwort
6. Stefan L
Kommentar vom 07. Mai 2008 um 12:41
Ich finde es nicht ok, in Zeiten wo jeder von Klimawandel, CO2 Ausstoß, Energiesparen redet, einfach mal so mit 25 LKWs eine Küstenstraße zum Spaß entlang zu fahren. Wenn man das umrechnet, wurden hier gut und gerne pro Fahrt 130l Diesel zum Spaß verfeuert. Muss das wirklich sein?
Antwort
7. Peter S.
Kommentar vom 09. Mai 2008 um 07:41
@ Stefan L:
Ich meine, die Ansprechpartner für den Kunden sollten schon mal wissen, wie sich das Fahrzeug im Straßenverkehr anfühlt. Dazu muss man es eben auch mal bewegen.
Der Kunde hat sicherlich ein besseres Gefühl, wenn der Verkäufer selbst schon mal auf dem Bock gesessen ist. Ansonsten wäre es sicherlich kostengünstiger, die Trucks übers Internet oder Aldi, Tchibo und Co. vertreiben
;-)
Antwort
8. Karsten Niemann
Kommentar vom 16. Mai 2008 um 14:44
Ein toller Bericht. Der neue Actros ist schon bestellt. Hoffentlich kommt er auch im Juli. Schauen wir mal.
Gruß Karsten
Antwort
9. Kebschull
Kommentar vom 16. November 2008 um 15:56
@Stefan L:
Ich kann es fast nicht mehr hören. Natürlich hätte man die paar Hundert Liter sparen können. Aber dann darf ich auch nicht mehr zur Bundesliga fahre, geschweige denn am Wochenende an den See, nicht die kranke Oma besuchen, …
Ich kann nur sagen, tolle Story und prima, wenn sich Leute so mit Ihren Aufgaben identifizieren. Denn nur so macht Arbeit Spaß und es wird eine gute Leistung erbracht.
Das ist gut für das Bruttosozialprodukt, für die Staatskasse (Steuer), für die Renten,… Think positiv
GK
Antwort