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03.2009

Sonne auf dem Dach

I had a dream. Bis vor wenigen Wochen konnte ich noch den bekannten Spruch von Martin Luther King (I have a dream) zitieren. Mittlerweile wurde dieser Traum Wirklichkeit.

Solartechnologie und Photovoltaik allgegenwärtig. Man kann dies besonders schön sehen, wenn man über Land fährt: Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der etwas auf sich hält, hat eine solche Anlage dem Dach. Eine solche 18.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage steht nun auch auf dem Dach der Montagehalle der EvoBus GmbH (Daimler Buses). Wie kam es dazu?

Seit 1999 bin ich im Unternehmen für die Werksinfrastruktur und somit auch für das Energiemanagement am Standort Ulm / Neu-Ulm zuständig und folglich auch an dem Thema Solarenergie dran. Seinen Anfang hatte dieses Projekt im Jahr 2001: hervorgegangen aus der der Sonderaktion „Energie sparen“ des internen Ideenmanagements. Es gab damals aber auch schon Vorschläge Solaranlagen zu bauen, aber wer konnte sich vor 8 Jahren solche Anlagen auf unseren Dächern vorstellen?

Photovoltaikanlage

Das Ergebnis einer daraufhin in Auftrag gegebenen Studie war: Die Kapitalrückflusszeiten sowohl für Solarkollektoren, als auch für die Strom erzeugenden Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) waren zu lange. Dies war dann der Grund, weshalb das Projekt damals noch nicht auf die nötige Akzeptanz stieß.

2006 wurde dann ein Kostenoptimierungsprojekt mit dem Namen „Busplus“ aufgesetzt. Man schaute sich die großen Stellhebel an und stieß dabei auch die Energiekosten. Das Thema war wieder auf dem Tisch und ich wurde zum standortübergreifenden Projektleiter für das Teilprojekt Energieoptimierung „E+“ ernannt. Im Rahmen dieses neuen Projektes, nun gemeinsam mit den Kollegen vom EvoBus-Standort Mannheim, wurde erneut jeder Stein rumgedreht, um zu schauen, ob sich darunter Energiepotential verbergen könnte. Wir schauten nach den klassischen Schwerpunkten, den sogenannten „3 E“:

• Einsparung
• Effizienzverbesserung
• Erzeugung

Durch intelligente Nutzung vorhandener Techniken, z.B. der ausgefeilten Gebäudeleittechnik am Standort Neu-Ulm, konnten wir überraschenderweise immer wieder erneut Energie einsparen, ohne dass es dadurch zu Komfortverlusten für die Mitarbeiter kam. Das lag sicherlich auch sehr stark daran, dass es in unseren Werken und Hallen „menschelt“. Türen oder Fenster stehen offen oder Licht ist eingeschaltet, wo es nicht benötigt wird. Mitarbeiter sind somit ein wichtiger Stellhebel im Projekt, denn die Temperatur einfach runterdrehen, das kann jeder! Das ist keine Kunst und dazu ist auch kein Projekt nötig. In internen Runden wurde dann auch schon mal über den Spruch auf meinem Grabstein gewitzelt: „Seine letzten Worte waren Licht aus und Tür zu“.

Den größten Ehrgeiz legten wir auf jedoch die Erhöhung der Effizienz. Hier konnten wir beachtliche und nachhaltige Fortschritte vorweisen. Denn trotz gestiegener Produktionsflächen und Absatzzahlen war unser Wärmebedarf seit Jahren stetig rückläufig. Die Erfolge ließen sich sehen: Wir kamen beim letzten Environmental Leadership Award in die Endrunde und erreichten beim KfW-Wettbewerb 2007 einen 2. Platz. Das Preisgeld in Höhe von 3.000€ spendeten wir örtlichen Kindergärten, damit sie ihre Energiemaßnahmen effizienter gestalten konnten.

Zurück zur Sonne auf dem Dach, mit dem dritten „E“, der Erzeugung.
Das Thema war hier: Dachgestattung (Zurverfügungstellung der Hallendächer für externe Investoren). Hier gibt es folgende Möglichkeiten:

• selbst investieren
• investieren lassen und Anteile besitzen
• einem Investor gestatten das Dach zu nutzen

Das Projekt „E+! war mittlerweile eines der erfolgreichsten Teilprojekte innerhalb Busplus geworden. Der Energiepreis stieg unvermindert an und somit auch die Aufmerksamkeit für Energiesparmaßnahmen. Was zur Folge hatte, dass ich nun beauftrag wurde, entsprechende Detailkonzepte zu erarbeiten.

Mitte 2008 standen dann alle wichtigen Entscheider hinter dem Projekt und mit großer Willens- und Kraftanstrengung gelang es uns die schwierigen Vertragsverhandlungen abzuschließen. Ziel war es die Anlage noch 2008, in Betrieb zu nehmen, damit die höhere Einspeisevergütung für dieses Jahr noch voll genutzt werden konnte. Am 21.12.2008 gingen dann die ersten Module ans Netz.

Dachmontage

Trotz des in Neu-Ulm sehr lang andauenden Winters, haben wir die Komplettfertigstellung exakt 1 Tag vor der Einweihungsfeier am 06.03.2009 geschafft. Seit diesem Tag ist die Anlage nun in der Lage bis zu 2,29 Megawatt Strom zu erzeugen. Dies reicht aus um 650 Standardhaushalte über 1 Jahr lang mit Strom zu versorgen und spart zudem, im Vergleich zu einem modernen Kohlekraftwerk, über 2.000t CO2 pro Jahr ein.

I had a dream! Dieser Traum ist nun Wirklichkeit geworden und macht somit Platz für andere neue Träume, Visionen, Ziele und hoffentlich auch Projekte. Ein besonderer Dank gilt meinem Team, das sowohl fachlich als auch menschlich bestens und hoch motiviert zusammengearbeitet hat. Wir werden weiterhin an solchen tollen Themen dran bleiben und man kann man sicher sein, dass der EvoBus-Standort Neu-Ulm in Sachen Energieeffizienz weiter von sich hören lassen wird.

Mein persönliches Fazit:
Ich bin zwar schon lange stolz, daran mitzuarbeiten, die besten und schönsten Busse der Welt zu bauen, aber es tut auch richtig gut, durch eine große Halle zu gehen und zu wissen, dass auf dieser durch 13.800 PV-Module jeden Tag umweltverträglicher Strom produziert wird. Somit ist es die größte Anlage dieser Art innerhalb des Konzerns und zudem unter den Top 10 in Deutschland.
Ich wünsche mir und allen Fachkollegen, dass ein solches Projekt auch an anderen Standorten Nachahmer finden wird.

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Dieser Artikel wurde von Horst Uhl geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 28 Kommentare Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Juergen Boos

    Kommentar vom 30. März 2009 um 09:22

    Super Idee und klasse das es mit der Umsetzung geklappt hat. Und was machen jetzt die Türen :-)
    Gehen die jetzt elektrisch zu wenn sie länger wie 1 min. offen stehen :-))

    Klasse endlich mal positive Nachrichten.

    Antwort

  2. 2. Wingi

    Kommentar vom 30. März 2009 um 10:17

    Schön, das nach nur 10 Jahren Planungszeit die Erkenntnis und die Umsetzung von Solarenerghie im Bus-Werk angekommen ist.

    Wie wäre es, wenn man den Zeitraum des Kapitalrückfluß bei sinnvollen Vorhaben auf über 12 Monate ansetzt?

    Antwort

  3. 3. Erhard

    Kommentar vom 31. März 2009 um 05:47

    Herzlichen Glückwunsch,

    Herr Uhl Sie müssen ein ganz harter Brocken sein. :-)

    Mir war es ja leider bei Daimler nie vergönnt eine PV-Anlage zu bauen. Ich war aber einer der sich vor 8 Jahren schon ein PV Anlage auf dem Dach vorstellen konnte! Dafür durften wir in meiner Heimatgemeinde den Weltrekord knacken. http://buerstadt.ralos.de/

    Zu einem Energiemanagement gehört nach meiner Ansicht ein Dach auf dem die Sonne genutzt wird. Die Werker in der Halle werden Ihnen im Hochsommer noch dankbar sein. Denn keine Klimaanlage dieser Welt wird die Hallentemperatur so nachhaltig senken wie “Ihre” Photovoltaikanlage. Vielleicht können Sie dazu noch ein Messprogramm veranlassen. Wir haben diese Rückmeldung aus unserer Halle aber keine Messwerte.

    Ansonsten möchte ich mich Wingi anschließen, der Kapitalrückfluß müsste bei solchen Projekten erhöht werden oder aus einem besonderen Kapitalfonds gefüttert werden.

    Mit sonnigen Grüßen

    Erhard

    P.S.: Ich warte immer noch auf den Elektro-Smart :-)

    Antwort

  4. 4. Horst Uhl

    Kommentar vom 31. März 2009 um 06:57

    Danke für die positiven Rückmeldungen, das erfreut sicher jeden.
    Bzgl. Kapitalrückfluss – was soll man dazu sagen? Wünschen kann man sich sowas, manche Projekte müssen aber auch gegen jeden Kapitalfluss, d.h. gegen den Strom angegangen werden, sonst wird es nie was.
    Muss mal wieder über Hessen fliegen, die Sonnenbrille anziehen und mich von unten blenden lassen.
    Glückwunsch nach Bürstadt, 5 MW ist natürlich richtig Masse!
    Horst Uhl

    Antwort

  5. 5. Udo Bangert

    Kommentar vom 01. April 2009 um 09:39

    Hallo als Mitbegründer des Arbeitskreis Umwelt der MitarbeiterInnen der Daimler AG 1994 kann ich sagen, dass wir im Konzern da schon vor über 10 Jahren dran waren (und sind). Die Kollegen Gerd Rathgeb und Bernhard Hindersin (beide jetzt Rentner) haben schon vor ca. 10 Jahren für die Initiative für das Solardach in Bad Cannstatt einen Eurosolarpreis gewonnen. Das Motto lautete: Ein Motorenwerk der Zukunft muss auch energiemässig zukunftsfähig aufgestellt sein. Man sieht die Anlagen heute noch wenn man mit der (S-)Bahn am Werk vorbei fährt, wobei der meiste Teil auf der anderen Seite liegt. War vor ca. 10 Jahren die größte Anlage in Deutschland. Zwischenzeitlich gibt es auch in den Werksteilen Gaggenau und Untertürkheim-Mettingen weitere Solardächer die mir bekannt sind. Die Verzinsungsansprüche sind in der Tat ein Problem. Da man als Privatmann günstiger an Kredite kommt als Daimler. Sprich für Aktiennotierte Unternehmen lohnen sich Solaranlagen finanziell (noch) nicht. Habe deshalb schon Dr. Hermann Scheer vorgeschlagen Unternehmen vergleichbar günstige Finanzierungsmöglichkeiten über die KfW-Mittelstandsbank anzubieten um diese Dachflächen nutzbar zu machen. Damit könnte man eine Investitionswelle starten…

    Antwort

  6. 6. Witzige Videos

    Kommentar vom 02. April 2009 um 20:59

    Einfach nur ein tolles Bauwerk… Würd gern mal drüberlaufen ;)

    Antwort

  7. 7. M. Schmidt

    Kommentar vom 06. April 2009 um 09:35

    Bei aller Euphorie für die Sonnenenergienutzung sollte man auch die Einschränkungen bei einem Einsatz einer solchen Anlage sehen:
    - eingeschränkte Begehbarkeit der Dachfläche
    - Umbauarbeiten in der Halle mit Umbau/Ausbau von
    Dachaufbauten sind nur noch eingeschränkt möglich
    - Reparaturen einer defekten Dachhaut können sich
    schwierig gestalten

    Gibt es dahingehend keine Bedenken, ist diese Nutzung auf jeden Fall zu begrüßen.

    Antwort

  8. 8. Sven

    Kommentar vom 06. April 2009 um 16:20

    Auch wenn ich prinzipiell hinter der Nutzung von Solarenergie stehe stört mich doch eine kleine Passage aus dem Text :

    “Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der etwas auf sich hält, hat eine solche Anlage dem Dach”

    Meine Anmerkung : Nicht jeder Betrieb der etwas auf sich hält, sondern jeder eher die Landwirte die der irrigen Meinung sind Steuern zu sparen oder schnelle Gewinnziele sehen, nutzen gerne die Solardächer.

    Leider steht hier in vielen Fällen nicht die Energieeinsparung im Vordergrund, sondern der Glaube durch hohe Subvention und niedrige Steuern noch ein paar Scheine mehr in der Tasche zu haben…

    Ob dieses überhaupt wirtschaftlich klug ist, wird in vielen Fällen gar nicht in Erwägung gezogen.

    Antwort

    Antwort von marbea am 20. Mai 2010 um 10:15:

    ich mag den landwirten in ihrer schwierigen wirtschaftlichen lage durchaus jeden schein gönnen,den sie mehr in der tasche haben.die politik stellt anderswo noch viel mehr wirtschaftlichen unfug an.

    Antwort

    Antwort von Tom am 20. Mai 2010 um 10:56:

    Wo ist denn der schnelle Gewinn bei Solardächern?

    Antwort

  9. 9. Udo Bangert

    Kommentar vom 08. April 2009 um 19:52

    @sven
    Die Solarrendite hat man bis vor ca. einem Jahr mit um die 6% milde belächelt. Da sind heute viele froh, dass sie keine Garantiezertifikate von Lehmann Brother oder US- Hypothekenanleihen besitzen. Da darf die Frage erlaubt sein wer gierig ist. Ich habe sogar ein Schreiben der Ökogeno Bank, wo der Zusatz steht “Solaranlage lohnt sich finanziell nicht ist ökologisch motiviert !”. Die Kreditbearbeiterin meinte, Sie müsste dies reinschreiben, damit sie den Antrag durchbekäme. Für mich reichte es da eine umweltfreundlichen Arbeitsplatz mitzuschaffen und etwas für die Umwelt zu tun. Die Rendite war Nebensache. Die Anlage läuft übrigens weit besser als ursprünglich geplant ;-) Wenn du mal ca. 40 nichtlachende Kleinkinder (von Tschernobyl) auf einem Bild gesehen hast, würdest du dies sicher auch verstehen. Wir vom AK Umwelt vom Daimler haben deshalb schon mal ca. 250 Kinderfahrräder für Tschernobyl eingesammelt, repariert und mit Computer in ein Kinderkrankenhaus von Tschernobyl transportiert. Das gibt ein gutes Gewissen. Übrigens haben wir aus dem alten Ausbildungszentrum (wo heute das neue Museum steht) über 300 Kleiderspinde ausgebaut, gesäubert und auch dorthin transportiert. Hat zwar Kraft und Schweiß gekostet, gibt aber ein gutes Gewissen.
    Ich hatte früher mal 2 Atomkraftlehrer. Seit Tschernobyl und einem Blitzeinschlag in einen schwedischen Atomreaktor der vor wenigen Jahren auch nach 3 parallelen Sicherheitskreislaufausfällen fast zu einem Gau geführt hat, halte nicht nur ich Atomkraft auf Dauer für nicht beherrschbar. Sollte in Neckarwestheim, mit einer Leistung die ca. 2 Millionen Herdplatten a 2 KW entspricht, die Kühlung ausfallen, wüssten viele in BaWü was dies bedeutet. Da war vor ein paar Jahren wohl nicht mal genügend Reservekühlflüssigkeit in den Vorratsbehältern.
    Das Risiko bei Solaranlagen tendiert hier gegen 0 und produziert zudem keinen Atommüll.

    Antwort

  10. 10. S. Lauer

    Kommentar vom 16. April 2009 um 08:52

    Eine schöne Idee.

    Antwort

  11. 11. H. Hehl

    Kommentar vom 17. April 2009 um 08:26

    Herzlichen Glückwunsch

    Ich kann es nachvollziehen, dass die Umsetzung (nicht die Installation) so lange gebraucht. “Daimlers Mühlen mahlen langsam” :-)

    Die “Idee” umweltfreundlichen Strom mittels PV-Anlage bei uns im Werk zu produzieren, hatte ich ca. 2002 im Rahmen meiner UWS-Tätigkeit in den einschlägigen Kreisen angesprochen. Damals wurde mir vermittelt (wie bei Ihnen!!) es wäre nicht “lukrativ” genug, da wir sehr billigen Strom selbst erzeugen.

    Nach meinem Kenntnisstand gibt es z.Zt. keine andere Stromerzeugung die in der Gesamtbilanz umweltfreundllicher ausfällt als eine PV-Anlage.

    Hoffen wir, dass mehr solche Anlagen in der Industrie aufgebaut werden. Vielleicht irgendwann auch bei uns.

    Antwort

  12. 12. Udo Bangert

    Kommentar vom 18. April 2009 um 10:14

    Hallo Hehl, je mehr sich um die Stromumstellung bemühen, desto eher wird es was. Eine kleine Korrektur, die Studien die ich kenne besagen, dass sich Windkraftwerke nach kleiner einem Jahr energiemässig amortisieren, Solarkraftwerke zwischen 2 und 3 Jahren, wobei es einen starken Trend zur Verkürzung gibt (dünnere Si-Schichten, Massenfertigung…).
    Beim Energiesparen haben wir über alle Werke sehr gute Erfolge. Wir sollten ein Teil der Einsparungen nutzen um auf Ökostrom umzusteigen. Ist in der Krise nochmals schwieriger, aber würde etliche Mitarbeiter noch mehr motivieren.

    Antwort

  13. 13. Horst Trummler

    Kommentar vom 19. April 2009 um 19:39

    Die Dichte der Sonneneinstrahlung ist auf unserem Planeten nicht ausreichend um sinnvoll zur Waerme oder Stromerzeugung genutzt zu werden. Die Errichtung von Solaranlagen ist deshalb regelmaessig nicht der Rationalitaet geschuldet sondern einer destruktiven Religioesitaet bzw. einer massiven Subventionierung durch die Allgemeinheit.
    Die Sonneneinstrahlung ist in Deutschland den Zufaellen des Wetters geschuldet. Reservekraftwerke muessen befeuert in Bereitschaft gehalten werden. Der erzeugte Strom ist demzufolge weitgehend wertlos. Ein Marktpreis koennte etwa bei 1 – 1,5c.KWh liegen. Die Verguetung fuer Solarstrom liegt gem. EEG aktuell bei 43c/KWh (zu Lasten der Allgemienheit).
    Die Herstellung von Solarzellen verursacht grosse Mengen Arsen, oder Cadmiumhaltiger Giftmuells (etwa die 10.000 fache Menge giftiger Abfaelle verglichen mit einem Kernkraftwerk). Solarzellen sind sehr umweltschaedlich!
    Solarzellen muessen regelmaessig gereinigt werden, bzw. es muss jemand auf das Dach klettern. Je erzeugte KWh duerfte die Anzahl der Verunglueckten vermutlich hoeher liegen als beim Betrieb von RBMK Reaktoren (Tschernobyl Bautyp).

    Trummler

    Antwort

    Antwort von marbea am 20. Mai 2010 um 10:33:

    “Die Dichte der Sonneneinstrahlung ist auf unserem Planeten nicht ausreichend um sinnvoll zur Waerme oder Stromerzeugung genutzt zu werden. ” diese behauptung ist absolut falsch.empfehle messung der sogenannten solaren konstante und besuch einer vorlesung in experimentalphysik und höherer mathematik.in burgdorf bei bern steht zum beispiel ein mehrfamilienhaus,welches ganzjährig (!) warmwasser und heizung nur vom dach bezieht.riesige speicher im treppenhaus.siehe firma jenni energie.ihre “destruktive religiosität” ist schlicht unwissenheit! ihre kenntnisse sind vielleicht bei den gebrüder siemens vor einem jahrhundert stehen geblieben. solarstrom benötigt übrigens ganz neue konzepte des transportes und andere geräte.marbea,geprüft an der uni genf in elektrizitätslehre,thermodynamik,kernphysik,später doktoriert auch in arbeitsmedizin,also hoffentlich kein blödmann

    Antwort

  14. 14. Horst Trummler

    Kommentar vom 19. April 2009 um 19:48

    Fuer mich als Aktionaer von Daimler ist es sehr aergerlich zu sehen das mit meinem Geld nutzlose, umweltschaedliche ausschliesslich einer Religion geschuldete Aktivitaeten betrieben werden. Viele Gesellschaften fuellen mit derartig destruktiven Aktivitaeten auch noch ihren Geschaeftsbericht.

    Als Miteigentuemer bitte ich darum derartige Aktivitaeten zu beenden und die Energie auf den Bau von kundengemaessen Automobilen zu konzentrieren.

    Vandale

    Antwort

    Antwort von marbea am 21. Mai 2010 um 01:24:

    meine frau und ich fahren seit zwei jahrzehnten fast nur noch pkw von mercedes aktien hatten wir von bmw.in zwei wochen bekommen wir einen neuen e 350 cdi 4 matic und sind mit den angegebenen verbrauchsdaten zufrieden,obwohl wir einen hybrid aus theoretischen gründen vorgezogen hätten,aber auf dem gesamten auto markt gab es kein uns passendes modell.am längsten blieb in jenem bereich der lexus rx 450 h auf unserer wunschliste.auf langstrecken auf der autobahn bleibt unser 3 jähriger db s 350 benzin um 8 l/100 km, wenn man meist unter 100 km/h bleibt.

    Antwort

  15. 15. Horst Trummler

    Kommentar vom 19. April 2009 um 22:08

    das man sich im Daimler Konzern mit solch destruktiven Projekten beschaeftigt zeigt das die Stabsstellen im Konzern reichlich besetzt sind. Es besteht ein erhebliches Rationalisierungspotential.

    Man moege auch bedenken das eine massenhafte Stromerzeugung zum 20-fachen Preis umweltfreundlichen Stroms aus Kernkraftwerken, oder Braunkohlekraftwerken nicht nur die Gesellschaft sondern auch Firmen wie Daimler belastet.

    Vandale

    Antwort

    Antwort von marbea am 21. Mai 2010 um 01:28:

    sie mögen bedenken,dass in zukunft alle zwangsläufig unabhängig von der weltanschauung mit höheren energiepreisen belastet werden.varianten auszukosten bedeutet neue wege zu suchen.

    Antwort

  16. 16. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 19. April 2009 um 22:52

    @Horst “Vandale” Trummler
    Bei Ihrem letzten Kommentar, die Stabsstellen betreffend, bewegten Sie sich hart am Limit!

    Antwort

  17. 17. Ralf Gensicke

    Kommentar vom 21. April 2009 um 09:04

    Herzlichen Glueckwunsch nach Neu-Ulm.

    Sie wissen, dass wir Ihnen von Gaggenau aus kraeftig die Daumen gedrueckt haben, dass es klappt. Nun haben Sie es vollbracht und wir geben unseren Status, die bis vor kurzem noch groesste PV-Anlage bei Daimler auf unseren Produktionshallen zu haben, gerne an Sie ab.

    Gruß Ralf Gensicke

    Antwort

  18. 18. Horst Uhl

    Kommentar vom 21. April 2009 um 09:13

    Ich muss mich auch mal wieder zu Wort melden :-) Zum einen um den Kollegen aus Gaggenau, vor allem Hr. Gensicke meinen Dank auszusprechen, denn ohne deren Vorarbeit hätten wir es nicht geschafft. Vielleicht könnt Ihr den Ball ja wieder aufnehmen und ich würde die “größte Anlage” gerne wieder an Gaggenau abgeben ;-)
    Zu verschiedenen Kommentaren bzgl. Rendite…
    Nur zur Erläuterung: Es handelt sich bei der Anlage um keine Investition der EvoBus GmbH, sondern um einen Dachgestattungsvertrag, d.h. EvoBus verdient ohne unternehmerisches Risiko mit an der Anlage, hat dafür lediglich die üblichen aber in unserem Fall als gering einzuschätzenden Risiken der Dacheinschränkung zu ertragen. Bei uns wird das Dach im Sommer besser gegen Wärme, im Winter gegen Kälte gedämmt und wir wollen es auch gar nicht anders nutzen, als hier in Ulm noch möglichst lange Busse zu bauen.
    Aktionäre sollten sich freuen das dt. Unternehmen verstärkt begreifen, was unter verantwortlichem Unternehmertum zu verstehen ist. Zumindest wir waren nicht auf den schnellen Euro aus.
    Wünsche allen weiterhin sehr sonnige Tage aus Neu-Ulm. Horst Uhl

    Antwort

  19. 19. Cleanthinking.de

    Kommentar vom 26. April 2009 um 11:15

    Es tut wirklich gut, solche Projekte zu verfolgen – Glückwunsch an die Daimler-Tochter zum erfolgreichen Start des Projektes!

    Sind auch umweltverträgliche Gebäudesanierungen an zentralen Daimler-Gebäuden in Planung?

    Antwort

  20. 20. Zitat der Woche: “Passt dazu die Formel 1?” | Cleanthinking.de

    Pingback vom 26. April 2009 um 13:32

    [...] zu werden. Beispiel hierfür ist auch der Umbau des Werks der Daimler-Tochter EvoBus GmbH – siehe hier. Wird Daimler zum Vorreiter in Sachen [...]

  21. 21. Udo Bangert

    Kommentar vom 30. April 2009 um 13:25

    @Herr Trummler
    Ich muss mir schon berufs wegen immer mehrere Seiten von Argumenten anhören diese bewerten und nach Lösungen suchen. Es gibt eine Initiative die fordert http://www.atomhaftpflicht.de, dass die Atomkraftwerke sich marktwirtschaftlich richtig (wie jeder PKW fahrer) versichern sollen. Ergebnis war wohl in England bei Frau Thatcher, dass die Haftplichtversicherung schon damals ca. 1,50 DM pro KWh gekostet hätte. Da dies zu teuer ist werden die Betreiber von den Risiken fast freigestellt. Da wäre jede Solaranlage preiswerter ! Zudem werden wir mit Uran dasselbe erleben wie mit Öl und Kohle, dass es zur Neige geht. Deshalb muss man sich rechtzeitig Gedanken machen, was dies heißt. Ich empfehle ihnen mal Bücher des Alternativnobelpreisträgers Dr. Hermann Scheer (Solare Weltwirtschaft, … ) zu lesen. Dann sind Sie sicher auch pro solarer Energien. Wenn wir noch früher in der Entwicklung auf den Ölpreisanstieg… reagiert hätten, ständen wir besser ökologisch und ökonomisch besser da. Wenn ein ehemaliger Abteilungsleiter der Energieversorgung Schwaben (heute in EnBw integriert) Energieexperte der CDU ist und hier pro Atomstrom ist. Sollte man zumindest genauer hinschauen. Wir haben in BaWü mit den teuersten Strom der Republik obwohl wir den höchsten Atomstromanteil haben. Sprich wir tragen das Risiko, haben aber nichts davon. Das halte ich nicht für ok. Von terroristischen Anschägen oder der Endlagerungsproblematik ganz zu schweigen. Eine Solaranlage muss man zudem nicht reinigen. Das macht Regen und Sonne. Zudem wird spätestens 2015 (evtl. schon 2012) die Preise für Solarstrom auf dem eigenen Hausdach preiswerter sein als der Versorgerstrom. Dann ist jeder verrückt, der sich keine Solaranlage aufs Dach macht. Dies ist wie bei dem Preisverfall der PC Speichchips nicht mehr aufzuhalten. Von daher werden wir Energie genug haben auch für unsere (Elektro-)Mobilität ;-)

    Antwort

  22. 22. Peter Gommel

    Kommentar vom 26. August 2010 um 13:05

    Mal ne ganz andere Frage:
    Wie löscht man im Brandfalle ein Gebäude mit Photovoltaik-Platten, die immerhin 2,29 Megawatt Strom erzeugen?
    Mit Wasser ist das wohl zu gefährlich für die Feuerwehr, oder?

    Antwort

    Antwort von Horst Uhl am 01. September 2010 um 16:57:

    Hallo Herr Gommel, von PV-Platten geht keine besondere el. Gefährdung aus, wenn Sie das meinen. Die erzeugen Gleichstrom, der in Wechselrichterstationen in AC umgewandelt wird. Es gibt seitens der Brandversicherer keine besonderen erhöhten Auflagen, was bedeutet, dass keine neuen besonderen Gefahren durch die PV entstehen. Gruß H. Uhl

    Antwort

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