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03.2009

Wer hat’s erfunden?

Spätestens seitdem ein bekannter Schweizer Hersteller von Kräuterbonbons seinen Prioritätsanspruch in der TV-Werbung thematisiert, stößt die Frage „Wer hat’s erfunden?“ in vielen Bereichen auf breites Interesse und ist zum geflügelten Wort geworden. Da ich in der Abteilung Archive & Sammlung – bekannt aus Blogbeiträgen von Verena Mühr, Christoph Knecht und Uwe Heintzer – für das Produktarchiv verantwortlich bin, habe ich zu diesem Thema einen sehr engen Bezug.

Das Archiv ist als “Gedächtnis des Unternehmens” der Ort, an dem die originalen Dokumente, Akten und Informationen bewahrt werden und die Quelle, mit der die Fragen nach den Ursprüngen recherchiert und beantwortet werden können.

Dementsprechend werden wir sehr oft von Kolleg(inn)en, aber auch von Kund(inn)en gefragt, wer denn nun Innovationen wie z.B. ABS, Airbag, Kompressormotor oder Benzineinspritzung erfunden hat.

Diese Frage ist oft nicht mit einem Satz zu beantworten – dennoch sind es in vielen Fällen die Daimler AG und ihre Ursprungsunternehmen, die wichtige Innovationen entweder selbst entwickelt oder in die Serienproduktion eingeführt haben. So steckt heute in fast jedem modernen Auto ein Stück Mercedes-Benz – ob nun als Knautschzone, Sicherheitslenkung, ABS, Airbag oder ESP – um nur einige zu nennen.

Unsere wichtigste Erfindung ist aber das Auto selbst: am 29. Januar 1886 meldete Karl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ zum Patent an, und am 3. Juli 1886 unternahm er in Mannheim die erste öffentliche Ausfahrt.

Patentschrift Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb Patentzeichnung Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb

1888 begann Benz mit der Serienfertigung einer verbesserten Version, die er unter der Bezeichnung „Benz Patent-Motorwagen“ zum Verkauf anbot.

Auf diese lange Tradition bahnbrechender Erfindungen bei Daimler bin ich als Mitarbeiter, der einen Teil dieses Erbes hüten darf, sehr stolz. Die Patentschrift von 1886 und den ersten Werbeprospekt von Karl Benz haben wir in unseren Archivbeständen – und es ist natürlich schön, bei der Arbeit von solchen Schätzen umgeben zu sein.

Werbeprospekt von 1888, Patent-Motorwagen von Karl Benz

Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie bekannt es ist, dass Karl Benz das Automobil erfunden hat. Genau so erstaunt bin ich aber auch, wie viele Menschen dies nicht wissen.

Um so erfreuter war ich, auf der Titelseite der „Frankfurter Allgemeinen“ vom 26. Februar ein historisches Foto von Karl Benz mit seinem Patent-Motorwagen zu sehen.

Titelseite FAZ vom 26.01.2009

Schön, dass wir das nicht selbst richtig stellen mussten – die große Leistung von Karl Benz ist für uns ein besonders wichtiger Meilenstein, gewissermaßen der „Urknall“ des Automobils.

Wer hat’s erfunden? Karl Benz.

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Dieser Artikel wurde von Gerhard Heidbrink geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 14 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Peter Franck

    Kommentar vom 08. März 2009 um 11:00

    Schon interessant, wie Unternehmen bei der Richtigstellung agieren. Es ist doch allgemein bekannt und man lernt es schon in der Schule: Das Automobil wurde in Deutschland von Karl Benz erfunden und patentiert. Gottlieb Daimler hatte einen nicht unwesentlichen Teil mit eingebracht: den Motor.
    Barack Obama versuchte nun vor dem Kongress, wissentlich oder unwissentlich, diesen Teil der Geschichte umzuschreiben und reklamierte die Erfindung des Automobils für seine Nation.
    Und nun kommt das Unternehmen bei dem die Patentschriften im Archiv liegen, das zu Recht als die Wiege des Automobilbaus bezeichnet wird und meldet sich zu Wort. Und das sollte es auch!

    Anschaulich, kompetent und fachkundig wird von Herrn Heidbrink , die Geschichte nun noch einmal erzählt. Soweit so gut. Der Grund, warum gerade jetzt und auf dem Blog, ist jedoch mit keiner Silbe zu erkennen und erschließt sich nur demjenigen, der im Kleingedruckten des FAZ-Titelblatts liest.
    Hier steht nämlich: OBAMA HAT EINEN FEHLER GEMACHT

    Im Artikel wird Obamas Patzer aber mit keiner Silbe erwähnt. Absicht?
    Der Beitrag ist ohne Bezug und verpufft deshalb m.E. völlig wertlos im Raum.
    Ein wenig mehr Courage hätte einem Weltunternehmen wie Daimler in diesem Fall gut getan.

    Die Presse redet Klartext, die Betroffenen nicht.

    Das waren die Schlagzeilen aus Deutschland:
    - Sorry Mr President: Das Auto wurde in „Good Old Europe“ erfunden
    - Wer hat das Auto erfunden, Mr. President?
    - Obamas Auto-Patzer: Wer hat’s erfunden?
    - Obama macht historischen Autofehler

    Hier ausgewählte Headlines aus USA:
    - Obama weak in History!
    - Obama’s auto faux pas leads to history lesson
    - Sorry, Mr. President. We didn’t invent the automobile
    - Don’t believe a word that comes out of Obama’s mouth
    - Try again, Mr. President – America didn’t invent the auto

    Antwort

  2. 2. Gerhard Heidbrink

    Kommentar vom 10. März 2009 um 12:09

    Hallo Herr Franck,
    Ihr Kommentar hat mich gefreut – er zeigt, genau wie die von Ihnen zitierten Presse-Reaktionen, dass die Frage „Wer hat’s erfunden“ im Falle des Automobils offenbar stärker im öffentlichen Bewusstsein verankert ist als man als Insider manchmal glaubt.

    Das war auch der eigentliche Grund meines Blogbeitrags: ich war froh und erleichtert, dass Presse und Öffentlichkeit in diesem Punkt offenbar sehr gut informiert sind – und dass wir als Unternehmen oder als Archiv nicht zwangsweise reagieren müssen. Wir können es allerdings und von dieser Möglichkeit habe ich Gebrauch gemacht.

    Und was die Courage betrifft: Ich musste den Patzer des Präsidenten nicht noch einmal explizit erwähnen. Obama und sein Redenschreiber haben sicher schon genug zu hören bekommen.
    Im Grunde müsste ich dem Präsidenten sogar dankbar sein – hat er doch die Erfindung des Automobils vor 123 Jahren wieder einmal in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

    Beste Grüße aus Untertürkheim,
    Gerhard Heidbrink

    Antwort

  3. 3. Reinhard Treudler

    Kommentar vom 10. März 2009 um 14:19

    Hallo, Herr Heidrink,

    und was ist mit den anderen Gasmotoren-Patenten vor dem Benz-Patent 37435? Beim Deutschen Patentamt finden sich 33 weitere ältere Gas-Motorenpatente (Nr. 125 bis 37386).

    Wozu wurden diese Gasmotoren erfunden – doch wohl zum Betreiben von Fahrzeugen usw.

    Wieso meinen Sie, nur dem Benz-Gasmotor hätte man auf vier Räder stellen können?

    MfG R. Treudler

    Antwort

  4. 4. Hagen Drewes

    Kommentar vom 10. März 2009 um 16:16

    Hallo Herr Treudler,

    niemand bestreitet die Leistungen anderer Erfinder. Nur haben diese eben Motoren entwickelt und keine Fahrzeuge. Ansonsten müsste man ja auch den Erfinder der Dampfmaschine erwähnen, da es ja auch dampfgetriebene Automobile gegeben hat (z.B. Stanley Steamer).

    MfG
    H. Drewes

    Antwort

  5. 5. Gerhard Heidbrink

    Kommentar vom 10. März 2009 um 19:57

    Hallo Herr Treudler,

    eines der von Ihnen erwähnten Patente ist das berühmte DRP 532 vom 4. August 1877 – das Patent des Viertaktmotors von Nikolaus August Otto, der mit seiner Erfindung dem Ottomotor den Namen gegeben hat.

    Otto hatte kein Automobil, sondern die Produktion von Motoren im Sinn. Diese sollten als Stationärmotoren dort zum Einsatz kommen, wo eine Dampfmaschine nicht oder nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte. Otto war damit in seiner Zeit sehr erfolgreich.

    Wie Herr Drewes richtig schreibt, gab es seit den 1860er Jahren eine ganze Reihe von Erfindern, die sich mit Motoren beschäftigt haben – und seit den 1880ern sogar einige, die an motorisierten Fahrzeugen gearbeitet haben.

    Was den Motor betrifft, so gebührt Gottlieb Daimler die Priorität, einen kleinen, leichten und schnell laufenden Benzinmotor entwickelt zu haben, der für Fahrzeuge geeignet war (am 17. März feiern wir übrigens Daimlers 175. Geburtstag). Entscheidend ist dabei, dass Daimler nicht nur experimentierte, sondern den Motor produzieren und in größeren Stückzahlen verkaufen konnte.

    Dies ist, bezogen auf das Automobil, auch das große Verdienst von Karl Benz. Karl Benz konstruierte seinen Motorwagen, baute und erprobte ihn, ließ ihn patentieren und entwickelte ihn zur Serienreife. Schließlich begann er mit der Serienproduktion und verkaufte die Fahrzeuge.

    Dies begründet die Priorität von Karl Benz als Erfinder des Automobils. Andere Pioniere der motorisierten Fortbewegung, die in Frankreich, Österreich, Italien und den USA tätig waren (und zum Teil sogar ein Patent erhielten), haben ihr Fahrzeug entweder gar nicht erst gebaut oder nicht öffentlich erprobt – in jedem Fall aber nicht produziert und zum Kauf angeboten.

    Auch wenn die Priorität von Erfindungen immer ein spannendes Thema ist, kann für das Automobil mit Fug und Recht behauptet werden: Wer hat’s erfunden? Karl Benz

    Beste Grüße aus Untertürkheim,
    Gerhard Heidbrink

    Antwort

  6. 6. Reinhard Treudler

    Kommentar vom 11. März 2009 um 10:44

    Hallo, Herr Heidbrink und Herr Drewes,

    was Herr Benz erfunden hat, bestimmt sich nach dem Patentanspruch:

    “Ein durch Gasmaschine betriebenes Fahrzeug (Anmerkung: dies ist ein Hinweis, dass es solche Fahrzeuge schon gab und nun folgt die Erfindung von Herrn Benz), bei welchem folgende Einrichtungen gleichzeitig in Anwendung kommen:

    (1) Bei dem Gaserzeuger zum Motor die Vorrichtungen 6 (=Röhre), 7(=Wasserstandglas) und 8 (=Hahn) zum Erkennen des Funktionierens und des Ölstandes im Gasbehälter,

    (2) Bezeichnete Bremsvorrichtung Fig.3, 4, 5..”

    Folglich hat Herr Benz ein bekanntes Fahrzeug mit Gasmotor mit einer (1) Tankanzeige/Ölstandsmesser und einer (2) speziellen Bremse ausgestattet. Das ist der Kern seiner Erfindung.

    Hier auf denausschließlichen Erfinder des Automobils zu schließen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Schließlich gab es seit 1850 Traktoren mit Räder und (Dampf)-Motor. Die hatten wohl auch schon eine Bremse.

    Nun den Dampfmotor durch eine Gasmotor auszutauschen, was wohl bereits bekannt war, und dann eine Meßvorrichtung und eine Bremse vorzusehen, lässt kaum auf den Erfinder des Automobils schließen.

    Mfg R. Treudler

    Antwort

  7. 7. Reinhard Treudler

    Kommentar vom 11. März 2009 um 14:45

    Noch eine kleine Ergänzung: Nach dem Benz-Patent 37435 (29.01.1886) war Herr Benz bestenfalls der Erfinder einer verbesserten Handbremse.

    In dem eigenen Patent steht “will man das Fuhrwerk in Bewegung setzen, stellt man den Helbel …”

    Unter “Fuhrwerk” findet sich die interessante Patentschrift 36423 (29.08.1885) von einem Kraftwagen mit Gasmotor, der etwas erfolgversprechender als die Benz-konstruktion aussieht.

    Opel hat auch einmal Nähmaschinen gebaut. Nur weil OPEL einmal Nähmaschinen gebaut hat (eine steht noch bei mir im Keller), ist OPEL nicht der Erfinder der Nähmaschine.

    Und weil Herr Benz eine verbesserte Bremse mit Tankanzeige gebaut hat, ist er nach meiner Auffassung kaum Erfinder des Automobils.

    Jetzt ist die Kaffeepause leider um. Sonst könnte man noch genauer darauf eingehen.

    Viele Grüße

    RT

    Antwort

  8. 8. Gerhard Heidbrink

    Kommentar vom 13. März 2009 um 15:54

    Hallo Herr Treudler,

    die wichtigste Erfindung von Karl Benz war wohl doch eher das Automobil und nicht die verbesserte Handbremse.

    Was die patentrechtliche Seite betrifft, so sind meine Vorstellungen sicher laienhaft. Ich habe aber den Eindruck gewonnen, dass das Grundprinzip beim Formulieren einer Patenschrift einerseits darin besteht, möglichst wenig an verwertbaren Informationen preiszugeben und andererseits solche Punkte hervorzuheben, die einen Patentanspruch zweifelsfrei begründen. Dass dabei mitunter skurrile (und insgesamt kaum relevante) Aspekte in die Patentschrift gelangen, scheint in der Natur der Sache zu liegen.

    Die entscheidende Kreativleistung von Karl Benz bestand darin, etwas Neues, das es vorher nicht gab, zu ersinnen, zu entwickeln, zu erproben, zu bauen und für den Markt verfügbar zu machen – das Automobil.

    Das war auch nach heutigen Maßstäben etwas ganz Großes. Dass Karl Benz sich diese Erfindung patentieren ließ, ist sehr erfreulich, weil das Automobil damit eine schöne Geburtsurkunde bekommen hat – im Vergleich zur Erfindung selbst ist dies aber wohl sekundär.

    Beste Grüße,
    Gerhard Heidbrink

    Antwort

  9. 9. Reinhard Treudler

    Kommentar vom 13. März 2009 um 16:18

    Hallo, Herr Heidbrink!

    Ich bin schon etwas verwundert, wenn vier Tage vor dem Geburtstag von Herrn Daimler (17.03.) sein älteres Patent 36423 derart übergangen wird.

    Ich bestreite ja nicht, dass Herr Benz einmal später ein brauchbares Fahrzeug gebaut hat. Jedenfalls das ältere Patent von Herrn Daimler zeigt viel mehr Details eines brauchbaren Fahrzeuges (nicht nur Motorrad) als die “verbesserte Handbremse” von Herrn Benz. Es ist bei dem älteren Daimler-Patent sogar ein Auspuff gezeichnet.

    Das Patent 37435 von Herrn Benz ist jedenfalls aus technischer Sicht wenig geeignet, zu belegen, wer hat das Auto erfunden (vgl. auch Autoerfinder Siegfried Marcus).

    Eine Tochter “Mercedes” hatte der Herr Benz wohl auch nicht?

    Und wenn der Präsident der Vereinigten Staaten sagt, wir – die deutsch/amerikanische Firma DaimlerChrysler AG alias Daimler AG – hat das Auto erfunden, liegt er wohl auch nicht ganz falsch.

    Oder wollen Sie bestreiten, dass es sich bei der Daimler AG um eine deutsch/amerikanische Firma handelt, wenn von Stuttgart aus Steuern in den USA nachgezahlt werden müssen (Presseberichte)?

    Viele Grüße
    R. Treudler

    Antwort

  10. 10. Pusteblume

    Kommentar vom 25. März 2009 um 22:19

    Hallo Herr Treudler,

    ich kenne mich mit der Historie nicht so gut aus wie offenbar Sie, aber ein Stück weit mit Patentrecht:

    Wenn im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 nur Kleinkram steht, kann das auch daran liegen, dass beim Rest der Erfindung keine ausreichende Erfindungshöhe gegenüber dem Stand der Technik vorlag. Es muss nicht notwendigerweise an mangelnder Neuheit vom Rest der Erfindung liegen.

    Denkbar wäre beispielsweise, dass der Prüfer ausgehend von den von Ihnen genannten Traktoren bei dem hier vorgestellten Fahrzeug, was man vielleicht fast schon als Limousine für bis zu 4 Personen bezeichnen kann, keine ausreichende erfinderische Tätigkeit gegeben sah.

    Antwort

  11. 11. Reinhard Treudler

    Kommentar vom 27. März 2009 um 16:00

    Hallo, Pusteblume,

    wenn der Herr Benz aus der Sauna kommen sollte, dürfte er ziemlich naß und ohne Handtuch dastehen (vgl. Erstpostion mit dem Hinweis auf die schweizer Werbung), wenn es darum geht, wer das Automobil erfunden hat.

    Ich glaube, man muss Ihnen einmal den “Löwenzahn” ziehen, bevor er sich zur Pusteblume verwandelt, um klarzustellen, wer was erfunden hat.

    Ich kann Ihnen die depatisnet-Datenbank beim Deutschen Patentamt empfehlen. Dort finden Sie das Daimler-Patent 28022 vom 16.12.1883.

    Damals war es Aufgabe, bei einem Fuhrwerk die Pferde durch eine Brennkraftmaschine (Gasmaschine) zu ersetzen.

    D.h., als erstes Auto könnte man ein Fuhrwerk mit Rädern bezeichnen, dass mit einem Motor mit flüssigem und verdichtbaren Kraftstoff betrieben wird, der verdampft zeitgesteuert zur Zündung (Entflammung) gebracht wird, wenn sich der Kolben im oberen Bereichs des Totpunktes des Kolbens befindet.

    Wer das Auto erfunden hat, bestimmt sich danach mit, wer die erste Zündung bei einem solchen Fahrzeug verwendet hat. Und das war wohl der Herr Daimler mit seiner Glührohrzündung (vgl. Patent 28022).

    Selbstverständlich wollte Daimler alle seine Motoren auch bei Fahrzeugen einsetzen.

    Die Funkenzündung kam dann erst wohl zwei Jahre später und die hat der Herr Otto erfunden. Otte hatte gesehen, wie die Pioniere Grranten mit einem Funkeninduktor zündeten und hat dies auf seinen Viertakt-Motor übertragen.

    Der clevere Mechaniker Bosch hat dann bei Otto angefragt, ob er diese elektrische Zündung zum Patent angemeldet hat und keine Antwort erhalten. So hat Bosch dann funktionsfähige elektrische Funkenzündungen wohl noch vor Benz gebaut.

    Zünden kann man auf unterschiedliche Weise. Da Daimler bereits alle Kenntnisse über einen geeigneten Zündzeitpunkt hatte, war er nach meiner Auffassung auch mit seiner Glührohrzündung der Erfinder des ersten Motors für ein Fuhrwerk ohne Pferde mit flüssigem Kraftstoff.

    Hierbei wäre aber noch zu prüfen, ob nicht Lenoir bereits im Jahr 1863 ein solches Fahrezug betrieben hat.

    Vielleicht sollte Ihre Marketing-Abteilung einmal einen Besuch im Bosch-Museum vornehmen.

    Mfg. RT

    Antwort

  12. 12. wschett

    Kommentar vom 01. April 2009 um 14:18

    Und wer gibt die Unterlagen der Angela Merkel, dass Sie beim Nato Jubiläum den Obama aufklären kann?

    Antwort

  13. 13. Pusteblume

    Kommentar vom 01. April 2009 um 15:59

    Hallo Herr Treudler,

    die von Ihnen genannten Patente stellen keine Evidenz dar, dass jemand anderes als Karl Benz der Erfinder des Autos ist:

    DE 28022: Da geht es allgemein um einen Motor, ob der stationär oder in einem Fahrzeug eingesetzt ist, wird nicht erwähnt. Von Auto keine Spur.

    DE 36423: Ein Motorrad mit Stützrädern (Einsitzer). Kein Auto.

    Antwort

  14. 14. Ich will nur etwas richtig stellen

    Kommentar vom 23. September 2011 um 21:56

    Wer hat’s erfunden? Die Franzosen!
    Das Wort Automobil bezeichnet einen selbstbewegenden Wagen. Ob mit Dampf, Elektrizität, Gas oder Benzin, alle selbstbewegenden Wägen dürfen als “Automobil” bezeichnet werden.
    Der Franzose Nicolas Cugnot hat 1769 den “Fardier” (Dampfwagen) erfunden, und war somit der Erfinder des Automobils!
    Mehr dazu: http://www.myvideo.de/watch/8013560/Wer_hat_das_Auto_erfunden_Abenteuer_Auto.

    Antwort

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