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05.2008

INTERVIEW: Daimler-Kantine – Schnitzel ist der Renner

Interview mit Jochen Moosmann, Verantwortlicher für den Gastronomieservice des Bereiches Mercedes-Benz Cars der Daimler AG.

Unter dem Motto “Besser essen – besser leben” startete der Gastronomieservice von Daimler vor kurzem eine Aktion, bei der manche Kantinen-Essen mit einem Stern versehen wurden. Was es damit auf sich hat, welche Gerichte bei den Mitarbeitern am beliebtesten sind und was zum Thema Essen bei Daimler sonst noch wissenswert erscheint, wollte das Daimler-Blog im Interview von Jochen Moosmann, im Personalbereich der Daimler AG verantwortlich für den Gastronomieservice, wissen.

Daimler-Blog: Herr Moosmann, ich bin ein Suppen-Fan. Ändert sich für mich nach Einführung des „Angebots mit dem Stern“ nun konkret etwas, wenn ich in der Kantine am Standort Stuttgart-Untertürkheim wie jeden Mittag meine Brühe mit Brötchen verzehre?

Jochen Moosmann, Daimler GastronomieserviceJochen Moosmann: Es hat sich in den letzten Wochen und Monaten bereits vieles bei allen unseren Angeboten geändert. Wir führen im Gastronomieservice seit Ende letzten Jahres eine Qualitätsoffensive durch, die seit 5. Mai 2008 unter dem Motto „Besser essen – *“ auch nach außen sichtbar wird und in den nächsten Monaten noch weitere Veränderungen bringt.

Kernpunkt dieser Qualitätsoffensive ist, dass sich der Bereich Gastronomieservice zur Einhaltung von Leitlinien verpflichtet hat. Das heißt, wir bürgen für die Einhaltung festgelegter

Qualitätsstandards wie zum Beispiel:

- Unsere Speisen in der Warmverpflegung enthalten keine künstlich zugesetzten Geschmacksverstärker.
- Wir haben die Anzahl der kennzeichnungspflichtigen Zusatzstoffe stark reduziert und reduzieren weiterhin.
- Wir nutzen in der Zubereitung nur noch Natursalze, frische Kräuter und bereiten alle unsere Speisen ausschließlich mit hochwertigen Fetten und Ölen zu.
- Wir setzen auf einen hohen Anteil an Frischeprodukten.
- Wir verarbeiten nur Fische, die im Bestand nicht bedroht sind. Die Herkunft des verwendeten Fleisches ist uns bekannt.
- Alle unsere Lieferanten sind geprüft und auditiert.
- Wir bereiten die Speisen zeitnah, Wert erhaltend und – wo die Voraussetzungen gegeben sind – auch vor Ort vor.
- Zusätzlich bieten wir seit Mai täglich ein spezielles Menü an, das durch einen Stern gekennzeichnet ist.

Daimler-Blog:
Kurz und knapp: Was ist anders oder besser an den Speisen, die nun zusätzlich mit einem Stern versehen sind?

Jochen Moosmann:
Täglich sind eine Suppe, eine Hauptspeise, Beilagen und ein Dessert mit Stern versehen.
Bei diesen Speisen kommt noch zusätzlich hinzu, dass wir hier Wert legen auf regionale Produzenten. Wir setzen hier zum Beispiel Fleisch aus regionalen Erzeugergemeinschaften ein. Auch kommen bei all diesen Essenskomponenten BIO-Produkte zum Einsatz.
Diese Essen sind ernährungspsychologisch ausgewogen, das heißt hier sind keine frittierten Hauptkomponenten vorhanden. Höchstmögliche Frische, saisonale und hochwertige Produkte sind hier angesagt. Und das alles natürlich verbunden mit einem hohen Genusswert.

Daimler-Blog: Was hat Sie dazu veranlasst, diese Aktion zu starten?

Jochen Moosmann: Zunächst einmal, wir machen hier keine einmalige Aktion. Diese qualitativen Veränderungen sind auf Dauer angelegt. Wir können durch dieses Angebot dem veränderten Bewusstsein und Verhalten für Ernährung entsprechen und hoffen natürlich auch, noch zusätzliche Kundengruppen für unser Angebot gewinnen zu können.

Daimler-Blog:
In welchen Kantinen greift das neue Konzept bereits? Nur an den Stuttgarter Standorten und in Sindelfingen? Was machen zum Beispiel die Bremer?

Jochen Moosmann:
Wir bieten seit 5. Mai an den beiden Standorten Sindelfingen und Stuttgart dieses Angebot an. In Bremen gibt es ein nahezu identisches Angebot unter dem Titel „feel good“.

Daimler-Blog:
In den Speisen mit dem Stern sind keine Geschmacksverstärker enthalten? Sind die wirklich so schlimm?

Jochen Moosmannn: Wenn man von Geschmacksverstärkern spricht, ist vor allem Glutamat gemeint.
Diese Aminosäure wird derzeit bei fast allen Lebensmitteln künstlich zur Hervorhebung des Eigengeschmacks oder zur Erzeugung eines Geschmackes beigefügt.
Glutamat kann in hohen Konzentrationen Nervenzellen schädigen und Allergien auslösen. Glutamat wirkt auch auf das Appetitzentrum im Gehirn und führt dazu, dass ein permanenter Heiß-Hunger entsteht. Es wird hier meistens ein Geschmackserlebnis vorgetäuscht, das so gar nicht vorhanden ist.
Das Salz der Glutaminsäure ist in Lebensmitteln aber auch natürlich vorhanden, zum Beispiel in Tomaten. Wir reden hier immer nur von künstlich erzeugten Stoffen.
Wenn wir auf die künstlich erzeugten Stoffe verzichten, wird das eine oder andere Essen am Anfang für uns etwas ungewohnt, vielleicht sogar fad schmecken. Denn unsere Geschmackssinne haben sich über die Jahre hinweg an diese künstlich erzeugten Stoffe gewöhnt.
Zu Ihrer Information, wir lassen sogar unsere Fleischküchle und unsere Maultaschen speziell nach unseren Vorgaben herstellen, da diese Produkte ohne die künstlich erzeugten Geschmacksverstärker am Markt gar nicht mehr erhältlich sind.

Daimler-Blog: Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich weiterhin nur zu den „sternlosen“ Gerichten greife?

Jochen Moosmann: Natürlich nicht. Wie bereits erklärt, gelten unsere Verpflichtungen und die festgelegten
Qualitätsstandards für alle unsere Speisen in der Warmverpflegung.
Bei den Gerichten, die besonders gekennzeichnet sind, haben wir jeweils noch ein oder mehrere I-Tüpfelchen darauf gepackt.

Daimler-Blog: Sie betonen, dass Sie stark auf regionale Produkte setzen. Sind die automatisch besser als importierte?

Jochen Moosmann:
Zunächst stehen uns diese Produkte aufgrund der Nähe schneller zur Verfügung und damit bei unverarbeiteter Ware auch frischer.
Zudem stärken wir unsere heimischen und regionalen bäuerlichen Betriebe.
Bei all der Globalisierung ist gerade auch bei Lebensmittel die Gesamt-Ökobilanz zu betrachten. Der Kosten-Anteil für den Transport an den Gesamtkosten der Lebensmittel ist zwischenzeitlich beachtlich, vor allem durch die hohen Spritpreise.

Daimler-Blog: Welche Rückmeldungen haben sie in den ersten Tagen mit den „Stern-Gerichten“ von den Mitarbeitern bekommen?

Jochen Moosmann: Die Mitarbeiter haben uns in unserem eingeschlagen Weg bestätigt und ermutigt.
Die Anzahl der Teilnehmer die sich für die gekennzeichneten Essen entschieden haben, liegt über unseren Erwartungen.
Als positiv wurde auch der Anteil von nahezu 40% neuer Gerichte im Sommerspeiseplan bei den Rückmeldungen von unseren Gästen hervorgehoben.

Daimler-Blog: Die Currywurst belegt in den Rankings zum beliebtesten Kantinen-Essen der Deutschen regelmäßig die Pole-Position. Welche Speisen stehen denn bei den Daimler-Mitarbeitern ganz oben in der Gunst?

Jochen Moosmann:
Die Currywurst belegt in unserem Ranking den siebten Platz.
An erster Stelle stehen Schnitzel, dann unsere Linsen, gefolgt von Cordon bleu und Maultaschen.
Bei den Beilagen sind Pommes frites der Renner, gefolgt von Spätzle.
Es wird aber auch weiterhin die Currywurst geben, die bei uns von einem zertifizierten Fleischlieferanten mit genau festgelegtem Fettanteil kommt. Dabei gilt auch für die Currywurst, wie überall, dass es jeweils auf die Menge und Häufigkeit ankommt.
Jeder Kunde entscheidet für sich, auf was er beim Mittagessen jeweils Lust hat. Ich hoffe aber und bin überzeugt, dass in den oberen Plätzen zukünftig auch Essen mit Sternen auftauchen werden, denn besser essen heißt auch besser leben.

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Dieser Artikel wurde von Jochen Moosmann/Daimler-Blog geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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  1. 1. Marcus Günter

    Kommentar vom 15. Mai 2008 um 13:20

    Guten Tag,

    ich finde es ist ein guter Schritt der Kantine wieder auf Qualität zu setzen. In meinen letzten 3 Jahren beim Stern wurde die Kantine nämlich meist nur verschlechtert. Weniger Gerichte am Tag, häufige Wiederholungen, keine Grillstation mehr.

    Allerdings wäre es auch schön wenn sich eine ähnliche Entwicklung auf die Mitarbeitershops übertragen würde. Externe leisten sich das teure (kein subvention) Kantinenessen meist nicht und müssen auf die Shops ausweichen. Dort gibt es aber jeden Tag das selbe. Fast alles besteht aus Brötchen mit Fleisch und Käse Überbacken. Da freuen sich die Blutgefäße. Bei den Backwaren sieht es ähnlich aus, die werden ja leider in Zucker ertränkt.
    Kann man das nicht alles etwas gesünder gestalten? So das man nicht befürchten muss durch eine Hefeschnecke gefühlte 5 Kilo zuzunehmen?

    mfg
    Marcus

    Antwort

  2. 2. Andreas Franke

    Kommentar vom 16. Mai 2008 um 09:08

    ich finde die neuen qualitätsbewussten Stern Speisen wirklich klasse!! Es wurde mal Zeit , dass da was passiert. Ich zahle auch gerne mehr Geld f. bessere Qualität. muss ich bei meinem Benz auch machen :-) die Speisen (besond. d. Fleisch) sind deutlich besser, fettarmer, die Soßen um Welten besser…großes Kompliment. ich esse fast nur noch das Stern Essen.die anderen Gerichte treffen zu 95% eh nicht meinem Geschmack …also weiter so!

    Antwort

  3. 3. Manuel

    Kommentar vom 16. Mai 2008 um 09:56

    Hallo zusammen,
    auch mir sagen regionale Produkte mehr zu, da man nicht nur gesünder isst sondern auch lokale Produzenten unterstützt. Dabei zahle ich gerne etwas mehr. Sogar als Diplomand kann man sich diese Essen noch leisten.
    Das hierbei Daimler Iniziative zeigt, ist für mich ein Beweis, dass für Daimler auch die Mitarbeiter von Bedeutung sind.

    Antwort

  4. 4. Georg schmidt

    Kommentar vom 16. Mai 2008 um 14:00

    Nach langem Rückwärts in Geschmack und Qualität endlich mal wieder ein Vorwärts.
    Ist man schon gar nicht mehr gewohnt. Macht aber Freude!
    Ich hab es probiert und es schmeckt mir besser in ist mir bekömmlicher.
    Macht so weiter und vor allem haltet durch.

    Wenn das jetzt noch in die Verkaufsstellen durchschlägt. Dann noch ein Beifall.
    Nicht nur dass fast alles etwas fettig ist was angeboten wird.
    Auch die Portionen sind wohl eher für Schwerstarbeiter gedacht.
    Es reichen auch 20-50 g Leberkäse auf dem Brötchen oder
    die Fischbrötchen, Hamburger, Süßen Stückle…. als Rentner-. oder Kinderportion.

    Antwort

  5. 5. Felix Ahlers

    Kommentar vom 17. Mai 2008 um 14:35

    Wie lange ist Ihre Kantine eigentlich abends geöffnet?

    Wir haben in unserem Frostablog schon ein paar mal eine Minikantine vorgestellt (www.buerobistro.de) die besonders bei Firmen gut ankommt bei denen die Leute abend noch spät arbeiten und dann Hunger bekommen.

    Oder auch bei Leuten die Nachts arbeiten müssen.

    Antwort

  6. 6. Petra-Tina Balatinac

    Kommentar vom 20. Mai 2008 um 09:06

    Marcus hat hier einen Punkt angesprochen, der mich als externe Mitarbeiterin auch beschäftigt. Als externer Mitarbeiter bezahlt man den doppelten Preis für ein Mittagessen mit der Besucherkarte, was dazu führt sich dann 3x zu überlegen ob man jetzt unbedingt 7, 8 € Tag täglich für ein Mittagessen ausgeben soll/kann.

    Was ich sehr schade finde ist das hier so differenziert wird zwischen den Mitarbeitern. Bei den einen steht am Ende des Monats die Daimler AG auf dem Kontoauszug, bei den externen der Name der externen Firma. Letzten endes haben wir alle aber doch eines gemeinsam: wir gehen jeden Tag zur Arbeit und arbeiten alle für die Daimler AG – by the way – das auch sehr gerne!

    Ich bin ehrlich und sage das ich mir täglich ein Mittagessen in der Kantine für 7 oder 8 € nicht leisten kann. Letzten endes wird ja auch keiner dazu genötigt. Was ich allerdings sehr schade finde, ist das dadurch dann das gemütliche Beisammensitzen mit den Kollegen währen des Mittagessens wegfällt. Das Mittagessen wäre doch nur halb so nett, wenn man sich in der Zeit nicht mit seinen Kollegen über die Arbeit und Privates austauschen würde. Es wird in der Regel über das Projekt gesprochen an dem der ein oder andere gerade arbeitet oder man wird über Neuigkeiten innerhalb der Firma auf den neusten Stand gebracht, die einem so vielleicht erstmal noch entgangen wären. Auf das kollegiale Miteinander fällt es mir schwerer zu verzichten da es einfach auch seinen Teil zu einem netten und freundschaftlichen Arbeitsklima innerhalb einer Abteilung beiträgt.

    Ich für meinen Teil fände es schön wenn zumindest bezüglich des Mittagessens die Firma nicht zwischen extern/intern differenzieren würde und die Preise für alle Mitarbeiter, die für den Konzern arbeiten, angleichen würden.

    Antwort

  7. 7. Moosmann Jochen

    Kommentar vom 20. Mai 2008 um 15:52

    Zunächst allen die auf das Interview geantwortet haben, herzlichen Dank.
    Wir haben Sie ja bereits persönlich angeschrieben.

    Durch Ihre Beiträge bestätigen Sie uns, unseren eingeschlagenen Weg weiterzuführen.

    Der Gastronomieservice hat sich in einem ersten Schritt zu den im Interview angeführten Leitlinien in der Warmverpflegung verpflichtet.
    Ein weiterer Schritt im Rahmen unserer Qualitätsoffensive wird dann auch die Zwischenverpflegung sein. Den Zeitpunkt hierfür können wir leider noch nicht festlegen, da wir zur Zeit den Winterspeiseplan der Warmverpflegung entsprechend unserer Leitlinien umsetzen.

    Besser essen -* hat zu Veränderungen bei unserer Produktion, in unseren Prozessen und auch bei unseren Lieferanten geführt. Dies benötigt etwas Zeit.
    Lassen Sie uns zunächst die eingeleitete Offensive in der Warmverpflegung sichern, bevor wir die Zwischenverpflegung anpacken.

    Antwort

  8. 8. Mattias Pläcking

    Kommentar vom 20. Mai 2008 um 15:55

    Hallo Herr Moosmann,
    ich kann diese Initiative, die Qualität des Essen zu erhöhen, nur begrüssen. Es verleidete einem die Lust in die Kantine Essen zu gehen, wenn es häufige Wiederholungen und Standard-Essen gibt.
    Mit Ihrer Initiative wollen Sie die Qualität des Essens an sich verbessern, ich würde mit aber noch wünschen, wenn dabei auch die verschiedenen Mitarbeitergruppen, denjenigen die körperlich arbeiten und den “Stubenhockern” berücksichtigt werden.
    Das Essen ist meines Erachtens zu üppig und zu fettreich. Die guten Sahnesoßen sind manchmal nicht zu umgehen, oder es wird häufig Frittiertes angeboten – muss den das Schnitzel immer paniert und frittiert sein?
    Als Alternative erscheint einem dann das Vitalbuffet, an dem man dann etwas leichtere Kost zu finden hofft. Aber auch hier gibt es dann ein oder zwei Gemüse, die zum Teil vor Fett triefen, dazu Nudeln in verschiedner Ausprägung und dann noch Soßen, die auch nicht gerade leicht sind.
    Ich denke hier könnte man mit einem größeren Angebot an verschiedenen Gemüsen, so vier bis sechs und gedünstet und nicht angebraten, den Büroarbeitern wirklich etwas Gutes tun und auch die Apelle des Werksarztes nach gesünderer Ernährung unterstützen.

    Antwort

  9. 9. Guido Katzenberger

    Kommentar vom 20. Mai 2008 um 19:28

    Wie wärs denn mal mit Preissenkungen für Gesunde Küche?
    Tag täglich wird einem der Krankenstand aufgezeigt, man wird auf Gesundheitstraining geschickt, gesündere Ernährung wird ganz hoch gehängt.
    Jetzt einmal ein Vorschlag von mir !!!
    Wenn dem Betrieb die Gesundheit der Mitarbeiter so wichtig ist, dann sollte man die gesunde Ernährung unterstützen in dem man diese Produkte billiger macht. Was heisst, in den Verkaufsständen müssen Körnerbrötchen, Fruchtsäfte, Müssli usw. billiger sein als Fleischkäse, Wasserwecken, Rote Wurst usw. !
    In der Kantine das gleiche, das “Besser essen – besser leben” muss günstiger sein als das normale Essen. Denn eins ist klar, letztendlich entscheidet der Preis die Nachfrage.

    Antwort

  10. 10. Moosmann

    Kommentar vom 21. Mai 2008 um 08:05

    Guten Tag sehr geehrter Herr Pläcking,

    herzlichen Dank für Ihren Beitrag.

    HRM/SG produziert täglich an den beiden Standorten Sindelfingen und Untertürkheim knapp 25 000 Essen.
    Wir haben derzeit eine Essensbeteiligung der Mitarbeiter von über 55%.
    Es ist dabei unser Ziel, unseren Speiseplan auf die verschiedenen Bedürfnisse unsere Gäste abzustimmen, um allen unseren Gästegruppen täglich etwas anbieten zu können.

    Unser Speisenplan enthält täglich mindestens ein Angebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine anstrengende körperliche Arbeit verrichten müssen, ebenso, wie Angebote für weniger körperlich arbeitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein ernährungsphysiologisch ausgewogenes Angebot finden unsere Kunden bei allen Speisen mit dem Stern. Hier verwenden wir Vollwertprodukte. Diese Speisen enthalten auch keine frittierten Hauptkomponenten.

    Zwischenzeitlich sind alle unsere Speisen, auch auf die eingesetzte Fettmenge hin, überarbeitet.
    Seit einigen Wochen verwenden wir nur noch hochwertige Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigter Fettsäure. In unserer Produktion kommen Butter und Rapsöl zum Einsatz, an den Salattheken Olivenöl.

    Sollte ein Gast etwas weniger an Nudeln oder Kartoffeln wünschen, sprechen Sie hierzu bitte einfach unsere Mitarbeiter an. Sie erfüllen Ihnen auch diesen Wunsch.

    Wir haben uns mit unserer Qualitätsoffensive auf den Weg gemacht. Über die nächsten Wochen und Monate werden wir hier weitere Erfahrungen sammeln, die wir dann im nächsten Speiseplan umsetzen.
    Gerne nehmen wir auch Anregungen unserer Gäste auf. Hierzu gibt es in unserer Homepage einen Feedbackbogen. Herzlichen Dank.

    Antwort

  11. 11. moosmann

    Kommentar vom 26. Mai 2008 um 15:09

    Guten Tag sehr geehrter Herr Katzenberger,

    herzlichen Dank für Ihre Antwort.

    Ein Drittel der Angebote mit Stern entfallen auf die 1.70 Euro Essen.
    Sie selbst oder Ihr Lebenspartner erfährt täglich beim Einkaufen, wie sich in den letzten 12 Monaten die Lebensmittelpreise entwickelt haben und noch weiter nach oben entwickeln. Auch wenn derzeit vereinzelte Produkte stagnieren oder sich kurzfristig wieder leicht nach unten bewegen, gehen Experten weiterhin von steigenden Nahrungsmittelpreisen aus.

    Unser Ziel ist es, die höhere Qualität in unserer Qualitätsoffensive nicht über Preiserhöhungen, sondern über Optimierungen zu erzielen. Dies ist nicht einfach, da Bio-Produkte, Lebensmittel von regionalen Bauern und Produkte, die derzeit nur nach Vorgaben von uns (ohne Geschmaksverstärker, mit reduzierter Antahl von deklarationspflichtigen Zusatzstoffen) für Daimler hergestellt werden “ihren Preis” haben.

    Mehrwertsteuererhöhung und gestiegene Preise in den letzten 10 Monaten haben auch bei uns zu Preisanpassungen in der Warmverpflegung und Zwischenverpflegung geführt. Wir haben lange versucht, diese Preiserhöhungen durch andere Effekte zu verzögern und haben auch bei vielen Produkten nur einen Teil der Einkaufspreis-Erhöhungen weitergegeben. Diese Preiserhöhungen stehen nicht in Zusammenhang mit “Besser Essen”. Im Gegenteil, trotz teilweise nur unvollständiger Weitergabe der Teuerungen, haben wir die Qualitätssteigerung durchgeführt.

    Schon jetzt wird die Warmverpflegung durch das Unternehmen subventioniert. Darüber hinausgehende Subventionen können wir uns derzeit nicht vorstellen und erscheinen auch, wenn wir die Lebensmittelpreise unserer Nachbarländer vergleichen, nicht angemessen.

    Antwort

  12. 12. Fabio Di Mineo

    Kommentar vom 24. Juni 2008 um 15:53

    Hi zusammen;
    sehr gutes interview und vorallem eine Gute idee von Daimler.
    Mich würde aber eine ganz andere sache Intressieren,wie/wo kann mann sich eigentlich Bewerben wenn man als Koch beim Daimler arbeiten will?

    Liebe grüße
    Fabio

    Antwort

  13. 13. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 24. Juni 2008 um 17:25

    @Fabio Di Mineo:
    Hier kann man sich bewerben: http://career.daimler.de
    In die Suche “Koch” eingeben, oder einfach Initiativbewerbung schicken.

    Antwort

  14. 14. Margit Braasch

    Kommentar vom 26. Juni 2008 um 08:50

    wenn man ganz bewußt in die Kantine geht, kann man ein herrliches Angebot für für die gesunde, bewußte Ernähhrung finden auch zu günstigen Preisen.
    Gerade im Sommer locken viele bunte Salate, die sogar schon angerichtet sind, wie Melone/Schinken und anderes mehr zu fairen Preisen. Auch am Salatbüffet kann man sich mit frischen, ballaststoffreichen Schüsselchen voller Leckereien sattessen. Da passt dann auch noch ein kalorienarmes Dessert für 65 Cent rein.
    Ich finde, es ist für jeden etwas dabei und von den Fett-Triefern darf man sich nicht anlocken lassen.

    Antwort

  15. 15. Georg Hübner

    Kommentar vom 30. Juni 2008 um 01:27

    Ein Schritt in die richtige Richtung. Besuchen Sie doch in Sindelfingen einfach mal die Kantine im DEGI oder im ehemaligen smart-Gebäude (beide von Aramark betrieben) und Sie wissen wie Sie noch besser werden können.

    Antwort

  16. 16. moosmann

    Kommentar vom 30. Juni 2008 um 07:36

    Guten Tag sehr geehrter Herr Hübner,
    herzlichen Dank für Ihren Komentar und Ihre Empfehlung.
    Wir sind mit anderen Gastrobetreibern, auch mit Aramark und Eurest regelmäßig in Gesprächen, wissen somit , was Sie anbieten, auch zu welchen Preisen und Mengen und was mit dem Sozialpartner (Betriebsrat) möglich/verhandelbar ist und nicht..
    Zu Ihrer Information, das Betriebsrestaurant in smart wird durch den Gastronomieservcie MBC betrieben, nicht mehr durch Aramark..
    Wir arbeiten auch ständig weiter an Verbesserungen und optimieren uns weiterhin. Danke.

    Antwort

  17. 17. Leopold Schmid

    Kommentar vom 10. Oktober 2008 um 10:04

    Gestern gab es im Untertürkheimer Betriebsrestaurant Entenkeule zum Mittagessen.
    Mir und allen Kolleg/inn/en um mich herum, die diese gewählt hatten fiel ein äußerst “künstliches” Orangen-Aroma der Sauce unangenehm auf. Wie passt die zur Ankündigung, auf Geschmacksverstärker und Aromastoffe verzichten zu wollen?

    Antwort

  18. 18. Cathleen Göthel

    Kommentar vom 10. Oktober 2008 um 20:01

    @ Herr Georg Hübner:

    Ja da muss ich Ihnen voll und ganz zustimmen. Da Essen im Geb. Degi ist wirklich toll. Und doch so günstig. Sehr toll.

    Auch wenn das Essen in UT schon um einiges besser geworden ist, die Qualität des Essens vom Degi ist noch um einiges entfernt.

    Antwort

  19. 19. moosmann

    Kommentar vom 14. Oktober 2008 um 10:06

    Herzlichen Dank Herr Schmid für Ihre Rückmeldung zum Essen “Entenkeule”.

    Zu unseren Eckpunkten gehört der Verzicht auf Geschmacksverstärker. Diese haben wir in den Betriebsrestaurants grundsätzlich nicht mehr im Einsatz.

    Um den Orangen-Geschmack zu bekommen, – der einfach zu einer Soße mit Entenkeule dazugehört, – setzen wir die Schale von unbehandelten und ungespritzen Orangen und oder ein natürliches Orangenaromaextrakt ein. Dieses Extrakt enthält keinen Zusatz von Geschmacksverstärkern und deklarationspflichtige Zusatzstoffe, ist lactose- und glutenfrei, Produkt oder zur Herstellung verwendeter Rohstoff (Orangen) wurden keiner Behandlung mit ionisierender Strahlung oder Ethylenoxid unterzogen und entsprechen im Hinblick auf Aflatoxin-, Schwermetall-, Pestizid- bzw. Pflanzenschutzmittelrückstände der aktuellen europäischen Gesetzgebung.

    Wir haben zu jedem Produkt , das wir einsetzen, eine ausführliche und aktuelle Produktspezifikation.
    Da die Geschmäcker jedoch sehr unterschiedlich sind, überprüfen wir die Rezeptur noch einmal. Ggf. kann hier die zugefügte Menge dieses Extraktes reduziert werden.
    Sie können sich sicher sein, das wir unsere Produkte sehr genau aussuchen und auf die Einhaltung unserer Eckpunkte achten.

    Antwort

  20. 20. Michael Fischer

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 01:39

    Das Motto ” Besser Essen” ist bei uns in Rastatt in der Dauernachtschicht noch nicht angekommen .
    Deshalb stellen wir uns die Frage ob dieses Motto nur ein Aushängeschild ist, um zu sagen : “schaut mal ,wie wir uns um die Gesundheit unserer Kollegen kümmern .”
    Oder ein ernstgemeinter Ansatz ,der halt leider nicht alle Arbeitnehmergruppen beziehungsweise Schichtgruppen einschließt ?
    Eine konzeptionelle Verbesserung in Puncto Qualiät und Angebot wäre auf jedenfall wünschenswert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Euer Nachtschichtler
    Michael Fischer

    Antwort

  21. 21. moosmann

    Kommentar vom 26. Juni 2009 um 12:01

    Herzlichen Dank Herr Fischer für Ihre Rückmeldung.
    “Besser Essen-*” wird derzeit an allen Standorten in den von HRM betriebenen Gastronomien umgesetzt. In Bremen sind diese Inhalte unter dem Namen “feel-good” bekannt.
    Rastatt wird von der MB Gastro Service GmbH betrieben.
    Auch dort wird auf gesundheitsbewußte Angebote geachtet und an einer ständigen Verbesserung der Qualität gearbeitet.

    Antwort

  22. 22. Daimler-Blog: Einblicke in einen Konzern » Schlauer essen - gesünder genießen

    Pingback vom 26. August 2009 um 09:16

    [...] Gerichte im „feel good“ werden von uns ausschließlich nach den „Besser essen“ Grundsätzen zubereitet. Wir versuchen den Spagat zwischen Wareneinsatz und Kreativität. Hochwertige [...]

  23. 23. michael Fischer

    Kommentar vom 10. September 2009 um 00:42

    Hallo Herr Moosmann ,
    ich muß jetzt doch noch eimal fragen, ob Sie sich über die Versorgungsituation der Dauernachtschicht z.B.in dem Bereich KBO/Rastatt im klaren sind ?
    Dies ist nicht vergleichbar mit dem, Kantinenangebot am mittag,welches ohne zweifel qualitativ ,preislich und von der vielfalt keine wünsche offen läßt.
    Ich meine die kleinen Shop´s
    Verbesserungsvorschläge wie man qualitativ und Abwechslungreicher vorgehen kann ,wurden von der Belegschaft in den letzten jahren reichlich eingepracht ,aber meiner Meinung nach, mit zu wenig elan nachhaltig umgesetzt.
    Deswegen wäre es wünschenswert ,wenn der Versorgungzustand in puncto ” Gesunde Ernährung ”
    gerade für die Mitarbeiter der Nachtschichten im Konzern ernährunsphysologisch besser aufgebaut würde und nachhaltig vorangetrieben werden.
    Ohne Mampf kein Kampf.In diesem Sinne.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Fischer

    Antwort

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