IdeenPark Stuttgart, vorvergangene Woche: An den Ständen der neuen Messe am Flughafen warten wir gespannt auf die Besucher. Noch wissen wir nicht, dass hier Besucherrekorde stattfinden werden. 45 Minuten nach der Öffnung erreichen die ersten den Design-Parcours.
Es bilden sich schnell Trauben an den Ständen. Die Hallen füllen sich rasch. Es herrscht reges Interesse an allen Exponaten, Aktionen und Präsentationen. Von nun an gibt es einen kontinuierlichen Besucherstrom, der nicht mehr abreißen wird.
Alle Besucher sind überrascht, wie viel Handarbeit immer noch anfällt, um lederbezogene Teile herzustellen. Ich demonstriere anhand einer „Nähaktion“, wie im Designprozess der Übertrag vom Entwurf zum realen Sitz abläuft. Um das erlebbar zu machen, habe ich die Besucher in den Verarbeitungsprozess miteingebunden.
Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen habe ich einen American Football im Kleinformat entwickelt. Sie konnten dann mit einer Schablone aufzeichnen, ausschneiden, nähen und mit einer Watte füllen. Der Bezug zum Auto stellt sich über das benutzte Material her.
Ich habe Nappa- und Naturleder aus dem Daimler-Sortiment benutzt. Selbst die Watte ist bei der Sitzfertigung im Einsatz. Ein witziger Brückenschlag zum Football Hiermit sind die Materialien fühlbar. Die Älteren sind vom Leder begeistert und die Jüngeren vom Ball. Damit ist ein Familienerlebnis gesichert. Eltern und Kinder haben gemeinsam gearbeitet und als Ergebnis eine Materialprobe in Form eines Balles erhalten.
Ich bin überrascht, wie viel Geduld die Besucher mitbringen. Während die Besucher arbeiten, habe ich Gelegenheit mich mit Ihnen zu unterhalten. So ist auch eine rege Kommunikation gesichert. Die Fragen und Themen sind, wie die Besucher übrigens auch, ganz breit gestreut:
Die jüngste meiner Besucherinnen ist ein kleines Mädchen, drei Jahre alt und fasziniert von der Nähmaschine. Sie steht eine ganze Weile da und sieht nur zu. Ihre Mutter kann sie nicht zum Weitergehen bewegen.
Im Gegensatz dazu sind die Vorstände diverser Firmen dann doch gezielt unterwegs, nehmen sich aber dennoch Zeit für ein paar Worte und Bilder. Neugierige, Ingenieure, Kinder, Schüler, Jobsuchende. Praktikumsplätze werden ebenso abgefragt wie Diskussionen über die Nachhaltigkeit der Mobilität.
Architekten philosophieren über Formen, Kinder überlegen, was man alles mit einem Stück Leder machen kann. Bei einem derartigen Interesse an unseren Themen fällt es schwer, ein Ende zu finden. Auch noch lange nach Messeschluss fachsimpeln wir weiter. Manche Dinge könnte man ohne Pause und Ende tun.
Dieser Artikel wurde von Claus Seitter geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
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