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	<title>Kommentare zu: INTERVIEW: Die Bildung unserer Kinder ist unser einziger Rohstoff</title>
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		<title>Von: Christian Fachat</title>
		<link>http://blog.daimler.de/2008/11/17/interview-die-bildung-unserer-kinder-ist-unser-einziger-rohstoff/comment-page-1/#comment-5618</link>
		<dc:creator>Christian Fachat</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 15:22:43 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Videobeitrag &#252;ber die Daimler-Kindergrippen ist jetzt auch unter http://www.daimler.com/videocast/de?lang=de&amp;mediaID=027 zu finden</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Videobeitrag &#252;ber die Daimler-Kindergrippen ist jetzt auch unter <a href="http://www.daimler.com/videocast/de?lang=de&amp;mediaID=027" rel="nofollow">http://www.daimler.com/videocast/de?lang=de&amp;mediaID=027</a> zu finden</p>
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		<title>Von: Sergej Neufeld</title>
		<link>http://blog.daimler.de/2008/11/17/interview-die-bildung-unserer-kinder-ist-unser-einziger-rohstoff/comment-page-1/#comment-4600</link>
		<dc:creator>Sergej Neufeld</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 09:31:56 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Frau Wehrmann,
ich finde es doll, dass Sie und Daimler AG sich daf&#252;r einsetzen Kinderkrippen f&#252;r die Mitarbeiter einzurichten. Die Situation in Deutschland, finde ich, ist grauenhaft. Das Konzept was Sie betreiben, ist meiner Meinung nach ein Wegweiser f&#252;r die gesamte deutsche Bildungspolitik. 
Ich kann Ihnen nur mein Beispiel nennen. Ich bin 24 Jahre alt und komme aus Omsk/Russland (Ehemalige Sowjetunion) seit 12 Jahren bin ich nun in Deutschland. Ich habe mich hier sehr gut eingelebt und besuchte verschiedene Schulen in den 12 Jahren: Hauptschule, Gesamtschule, Fachoberschule und eine Berufsschule. Ich habe eine abgeschlossen Ausbildung und bin seit 2 Jahren bei der Fa. EvoBus angestellt.
Als ich hier in die Gesamtschule (7. Klasse Realschule) kam, habe ich festgestellt, dass ich einen sehr starken Vorteil gegen &#252;ber meinen Mitsch&#252;lern in den F&#228;chern Mathematik, Naturwissenschaften, Geographie und Geschichte, sowie im Arbeits- und Sozialenverhalten habe. Dagegen hatte ich einen starken Nachteil, da ich zuvor nie Englisch gelernt habe (in Russland hatte ich als Fremdsprache Deutsch seit der 5. Klasse, ich war in der 7. Klasse als ich nach Deutschland kam) 
Mit der Zeit habe ich mitbekommen wie das System (Kindergarten, Schule, Ausbildung) hier in Deutschland funktioniert und es hat mich sehr &#252;berrascht. Leider mehr negativ als positiv. Negativ ist mir aufgefallen, dass man Lesen und einfaches Rechnen erst in der Schule beigebracht bekommt. Als ich in Russland in die erste Klasse kam, konnte ich bereits lesen und plus/minus rechnen. Das war auch keine Ausnahmeerscheinung, es konnte alle lesen und plus/minus rechnen, einige sogar schreiben. Dieses Wissen hat man uns bereits im Kindergarten angeeignet. Ich bin, laut meiner Mutter mit 6 Monaten in den Kindergarten gekommen, in die Gruppe f&#252;r die Kleinsten. Man hat uns zwischen 6 Uhr und 9 Uhr Morgens in den Kindergarten gebracht und dan abends zwischen 17 und 19 Uhr abgeholt. Es war eine Ganztagsbetreuung, mit drei Malzeiten am Tag, so wie Mittagsschlaf. Vormittags hatten wir ein spielerisches Lernprogramm (lesen, rechnen, n&#228;hen, malen und viel mehr) nachmittags ging es dann in den Kindergarten eigenen Garten mit eigenen Spielpl&#228;tzen f&#252;r jede Gruppe. Zwischen 13 und 16 Uhr gab es immer Mittagsschlaf. Die drei Malzeiten wurden in der Kindergarten eigenen K&#252;che zubereitet.
Und das Ganze gab es kostenlos, sobald man ein Jahr f&#252;r den Staat gearbeitet hat (dieses Jahr konnte man auch nachholen, also wenn die Kinder bereits im Kindergarten waren)
Ich fand die Zeit im Kindergarten richtig doll, manchmal wollte man gar nicht nach Hause gehen. Unsere Gruppe (ca. 30 Kinder) wurde von zwei Betreuerinnen betreut, eine Vormittags und eine Nachmittags. Sie waren wie eine zweite Mutti f&#252;r uns.
Sehr viel Wert wurde auch auf die soziale Erziehung und Arbeitsverhalten gelegt. Man hat uns von Klein an solche Sachen, wie Respekt vor &#228;lteren Menschen, h&#246;fliche Umgangsform miteinander und sorgf&#228;ltige Erledigung der aufgelegten Arbeiten beigebracht. Das wurde auch weiterhin in der Schule verfolgt. 
Als ich hier in die Schule kam, war es ein Schock f&#252;r mich. Die Umgangsform miteinander, kein Respekt vor Lehrern. Es wurde ein ganz anderes Prinzip angewandt, die Lehrer haben einfach Bl&#228;tter verteilt, nach dem Motto: „Hier, lernt mal was, ich bin nur hier um mein Geld zu verdienen“ Die meisten Lehrer sind nicht mit dem Herzen dabei, sie verstehen nicht welche Verantwortung sie tragen, denn sie erziehen bzw. bilden die n&#228;chste Generation aus. Nat&#252;rlich will ich es nicht all zu sehr verallgemeinern, es gibt nat&#252;rlich viele Lehrer denen diese Verantwortung durchaus bewusst ist.

Ich bin 24 Jahre alt und bin dabei eine Familie zu gr&#252;nden (als mein Vater 24 Jahre alt war, war ich schon 5) jedoch habe ich meine Zweifel und mit mir sehr viele andere junge Leute die es bezweifeln in dieser Gesellschaft unter diesen Umst&#228;nden ein vern&#252;nftiges Kind gro&#223; ziehen zu k&#246;nnen.
Da ist Ihr Konzept Frau Wehrmann genau der richtige Anfang.

Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en

Sergej Neufeld</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Frau Wehrmann,<br />
ich finde es doll, dass Sie und Daimler AG sich daf&#252;r einsetzen Kinderkrippen f&#252;r die Mitarbeiter einzurichten. Die Situation in Deutschland, finde ich, ist grauenhaft. Das Konzept was Sie betreiben, ist meiner Meinung nach ein Wegweiser f&#252;r die gesamte deutsche Bildungspolitik.<br />
Ich kann Ihnen nur mein Beispiel nennen. Ich bin 24 Jahre alt und komme aus Omsk/Russland (Ehemalige Sowjetunion) seit 12 Jahren bin ich nun in Deutschland. Ich habe mich hier sehr gut eingelebt und besuchte verschiedene Schulen in den 12 Jahren: Hauptschule, Gesamtschule, Fachoberschule und eine Berufsschule. Ich habe eine abgeschlossen Ausbildung und bin seit 2 Jahren bei der Fa. EvoBus angestellt.<br />
Als ich hier in die Gesamtschule (7. Klasse Realschule) kam, habe ich festgestellt, dass ich einen sehr starken Vorteil gegen &#252;ber meinen Mitsch&#252;lern in den F&#228;chern Mathematik, Naturwissenschaften, Geographie und Geschichte, sowie im Arbeits- und Sozialenverhalten habe. Dagegen hatte ich einen starken Nachteil, da ich zuvor nie Englisch gelernt habe (in Russland hatte ich als Fremdsprache Deutsch seit der 5. Klasse, ich war in der 7. Klasse als ich nach Deutschland kam)<br />
Mit der Zeit habe ich mitbekommen wie das System (Kindergarten, Schule, Ausbildung) hier in Deutschland funktioniert und es hat mich sehr &#252;berrascht. Leider mehr negativ als positiv. Negativ ist mir aufgefallen, dass man Lesen und einfaches Rechnen erst in der Schule beigebracht bekommt. Als ich in Russland in die erste Klasse kam, konnte ich bereits lesen und plus/minus rechnen. Das war auch keine Ausnahmeerscheinung, es konnte alle lesen und plus/minus rechnen, einige sogar schreiben. Dieses Wissen hat man uns bereits im Kindergarten angeeignet. Ich bin, laut meiner Mutter mit 6 Monaten in den Kindergarten gekommen, in die Gruppe f&#252;r die Kleinsten. Man hat uns zwischen 6 Uhr und 9 Uhr Morgens in den Kindergarten gebracht und dan abends zwischen 17 und 19 Uhr abgeholt. Es war eine Ganztagsbetreuung, mit drei Malzeiten am Tag, so wie Mittagsschlaf. Vormittags hatten wir ein spielerisches Lernprogramm (lesen, rechnen, n&#228;hen, malen und viel mehr) nachmittags ging es dann in den Kindergarten eigenen Garten mit eigenen Spielpl&#228;tzen f&#252;r jede Gruppe. Zwischen 13 und 16 Uhr gab es immer Mittagsschlaf. Die drei Malzeiten wurden in der Kindergarten eigenen K&#252;che zubereitet.<br />
Und das Ganze gab es kostenlos, sobald man ein Jahr f&#252;r den Staat gearbeitet hat (dieses Jahr konnte man auch nachholen, also wenn die Kinder bereits im Kindergarten waren)<br />
Ich fand die Zeit im Kindergarten richtig doll, manchmal wollte man gar nicht nach Hause gehen. Unsere Gruppe (ca. 30 Kinder) wurde von zwei Betreuerinnen betreut, eine Vormittags und eine Nachmittags. Sie waren wie eine zweite Mutti f&#252;r uns.<br />
Sehr viel Wert wurde auch auf die soziale Erziehung und Arbeitsverhalten gelegt. Man hat uns von Klein an solche Sachen, wie Respekt vor &#228;lteren Menschen, h&#246;fliche Umgangsform miteinander und sorgf&#228;ltige Erledigung der aufgelegten Arbeiten beigebracht. Das wurde auch weiterhin in der Schule verfolgt.<br />
Als ich hier in die Schule kam, war es ein Schock f&#252;r mich. Die Umgangsform miteinander, kein Respekt vor Lehrern. Es wurde ein ganz anderes Prinzip angewandt, die Lehrer haben einfach Bl&#228;tter verteilt, nach dem Motto: „Hier, lernt mal was, ich bin nur hier um mein Geld zu verdienen“ Die meisten Lehrer sind nicht mit dem Herzen dabei, sie verstehen nicht welche Verantwortung sie tragen, denn sie erziehen bzw. bilden die n&#228;chste Generation aus. Nat&#252;rlich will ich es nicht all zu sehr verallgemeinern, es gibt nat&#252;rlich viele Lehrer denen diese Verantwortung durchaus bewusst ist.</p>
<p>Ich bin 24 Jahre alt und bin dabei eine Familie zu gr&#252;nden (als mein Vater 24 Jahre alt war, war ich schon 5) jedoch habe ich meine Zweifel und mit mir sehr viele andere junge Leute die es bezweifeln in dieser Gesellschaft unter diesen Umst&#228;nden ein vern&#252;nftiges Kind gro&#223; ziehen zu k&#246;nnen.<br />
Da ist Ihr Konzept Frau Wehrmann genau der richtige Anfang.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Sergej Neufeld</p>
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