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12.2008

Wenn Unternehmen zwitschern…

… hören die Kunden noch lange nicht zu! – So könnte man in wenigen Worten die Diskussion rund um das Thema „Twitter-Microbblogging in Unternehmen“ auf dem Frankfurter Social Web Breakfast in der letzten Woche zusammenfassen. Im Operncafé diskutierten Vertreter verschiedener Agenturen und Unternehmen Sinn, Strategien und Fallbeispiele. Mein Kollege Dirk Barchmann und ich konnten dabei einige Daimler-Erfahrungen und -Überlegungen einbringen.

(Kostenlose) Microblogging-Dienste im Internet wie Twitter bieten die Möglichkeit über eine „Kurznachricht an alle“ mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. Die Einstiegshürde ist niedrig, technisches Vorwissen nicht erforderlich, und so hat man sich schnell einen Kanal zur spontanen Kommunikation erschlossen.

Durch das Abonnieren der Nachrichtenströme (Twitter-Streams) anderer Nutzer bastelt man sich einfach einen eigenen Informationskanal zusammen, der für den Einzelnen in der Regel schneller und relevanter ist als es die Massenmedien sein können. Im Gegenzug wird man für andere Nutzer interessant, indem man ihnen in jeweils 140 Zeichen einen Informationsvorsprung, persönliche gefärbte Meinung oder einfach eine Kontaktmöglichkeit verschafft. Das Twitter-Zauberwort lautet hier „Follow“, wie der elektrische Reporter von ZDF/Handelsblatt erläutert:

Während die Notwendigkeit eines wachsenden Engagements im Web 2.0 von Unternehmen inzwischen zu den Stammtischfloskeln zählt und die Listen von Social-Media-Beispielen verschiedener Branchen und Regionen nun scrollbar werden, ist die Unsicherheit im Bezug auf das Microblogging (i.e. Corporate Twitter) noch spürbar. Während die Zahl der Twitter-Nutzer inzwischen die Marke von sechs Millionen hinter sich gelassen hat und der Dienst damit auf dem Weg zum Standardmedium ist, experimentieren Firmen noch mit verschiedenen Nutzungskonzepten.
Auch bei Daimler denken wir über die Nutzung von Microblogging nach (wie im Internet bereits gemutmaßt).

Grundsätzlich sind dabei interne und externe Nutzungsansätze möglich:
Eine interne Anwendung wäre zum Beispiel zur schnellen und informellen Koordination von überregionalen Gruppen denkbar. Weltweit verteilte Marketing-Manager können sich somit gegenseitig zu neuen Studien, Fallbeispielen und eigenen Projekten auf dem Laufenden halten. Doktoranden (wie meine Wenigkeit), die sich über den Globus verteilt mit ähnlichen Themen beschäftigen, würden sich gegenseitig auf dem Laufenden halten und damit den eigenen Wirkungskreis erweitern können.
Der Vorteil ist dabei einerseits im Zeitgewinn zu sehen, da der hohe Koordinationsaufwand eindimensionaler Kommunikationsmethoden wie E-Mail entfällt. Gleichzeitig wird ein spontanerer und dynamischerer – eben diskussionsähnlicher – Austausch ermöglicht.
Bei Daimler haben wir bereits einen versuchsweisen Einsatz von Yammer, eine geschlossene Microblogging-Anwendung für Unternehmen, gestartet. Dieser Test hat jedoch gezeigt, dass es in erster Linie wichtig ist, diese Werkzeuge konkret auf Gruppen und Themen zuzuschneiden, da eine zu breit angelegte Teilnehmerschaft fokussierte Diskussionen abwürgen bzw. verhindern kann.

Externe Anwendungen sind vor allem dort viel versprechend, wo Vertrauen eine große Rolle spielt und durch persönliche Beziehungen erzeugt werden kann. Zwar ist „Daimler“ bei Twitter als Name vorsorglich reserviert, aber effektivere weil persönlichere Beziehungen lassen sich leichter durch kleinere Beziehungsgruppen (z.B. Daimler-Blog-Team) oder gar einzelne Personen aufbauen. So sind bereits mindestens zehn Personen aus meinem Daimler-Umfeld bei Twitter aktiv – private Kanäle die aber durchaus für das Unternehmen genutzt werden könnten.
Einzelne Unternehmen wie SanDisk nutzen Twitter in diesem Zusammenhang um Journalisten persönlicher zu betreuen und kurzfristige Infos zu Veranstaltungen oder auch Produktdemos zur Verfügung zu stellen. Die Deutsche Bahn twittert zum Beispiel intensiv, um Nutzer über aktuelle Störungen im Streckennetz auf dem Laufenden zu halten. Die GLS-Bank hält derzeit Kunden und Mitarbeiter über die Fusion mit der integraBank auf dem Laufenden. Andere Unternehmen begleiten einzelne PR-Kampagnen mit individuellen Tweets. Darüber hinaus ist eine Reihe weiterer Anwendungen wie zum Beispiel die persönlichere Ansprache und Betreuung von Bewerbern denkbar.

Diesbezüglich würde uns auch Ihre Meinung interessieren: In welchen Bereichen wäre eine Twitteranwendung für ein Großunternehmen wie Daimler vorstellbar? Gäbe es auch für den „Daimler“-Tweet eine mögliche Nutzung? Gibt es gar jemanden bei Daimler, mit dem Sie gern mal „zwitschern“ würden?

Die Universität Amsterdam führt derzeit eine Befragung von Lesern des Daimler-Blogs durch. Über Ihre Teilnahme würde sich der durchführende Lehrstuhl sehr freuen: http://www2.fmg.uva.nl/comlab/surveys/Daimler_Blog.html

Wenn Unternehmen zwitschern…, 4.6 out of 5 based on 5 ratings

    Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
     

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      1. 1. Basic Thinking Blog | Daimler sucht Follower

        Pingback vom 10. Dezember 2008 um 11:10

        [...] ja, sie suchen überhaupt nach der Klärung der Frage, ob man twittern soll und wenn ja, ob zB Externe ein [...]

      2. 2. Bernhard Jodeleit

        Kommentar vom 10. Dezember 2008 um 11:53

        Aus meiner Sicht lassen sich die für Unternehmen relevanten Microblogging-Szenarien in drei Gruppen aufteilen und sind entsprechend differenziert zu beurteilen.

        - Erstens: die persönlichen Microblogging-Aktivitäten der Individualpersonen im Unternehmen. Wichtig ist hier in der Tat Authentizität. Nur so kann Glaubwürdigkeit entstehen. Wer unter eigenem Namen twittert, der kann und sollte zwar indirekt dem Unternehmensinteresse dienen und entsprechende Spielregeln beachten, sich dabei jedoch nicht verbiegen (lassen). Die Twitter-Accounts der Nutzer aus unserer Agentur (z.B. http://www.twitter.com/jodeleit) stehen zwar für jeden transparent in Verbindung mit unserer beruflichen Tätigkeit, werden aber von den entsprechenden Einzelpersonen verantwortet. Was getwittert wird, das soll und darf nicht ausschließlich strategisch sein, Spontaneität gehört auch dazu und schafft Vertrauen.

        Zweitens: Microblogging unter Unternehmensflagge. Hier zeigen einige Firmen wie beispielsweise US-Airlines oder das nähebasierte Social Network brightkite (www.twitter.com/brightkite) u.v.a., dass Kundenservice via Twitter durchaus machbar ist. Ein schönes Beispiel ist auch Comcast mit dem Account @comcastcares – ein Interview hier: http://bit.ly/8L3o – Zudem ist ein offizieller Twitteraccount zur Unternehmensmarke natürlich ein schöner Katalysator für andere Social-Media-Aktivitäten. Ergänzend ist aus meiner Sicht die Aggregation verschiedener Social-Media-Ströme via RSS sinnvoll. Services wie Friendfeed oder selbst gehostete Alternativen stellen die passende Ergänzung dar.

        Drittens: Microblogging für die interne Kommunikation. Lösungen wie Yammer sind aus Sicht der Datensicherheit problematisch. Installiert ein Unternehmen Microblogging dagegen auf eigenen Servern, die sicher vom öffentlichen Netz abgeschottet sind, kann internes Microblogging wunderbar zum Wissensaustausch und zur Zusammenarbeit beitragen. Gruppen, da stimme ich zu, sind hier sicherlich sinnvoll, während ich selbige beim öffentlichen Twittern eher für verzichtbar halte.

        Antwort

      3. 3. Crazylifeblog

        Kommentar vom 10. Dezember 2008 um 12:05

        Finde ich sehr interessant, das Sie so tiefe Einblicke in den Konzern gewähren.

        Antwort

      4. 4. The Strategy Web

        Kommentar vom 10. Dezember 2008 um 12:48

        Gerade in Zeiten der Finanzkrise gibt es viele Möglichkeiten, den Daimler Tweet einzusetzen. Die Frage ist doch, ob ein Unternehmen wie Daimler es will und einen Nutzwert dahinter sieht. Beispiele wie die GLS oder Deutsche Bahn lassen einen klaren Sinn und eine Struktur hinter den Twitteraktivitäten erkennen. Gegenfrage: digitaler Präventivschlag oder klasschische Briefmethode – ist ein technischer Fehler an einem Modell aufgefallen, könnte man per Twitter auf digitaler Ebene schneller twittern und die Fahrer informieren. Oder ist das zu web 2.0-ig, selbst für Daimler?

        Antwort

      5. 5. bleeper

        Kommentar vom 10. Dezember 2008 um 13:26

        wir würden uns freuen, wenn Daimler (und andere Unternehmen) auch beim führenden deutschen Microblogging-Dienst bleeper.de mitmachen :-)

        Antwort

      6. 6. Nils König

        Kommentar vom 11. Dezember 2008 um 10:20

        @Bernhard Jodeleit
        Das sind drei gute Ansatzpunkte. Individual-Blogging betreiben ja im Daimler-Umfeld bereits einige (z.B. uknaus, fachatc signal77). Das “sich-nicht-verbiegen-lassen” ist hier glaube ich der wichtigste Punkt. Daher lohnt es keinesfalls, Leute dazu zwingen zu wollen. Vielversprechender ist es, die aktiven Microblogger als indirekten Kanal zu nutzen. Hier lohnt sich vielleicht eine interne Ansprache. Zum zweiten Punkt ist es wichtig die Firma auch direkt sichtbar zu machen (was bei Individualbloggern nur sehr indirekt möglich ist). So wird ein twitterndes Unternehmen transparenter und damit für Bewerber wesentlich akktraktiver. Dafür ist aber ein direkt assoziierbarer Kanal notwendig.

        Antwort

      7. 7. Nils König

        Kommentar vom 11. Dezember 2008 um 10:36

        @TheStrategyWeb
        Da muss man natürlich noch etwas differenzieren. Das beschriebene Szenario wäre u.U. für die Kollegen von Mercedes interessant (vielleicht dann im Zusammenhang mit Internet im Auto?). Bei unserem Daimler-Engagement geht es ja weniger um Produktkommunikation, sondern mehr um Arbeitgeber-, CSR-, und Finanzthemen. Konkrete Themen, die man da twittern könnte wären Stellenausschreibungen. Statt ständig Personalseiten zu durchforsten, abonniere ich mir einfach Daimlers Twitter-Feed für Wirtschaftswissenschaftler (ein Feed für alle wäre vermutlich zu umfangreich). Statt mich bei einem Newsletter später mühsam abmelden zu müssen, kann ich den Feed dann einfach ent-followen. Genauso können Bewerbungstipps und -fristen gezwitschert werden. Im CSR-Bereich könnte man das Werkzeug nutzen um konkret auf aktuelle Themen (Ausstellung hier, Veranstaltung dort) hinzuweisen oder gar Vergünstigungen anzubieten. Twitter für die Finanzkommunikation ist noch verlockender, da Twitter näher an der Real-Time-Information ist und damit extrem interessant für Investoren, Analysten und Journalisten sein dürfte – aber das Thema ist natürlich auch rechtlich nicht ganz einfach (und dafür ist Twitter vielleicht momentan auch noch nicht zuverlässig genug).
        Mehr Vorschläge?

        Antwort

      8. 8. Jens Dörr

        Kommentar vom 12. Dezember 2008 um 16:54

        Danke, Nils,

        für die klasse Zusammenfassung zum Microblogging. Wenn Du mal wieder in FFM bist – zum Social Web Breakfast oder einer anderen Veranstaltung – gib mir mal vorher Bescheid.
        Das wäre dann ja schon eine Garantie für eine fruchtbare Diskussion ;-)

        Grüße aus Südhessen,

        (jd)

        Antwort

      9. 9. Wolfgang

        Kommentar vom 15. Dezember 2008 um 22:50

        Es gibt natürlich einige Beispiele im anglosächsischen Raum wo es funktioniert und Unternehmen Twitter bereits als ergänzender Kommunikations- oder Kundenservicekanal nutzen. Einige Beispiele wurden ja bereits oben von Herrn Jodeleit genannt. Die erste Frage, die man sich als Unternehmen stellen sollte ist, ob es was zu twittern gibt und was das sein könnte. Stellenausschreibungen ok. Aber dies alleine würde nicht reichen. Gut vorstellen könnte ich mir Nachrichten und Informationen rund um den Wandel im Automobilsektor, wobei der Inhalt hier ganz allgemein gehalten werden kann und nicht unbedingt Daimler im Fokus stehen muss. Eine Art Informationskanal für die ganze Automobilindustrie welcher unter dem Namen Daimler auftritt. Da gäbe es sicher einiges zu twittern. Auch durch den Einsatz von Links nach “extern” gäbe es sicher interesantes zu berichten. Tweets können bei Bedarf auch mit Bildmaterial (z.B. Twitpic) ergänzt und angereichert werden. Vermutlich etwas schwierig, aber auch denkbar wären Tweets vom CEO persönlich (z.B. Quartalszahlen). Auch eine englische Version über einen separaten Account wäre denkbar.

        Zu beachten gilt allerdings dass es gerade die Schnelligkeit ist, welche Twitter auszeichnet und den Mehrwert bietet. Heißt aber auch im Umkehrschluss dass etwaige Rückfragen von Followern auch relativ schnell beantwortet werden müssen. Vor allem bei kritischen Themen muss unmittelbar reagiert werden können. Falls dies nicht sichergestellt werden kann sehe ich hier eine gewisse Gefahr für Unternehmen an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Des Weiteren heißt es auch, dass Ressourcen geschafft werden müssen um einen Twitter Account bewerkstelligen zu könnnen. Wenn allerdings die Inhalte passen und ein schneller Dialog sichergestellt ist, sehe ich Twitter prinzipiell auch für Unternehmen als eine Chance die es zu nutzen gilt.

        Antwort

      10. Nils König

        10. Nils König

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 08:47

        @Wolfgang
        An Twitter muss man ein wenig vorsichtiger herangehen als an ein generelles Blog. Wichtig ist vor allem Informationen zu kanalisieren und verschiedene Optionen anzubieten. Ein Twitter zu allem rund um Daimler ist nur für einen Bruchteil der Leute interessant (und diese würden besser durch das Blog bedient). Eher gilt es sich mit einzelnen Accounts zu fokussieren. Es gibt nur eine sehr begrenzte Zielgruppe die Stellenausschreibungen, Finanzdaten und Technikinfos gleichzeitig braucht. Twitter-Nutzer sind eher geneigt, jemanden zu ent-followen wenn dessen News “nerven”, weil sie für ihn nicht relevant und dafür zu häufig sind, als jemanden der nur sporadisch twittert, aber dann zu einem relevanten Thema. Diebeszüglich sollte sich dann jeder Nutzer seine eigenen Daimler-Infos zusammenstellen können.

        Die Idee mit dem News-Channel ist nicht schlecht und wir haben ja nun auch Leute, die an den Newstickern sitzen, um den Konzern selbst auf dem Laufenden zu halten. Da ist dann eher die Frage, ob Daimler die Funktion eines Brancheninformationsdienstes übernehmen möchte bzw. wie dieses angenommen werden würde. Ich persönlich bezweifle ein wenig dass so ein Service überhaupt objektiv möglich ist. Zumal Leser sehr schnell bereit sind, Unternehmen Manipulationen bzw. Beschönigungen zu unterstellen wenn es um Kommunikation geht.

        Antwort

      11. 11. KingNils » Blog Archive »Corporate Twitter

        Pingback vom 16. Dezember 2008 um 09:20

        [...] dem Daimler-Blog habe ich ja bereits über Twitter-Unternehmensambitionen geschrieben. Urs hat jetzt eine Diskussion für eine allgemeingültige Definition von [...]

      12. 12. Arian-Elias Tawafi

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 09:40

        Guten Morgen Nils,

        als verlagsseitiger Crossmedia-Konterpart für die KfZ-Hersteller und Importeure beobachte ich die Aktivitäten im 2.0 sehr genau. Viele versuchen Einiges. Ob BMW ( http://twitter.com/BMWConceptX1 ) oder Alfa ( http://twitter.com/alfamito ), viele haben die Wichtigkeit von Transparenz verstanden, können sie aber im Konzernalltag nicht durchsetzen. Beachte das die letzte News bei Alfa vom 1.Dez ist.
        Die Strukturen auf Konzernseite behindern mometan sicherlich einen regelmäßigen Fluß an Informationen, auf der anderen Seite bieten sie aber auch eine Chance. Wenn es in jedem Unternehmen einen “2.0-Beauftragten” gibt und eben dieser alle internen Stellen – in Absprache mit der PR – vernetzt, so könnte ein kontinuierlicher Informationsaustausch stattfinden. (Das beste Beispiel ist doch dieser Moment!)

        Rückruf, Sonderaktionen, regionale Events, exklusive Previews, Stauwarnungen, Gebrauchtwagen-Specials, Messeaktionen – hier draussen sitzen die Käufer vor den Rechnern.
        Die verlangen nicht nur Premiumprodukte, sondern auch eine Premium-Kommunikation.
        Man muss den Unternehmen auch ein wenig die Angst vor dem user nehmen.

        Bin gespannt was da noch alles kommt und gratuliere zum Daimler-Blog.

        Lieben Gruß aus Hamburg

        Arian-Elias Tawafi

        Antwort

      13. 13. Wolfgang

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 09:45

        @Nils: absolut richtig. Die Informationen zu kanalisieren ist ein wichtiger Punkt, um verschiedene Interessenten gezielt bedienen zu können – was aber auch bei einem Blog wichtig ist. Eine Informationskanalisierung ist über verschiedene Twitter Accounts relativ einfach möglich. Dell macht das beispielsweise ziemlich gut und kann auch schon monetäre Erfolge verzeichnen. Bei Dell kann der Interessent zwischen verschiedenen Twitter Streams wählen, sei es zu aktuellen Verkaufsangeboten oder auch reine Technologieinformationen.
        Bezüglich Deiner Bedenken in Bezug auf Manipulation- und Beschönigungen von Informationen ist es ähnlich wie bei Corporate Blogs. Auch wenn unter Unternehmensflagge gebloggt wird erwartet der Leser auch dort objektive Informationen. Ist dies nicht der Fall geht schnell das Interesse verloren und die Glaubwürdigkeit ist dahin. Spannendes Thema jedenfalls.

        Antwort

      14. 14. Nils König

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 09:55

        @Wolfgang
        Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Einen Kommentar zu Dells Aktivität hatte ich schon in den Fingern (Pendant zu “auf der Zunge”?). Dell bloggt sehr spannend. Die Jungs haben mehr als zwei Dutzend Twitter-Accounts und bedienen alle Kanäle – von Investoren http://twitter.com/dellshares bis zum Endkunden mit den neuesten Rabattaktionen http://twitter.com/DellHomeOffers. Sehr guter Ansatz, wie ich finde, und sicher ein gutes Vorbild.
        Du hast recht, im Endeffekt entscheidet der Leser selbst. Wobei ich schon glaube dass der Leser von Corporate Blogs nicht unbedingt Objektivität erwartet sondern Mehrwehrt, spannende für ihn interessante Infos (aber in jedem Falle authentisch, ehrlich, transparent). Für den Info-Ticker wäre der Spagat vermutlich schwieriger zu bewerkstelligen.

        Antwort

      15. Aleks Beer

        15. Alexander Beer

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 09:55

        Twitter kann in der Unternehmenskommunikation auch als Einbahnstraße genutzt werden. Ich selbst folge zB Apple http://twitter.com/appleinc – dieser Account ist nur aktiv während den Produktneuvorstellungen, den sogenannten Keynotes. Während dieser Keynotes sind alle darüber berichtenden Ticker überlastet. Apple twittert “live” über die Geschehnisse und die Produktneuvorstellungen.
        Meine Vorstellung über den Daimler-Twitter-Account vergleiche ich mit Apple. Twittern nur während Produktneuvorstellungen und/oder Aktionärsversammlungen als erster und schnellster “Kommunikationskanal”.

        Viele Grüße an das Daimler-Blog und Euch allen eine geruhsame Weihnachtszeit !!!

        Antwort

      16. 16. Nils König

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 10:10

        @Arian-Elias
        Das BMW-Tweet haben wir natürlich auch auf dem Radar, wobei die natürlich auch schon seit Oktober Funkstille haben und magere sechs Beiträge wahrlich noch nicht auf eine durchdachte Twitter-Strategie schließen lassen. Über eine Position die du “2.0-Beauftragter” nennst wird in der Tat nachgedacht. Ich bin gespannt (und vorsichtig optimistisch) wie das Unternehmen da weiter agiert. In der Regel ist es genau die von dir beschriebene “Angst vor dem User” die den Umgang mit Social Media der meisten Unternehmen prägt. Die Frage ist nur: Wie lange kann man sich diese Angst noch leisten?

        Antwort

      17. 17. Nils König

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 10:16

        @Aleks
        Das ist in der Tat ein guter Ansatz, vor allem um das Eis zu brechen. Intern ist die Einbahnstraße zum Auftakt der Twitteraktivitäten vermutlich die einfachste und am leichtesten umsetzbare Variante. Vielleicht könnte man da mal einen Testballon starten…

        Antwort

      18. 18. Arian-Elias Tawafi

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 13:13

        @Nils:
        Ich kann die Angst ja sogar verstehen. Aber schau dir mal motor-talk.de an, da sind über 1Mio Autofahrer mit Wünschen, Sorgen und einem Glauben an eine (oder mehrere Automarken) die müssen betreut werden. Und wenn ich sehe das dort W211, GLK etc. Foren sind, dann kann mir keiner sagen das dort nur Menschen mit Interesse an Gebrauchtfahrzeugen sind. Warum wird einer Daimler-Community nicht auch ein exklusiver Blick hinter die Daimler-Kulisse geboten? In Perfektion hat das BMW mit der M-Community geschafft. Jeder User trägt sich mit seiner Fahrgestellnummer ein und hat dort seine exklusive M-Welt! Klar das ein E220-Fahrer das nicht möchte, aber ein wenig mehr Nähe im Netz würde momentan allen Herstellern und Importeuren gut tuen.

        Freut mich aber das wir beiden da einer Meinung sind und bin gespannt wann der erste 2.0-Beauftragte auf Konzernseite ernannt wird!

        Antwort

      19. 19. Nils König

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 14:05

        @Arian-Elis
        Denke auch dass da mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen reingesteckt werden sollten.
        Spannend ist diesbezüglich auch die Seite http://getsatisfaction.com
        Amerikanische Hersteller wickeln darüber schon einen beachtlichen Teil von Kundenanfragen ab.

        Antwort

      20. 20. Thomas Schulze

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 14:16

        Gute Idee, sprechen Sie doch mal mit Thomas UHL von der Topalis wie diese Twitter, Jabber und Co. einsetzen.

        Wir bei http://www.spirofrog.de nutzen es auch um über unsere Kunden zu berichten !

        TS

        Antwort

      21. 21. Markus Hübner

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 15:33

        Je mehr Firmen Twitter als Infokanal im Sinne von Backstage-Content / Tag der offenen Tür nützen, desto attraktiver und relevanter. “Content is king” zählt gerade in einem auf Echtzeit orientierten Kommunikationskanal.

        Antwort

      22. 22. Tobias Huber

        Kommentar vom 16. Dezember 2008 um 23:36

        Hi.
        Ich denke, dass Twitter für Unternehmen insbesondere drei Chancen bietet: Eine liegt im (passiven) Monitoring der Echtzeitunterhaltungen über die eigenen Dienste bzw. die eigene Marke (Stimmungsbarometerfunktion). Die andere im (aktiven) Dialog mit bestehenden und potentiellen Kunden (Service-/Akquisefunktion).
        Der Dialog setzt natürlich das Monitoring voraus – das Monitoring kann allerdings auch erst mal für sich Sinn machen.
        Wichtig ist in beiden Fällen, dass die “Web 2.0-Bauftragten” als Schnittstellen fungieren, die beides erledigen und die Informationen ggfs. selektiert und gebündelt an z.B. Produktmanagement und Service weiterleiten.
        Drittens – und das wurde ja auch schon bereits erwähnt – eignet sich gerade Twitter hervorragend, um einem Unternehmen Gesichter zu geben. Das können reguläre Mitarbeiter, das kann natürlich aber auch ein(e) CEO sein, der/die das Tool nutzen.

        Twitter bei Spreadshirt:
        * unsere CEO: http://www.twitter.com/jeggers
        * deutscher Unternehmensaccount: http://www.twitter.com/yourownlabel
        * live Twitter-Coverage im Unternehmens-Blog: http://blog.spreadshirt.net/de/

        Antwort

      23. 23. bwl zwei null · Geschäfte machen in Zeiten der Krise

        Pingback vom 17. Dezember 2008 um 08:01

        [...] Was bringen Blogs und Wikis in der Wirtschaftskrise? Den Unternehmen der Industrie bricht gerade der Umsatz in einem nie dagewesenen Maße weg, würde es da helfen zu twittern? [...]

      24. 24. settantanove | Blog zur digitalen Kommunikation» Blogarchiv » Corporate Twitter(ing) als niedrigschwelliges Gesprächsangebot

        Pingback vom 17. Dezember 2008 um 10:40

        [...] kann. Ein diesbezüglich kritischer Blogpost meines Twitterfreundes Wolfgang Lünenbürger und die Debatte im Daimlerblog lässt mich aber nun seit längerer Zeit mal wieder zur Tastatur greifen, weil mein Reply [...]

      25. 25. griesgram999

        Kommentar vom 17. Dezember 2008 um 20:57

        So spannend ich die Idee finde, einen @daimler Twitter Account zu haben, finde ich es doch noch viel interessanter, dass zuerst öffentlich diskutiert wird, wie dieser Account genutzt werden soll.
        Bravo und Respekt.!
        Ich folge schon mal, um zu sehen, was es wird.

        Antwort

      26. 26. Ralf Lippold

        Kommentar vom 18. Dezember 2008 um 19:32

        Hallo Herr König,

        eine sehr geniale Idee, die sich langsam durchzusetzen scheint.

        Ford’s Head of Social Media, Scott Monty (http://www.twitter.com/scottmonty) ist bereits seit einiger Zeit auf Twitter unterwegs und mit durchschlagendem Erfolg (möchte ich meinen).

        Ich freue mich, wenn DAIMLER auch so etwas plant und in Kürze umsetzt.

        Kundenausrichtung geschieht auch über Web 2.0 und da kommen wir nun im täglichen Leben an. Der Knowledge Worker 2.0 ist noch nicht so verbreitet, das kann sich jedoch durch den Nachfragedruck durch die Kunden recht schnell einstellen.

        Schöne Grüße

        Ralf Lippold

        Antwort

      27. 27. Marc

        Kommentar vom 21. Dezember 2008 um 18:51

        Ich bin mir sicher dass man diese Kommunikationsmittel sehr nieder dosieren sollte – das Beispiel Blackberry zeigt das die Arbeitsproduktivität sehr darunter leiden kann.

        Den folgenden Artikel finde ich recht aufschlußreich – vieles davon lässt sich auch auf Twitter übertragen:
        http://www.manager-magazin.de/harvard/0,2828,581392,00.html

        Antwort

      28. 28. News Update - Best of the Day : The Strategy Web

        Pingback vom 27. Dezember 2008 um 14:34

        [...] – Nils König schreibt eine gute Zusammenfassung der Twitteraktivitäten deutscher und internationaler Unternehmen im Daimler-Blog. Während klassische Medienhäuser den philosophischen Ansatz nach dem Sinn von Twitter wählen, suchen Großunternehmen proaktiv in der Industrie nach Vergleichbarem und binden -ganz web 2.0 orientiert- die Leserschaft mit ein. Denn die Leser werden am Ende direkt angesprochen, Daimler Gründe für einen ‘Daimler Tweet’ zu nennen. Man darf auf das Feedback gespannt sein. Der Ansatz ist clever! [...]

      29. 29. Stefan Schnake / BLOG » Blog Archive » Twitter

        Pingback vom 28. Dezember 2008 um 22:26

        [...] habe grade nen schönen Artikel über Twittern von Unternehmen gelesen. Darin ein schönes Video vom [...]

      30. 30. Wer folgt mir warum auf Twitter | Signal77 Blog

        Pingback vom 29. Dezember 2008 um 16:43

        [...] auch was vom Daimler-Blog lesen. Dort taucht mein Twitter-Nick zweimal auf. Zum ersten Mal in einem Kommentar von Nils König zu seinem Beitrag Wenn Unternehmen [...]

      31. 31. Mario

        Kommentar vom 10. Januar 2009 um 18:40

        Durch den Bekanntheitsgrad von Twidder ist die Kommunikationsdichte enorm. Da es sich um relativ lockeres MIcroblogging handelt, gehe ich persönlich nicht davon aus, dass auf der Plattform nützliche Geschäftskontakte geknüpft werden können – das scheint mehr oberflächlicher Natur zu sein. Sicherlich wird dort Mitarbeitern von Großkonzernen mehr Aufmerksamkeit geschenkt als von kleineren Unternehmen.

        Antwort

      32. 32. Corporate microblogging or Twitter-squatting?

        Pingback vom 17. Januar 2009 um 00:16

        [...] also corporate microblogging on Twitter, Corporate Twitter, Wenn Unternehmen zwitschern – Daimler and Twitter,  adding corporate blogs from FT Global 500 or Fortune 500 firms and adding corporate microblogs [...]

      33. 33. trendfans

        Kommentar vom 26. Januar 2009 um 16:18

        Ich finde es sehr gut, wenn Unternehmen Twitter als Medium nutzen. Das gewährt interessante Einblicke, fördert die Bindung an Unternehmen und sorgt zudem für eine offene Kommunikation.

        Antwort

      34. 34. Corporate Blogging vs Tweets: http://blog.daimler.de/2008/12/10/wenn-unternehmen-zwitschern/ — getaccess.to::webification

        Pingback vom 28. Januar 2009 um 11:39

        [...] Corporate Blogging vs Tweets: http://blog.daimler.de/2008/12/10/wenn-unternehmen-zwitschern/ [...]

      35. 35. Onlinebroker

        Kommentar vom 30. Januar 2009 um 00:57

        Gerade so ein großes Unternehmen muss mit der Zeit gehen und sich aktuellen Trends anpassen, das wird heute einfach erwartet.

        Antwort

      36. 36. Telefonanlagen Keller

        Kommentar vom 07. Februar 2009 um 12:10

        Immer mehr Unternehmen twittern und das ist gut um auf dem neuesten Stand zu bleiben, wir sind z.B. follower http://www.spiegel.de oder http:/www.kaeuferportal.de twittern.

        Antwort

      37. 37. Martin Herod

        Kommentar vom 16. März 2009 um 21:12

        Ich bin von dem dem Medium Twitter sehr angetan und sehe hier eine sehr interessante Alternative zum altbekannten Newsletter. Wir versuchen Twitter gerade im Industriegüterbereich einzusetzen und haben auf diesem Weg bereits sehr interssante Kontakte gewonnen.

        Antwort

      38. 38. RalfLippold

        Kommentar vom 25. Dezember 2009 um 17:24

        Wir sind in Dresden gerade mit dem LockSchuppen, einem innovativen CoWorking Space live gegangen. Eine der entscheidenden Kommunikationskanäle für den Aufbau, das Finden von Unterstützern und Aufbrechen von neuen Ideen (z.B. http://mindbroker.de/wiki/TwitterKurs) war und ist Twitter.

        Sicher für denjenigen, der aus der Email-Welt mit seinen vollen Mailboxen in die Twitter-Welt von einem auf den anderen Tag wechseln soll, für den beginnt ein Alptraum.

        Twitter ist so zu erlernen, wie wir alle Lesen und Schreiben erlernt haben: langsam, an der Notwendigkeit entlang (wenn der große Bruder liest, dann ich auch!). Erinnern wir uns noch an unsere kleineren Geschwister, die so an uns “vorbeirauschten”?

        Manche werden sagen, “Ach, nur eine Modeerscheinung!”. Mag sein, dass das Layout und die Prozesse rund um Twitter einer Mode geschuldet sind. Morgen wird das Prozedere, Layout und Funktionalität ganz anders sein.

        Was jedoch bleibt ist das Grundsatzthema: Gespräche zwischen Menschen! Und dazu dient Twitter, insbesondere, wenn sich die Menschen nicht an einem physischen Ort befinden.

        Antwort

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