Nachdem hier bereits über unsere letzte Klausurtagung berichtet wurde, möchte ich den Arbeitskreis Umwelt (AKU) an dieser Stelle kurz vorstellen.
Wir zeigen, dass sich Mitarbeiter und Führungskräfte im Konzern bereits seit vielen Jahren und sich Gedanken rund um das Thema Umwelt machen und dies auch in praktisches Handeln umsetzen.
Über uns
Der “Arbeitskreis Umwelt MitarbeiterInnen Daimler AG Stuttgart” wurde Ende 1994 von Beschäftigten des Werks Untertürkheim initiiert. Er wird von der Daimler AG in seinen Aktivitäten finanziell unterstützt, legt aber großen Wert auf seine inhaltliche Unabhängigkeit.
Das Selbstverständnis des Arbeitskreises rührt aus der Überzeugung seiner Mitglieder, dass ökologisches und soziales Handeln mehr als bisher zum festen Bestandteil der Unternehmenspolitik werden muss. Im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung müssen ökonomische und technologische Entscheidungen immer auch an ihren Auswirkungen auf die Umwelt und ihren sozialen Folgen gemessen werden. Nur so werden wir unserer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur gerecht.
Jahresprogramm
Hier einige Beispiele aus unserem 2008er Programm:
- Loremo: Lieber 25% brauchen als 10% Nativ beimengen
Uli Sommer, Konzeptentwicklung, Loremo AG
- Wir sind was wir essen
Jochen Moosmann, Gastronomieservice, Daimler AG
Matthias Strobl, Geschäftsführer Bioland Landesverband
- Design Wettbewerb “Ready for green car?”
Motto: Mein erstes Auto ist ein Ökoauto
Prof. Lutz Fügener, FH-Pforzheim
Alexander Mankowsky , Zukunftsforscher, Daimler AG
- Biokraftstoffe… Fluch oder Segen
Muss die Europäische/Deutsche Biokraftstoffstrategie geändert werden?
Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender VERBIO Vereinigte BioEnergie AG
Aktuell
In diesen Tagen war der frische gekürte, deutsche Umweltpreisträger Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker zum vierten Mal zu Gast beim Arbeitskreis Umwelt in Untertürkheim. Zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion sind ca. 300 MitarbeiterInnen in ihrer Freizeit erschienen, um den seinen Ausführungen zu folgen.
Dieser Artikel wurde von Udo Bangert geschrieben.
In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und
schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
Daimler – Da ist Musik drin!
Innerhalb der Firma kaum bekannt, aber dafür außerhalb des Werksgeländes sehr rührig und anerkannt ist die Daimler Bigband. Die Daimler ...
1. Erhard
Kommentar vom 28. November 2008 um 12:42
Hallo Udo,
es freut mich, daß ihr immer noch aktiv für den Umweltschutz unterwegs seid denn steter Tropfen höhlt den Stein. Leider ist es uns ja (noch) nicht gelungen alle Daimler Dächer wie hier
http://buerstadt.ralos.de/
für Photovoltaik zu nutzen. Die Zeit dafür wäre aber reif! Ich steh bereit ein Anruf genügt ;-)
Antwort
2. Udo Bangert
Kommentar vom 12. Februar 2009 um 15:15
Hallo Erhard, hoffe du genießt die Rente und hast noch mehr Zeit für Solardächer. Du dürftest zur Zeit leider nicht mehr die größte Anlage haben. Wir wollten ja mal vor Jahren schon im Werk Sindelfingen das weltweit größte Projekt realisieren, was ja leider nicht realisiert werden konnte. Es gab da viel Vorarbeit. Diese war zumindest nicht ganz umsonst, da in Gaggenau ja auch ein Solardach hinzugekommen ist und im Werksteil Mettingen meines Wissens auch 2 Solaranlagen installiert wurden/werden. Das Werk Untertürkheim hat u. a. den zweiten Preis für Energieeinsparmanagement der Dena erhalten. Den Kollegen noch Hinweise zu geben wird immer schwerer (haben es aber aktuell sogar mit einer Patentanmeldung wieder geschafft).
Die Mischung unseres Arbeitskreises von der Forschung/Entwicklung über die Verfahrenstechnik bis zum Versuchs- und Bandarbeiter macht da richtig Spaß.
P.S. Hatte dir schon mal hier geantwortet, finde ich aber gerade nicht. Meine Mailadresse siehst du ja. Spannend finde ich übrigens http://www.dyesol.com die eine Solarfarbe (Grätzelzelle) entwickelt haben. Diese realiseren gerade mit einer Stahltochter von Mittal (größter Stahlhersteller der Welt) eine Fabrig wo diese die Solarfarbe auf dünnes Blech bringen und dann wohl noch eine Glasscheibe mitverarbeiten einen Stecker dran und fertig. Wäre dann wohl der Durchbruch der Solartechnik. Oekom Research (welche wir vor Jahren auch mal zu Gast beim AKU hatten) hatten dies als umweltfreundlicheste Verfahren ausgezeichnet. In Oekom arbeiten sehr viele erfahrenen Professoren mit. Bin deshalb sehr gespannt ob diese recht behalten.
Antwort
3. re-nature
Kommentar vom 26. Februar 2009 um 12:17
Ich denke, dass das Umweltbewusstsein langsam besser wird. Außerdem wird die Marktlücke Umweltschutz immer grösser, da ja auch der Bedarf steigt. So nimmt die Entwicklung auch langsam einen positiven Verlauf.Desweiteren sollte man auch die Wirtschaftskriese als Chance sehen, denn wenn alte Strukturen vernichtet werden, werden neue Strukturen wachsen. Wie die Natur so will wenn etwas Neues entsteht kann um weiten besser und moderner sein. Lass die Politik nur machen, die wollen alle nur Ihr Geldwelt retten und nicht unsere Umwelt. In der Politik geht’s nur um Macht und nicht um Idealismus.
Hier ist auch ein Tipp für euch zum Posten NEUER Rekord bei Kohlendioxidausstoß Umweltschutz im Bog
Mit nachhaltigem Gruß
Heinz
Antwort
4. Udo Bangert
Kommentar vom 26. Februar 2009 um 12:46
Hallo Re-Nautre Heinz,
ich halte nichts von pauschalen Schelten. Weder von Politikern noch Führungskräfte, Mitarbeiter, Betriebsräte, Menschen…. so gibt es auch nicht die Deutschen, Amerikaner… es gibt diesen und jenen Menschen. Ich bin aber sehr wohl der Meinung, dass man sehr genau hinschauen muss, wie ethsich glaubwürdig jemand ist. Bgl. CO2-Rekord ist es höchste Eisenbahn, da sonst bald mehr als 50% unserer BIP für Umweltschäden notwendig sind. Hier haben und werden wir weiter Anstrengungen unternehmen. Wobei der Trend ja zur Zeit mal weniger auf Leistung sonder mehr auf geringeren Verbrauch geht. Mein Vorbild Alternativnobelpreisträger Dr. Hermann Scheer hält übrigens deshalb nichts vom CO2 Handel. Er hat genau die jetzige Situation vorhergesagt. Der CO2 Handel orientiert sich an den langsamsten und da gibt es dann auch noch Streit ob diese schneller werden müssen… Der CO2 Handel ist im Grunde genommen eine “weltweite” Investitionslenkung. Dies hat in Ostereuropa… schon nicht funktioniert. Weltweit wird es auch nicht funktionieren. Wenn man den CO2 Ausstoß ernst niemand, dürften wir keine neuen zusätzlichen Gasleitungen/Kohlekraftwerke bauen, sondern müssen noch zielstrebiger auf neue regenartive Energien setzen. Aktuell schafft man es aber sogar Biokraftstoffproduzenten reihenweise in den Bankrott zu treiben. Das Gegenteil von Zukunft. Die Weltenergieagentur warnt in ihrem Novemberbericht nach intensiver Studie der großen Ölfelder, dass das Öl schneller zur Neige geht, als sie bisher dachten. Dies will aktuell aber niemand hören. Durch die Krise aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.
Antwort
5. Thermomat
Kommentar vom 25. April 2010 um 20:31
Umweltbewußt handeln sollte eigentlich jeder, egal ob Firmen oder private Personen. Schließlich sollte unsere Erde noch eine Weile existieren und das so lebenswert wie möglich. Man sollte erneuerbare Energien einsetzen wo es geht, beim heizen, bei der Beleuchtung etc.. Nur so wird dieser Planet noch eine schöne lange Zeit vor sich haben.
Antwort
6. Marcus Noack
Kommentar vom 22. Mai 2012 um 13:59
Liebe Daimler-Mitarbeiter,
herzlichen Glückwunsch zu Ihrem gelungenen Blog und dem Versuch einen konstruktiven Austausch unter den Mitarbeitern zum Thema Umwelt voranzutreiben. Ich möchte Ihnen ein Interview des Leiters Konzern Umweltschutz der Daimler AG, Dr. Udo Hartmann empfehlen. http://www.umwelthauptstadt.de/unternehmenspolitik/umweltschutz-und-nachhaltigkeit-bei-der-daimler-ag
Antwort