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03
09.2008

Digitale Prototypen (DPT) unterstützen PKW-Entwicklung

Der Fahrzeugentwicklungsprozess unterliegt durch die permanenten Weiterentwicklungen digitaler Entwicklungsmethoden und hier insbesondere auf dem Gebiet der Berechnung einem ständigen Wandel. Um dem Rechnung zu tragen, wurde mit dem Entwicklungsstart der neuen C-Klasse vor einigen Jahren bei Mercedes-Benz erstmals der digitale Prototyp eingeführt. Das bedeutet, dass bereits in der digitalen Phase eine ganzheitliche Bewertung des Reifegrads durchgeführt wird, wie es davor nur anhand von Hardware-Prototypen möglich war.

Damals bekam ich die Aufgabe, als Projekt-Leiter dieses neue Thema in unserer Entwicklung umzusetzen. Mit einem Team von Ingenieuren aus allen Berechnungsabteilungen wie z.B. aus den Berechnungsgebieten Crash, Ride, Fahrdynamik, Akustik, Betriebsfestigkeit, thermische Absicherung, Energiemanagement, Aerodynamik usw. sollten folgende Ziele gemeinsam mit der Baureihenentwicklung umgesetzt werden:

  • Erhöhung des Fahrzeugreifegrads in der frühen (digitalen) Entwicklungsphase und damit der Qualität der ersten Hardwareprototypen
  • frühe Bewertung von Innovationen
  • sichere Erreichung des Optimums an Fahrzeugeigenschaften
  • Effizienzsteigerung durch einen strukturierten und gemeinsam genutzten Datenstand als Input für alle Berechnungsdisziplinen

Die größten Herausforderungen waren dabei, den in der Hardwarephase gewohnten Datenbereitstellungsprozess zur Erstellung der Hardware auch in der digitalen Entwicklungsphase für die Erstellung der DPT zu etablieren. Dies war jedoch die Voraussetzung dafür, dass die Berechnungsingenieure zu vereinbarten Zeitpunkten einen vollständigen geometrischen und funktionalen Datenstand eines Fahrzeuges bewerten und optimieren konnten. Was daraus geworden ist, können Sie dem beigestellten Film entnehmen. Der Erfolg des DPT zeigt sich auch daran, dass alle neue Fahrzeugprojekte nur mit dem DPT umgesetzt werden.

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Dieser Artikel wurde von Theodor Großmann geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 4 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Tipo

    Kommentar vom 03. September 2008 um 15:06

    Wird das eigentlich mit einen “normalen” PC gemacht wie man es von der Grafik Industrie kennt, oder ist es wie man es aus der IBM Werbung kennt, ein Ganzer Schrank der das Berechnet? Ich finde es schon interessant, dass man mit ganzen Formeln jede Veränderung berechnen kann, ob es sich Positive oder Negative auswirken kann.

    Antwort

  2. 2. Theodor Großmann

    Kommentar vom 03. September 2008 um 15:51

    Hallo H. Tipo,
    es gibt einige Berechnungen die Sie mit einem normalen PC bearbeiten können. Der überwiegende Teil an Berechnungen wird allerdings auf Mehrprozessormaschinen durchgeführt (”ganzer Schrank voll Rechner”)

    Antwort

  3. 3. Al G.

    Kommentar vom 03. September 2008 um 19:45

    Hallo Herr Grossmann,

    Sie beschreiben den beeindruckende Zahl an Stakeholdern schon in der Anlaufphase des DPT Projekts. Ich gehe davon aus, dass neben den technischen Hürden auch viele administrative (z.B. Leute überzeugen) auf der Straße lagen. Wie lange hat es gedauert, um das Projekt zur Reife zu bringen?
    Vielen Dank für Ihre Zeit,

    Al G.

    Antwort

  4. 4. Theodor Großmann

    Kommentar vom 04. September 2008 um 08:17

    Hallo H. Al. G.,
    dank der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Kollegen in der Entwicklung ist es uns gelungen, in kurzer Zeit das Projekt DPT zur entsprechender Reife zu bringen.

    Antwort

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