In der letzten Woche habe ich an dieser Stelle schon eine erste Auswertung unserer Umfrage vorgenommen. Die erhobenen Daten erlauben aber noch eine weitere Auswertung bezogen auf das Verhältnis verschiedener Gruppen zu Social Media. Meiner Meinung nach besonders spannend sind dabei die Zusammenhänge von Alter, Geschlecht sowie Lesertyp und den ‚Social Technographics’.
Jüngere sind sozialer, Ältere aber kreativer
Schaut man sich die Online-Aktivitäten der verschiedenen Altersgruppen an, kann man zwei Schlüsse ziehen:
Kreativ-Barrieren im Web 2.0 für Männer niedriger
Schaut man auf die unterschiedliche Nutzung von Männern und Frauen, sticht ebenfalls ein Fakt ins Auge: Frauen sind (mindestens) genauso in Netzwerken aktiv und konsumieren Internetinhalte. Verglichen mit Männern, weisen sie jedoch bei der aktiven und kreativen Tätigkeiten eine deutliche Zurückhaltung auf. Damit bestätigt die Umfrage bisherige Erkenntnisse. Zwar sind Frauen und Männer im Privatleben beinahe in gleichem Maße kreativ (2/3 kreieren jeweils, Texte, Fotos und Videos), Männer stellen diese Werke jedoch überproportional häufig ins Internet.
Kreative Kunden, aktive Aktionäre
Zu guter Letzt war es spannend, die Aktivitäten nach Lesergruppen auszuwerten. Was dabei ins Auge sticht ist die sehr intensive Nutzung von Social Media unter der Gruppe der Kunden. Der Anteil der ‚Creatives’ ist hier doppelt so hoch wie bei Mitarbeitern und auch bei den anderen Aktivitäten ist die Differenz zu Mitarbeitern und Aktionären recht groß.
Zwar haben wir nicht explizite Netzwerkmitgliedschaften abgefragt, aber der hohe Anteil an Kunden die auf Netzwerken aktiv sind, würde es zum Beispiel rechtfertigen, dort aktiver zu werden. Zudem könnte man bestehende Online-Auftritte weiterentwickeln, um so der Kreativität dieser Kunden eine adäquate Plattform zu bieten. Bilder, Texte und Videos, welche einfach in andere Social Media Anwendungen eingebunden werden könnten, wären nur ein Anfang. Beispielweise in Form eines Social Media Newsrooms.
Auch Aktionäre sind im Internet unterwegs, auch wenn sie deutlich weniger Inhalte produzieren. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Mitarbeitern ab.
Diese Daten sind natürlich nicht repräsentativ, aber fasst man sie zumindest als Trends auf, kann man daraus Erkenntnisse für die Unternehmenskommunikation ableiten.
Zielgruppenabhängig, wäre es auf jeden Fall möglich, durch verschiedene Inhalte unterschiedliche Altersgruppen anzusprechen. Aktivitäten auf Netzwerken sind beispielsweise besser geeignet, jüngere sowie speziell weibliche Zielgruppen (z.B. Bewerber oder Familien) anzusprechen. Zudem ließen sich eigene Online-Auftritte mit wenig Aufwand so anpassen dass sie bestimmte Zielgruppen besser erreichen.
Da beispielsweise Webseiten meist ohnehin auf eine der Gruppen ausgerichtet sind (Investor-Relations-Webseite für Aktionäre, Markenwebseiten für Kunden) sind differenzierte Formen der Ansprache gar nicht so schwierig in der Umsetzung.
Solche Veränderungen hätten zwei wesentlicher Vorteile. Einerseits, würde man die bei Kommunikation und Marketing üblichen Streuverluste senken. Andererseits erfährt auch der Nutzer einen Mehrwert, da er (wenn er die Seite über Empfehlungen oder Suchen erreicht) für ihn relevantere Inhalte findet – Vorteile, die Firmen durch den vernünftigen Einsatz von Social Media letztendlich zu einem Wettbewerbsvorteil ausbauen können.
Die Universität Amsterdam führt derzeit eine Befragung von Lesern des Daimler-Blogs durch. Über Ihre Teilnahme würde sich der durchführende Lehrstuhl sehr freuen: http://www2.fmg.uva.nl/comlab/surveys/Daimler_Blog.html
Dieser Artikel wurde von Nils König geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
1. armin winkle
Kommentar vom 05. Februar 2009 um 20:33
hallo nils könig
deine umfrage ist ok und auch auf eine art sinnvoll.
aber fakt ist nunmal das bestimmt 90 % von der produktion keine zeit hatte mitzuwirken –weil sie einfach keine zeit haben.
mfg winkle
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2. Nils König
Kommentar vom 05. Februar 2009 um 22:32
Hallo Armin,
Das will ich ja auch gar nicht infrage stellen. Allerdings wird der Aufwand für einen Blogbeitrag auch meist überschätzt. :-) Viele unserer Autoren nutzen sogar Ihre Freizeit um sich hier einzubringen. Man darf dabei letztendlich nicht vergessen, dass Freiwilligkeit und Authentizität in der Blogosphäre Hand in Hand gehen.
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3. Bernd Schmitz
Kommentar vom 06. Februar 2009 um 20:29
Jeder Deutsche sitzt im Durchschnitt 235 min. Täglich vor dem TV….
“keine Zeit ist relativ”
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4. Melanie Wang
Kommentar vom 08. Februar 2009 um 10:11
Hallo,mein Name ist Melanie.Ich bin eine Studentin aus China.Zur Zeit als Absolvent werde ich mich mit einer Wissenschaftlicharbeit beschäftigen,deren Thema ist “Analysen zu den Folgen der Daimler-Chrysler Fusion und Einflüsse darauf in Deutschland”.
Deshalb brauche ich mehrere Infos und Materialien über der Fusion zwischen Daimler und Chrysler von 1998 bis 2007.Und die Vorstellungen des Daimler.
Also können Sie mir Helfen?Danke
Viel Grüße.
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