Heute Nacht habe ich im Intranet über eine neue Plattform gelesen, die intern gestartet wurde.
Die “Business Innovation Community”! Ahja! Nach dem ich mir den Infotext mehrmals durchgelesen hatte, die Buzzer-Words geistig entfernt und die Idee dahinter verstanden habe, fand ich diese eigentlich gar nicht so verkehrt. Wir, die Mitarbeiter, können neue Geschäftsideen einbringen, die im Zusammenhang mit Daimler stehen können. Diese werden dann in einer offenen Diskussion besprochen, weiter entwickelt, bewertet und letztlich, falls was sinnvolles dabei raus kommt, vom Bereich “Business Innovation” aufgegriffen.
Wow, ein Versuch eines Social Networks. Mit Kommentaren, Bewertungen, etc. Das hat Christian Fachat damals also in seinem Kommentar zum Thema “Social Networking-Plattform bei Daimler?” gemeint.
Soweit, wie gesagt, klingt es für mich nicht verkehrt…
Aber: Drei Punkte sind unklar!
1. Was habe ICH letztlich davon, wenn ich mich hinsetze, eine Idee ausformuliere und einstelle? Bisher haben wir im Werk als Baustein des KVPs (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) die Verbesserungs-Vorschläge. Hier weiß ich, wird mein Vorschlag umgesetzt, weil er Einsparungen mit sich bringt, die Ergonomie oder das Produkt verbessert, bekomme ich Geld. Teilweise gar nicht mal wenig.
2. Der Name ist furchtbar. Aber um so was kommen wir wohl nicht drum herum, in einem global agierenden Konzern.
3. Wir in der Produktion haben so gut wie keine Chance aktiv daran teilzunehmen. Wer in einem Social Network unterwegs ist, der weiß, was für ein Zeitfresser das sein kann. Hier was schreiben, dort was lesen, hier ein Kommentar, da eine Bewertung. Während der Arbeitszeit lässt sich das, in aller Regel, nicht machen. Zumal das Verhältnis Mitarbeiter zu PC recht dürftig ist. Insofern sollte es für diese Plattform, für registrierte Nutzer, eine Möglichkeit geben via Internet von zuhause aus zuzugreifen.
Mal schauen, wie sich das Thema entwickelt. Sobald ich eine Idee habe, werde ich die Plattform austesten. In meiner Arbeitspause.
Mario Jung, Dauernachschicht, zurück aus der Elternzeit
Dieser Artikel wurde von Mario Jung geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
1. Marco Slama
Kommentar vom 06. August 2008 um 14:19
Vielleicht wird meine Geschäftsidee mit dem Daimler Motorrad als Diesel oder Brennstoffzelle umgesetzt
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2. Uwe Knaus (Moderator)
Kommentar vom 06. August 2008 um 14:27
@Marco Slama:
Nach diesem Kommentar müssen wir uns jetzt mit der Umsetzung dieser Innovation sputen, damit wir noch vor dem (mitlesenden) Wettbewerber mit dem Motorrad auf den Markt sind ;-)
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3. Marco Slama
Kommentar vom 06. August 2008 um 14:55
Dann sollte man schnell meinen Kommentar löschen ;-)
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4. Mario Jung
Kommentar vom 06. August 2008 um 17:28
@Marco Ich denke, wir sollten da nichts löschen. Ganz im Gegenteil. Vielleicht lesen wir dann recht bald in den klassischen Medien “… wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, diskutiert man bei Daimler derzeit intensiv den Einstieg in den Motorrad-Markt mit alternativen Antrieben…”
:-)
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5. Daimler beeindruckt! « NeubibergBlog
Pingback vom 07. August 2008 um 13:31
[...] Enterprise 2.0, social networking | Ich bin ebenso beeindruckt von zwei Posts im Daimlerblog. Der erste Post setzt sich kritisch mit einer Plattform namens “Business Innovation Community” [...]
6. SYNAXON AG Blog » SYNAXON Blog Artikel » interne Social Community bei Daimler
Pingback vom 07. August 2008 um 14:59
[...] Blog von Daimler wird über die erste (?!) interne Social Community im Haus berichtet – und das in einem erfrischend offenen und gut zu lesenden Beitrag. Auszug: “Nach dem ich mir den Infotext mehrmals durchgelesen hatte, die Buzzer-Words geistig [...]
7. Martin
Kommentar vom 07. August 2008 um 21:42
In einem anderen Unternehmen binich mal auf eine Ideen-Börse gestoßen, an der Mitarbeiter Ideen vorstellen, d.h.anbieten und virtuelle Anteile an den Ideen anderer Mitarbeiter kaufen konnten. Wurde eine Idee so populär, dass sie in die Prüfung genommen wurde, gab es eine Ausschüttung für die Anteilseigner (=Benefit) und natürlich die Ideengeber.
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8. Basic Thinking Blog | Daimler Fayolsches Blog
Pingback vom 08. August 2008 um 00:30
[...] sich das mal näher anzusehen. Worum gings auf dem Daimler-Blog? – ein Daimler-Mitarbeiter bloggt über eine neue, interne Ideenplattform im Hause Daimler und macht sich über den Sinn [...]
9. Daimler: Interne Kommunikation in der Öffentlichkeit - nodomain.cc
Pingback vom 08. August 2008 um 14:26
[...] kritisieren möchte. Vorgestern wurde ein für meine Verständnisse recht kritischer Beitrag über die Business Innovation Community gepostet, eine interne Plattform (erst vor Kurzem gestartet) auf der Mitarbeiter direkte Vorschläge [...]
10. Ingo Melzer
Kommentar vom 08. August 2008 um 15:06
Also ich finde die Idee einer solchen Plattform super. Es ist eine sehr schwere Aufgabe, neue Geschäftsideen zu entwickeln, die für große Firmen aber extrem wichtig ist. Hier das Potential der Mitarbeiter mit zu nutzen, ist genau der richtige Ansatz. Herzlichen Glückwunsch!
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11. Holger Kaulas
Kommentar vom 23. August 2008 um 00:42
„80 Prozent aller Aktivitäten im Innovationsmanagement führen heute nicht zum Erfolg – aber Sie brauchen diese 80 Prozent, damit 20 Prozent übrig bleiben.“ So beschreibt Tobias Fleischmann, Leiter des neu eingerichteten Innovationsmanagements in der Logistik bei der Daimler AG, die Herausforderung an seine Arbeit.
nachzulesen bei:
http://www.dvz.de/index.php?id=329&uid=3655
Innovationsprojekte strahlen in alle Unternehmensbereiche aus – und der Schlüssel 80/20 gilt vermutlich auch für diese Plattform. Ich drücke die Daumen, dass sie es in den 20er Bereich schafft.
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12. pitt moos
Kommentar vom 26. August 2008 um 09:32
ich könnte mir vorstellen, dass ich auf die frage “was ist eine innovation?” hier sehr viele verschiedene antworten kriege. meine antwort könnte sein “die antwort auf eine latent existierende, unbewusste frage der kunden”. ist es nämlich eine laut und häufig geäusserte frage, kümmern sich alle drum und es gibt keinen wettbewerbsvorteil. die erfolgreiche innovation steht zunächst allein – blaues meer.
angesichts der sich ankündigenden heftigen umwälzungen bei Transport und Verkehr frage ich mich, ob es zu einseitig sein könnte, nur nah am automobil zu bleiben. mal sehen, was die innovations-plattform bringt. wichtig sind zeitliche und gedankliche freiräume für die, die innovativ werden wollen. und flache hierarchien mit dem nötigen minimum an gremien.
Antwort
13. Jochen
Kommentar vom 23. Oktober 2008 um 16:18
Warum neue Plattformen und Communities schaffen wenn schon alte gute oder besser gesagt sehr gute vorhanden sind.Warum neue Ideen und Geschäftsfelder ergründen,wenn die alten noch nicht ausgereizt sind.Ich denke an die Multimediageschichten in MB-Fahrzeugen.Es gibt noch viel zu tun,bewältigen wir erst mal diese Aufgaben.Viele Anregungen zu Aux-Eingängen,Bluetooth-Verbindungsproblemen usw. findet man schon in der Mercedes-Community unter http://www.mercedes-community.de
Nur mal so zur Anregung bevor Mercedes-Benz ein Mofa entwickelt.
Antwort
14. Adrian
Kommentar vom 24. Oktober 2008 um 14:00
@ Jochen:
Ich finde Inputs wie Deinen Beitrag enorm wertvoll für die ganze Community. Wie oft gab is der Vergangenheit schon Plattformen, Foren, usw. die jedoch nie richtig kommuniziert wurden. Wichtig ist es doch, dass es einen zentralen “Infopool” gibt, in dem möglichst alle (realistisch?!?) aufgeführt sind.
Der Anspruch auf eine 100% Vollständigkeit ist auch nicht notwendig, da wahrscheinlich auch nicht alle erfasst werden können.
Das bringt mich wohl dazu, einen Business Innovation Eintrag zu erstellen :-)
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15. Jochen
Kommentar vom 25. Oktober 2008 um 19:42
Nun ja,aber über Sinn und Unsinn von Foren usw. könnte man lange schreiben – wichtig ist doch der persönliche Gewinn aus aus dieser.Und ich habe schon viel gewonnen.Erfahrungen,Freunde und mehr – kann das dieser Blog auch ?
Gibt es hier Business Innovation?Und für was und für welche Zielgruppe?
Jo
Antwort
16. Mario Jung
Kommentar vom 25. Oktober 2008 um 19:54
@Jochen:
Blog und Business Innovation Community sind zwei unterschiedliche Dinge!
Und als Autor in diesem Blog kann ich Dir sagen, dass ich sehr viel Erfahrungen gemacht und unglaublich viele neue Bekanntschaften geschlossen habe!
Antwort
17. Jochen
Kommentar vom 19. November 2008 um 11:21
@Jung
gebe ich Dir recht – das Internet gibt einem die Möglichkeit Bekanntschaften und geschäftliche Kontakte zu knüpfen,egal ob Blog oder Innovation Community.Auf eden Fall sollte man vorhandene Communities nicht außer acht lassen.Gemeinsam ist hier die Devise.
Antwort
18. Grenzenlos
Kommentar vom 22. November 2008 um 11:51
“Warum neue Plattformen und Communities schaffen wenn schon alte gute oder besser gesagt sehr gute vorhanden sind.Warum neue Ideen und Geschäftsfelder ergründen,wenn die alten noch nicht ausgereizt sind.Ich denke an die Multimediageschichten in MB-Fahrzeugen.Es gibt noch viel zu tun,bewältigen wir erst mal diese Aufgaben.Viele Anregungen zu Aux-Eingängen,Bluetooth-Verbindungsproblemen usw. findet man schon in der Mercedes-Community unter http://www.mercedes-community.de
Nur mal so zur Anregung bevor Mercedes-Benz ein Mofa entwickelt.”
Es tut sich etwas im medialen Bereich von Daimler.Schaut selber:
Antwort
19. Grenzenlos
Kommentar vom 22. November 2008 um 11:53
So nochmal der Link:
http://media.daimler.com/dcmedia/0-921-614233-49-1150411-1-0-0-0-0-1-11817-854934-0-1-0-0-0-0-0.html?TS=1227351145101
Antwort
20. Twittern für die Firma | Signal77 Blog
Pingback vom 26. November 2008 um 07:29
[...] schwirrt da eine Idee rum, und wenn es gelingt die BIC für mich in der Produktion nutzbar zu machen, werde ich da gerne einen Beitrag zu [...]