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10.2008

Der Weg zur emissionsfreien Mobilität

Klimawandel, CO2-Ausstoß, steigende Ölpreise, die Verknappung natürlicher Ressourcen – Schlagworte, die uns fast täglich erreichen und verunsichern. Bei all den Diskussionen die sich momentan um die CO2 Debatte drehen, werde ich von Freunden und Bekannten oft gefragt, wie Mercedes-Benz diesen offenen Fragen gegenübersteht und wie die umweltfreundliche Mobilität der Zukunft aussieht? Leider bin ich kein Hellseher und habe auf diese Frage auch keine hundertprozentig treffende Antwort parat.

road-to-the-future-iaa-2007_2.jpgDa ich seit Mitte Juli aber für die Koordination der kommunikativen Themen rund um TrueBlueSolutions tätig bin, bin ich davon überzeugt, dass unsere Antwort: „TrueBlueSolutions. Der Weg zur emissionsfreien Mobilität.“ eine treffende Lösung bietet. True, weil die Konzepte wahrhaftig und ganzheitlich angelegt sind.

Blue, weil sie den kompletten Blauen Planeten im Blick haben. Und Solutions, weil es sich tatsächlich um nachhaltige Lösungen statt um Visionen handelt. Was ich dabei für sehr wichtig empfinde ist, dass wir zum einen individuelle Kundenlösungen anbieten und zum anderen die gesamte Wertschöpfungskette von der Energiegewinnung über die Produktion bis hin zum Recycling der Altfahrzeuge nicht außer Acht lassen. Ganz exemplarisch lässt sich dies zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle erkennen. So werden ca. 40.000 Produktionsschritte auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft bevor neue Fahrzeuge in Serienproduktion gehen.

Ebenso werden im Werk Untertürkheim nahezu alle Kühl- und Schmiermittel durch Luft ersetzt und im Werk in Rastatt findet eine Energierückgewinnung über riesige Wärmeräder statt, um nur einige wenige der zahlreichen Nachhaltigkeitsprozesse zu nennen.

All diese Prozesse spiegeln nicht nur einen äußerst effizienten Umgang mit Produktionsmitteln und Wasser wieder, sondern verringern zudem den CO2-Ausstoß enorm. Unter dieser Betrachtung habe ich das Gefühl, dass das Thema Umweltschutz jeden der weltweit 272.382 Daimler-Mitarbeiter betrifft.

Aus diesem Grund legen wir auch kommunikativ ein besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit unserer Konzepte. So werden unsere Broschüre und der Flyer zu TrueBlueSolutions aus besonders umweltfreundlichem und recyclebaren Papier hergestellt und mit dem Start der PANGAEA Expedition ab Oktober 2008 setzen wir innerhalb verschiedenster Projekte weltweit ein Zeichen für den Erhalt unseres blauen Planeten.

Wenn ich mir drüber hinaus unsere aktuellen und in nächster Zeit kommenden Fahrzeuge ansehe, merke ich „es tut sich viel“. So können wir z.B. durch die BlueEFFICIENCY Maßnahmen innerhalb der A-, B- und C-Klasse den Verbrauch der Fahrzeuge um bis zu 12% Kraftstoff reduzieren, was gleichzeitig eine CO2-Reduktion bedeutet. Ergänzt wird dieses Angebot durch zahlreiche E-Klasse-Modelle ab März 2009.

tbs-fahrzeugmodelle.jpgEinen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur emmissionsfreien Mobilität sehe ich in BlueTEC. Seit Dezember 2007 ist der E 300 BlueTEC auf dem Markt erhältlich und der R-, ML- und GL 320 BlueTEC runden ab 2009 das Angebot des saubersten Dieselantriebes der Welt in Westeuropa ab. Ganz nach dem Motto „Fahrspaß ohne Verzicht auf Sicherheit und Komfort“ komplettiert der Hybridantrieb, mit dem S 400 BlueHYBRID, ab Juni 2009 die Fahrzeugflotte von Mercedes-Benz. Neben dieser Vielfalt an individuellen Technologien, können wir meiner Meinung nach auch jetzt bereits sagen, dass der Weg geebnet ist und mit den Batterie-elektrischen Fahrzeugen und der wasserstoffbetriebenen F-CELL Technologie Mercedes-Benz die richtige Antwort darauf gibt, wie die Mobilität der Zukunft aussieht.

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Dieser Artikel wurde von Markus Ernst geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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  1. 1. Christian Kaiser

    Kommentar vom 20. Oktober 2008 um 11:05

    Auch wenn die “Deutschen Premiumautomobile” von Presse und Politik gern als Negativbeispiel herangezogen werden, sehe ich aktuell gerade bei Daimler und BMW sehr positive Entwicklungen. Damit meine ich insbesondere Konzepte wie BlueTEC, BlueEFFICIENCY und EfficientDynamics.

    Ich denke nämlich, dass es der falsche Ansatz ist, ein Fahrzeug, eine Fahrzeugreihe oder eine ganze Marke auf einen Schlag 100%ig “grün” (oder im Falle von Daimler “blau”) zu machen. Fahrzeuge, die eine verbesserte Umweltverträglichkeit bzw. Nachhaltigkeit bieten, müssen auch verkaufbar bleiben (was Daimler – meiner Meinung nach – mit den BlueEFFICIENCY-Modellen gut vormacht).

    Das “grünste” bzw. “blaueste” Fahrzeug nützt der Umwelt garnichts, wenn es niemand kauft.

    Mein Fazit: Weiter so!

    Antwort

  2. 2. Martin H.

    Kommentar vom 20. Oktober 2008 um 18:18

    Warum gibt es eigentlich nur ein C300 Hybrid und kein C200/C180 Hybrid?

    Antwort

  3. 3. Mo

    Kommentar vom 21. Oktober 2008 um 10:10

    Wenn man bedenkt, dass es schon im 19ten Jahrhundert Elektrofahrzeuge gab, muss man der Autoindustrie doch ein wenig ankreiden deren Weiterentwicklung geringfügig vernachlässigt zu haben.

    Antwort

  4. 4. Markus Ernst

    Kommentar vom 21. Oktober 2008 um 10:43

    @ Christian: Vielen Dank für das positive Feedback, dass freut einen zuhören. Wie Du bereits beschrieben hast verfolgen wir das Ziel die Nachhaltigkeitsaspekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu betrachten und die „Umweltverträglichkeit“ auch mit kaufbaren Produkten zu beweisen. Mit der großen Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge (BlueEFFICIENY, BlueHYBRID, BlueTEC) in 2008/2009 bieten wir meines Erachtens nach unseren Kunden die individuell erwünschten Angebote. Ebenso arbeiten wir weiter hart daran, die elektrischen Antriebe als bald als möglich zur Serienreife zu bringen

    @ Martin: Unter Berücksichtigung, dass ich Dir über die Fahrzeugplanung leider keine detaillierten Informationen geben kann, wird die Hybrid Technologie sukzessive in verschieden MB-Fahrzeugmodelle integriert. Der S 400 BlueHYBRID, der ab Sommer 2009 auf den Markt kommt, macht den Anfang. Er verfügt über einen V6-Benziner, gekoppelt mit einem Hybridmodul. Weitere BlueHYBRID und BlueTEC HYBRID Modelle werden diesem selbstverständlich innerhalb der verschieden Fahrzeugklassen folgen. Welcher C-Klasse Motorisierung mit Hybrid ausgestattet wird, ist noch nicht klar.

    Antwort

  5. 5. Martin H.

    Kommentar vom 21. Oktober 2008 um 15:40

    Dass hier nicht die nächsten Modelle herausposaunt werden war mir schon klar. Mich interessiert vielmehr der technische Grund für die Wahl dieser Motorengröße. Wenn ich mir die PKW-Modelle anschaue, stellt es sich für mich so dar: Einen kleineren Motor können wir aus Imagegründen (des Fahrers) und evtl. Leistungsgründen nicht in der S-Klasse verbauen und wenn wir das Ding einmal haben bauen wir es gleich auch in die C- und E-Klasse ein.
    Trügt mich mein Eindruck?

    Antwort

  6. 6. Udo Bangert

    Kommentar vom 21. Oktober 2008 um 15:44

    Hallo, dies ist mir etwas zu optimistisch dargestellt. Was erreichen wir, wenn wir 7 statt 9 Liter verbrauchen und doppelt soviel Autos verkaufen? Retten wir damit CO2mässig die Welt? Sinkt dadurch der Ölverbrauch? Ich bin dafür, dass man CO2 volkswirtschaftlich da einsparen sollte wo es am günstigsten ist. Dies ist wohl nicht beim Auto. Trotzdem werden wir einen kräftigen Beitrag leisten können und müssen. Am 100% Ölersatzziel kommen wir dauerhaft nicht vorbei. Wie denken aber mit dem Auto Mobilität zu kurz. Die Bahn platzt z. B. auf vielen Strecken aus allen Nähten. Wieso nicht doch wieder Mobilitätskonzern werden. Die Bahn sucht dringend Geldgeber und wir kaufen Aktien zurück, da wir nicht wissen wohin mit dem Geld? Schon verrückt.

    Bzgl. Prozesskette. Volvo steigt wohl auf 100% Ökostrom um. Wir durchleuchten meines Wissens wohl wirklich diese 40.000 Produktionsschritte. Wenn da 100% Ökostrom… nicht herauskommt bleibt dies aber suboptimal. Unsere Kunden werden zu recht darauf schauen, ob wir den Ansagen auch Taten folgen lassen. Wir können womöglich nicht 20-30 Jahre über CO2 freie Produktion und Fahrzeuge reden und dies dann nicht erfüllen. Dies halte ich für gefährlich. Wir haben ja auch ein Kyotoprotokoll und der CO2 Ausstoß in auf der Welt steigt und steigt.

    Antwort

  7. 7. Markus Ernst

    Kommentar vom 22. Oktober 2008 um 16:32

    Hallo Zusammen, seit 1994 arbeitet Mercedes-Benz auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-Technologie und hat seither die Leistungsfähigkeit des Antriebssystems kontinuierlich gesteigert. Momentan haben wir mit rund 100 Fahrzeugen und ca.4 Mio. gefahrener Kilometern die größte Brennstoffzellenflotte aller Hersteller weltweit im Einsatz. Und der Weg des elektrischer Antrieb wird in den nächsten Jahren weiter gehen. Gerne Blicke ich diesbezüglich auch auf die Projekte unsere Smart-Kollegen.
    => http://www.autoreport.at/deutsch/smart-28.html
    @ Udo Bangert: Ob wir CO2 mässig damit die Welt retten…. Auf jedenfall können wir einen Anstoß geben und einen entscheidenden Beitrag dazu leisten.

    Die Umweltpolitik von MB ist m.E. darüber hinaus kein inszeniertes Lippenbekenntnis, was z.B. auch das EMAS Siegel beweist. Es regelt das systematische Umweltmanagement in Betrieben (Nachweis einer unternehmensinternen Umweltpolitik, kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, klare Definition der Verantwortlichkeiten, quantitative Erhebung relevanter Umweltaspekte). Alle deutschen MB-Werke geben jedes dritte Jahr hierzu eine Umwelterklärung ab.

    @ Martin H.: Für die Auswahl der Motorisierung unserer Hybrid-Technologie, ist die weltweite Relevanz der Motorisierung ein entscheidender Faktor.

    Antwort

  8. 8. Rainer Volck

    Kommentar vom 23. Oktober 2008 um 13:53

    Ich begrüße die Anstrengungen von Daimler zur Reduzierung der Umweltbelastung ausdrücklich. Ich glaube jedoch, dass die Zeit reif ist für Technologiesprünge – und zu denen ist Daimler m.E. noch nicht reif. So ist z.B der Elektromotor der Antrieb der Zukunft, egal ob durch Vollhybrid (Verbrennungsmotor als Generatorantrieb à la Chevrolet Volt), Brennstoffzelle oder Akku mit Strom versorgt. Eigentlich müsste die Zahl der Elektroingenieure bei Daimler sprunghaft ansteigen. Ist das der Fall?
    Oder: Elektroautos benötigen Schnellladestationen. Dazu müssen schnellladefähige Akkus her, die es heute bereits gibt (Altairnano) und entsprechende Elektrotankstellen. Wie weit sind die Partnerschaften mit solchen Unternehmen schon gediehen?
    Nicht die Technologie ist das Problem, diese steht heute kommerziell nutzbar zur Verfügung (Ausnahme: Brennstoffzelle). Der Gedankenbruch im Kopf von Entwicklern und Vermarktern ist das Hinderniss.

    Ach, noch ein Hinweis: je schwerer ein Fahrzeug ist, desto mehr Nutzen hat die Rekuperation (Energiewiedergewinnung), weil viel Masse auch viel Bewegungsenergie beim Bremsen vernichtet. Demnach müsste Daimler Weltmarktführer in Hybrid- oder Elektroautos sein, aber – siehe oben.

    Rainer Volck

    Antwort

  9. 9. Markus Ernst

    Kommentar vom 23. Oktober 2008 um 17:48

    Keine Frage, unser Ziel heißt emissionsfreie Mobilität. Und m.A. nach sind es auch gerade die erwähnten Aspekte der technologischen und infrastrukturellen Entwicklung, die bisher den endgültigen Sprung verhindern. Als Mensch aus der Kommunikation fällt es mir natürlich auch oft nicht leicht zu verstehen was zum “technologischen Durchbruch” noch fehlt, aber wenn ich mir die Entwicklung ansehe fehlt hier nicht mehr all zu viel. So hat Daimler mit “e-mobility Berlin” zusammen mit RWE das weltweit größte Gemeinschaftsprojekt für klimafreundliche Elektroautos gestartet. Mehr als 100 Elektroautos von MB und smart werden somit bald lokal emissionsfrei durch Berlin fahren und sich an rund 500 “Stromtankstellen” aufladen lassen.

    Antwort

  10. 10. Rainer Volck

    Kommentar vom 24. Oktober 2008 um 12:32

    Lieber Herr Ernst,
    ich behaupte, dass die momentane Absatzkrise von Daimler-Benz sich gänzlich hätte vermeiden lassen, wenn heute (nicht in 3 Jahre) das richtige Angebot bereitgestanden hätte:

    1. Hybridautos, von der S-Klasse (wo am meisten Effekt erzielt wird) abwärts mit Lithium-Titanat-Akkus für 300 km Reichweite und einen Verbrennungsmotor als Stromaggregat (Schiffsdiesel-Auslegung) und mit “by wire” Ladestromanschluss

    2. Elektroautos mit der selben Akkubestückung, mit einem Netz von Ladestationen an Autobahnen. Der Lithium-Titanat-Akku lässt sich in 10 Minuten voll aufladen.

    Solche Fahrzeuge würden die Kunden den Verkäufern aus der Hand reißen. Verbraucher sind nämlich absolut nicht so dumm, wie Politiker und Marktstrategen sie einschätzen.

    Könnten Sie, lieber Herr Ernst, einmal in Ihrem Unternehmen recherchieren, wie viele Elektroingenieure für das Thema Elektroantrieb eingestellt wurden und auch, warum die heute verfügbare Technologie noch nicht aktiv vermarktet wird?

    100 verleaste Elektro-Smarts sind genau die falsche Marketing-Strategie: Das Elektroauto wird in die Außenseiter-Ecke gestellt (für Öko-Freaks, die sich auch einen Hotzenplotz kaufen würden).

    Das Elektro-Taxi oder der Elektro-Zubringer-Sprinter, das wäre die richtige Zielgruppe.

    Nichts für ungut im Übrigen. Ich möchte nicht kritisieren, sondern anstacheln. Die deutsche Automobilindustrie liegt mir am Herzen.

    Rainer Volck

    Antwort

  11. 11. Markus Ernst

    Kommentar vom 30. Oktober 2008 um 11:30

    @ Rainer Volck: konstruktive Kritik nehmen wir immer gerne auf – Danke – und stellen uns selbstverständlich auch den Themen. Denke auch das Fahrzeuge wie in 1. und 2. von Ihnen beschrieben einen super Anklang bei unseren Kunden finden. Aus diesem Grund arbeiten wir alle hart an diesen Themen und an den zukünftigen Technologien. Die Vielzahl an BlueEFFICIENCY Fahrzeugen und der S 400 BlueHYBRID im nächsten Jahr sind doch der erste Beweis hierfür, oder? Ebenso vefolgen wir einen konsisten Weg um bei den “Elektroautos” die noch bestehenden Defizite (auch fehlende Infrastruktur) so gut es geht auszumerzen um diese Fahrzeuge dann gleichzeitig unseren Kunden näher zu bringen.

    Antwort

  12. 12. Udo Bangert

    Kommentar vom 04. November 2008 um 13:44

    Hallo Herr Volck, Kolleg Ernst,

    zunächst zur Frage der Eletroingenieure:
    Ich bin selbst Eletroingenieur und seit 20 in der Antriebsstrangentwicklung als Betriebsrat tätig. Zuerst 10 Jahre als Ingenieur arbeitend. Wir stellen gerade massig Ingenieure ein um den Zukunftsanforderungen noch schneller gerecht zu werden. Die offenen Stellen müssten auch der Homepage daimler.com sichtbar sein. Vor 105 Jahren sagte man schon das Auto der Zukunft ist das Elektroauto, deshalb bin ich da vorsichtig, ob es das auch wirklich sein wird. Der richtige Ansatz wäre für mich volkswirtschaftlich CO2 dort einzusparen wo es am wenigsten kostet. Da der Vorteil des Öls ja die sehr hohe Energiedichte ist. Solange wir Heizöl noch verbrennen geht es uns noch zu gut. Dies soll aber nicht von Einsparmaßnahmen der Autoindustrie ablenken. In der neusten Zeitschrift des Bundesverbandes Windenerige “Neue Energie” steht übrigens ein sehr interessanter Artikel über die Superkondensatoreinsatz in Zügen. Da geht die Entwicklung rassant voran (Energiedichte Verdreifachung dabei noch Leistungsverdopplung). Die Bahn spart da jetzt schon eine Menge ein, da sie Bremsenergie kontrolliert zurückspeisen kann. Honda hat diese Supercaps wohl in ihren Brennstoffzellenfahrzeugen im Einsatz. Schnell- und Langzeitspeicher dürfte ein wichtiger zukunftsfähiger Ansatz sein. Bzgl. Brennstoffzelle stand vor 1-2 Jahren ein kritischer Artikel in der Zeitschrift Solarzeitalter (Mitgliederzeitschrift von Eurosolar). Hier wird die ganze Energiekette (vor allem Wasserstoffkette) sehr kritisch gesehen. Da bin ich selbst gespannt wie die Zukunft aussieht. Persönlich glaube ich, dass die Idee von Ezard Reuter in Richtung Mobilitätskonzern heute mehr Kraft hätte. Die zweite Studie “Zukunftsfähiges Deutschland” zeigt, dass wir weitere 10… Jahre verschlafen/verschenkt haben. Dies wird langsam immer enger.
    Ich glaube wir müssen Mobilität ganzheitlicher denken. Auto wird da nur ein Teil sein. Hier werden es die hohen Energiepreise zum Teil richten, das CO2-Problem wird mit Kyoto sicher nicht gelöst. Dies
    hat der Alternativnobelpreisträger Dr. Hermann Scheer habe schon vor Jahren treffsicher vorausgesagt. Da Kyoto eine weltweite Investitionslenkung bedeuten würde, dies hat noch nicht mal im Osten für sich allein funktioniert und wird weltweit 2x nicht funktionieren.
    P.S. Daimler unterstütz übrigens seit Anfang der 90er unseren Arbeitskreis Umwelt. Hier engagieren sich viele Mitarbeiter aus allen Bereichen des Konzerns für Umweltthemen. Wir Mitarbeiter machen dies ehrenamtlich in unserer Freizeit, da vielen daran liegt, dass wir auch umweltmässig die Nr. 1 sind. Wir veranstalten hier jedes Jahr Infoveranstaltungen, Exkursionen und engagieren und auch aktiv, sei es beim sammeln und reparieren von Kinderfahrädern und Computer für Kinder in Tschernobyl, Reinigung der Strände bei den großen Tankerkatastrophen usw.
    Jeder der möchte, kann sich für die Umwelt engagieren. Intern und Extern. Das wir hier auch kritische Referenten einladen dürfen ist denke ich nicht selbstverständlich und hilft uns hier weiter zu sein als die amerikanischen Autofirmen….
    Unser VV Herr Zetsche ist übrigens meines Wissens auch Elektroingenieur ;-)

    Antwort

  13. 13. Hans G. Jochum

    Kommentar vom 10. November 2008 um 00:44

    Hallo, Herr Bangert
    Sie werfen in einem Nebensatz eine Frage auf, die mir schon vor zehn Jahren (noch als aktiver Daimler-Mitarbeiter) vom Verbabd der Kunststofferzeuger gestellt wurde. “Das Erdöl ist doch viel zu wertwoll, um es einfach zu verbrennen!” Seinerzeit habe ich diese Frage zwar wohlwollend akzeptiert, aber die Tragweite nicht erkannt. Inzwischen als Rentner habe ich öfter darüber nachgedacht. Wir müssen wirklich den Ölverbrauch aus den Autos, der privaten Heizung und der industriellen Nutzung als Energiespender verbannen. Damit uns diese Basis für Medikamente und Kunststoffe so lange wie möglich erhalten bleibt.

    Antwort

  14. 14. Udo Bangert

    Kommentar vom 13. November 2008 um 21:16

    Hallo Herr Jochum,
    ich gehe davon aus, dass man Erdöl durch künstliche Produkte wie Sundiesel (welches wir gemeinsam mit VW und Choren) produzieren ersetzen lassen. Die Chemiker können da wohl ziemlich viel zusammenmixen. Die Frage ist woher die Rohstoffe kommen? Ziel vom Daimler ist es keine Nahrungsmittel zu verwenden. Erdöl ist wegen der Energiedichte wirklich sehr kostbar. Bis die Elektromobilität soweit ist, sollte man dies möglichst nur dort einsetzen wo Erdöl nur schwer ersetzbar ist. Als Übergang ist auch Erdgas eine zeitlang vorstellbar (gewesen?!) da dies mal abgefakelt wurde und die Verbrennung wohl besser zu steuern ist (Stichwort Abgaswerte/Verbrauch).
    Mich treibt übrigens seit ca. 10 Jahren die Frage des Vorteils eines Brennstoffzellenfahrzeuges um. Die Gesamtenergiekette kann es eigentlich nicht sein, da die Produktion von Wasserstoff diese Kette fast schon cancelt.
    Von der Speicherung und Transport (Gefährlichkeit) ganz zu schweigen. Es bleibt das Thema örtliches emissionsfreies Fahren in Megamillionstädten. Das Wasser zur Erzeugung fast überall auf der Welt vorkommt. Vielleicht hat Daimler auf die Kernfusion gesetzt. Diese ist aber ein Subventionsgrab ohne Ende. Wenn man dieses Geld in die regenerativen Energien gesteckt hätte, wäre diese schon früher Konkurrenzfähig als heute. Das die Politik da nicht den Mut hat den Stecker zu ziehen ist wohl nur auf die Lobbyarbeit der mächtigen Energiekonzerne zurückzuführen?!

    Antwort

  15. 15. Hans G. Jochum

    Kommentar vom 15. November 2008 um 00:04

    Lieber Herr Bangert
    Die Wasserstoffversorgung treibt mich auch um, allerdings ist die Gefährlichkeit von Transport und Lagerung meiner Ansicht nach durch die Befürworter fossiler Enegiequellen aus Eigeninteresse sehr forciert worden. Die heute genutzten fossilen Gase bestehen ja auch bis zu 70 % aus Wasserstoff. Da ist das kein Problem. Wenn man damit risikobewusst umgeht. Wieso soll das nicht auch für “reinen” Wasserstoff möglich sein.
    Natürlich benötigt man viel Energie, um aus vorhandenen Quellen (Wasser, Erdgas) Wasserstoff zu gewinnen. Bölkow hat aber schon Ende der siebziger Jahre übe den Einsatz von Photovoltaik ein Konzept zur Wasserstofferstellung entwickelt, das sehr schnell in der Versenkung verschwand (welche Lobby hat da nachgeholfen?). Natürlich kann jetzt wieder der Sophistiker der Gesamtbilanz argumentieren, dass ja die Herstellung des benötigten reinen Siliziums so viel Umweltbelastung generiert, dass man die Finger von der Erzeugung Wasserstoffs aus der Photovoltaik lassen sollte. Ich bemerke mal: Wenn solche Gesamtbilanzen schon vor 1900 kalkuliert worden wären, hätten wir heute keine Autos und müssten uns nicht um ihren negativen Umwelteinfluss streiten.
    Synthetischer Kraftsoff: Das ist ein altes Thema, das hat sogar schon der Hitler forciert. Insbesondere in Neufünfland wurden ja die Anlagen zur Herstellung von synthetischem Kraftstoff aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 noch sehr lange betrieben, weil sie dort keinen Zugang zu dem zu billigen Erdöl hatten. Demzufolge ist dort viel Knohow vorhanden. Mit Hlfe von Subventionen (Eu, Bund. Länder) laufen da jetzt Versuche aus organischem Material Kraftstoiffe herzustellen.
    Ich könnte noch mehr anmerken, jetzt bin ich zu müde.

    Antwort

  16. 16. Mercedes-Benz Markenfilm “TrueBlueSolutions” « GoodFilm’s Blog

    Pingback vom 02. Dezember 2008 um 22:35

    [...] wichtig dieses Thema im Konzern gesehen wird, lässt sich an der Diskussion im Daimler-Blog [...]

  17. 17. Daimler-Blog: Einblicke in einen Konzern » Die ersten Türchen sind geöffnet…

    Pingback vom 04. Dezember 2008 um 08:22

    [...] GoodFilm’s Blog: Mercedes-Benz Markenfilm “TrueBlueSolutions” [...]

  18. 18. Peter Mayer

    Kommentar vom 18. Dezember 2008 um 00:20

    Ich habe mal ein paar Frage für alle Freaks, die jetzt so auf das Elektroauto schwören. Persönlich ist das E-Auto nicht das gelbe vom Ei, weil die Infrastruktur dafür fehlt. Die Fragen, die für mich jetzt unbeantwortet sind 1. Wie viele hier wissen, dass die Mehrheit der Autofahrer ihre Automobil entweder in Tiefgaragen oder im Freien parken müssen. Nicht jeder der einen Tiefgaragenplatz hat eine Steckdose am Stellplatz noch einen Stromzähler im Haus. Wie kommen diese zu ihrem Strom? Was machen die jenige, die im Freien parken? Kommt nach dem Kampf um die Parkplätze nun der Kampf um die Strassenlaternen, wo dann eine Deckdose ist? All dies sind nur die Probleme, die ein Normalsterblicher hat. Hat sich Ihrer Abteilung mal Gedanken gemacht, dass die E-Werke bundesweit den billigen Nachtstrom streichen, wenn Millionen ihre Fahrzeuge aufladen. Haben Sie sich mal überlegt wieviel Millionen Euro dies der Daimler AG kostet, wenn der billige Strom nicht mehr fliesst? Ich als Verbraucher, dass jetzt keine Schnellschüsse gemacht werden, die dann sich als Flops erweisen, weil die Infrastruktur fehlt bzw. noch nicht geschaffen ist, noch in Planung ist. Ich würde gerne wissen, was die Daimler AG dafür im Ärmel hat.

    Antwort

  19. 19. Udo Bangert

    Kommentar vom 19. Januar 2009 um 09:05

    Hallo Herr Mayer, ich bin da nicht direkt beteiligt, habe aber gelernt, dass man sich da intern über Prozesse sich sehr viel Gedanken macht. Die Test mit Elektrofahrzeugen in verschiedenen Städten unterstreicht dies meiner Meinung nach. Da es mehr Steckdosen als Tankstellen gibt sehe ich dies als lösbares Problem an. Ein Elektriker kann dies auch schnell installieren. In Mehrfamilienhäusern/Tiefgaragen könnte dies zu Anfangsproblemen kommen. Es werden sicher aber auch nicht alle Autos auf einmal umgestellt. Nachdem wir für mehr als 3 Atomkraftwerke Stromüberschuss in 2008 nach Frankreich geliefert haben…. haben wir genügend Strom in Deutschland. Ca. Im Jahr 2015 wird der Solarstrom vom eigenen Dach preiswerter sein als von den Stromkonzernen, damit erledigt sich das Energiestromthema bald fast von allein. Deswegen brauchen wir auch keine neuen Kohle- und Atomkraftwerke.

    Antwort

  20. 20. Peter Schloetzer

    Kommentar vom 19. Januar 2009 um 11:22

    Kleine Anmerkung meinerseits.
    Was erzählt uns die Geschichte?
    Haben sich die Herren Daimler, Benz und Maybach vor mehr als 120 Jahren Gedanken um Tankstellen gemacht? Die haben damals munter drauf los getüftelt, Berta Benz auf ihrer Fahrt von Mannheim nach Pforzheim das Benzin (damals Ligroin genannt) in einer Apotheke gekauft. Mit den Jahren wurden immer mehr Fahrzeuge gebaut, gekauft, gefahren und…. getankt! Und siehe da: Tanken ist kein Problem mehr.
    So wird es sich aus meiner Sicht mit den Stromtankstellen ebenso entwickeln. Das regelt sich von alleine, keine Sorge.

    Antwort

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