Tagtäglich fahre ich B-Klassen. Für den Deutschen Markt, nach Frankreich oder Kanada. Aber auch welche für Japan, England, Südafrika. Und was haben diese Länder gemeinsam? Genau, den Linksverkehr und somit das Lenkrad auf der rechten Seite.
Für mich ist das kein Problem, habe ich doch vor Jahren einige Zeit in England gelebt. Aber damals hatte ich schon einige Mühen in das Rechtslenker-System einzusteigen. Es sind oft die Kleinigkeiten, die es schwerer machen, mit solch einem Fahrzeug umzugehen:
Ich bin es gewohnt, dass wenige Zentimeter links von mir das Auto zu Ende ist. Bei einem Rechtslenker sind dort aber viele Zentimeter. Gerade in der Anfangszeit in England hat mir das einige Probleme und den einen oder anderen angekratzten Bordstein bereitet. Schalten, blinken, fahren – an sich kein Thema. Doch! Halt! Hier stimmt was nicht!?
Ich war oft irritiert. Aber ich wusste nicht, wieso oder warum. Irgendetwas hat nicht gepasst. Aber was war es? Und dann, ich weiß noch genau, es war auf der M25, westlich von London, fiel es mir auf: Immer wenn ich in den Innenspiegel schauen wollte, was ja ganz automatisch geht, habe ich die rechte A-Säule angestarrt.
Allerdings ist England ja neben Fish & Chips auch noch für die Kreisverkehre bekannt. Und einer der bekanntesten ist in dem Ort, Hemel Hempstead, in dem ich wohnte. Dieser Kreisverkehr wird Magic Roundabout genannt. Warum? Am besten selbst anschauen: 5 Spuren, die 2 inneren entgegengesetzt, 6 Einfahrten, jeder einzelne wiederum ein Kreisverkehr. Und ja: I did it :-)
Aber zurück ins Werk. Natürlich haben wir dort keine solchen Kreisverkehre, allerdings war es dennoch in der ersten Zeit immer wieder eine Konzentrationssache, was für ein Auto man nun hat. Schaltung links oder rechts. Automatik oder 5-Gang oder 6-Gang, mal der Rückwärtsgang so einzulegen und mal so. Und so weiter und so fort… Allerdings kommt es mittlerweile oft dazu, dass ich, nachdem ich das Auto abgestellt habe und ausgestiegen bin, nochmals überlegen muss: Rechts- oder Linkslenker. Es geht einem irgendwann alles ins Blut und in Routine über.
Dieser Artikel wurde von Mario Jung geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
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1. Verena Hausenstein
Kommentar vom 22. Oktober 2008 um 09:34
Respekt! Bei dem Kreisverkehr überkommt mich das kalte Grausen.
Antwort
2. tommy
Kommentar vom 22. Oktober 2008 um 09:57
Hi,
ich lebe seit vier Jahren in Malaysia (Malaysiasektion in meinem Blog). Da ist auch Linksverkehr.
Das ist alles ganz entspannt, weil hier so viel Verkehr ist, dass man nie allein auf der Strasse ist und die Orientierung verliert.
Nur wenn ich auf Heimaturlaub in Dtl. bin, muss ich aufpassen, nicht ausversehen in die falsche Spur einzubiegen.
LG
Antwort
3. Petra-Tina Balatinac
Kommentar vom 22. Oktober 2008 um 11:20
Ach du liebe Zeit! Da kann man ja direkt froh sein das es hier bei uns keine solchen Arten des Kreisverkehrs gibt.
Antwort
4. Anne
Kommentar vom 22. Oktober 2008 um 15:14
Ich war zum Glück mit meinem “normalen” Auto in Englands Kreisverkehren unterwegs. So konnte ich mich ganz auf den Linksverkehr konzentrieren.
Übrigens sind die Kreisverkehre gar nicht so schlimm wie es auf dem Bild aussieht ;-)
Antwort
5. Wolfgang Odebrecht
Kommentar vom 23. Oktober 2008 um 11:14
“The Magic Roundabout” ist eigentlich keiner, sondern es sind 6 kleine Kreisverkehre, die zum Ring zusammengefügt sind. Übrigens gibt es solche kleinen Kreisel in vielen Wohngebieten in Irland, wo Kreuzungen einfach mit leicht erhöhten ringförmigen “Inseln” von vielleicht 2m Durchmesser versehen sind, – Busse haben Probleme, nicht über diese Inseln zu fahren-. Ich komme übrigens gerade aus Irland und bin dort auch wieder Rechtslenker gefahren. Da ich häufig “drüben” bin, ist es bei mir mittlerweile wie das Umlegen eines Schalters, soll heißen, wenn ich mit dem Wagen ein paar Kilometer gefahren bin, fange ich an, genauso eng zu fahren (bleibt einem bei den vielen engen Straßen auch nichts anderes übrig…) und um die Kurven zu räubern wie zu Hause – nur anders herum –.
Vielleicht noch eine Bemerkung zumLinksverkehr mit dem eigenen Auto: Man sollte nicht unterschätzen, wie leicht man einen Fahrfehler macht, weil man sich im “gewohnten” eigenen Autoumfeld befindet und leicht in alte Gewohnheiten zurückfällt, auch wenn man nach der Fähre in Frankreich glaubt, wieder “normal rechts” zu fahren — plötzlich ist man links. Dies passiert m.E. nicht so leicht, wenn auch die Fahrzeuge klar getrennt sind.
Antwort
6. andreas
Kommentar vom 27. Oktober 2008 um 10:08
Hallo,
auch ich habe in Südafrika einige Monmate das Vernügen gehabt Linksverkehr zu genießen.
Nach recht kurzer Eingewöhnung habe ich das, von “scheibenwischen statt blinken” mal abgesehen.
bei normalem Verkehr ganz gut hinbekommen.
Allerdings bin ich auch nach Wochen das eine oder andere mal abends bei freien Strassen als Geisterfahrer aufgetreten.
Ich denke, das daß aus Deutschland vertraute, also rechtsgelenkte Auto eher hinderlich ist, denn da verfällt man eher in eventuell gefährliche Routine.
Von der mangelnden Sicht beim Überholen auf Landstrassen mal ganz abgesehen.
Antwort
7. Suriany Samsudin
Kommentar vom 30. Oktober 2008 um 08:45
ich bin Studentin aus Malaysia. Für mich finde ich auch Rechtsverkehr schwierig zu fahren, aber ein Tipp für alle, driver is always at the center of the road!
From my experience, i have difficulties driving in a “Rechtsverkehr” car, because my mindset is gears and clutch are on the same side, means for “linksverkehr” car, gears and clutch are both on the left! Thank God until now i’m still alive! ;P
Antwort