Auf großer Tour mit der Raumfähre – Teil 1

Das Erste, was die Zuschauer sahen, als die BURAN um eine Biegung des Rheins kam, war die laubgrüne Actros-Schwerlastzugmasachine der Kübler-Spedition. Der seltsame Transport der Raumfähre auf dem sechzehnachsigen Tieflade-Anhänger und die abenteuerliche Reise hatte bundesweit und auch über die Ländergrenzen hinweg für Schlagzeilen sowie Fernsehbilder gesorgt und zehntausende Schaulustige angelockt. Wie ein Schneesturm der Begeisterung fegte die russische Raumfähre BURAN (was auf Russisch “Schneesturm“ bedeutet) aus Rotterdam kommend an begeisterten Zuschauern vorbei, durch das Rheintal an Köln und der Loreley vorbei bis hin nach Speyer, der Heimat des Technik-Museums.

Als Pressesprecher Schwere Mercedes-Benz-Lkw darf ich unter anderem den Actros kommunizieren, bin aber auch privat – wie ein Großteil meiner Kollegen in der Nutzfahrzeugbranche – ein Lkw-Enthusiast. So war ich logischerweise auch vom BURAN-Hype angesteckt und freute mich unglaublich auf die Einladung zum BURAN-Konvoi nach Speyer. In drei Teilen möchte ich hier im Blog vom Transport mit der Actros-Schwerlastzugmaschine berichten.

Actros-Verladung

(Foto by Eserfilm)

Die Anreise zum Event fand bereits am Freitagabend statt, es goss in Strömen, die Polizei sperrte bereits die Zufahrt ab und es wurde dunkel am Hafen von Speyer. Wie ein Fabelwesen mit einem mächtigem Körper und dem Actros SLT-Kopf lag die BURAN nach ihrer Sturmfahrt im Nachtdunkel nun im Hafen der Stadt Speyer – 36 Meter lang, 24 Meter breit. Es war ruhig in der Nacht, aber man meinte bereits das Vibrieren des 609 PS-Motors der Mercedes-Benz Actros SLT AS 8×6/4 – Schwerlastzugmaschine zu spüren.

Am nächsten Morgen lagen die BURAN und ihr Actros SLT noch immer wie eine riesige Amphibie am Rheinufer. Aber dann ließen sie ihren weißen Rumpf mit der schwarzen Zeichnung im gleißenden Sonnenlicht aufblitzen. Auch der Name passte: „BURAN“. So könnte in der Tat ein Riesenvogel heißen – auch wenn die BURAN eine Raumfähre aus den Zeiten des sowjetischen Raumfahrtprogramms ist.

BURAN-Verladung

(Foto by Eserfilm)

Wie schon bei den spektakulären Transporten des Technik-Museums Sinsheim und des Technik-Museums Speyer und seinen Partnern Kübler-Spedition und Scholpp-Krane zuvor, ich erinnere an den Concorde-, Tupelew 144 oder Boeing Jumbo Jet, war die Organisation minutiös ausgefeilt. Schon ein halbes Jahr vorher hatten sich die Firmen mit Strassenverkehrsbehörden und Vertretern des Regierungspräsidiums Karlsruhe getroffen, um Fahrstrecke und Zeiten exakt festzulegen. Dabei arbeiteten die erfahrenen Fahrer auch als Kundenberater, weil sie einfach das Know-How des Bewegens von hundert Tonnen Gewicht bei zentimetergenauem Rangieren haben. Das merkte man sofort an diesem Morgen, wie alle Hierachien der beteiligten Partner als Team miteinander umgingen. Ihnen war es egal, was man „darstellte“, Hauptsache man war ein „rechter Kerl“, auf den Verlass war. Logischerweise traf man hier auch den Vertreter des Regierungspräsidiums – jetzt als Privatperson und Schwerlast-Spotter (= Megafan). Im Übrigen überzeugte mich genau dieser, ab jetzt auch Schwerlast-Fan zu werden und bei künftigen Schwerlast-Veranstaltungen Präsenz zu zeigen.

Am Freitag geht die spannende Reise hier im Blog weiter. Die gesamte Reise gibt’s hier schon mal in Bildern dokumentiert, die ich selbst gemacht habe:


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