Kopfbereich

Daimler-Mitarbeiter-Blog

Hauptnavigation
Suche
Inhalte
18
06.2009

Meine Erfolgsgeschichte: Reaktionen und ungeahnte Auswirkungen

Es ist jetzt schon eine Weile her seit ich, „Meine Erfolgsgeschichte beim Daimler“ erzählt habe. Nun möchte ich über die Auswirkungen, die dieser Beitrag ausgelöst hat berichten.

Angefangen von den unzähligen positiven Kommentaren der Leser auf meinen Beitrag. Das freute mich sehr und zugleich bestätigte es, dass meine Geschichte wieder Erwarten auf ein großes Interesse gestoßen ist. Einige Kollegen haben mich auch schon mal am Aufzug oder in der Kantine darauf angesprochen, ob ich nicht “der vom Daimler-Blog” sei?
Was mich auch sehr freute war, dass viele Leser durch meinen Beitrag motiviert worden sind, um eine angefangene Weiterbildung zu Ende zu bringen. Diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem Weiterbildungsgedanken gespielt hatten, wurden möglicherweise angeregt, eine solche anzustreben. Nun wie gesagt es kamen wirklich viele und das überraschende für mich, nur positive Rückmeldungen, sei es über die Kommentarfunktion im Blog oder auch direkt an mich per E-Mail.

Hier einige Beispiele:

  • „Hallo Herr Ali Ayhan! Respekt vor Ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte! Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg in dem was Sie tun. Ihre Geschichte hat mich motiviert, mein Ziel weiterhin mit viel Eifer zu verfolgen.”
  • Bernd Schmitz schrieb im Kommentarfeld: “Respekt für diesen ehrlichen und authentischen Beitrag. Und viel Erfolg für Ihre Zukunft.”
  • und er twitterte: Wenn es einen Grammy für den besten Blogbeitrag/Schreiber gäbe. Ich würde Ali Ayhan nominieren! #daimler #daimlerblog http://bit.ly/eAg4
  • Salih Yilmaz: “Diese drei Geschichten haben mich wirklich sehr beeindruckt. Sie zeigen uns das man mit Fleiß, Disziplin und Geduld es bis nach oben schaffen kann. Egal ob man jetzt vom Band kommt oder sonst wo arbeitet. Ich gratuliere dir von ganzen Herzen Ali Abi und hoffe das ich irgendwann auch mal wie du meine Erfolgsgeschichte hier schreiben kann und somit auch junge Mitarbeiter motivieren werde, sowie du es im Moment getan hast. Viel Erfolg weiterhin.”
  • Thomas Schulze: “Das sind doch mal tolle Erfolgsgeschichten, so richtig hochgedient mit Fleiss, Engagement und Power- Super, werden wir mal unseren Youngsters als Link zur Verfügung stellen, damit die wissen, was alles möglich ist.”

Außer dem positiven Feedback sind dann auch noch ganz andere Leute auf mich aufmerksam geworden, da wäre zum einen Herr Nejdet Niflioglu Vorstand vom DAIMLER TÜRK TREFF (http://www.dc-tt.de/), der den Beitrag gelesen und mich daraufhin angerufen und gratuliert hat. Er meinte, das wäre eine Geschichte die man auch beim DTT verfolgt hätte und die zudem einen Beitrag im Hinblick auf die Aus- und Weiterbildung ausländischer Jugendlicher leisten könnte. Es dauerte nicht lange und Herr Niflioglu meldete sich erneut bei mir. Er hatte eine Anfrage vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten, das in Zusammenarbeit mit der UNESCO an folgendem Projekt arbeitete: „Innovative Instrumente zur Entgegnung des Fachkräftemangels – Erschließung des Humankapitals bei Personen mit Migrationshintergrund mit Hilfe des türkischen Fernsehens“. Hierzu waren Interviews mit Personen, die verschiedene Ausbildungswege eingeschlagen hatten vorgesehen:

  • Zum einen der klassische Weg: Schule –Studium- Beruf
  • Zum anderen über den 2. Bildungsweg zum erwünschten Beruf. So wie es bei mir der Fall war.

Ich brauchte nicht lange über dieses Angebot nachzudenken, denn es war eine gute Sache und ich erklärte mich spontan bereit bei der Reportage bzw. dem Interview mitzuwirken. Kurz nachdem ich dann zugesagt hatte, überkam mich eine Art von Nervosität bzw. Lampenfieber, wenn ich daran dachte vor laufenden Kameras aufgenommen zu werden. Aber das war wieder eine Art von Herausforderung, der ich mich gerne stellen wollte. Mein Problem war, dass das Interview komplett auf türkisch stattfinden sollte. Genau das machte mich ein bisschen nervös, denn ich vertraue meinen Deutschkünsten mehr als den türkischen :-).
Vorbereitung ist alles dachte ich mir und begann, nachdem ich den Fragenkatalog bekommen hatte mit dem Entwurf meiner Antworten.

Ich informierte meinen Chef über das Projekt, denn der Dreh sollte in Möhringen an meinem Arbeitsplatz im Büro, im Bürokomplex, sowie auch in den Außenanlagen stattfinden. Der fand mein Engagement toll und gab mir ohne lange zu überlegen grünes Licht. Nun mussten von der Kommunikationsabteilung noch Genehmigungen für Film und Fotoaufnahmen eingeholt werden.
Am 23. April 2009 stand dann das Drehteam bereit. Ich hatte noch am Abend zuvor mit meiner Schwester in der Türkei telefoniert, bei der ich mir noch einige Tipps und Tricks auf türkisch geholt habe. Ich war schon ein bisschen nervös, muss ich zugeben.
Aber die Betreuung durch unsere Kommunikationsabteilung sowie durch das Drehteam des Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) war einfach Spitze. Um es mal in einfachen Sätzen zu formulieren: die waren so locker drauf, dass ich nach kurzer Zeit meine Nervosität ablegte und dann nach ca. 10 min Eingewöhnungszeit, locker flockig drauflos plauderte. Mit dem Ergebnis waren am Ende alle sehr zufrieden. Außer mir wurden noch 3 weitere türkischstämmige Kollegen interviewt.
Die Drehs sind jetzt alle abgeschlossen, müssen geschnitten und bearbeitet und uns zur Besichtigung vorgelegt werden. Wenn dann das OK vom Bundeswirtschaftsministerium da ist, wird es im türkischen Fernsehen in den folgenden Kanälen ausgestrahlt:

  • TGRT EU
  • FOXTÜRK
  • und evtl.TRT Int.

Jeweils auf türkisch, aber mit deutschem Untertitel. Also sobald ich die genauen Termine habe werde ich sie hier noch mal bekannt geben und jeder den es interessiert kann ja mal reinschauen. Auch die Kollegen, die kein türkisch sprechen, aber deutsch lesen können :-).

EinladungWer jetzt denkt das war es der hat sich getäuscht. So wie ich auch!!! Es vergingen kaum ein paar Tage da bekam ich eine Einladung vom Türkischen Generalkonsulat in Stuttgart zu einem Symposium mit anschließender Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung findet unter dem Namen MAB statt, was für Meslek Altin Bileziktir steht. Das ist ein altes türkisches Sprichwort was soviel bedeutet wie „Beruf ist ein goldenes Armband“.

Hier als PDF: Einladung MAB

Auch hier darf ich aktiv an der Diskussion mitwirken und von meinen Erfahrungen berichten, die ich mittlerweile gemacht habe. Ich habe gerne zugesagt, weil ich denke, dass das ein wichtiges Thema hier in Deutschland ist. Gerade eine gute Ausbildung ausländischer Jugendlicher trägt einen erheblichen Anteil zur Integration bei. Denn wenn man von Anfang wegen einer nichtvorhandenen beruflichen Bildung im Abseits steht, kann man kein wirkliches Dazugehörigkeitsgefühl entwickeln. Und das ist wie Gift für eine Integration.

Wenn wir schon dabei sind: Ich habe dann auch noch eine Einladung für die Deutschen Weiterbildungstage am 04. Juli 2009 in Stuttgart erhalten. Die Anfrage kam erneut über Herr Niflioglu vom DTT zu mir. Selbstverständlich habe ich auch hier meine Zusage gegeben. Ich dachte da bleib ich dann wenigstens in Übung :-). Bei den Deutschen Weiterbildungstagen handelt es sich um eine zweitägige Messe, auf der Bildungsträger ihr Angebot vorstellen. Des Weiteren finden Fachvorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen statt. Dieses Jahr soll ein Schwerpunktthema die “Weiterbildung für Personen mit Migrationshintergrund”/Interkulturalität sein. Es ist eine Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern vorgesehen:

  • Integrationsbeauftragte der Stadt Stuttgart
  • Vertreter des Deutsch-Türkischen Forums
  • Personen mit Migrationshintergrund, die durch berufliche Weiterbildung erfolgreich in Arbeit sind (da wäre ich dann mit dabei)
  • Personen, die gerade eine berufliche Weiterbildung machen.

Fragestellungen werden sein: Welche Probleme/Schwierigkeiten gibt es? Was für Lösungen sind angebracht?

Ich hätte nie im Leben daran gedacht, dass mein Beitrag im Daimler-Blog solche Auswirkungen haben würde. Aber daraus kann man erkennen dass der Daimler–Blog auch außerhalb unserer Firma Beachtung findet und gelesen wird.

Meine Erfolgsgeschichte: Reaktionen und ungeahnte Auswirkungen, 5.0 out of 5 based on 13 ratings
  • del.icio.us
  • MisterWong.DE
  • Digg
  • Technorati

Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
 

Artikel bewerten

VN:F [1.9.16_1159]
Bewertung: 5.0/5 (13 Bewertungen)

War das Thema für Sie interessant?
Ihre Meinung zählt.

Bookmarken und teilen

  • del.icio.us
  • MisterWong.DE
  • Digg
  • Technorati
Verwenden Sie zur Verschlagwortung z.B. die Begriffe , , .

-


Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 29 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Verena Hausenstein

    Kommentar vom 18. Juni 2009 um 09:51

    Ich finde es toll, dass Sie sich so aktiv in Ihre “neue” Vorbildfunktion einbringen!

    Antwort

    Antwort von Ali Ayhan am 28. Juli 2010 um 14:20:

    danke

    Antwort

  2. 2. Nejdet Niflioglu

    Kommentar vom 18. Juni 2009 um 10:39

    Lieber Herr Ayhan,

    ich freue mich, dass Sie sich diesem Stress, dem ich Sie ausgesetzt habe, in dieser humorvollen und offenen Art gestellt haben. Dafür noch ein herzliches Dankeschön!

    Bisher war der Leitsatz zur Integration von zugewanderten Menschen nach Deutschland: “Integration sieht man nicht, man sieht nur ihr Scheitern”. Diesen Leitsatz galt es zu eliminieren. Wir haben in unserem Unternehmen sehr viel dafür getan damit die gelungene Integration dieser Menschen sichtbar wird. Wir waren damit sogar so erfolgreich, dass die Presse in diversen Headlines unserem Unternehmen den Titel “Vorbild für Integration” verlieh.
    Mit Kollegen wie Ihnen, lieber Herr Ayhan haben wir die einmalige Möglichkeit erfolgreiche Integration sichtbar zu machen. Die Gesellschaft, in der wir alle Leben braucht Vorbilder. Sie sind so ein Vorbild. Mit Ihrer Hilfe können wir zeigen, dass sich Integration lohnt, ohne zu verschweigen, dass der Integrationsprozess auch Anstrengung und persönlichen Einsatz erfordert. Wir können auch zeigen, dass in unserem Unternehmen tatsächlich nur die Leistung der Mitarbeiter wichtig ist und nicht ihre Herkunft, ihr Geschlecht, ihre Konfession, ihre Hautfarbe oder ihre sexuelle Identität. Das verstehen wir unter Diversity. Sie, lieber Herr Ayhan sind eine Bereicherung unserer Gesellschaft und verdienen unsere Anerkennung.

    Herzliche Grüße
    Nejdet Niflioglu

    Antwort

  3. 3. Uwe

    Kommentar vom 18. Juni 2009 um 21:50

    Klasse, Ali! Deine beitraege sind mir die liebsten im Daimler-Blog.

    Antwort

  4. 4. Bernd Schmitz

    Kommentar vom 21. Juni 2009 um 12:04

    Lieber Ali,

    Mit diesem Blog und Deiner netten Art der Kommunikation hast Du drei wesentliche Dinge erreicht. 1. zeigt dass Engagement im zweiten Bildungsweg zielfördernd ist 2. dass ein Mitarbeiterblog eines DAX-Konzern sinnvoll, nachhaltig und erfolgreich ist und 3. dass Diversity (Vielfältigkeit) bei Daimler gelebt wird (Das zahlt unheimlich gut auf Euer Employer Branding ein und stärkt Eure Marke sehr)

    Und das ganze noch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in einer “gebeutelten” Branche. Gratulation.

    Ein Plus gebe ich noch zu: Mein Bild von Daimler hat sich aufgrund dieses Blogs (Authenzität pur) und Beiträgen wie Deiner so positiv verändert, dass ich nun doch wieder mit einer neuen C-Klasse liebäugle, wollte den 3er eigentlich schon bestellt haben….

    Antwort

  5. 5. Özcan Yavuz

    Kommentar vom 22. Juni 2009 um 12:21

    Hallo Ali Abi,
    wie immer super-blog,mach weiter so..wünsche dir alles erdenklich gute..
    Hast es mehr als verdient

    Liebe Grüsse..

    Antwort

  6. 6. Ali Ayhan

    Kommentar vom 22. Juni 2009 um 21:41

    @nejdet , danke für diesen umfangreichen Kommentar,

    Antwort

  7. 7. Ali Ayhan

    Kommentar vom 22. Juni 2009 um 21:42

    @Bernd danke vor allem daß du alles mitverfolgt hast und deine kommentare gehen immer runter wie Butter,:))
    weiter so:-))

    Antwort

  8. 8. Ali Ayhan

    Kommentar vom 22. Juni 2009 um 21:43

    @özcan , ich weiß du bist auch gerade auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, ich wünsche dir viel Glück dabei.

    Antwort

  9. 9. Bezen Deniz

    Kommentar vom 23. Juni 2009 um 10:23

    Klasse ali weiter so

    Antwort

  10. 10. Ralf Klingseisen

    Kommentar vom 23. Juni 2009 um 15:55

    Hallo Ali,
    ich muss schon sagen, ich bin begeistert. das Du Deinen Weg so toll gemeistert hast bisher und das Du durch den Blog soviel Begeisterung und Verantwortung angenommen hast und auch lebst.
    Wir sehn uns ja ab und zu :-) aber jetzt mal hier vor allen
    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH & MACH WEITER SO … Ich wünsch Dir alles Gute
    Respektvolle Grüsse Ralf

    Antwort

  11. 11. Andy Bucek

    Kommentar vom 24. Juni 2009 um 12:04

    Hallo Ali….

    Du bist echt Klasse, mach weiter so.
    Ich finde es auch super, das Du andere Jugendliche begeisterst, und auf Vorträgen dabei bist.
    Lass Dich auch mal wieder in Sindelfingen blicken.
    Weiterhin alles gute auf Deinem weiteren Weg.

    Grüße Andy

    Antwort

  12. 12. Michael Dorn

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 09:15

    Hallo Herr Ayhan,

    der Beitrag ist sehr interessant und gut geschrieben, ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Erfolg auf Ihrem Weg.

    Viele Grüsse,

    Michael Dorn

    Antwort

  13. 13. Yildiz Tosun

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 11:30

    Hallo Ali,
    ich bin beeindruckt von deiner Story.
    Wieder mal total spannend und gut geschrieben.
    Und Respekt vor deinem Engagement!

    Viele Grüße
    YILDIZ

    Antwort

  14. 14. Ismail Dincel

    Kommentar vom 06. Juli 2009 um 11:42

    Hallo ALi,

    wieder mal ne schöne Geschichte. Weiter so und weiterhin viel Erfolg.

    Dein Freund

    Ismail

    Antwort

  15. 15. Roger

    Kommentar vom 08. Juli 2009 um 23:02

    Ein wunderschöner Beitrag, die Vorredner haben bereits alles schöne erwähnt, dem ist nichts mehr hinzuzufügen ! Viele Grüße

    Antwort

  16. 16. Frank

    Kommentar vom 09. Juli 2009 um 17:23

    Hallo,

    leider ist dies eine seltene Ausnahme. Meine Erfahrungen zeigen das die meisten “willigen” Mitarbeiter, die sich weiterbilden und/oder verändern wollen nicht beachtet werden. Stattdesen werden Studierte von auserhalb eingestellt die grösstenteils gar nicht wissen was intern abgeht und fachlich soweit abgehoben sind das Sie den Kern der Sache nicht verstehen.

    Hier wird leider zuviel Wissen verschenkt.

    Antwort

  17. 17. Yvonne

    Kommentar vom 09. Juli 2009 um 19:03

    Genau so ist es, tarurig aber wahr…
    Ich kann Geschichten erzählen da wird einem schlecht…
    Ich weiß nicht was für Kriterien man erfüllen muss um
    hier auf eine Bewerbung eine Zusage zu bekommen.

    Antwort

  18. 18. Yvonne

    Kommentar vom 09. Juli 2009 um 19:11

    Hallo…

    Zum Arbeitskosteneinsparen hat man ja fleißig Insourcing-Projekte gestartet. Auf die sich viele junge, dynamische MitarbeiterInnen mit Weietrbildung, wie z. B. Elektro-und Maschinenbau-Techniker , Meister um nur ein paar zu nennen, gemeldet haben. Zum ersten da sie Ihrer Firma nahe stehen und natürlich weil sie endlich eine Chance wittern um Ihr wissen ( oft mit viel Zeitaufwand, auf Abendschulen mit einer Dauer von bis zu 4Jahren erworben haben) in die Firma einzubringen. Einige haben in dem Zuge schon eine neue Stelle und bringen sich mit viel Angagement ein.
    Viele haben schon die Zusage für einen neuen Arbeitsplatz.
    Aus eigenen Reihen musste ich jetzt erfahren, daß sämtliche Verleihungen entweder gar nicht oder sogar teilweise zurück genommen werden.
    Es gibt soviele ungenutzte Kapazitäten hier, an Wissen und Bildung die man nutzen sollte.
    Und doch wird der Firmen eigene Nachwuchs, der von der pieke auf hier im Hause gelernt hat, sich fortgebildet hat ständig demotiviert.
    Insourcing heißt doch Kosteinsparen mit eigener Kraft und Mannschaft. Zum erhalt des Firmen Know-How´s und der Mitarbeiter, denn diese Mitarbeiter wissen worauf es ankommt

    Antwort

  19. 19. Michael

    Kommentar vom 10. Juli 2009 um 02:24

    Hallo zusammen,

    ich schreibe hier heute zum ersten mal einen Blog Eintrag.
    Ich möchte das Thema von Yvonne wiederspiegeln.
    Denn mir geht es genauso wie Ihr. Zwar gehöre ich nicht mehr
    zu der ganz jungen Generation, denn wenn man schon 26 Jahre Berufserfahrung hinter sich hat ist man etwas gereifter :)
    Doch nun zu meiner Erfolgsgeschichte, oder die es werden soll.
    Ich habe mich vor etwa einem 3/4 Jahr auf so eine Insourcing-Projektstelle beworben.
    Vor etwa 5 Wochen hatte ich die Chance bekommen, mich auf einer sehr interessanten Stelle bei dem verantwortlichen Teamleiter vorzustellen. Das Bewerbungsgespräch verlief sehr positiv und ich bekam auch sofort eine mündliche Zusage.
    Alles geht seinen richtigen Weg war ich der Annahme,
    doch als ich nochmals bei dem zuständigen Personalbetreuer nachfragte wann ich die Stelle denn antreten könnte, wurde mir mitgeteilt das die Mitarbeiter die schon eine Zusage bekommen haben , aber noch keinen Vertrag unterschrieben hatten leider eine Sperre von der Werkleitung Sindelfingen bekommen haben.
    Ich bin wie vor den Kopf gestoßen, und frage mich mit welchem Recht hier über Mitarbeiter geurteilt wird, die eine Chance haben Ihr Potenzial zu zeigen, Ihr Wissen und Ihre Bildung endlich unter Beweis zu stellen.
    Hier werden Firmeneigene Mitarbeiter die in Ihrer Freizeit sich weiterbilden, sehr viel dafür opfern mit einer unendlichen Macht demotiviert. Was haben den die Mitarbeiter angestellt ????? Natürlich ist vielleicht die momentane Arbeitssituation sehr schwierig zu gestalten und es fehlen an allen Ecken Mitarbeiter, doch kann es dadurch sein das man denen Mitarbeitern die mit einer Eigenmotivation in Ihrer Freizeit Fortbildungen besuchen, sich weiterbilden die Chancen nimmt, sich beruflich zu entfalten.
    Ich persönlich werde nicht aufgeben meinen Traum zu verwirklichen …den Traum eine Arbeitsstelle zu bekommen
    in der ich mein wirkliches Potenzial zeigen kann. Die Steine die mir die Werkleitung in den Weg legt, sehe ich nur als einen Umweg den ich gehen muss. Es macht mich nur Stärker in meinem Bestreben meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
    Übrigens fange ich mit 42 Jahren im September eine Weiterbildung zum ” Technischen Betriebswirt ” an …Natürlich berufsbegleitend.

    Falls jemand von der Werkleitung diesen Blog Eintrag liest, habe ich eine Bitte an Sie. Überdenken Sie bitte nochmals diese Sperrung und geben sie den Menschen und Mitarbeitern die Chance sich beruflich zu verbessern.
    Denn Firmeneigene Mitarbeiter die sich weitergebildet haben, und eine Chance bekommen sich beruflich zu verbessern geben mehr als nur 100 % Arbeit. ab. Sie sind motiviert und zeigen Ihr Wissen und Können.

    Mit freundlichen Grüßen ein sehr nachdenklicher
    Mitarbeiter der im Konzern nur seine Chance wahrnehmen möchte die er bekommen hat, aber leider durch eine Sperre gehindert wird.

    Michael

    Antwort

  20. 20. Yvonne

    Kommentar vom 10. Juli 2009 um 15:23

    Hallo Michael..

    mein Partner hat genau diese Situation und noch viele andere hier erlebt.
    Ich bin langsam der Meinung das sie solche Leute nicht möchten die sich in vielen Bereichen auskennen.. Am liebsten haben sie Fachidioten die sich in Ihrer Materie auskennen und das wars.
    Nur das ein Premium- Fahrzeug viele Aufgabenbereiche mit sich bringt und es eine Verkettung vieler Faktoren birgt die man, wenn man schon vor Ort und an der Wurzel des enstehenden Produktes gearbeitet hat, leichter erkennt und Verbesserungen erreicht, sieht hier niemand. Gefragt sind nur die Ingenieure direkt von der UNI, die noch nie einen Schraubenschlüssel in der Hand hatten. Catia und und sonstige Konstruktionsprogramme beherrschen, nur leider sieht die Realität oft anderst aus.. Das berechnet kein Programm.. Arbeitserfahrung vor Ort hält oft die einfachste Lösung bereit… In diesem Sinne hoffe ich auch noch Andere entmutigte für einen Beitrag motiviert zu haben.. Trotz all dem ein schönes Wochenende…

    Antwort

  21. 21. Uwe Knaus (Moderator)

    Kommentar vom 13. Juli 2009 um 17:10

    @Michael
    @Yvonne
    Bitte wenden Sie sich an Ihren Personalbetreuer vorort, um Ihre individuelle Situation zu besprechen.
    Oder melden Sie sich bei mir per E-mail und ich leite die Anfrage weiter.
    Danke und schönen Gruß,
    Uwe Knaus

    Antwort

  22. 22. Ali Ayhan

    Kommentar vom 14. Juli 2009 um 07:38

    @michael
    @yvonne
    danke für euren ehrlichen Kommentar, der eigentlich schon wieder ein Beitrag für sich sein könnte, ich hatte ziemlich viel Glück, daß es bei mir geklappt hat, aber ich kann euch eins mit auf den Weg geben, ich habe den Mut nie aufgegeben und immer daran geglaubt und auch mein Ziel weiterverfolgt. Also gebt den Mut nicht auf so wie Michael schon gesagt hat, wer aufgibt hat nämlich schon verloren. Mitarbeiter die aus Eigeninitiative heraus eine Weiterbildung machen sind ja schon hochmotiviert, ich würde es auch sehr begrüssen, wenn man diesen MA mehr Beachtung entgegenbringt bei Ihrer beruflichen Weiterentwicklung. Ich wünsche euch trotz alledem alles gute, viel Glück und denke auch das es letztendlich doch klappen wird mit einer geeigneten stelle für euch.

    Antwort

  23. 23. Michael

    Kommentar vom 14. Juli 2009 um 19:03

    @ Uwe Knaus

    herzlichen Dank für den Kommentar und das sehr anregende Telefongespräch das ich mit Ihnen führen konnte. Ich finde es sehr liebenswert von Ihnen, dass Sie sich in der Angelegenheit schlau gemacht haben und Sie aufmerksam auch auf solche Beiträge achten. Danke für Ihre Präsenz und Ihre Freundlichkeit.

    Mit lieben Grüßen

    Michael

    Antwort

  24. 24. Michael

    Kommentar vom 14. Juli 2009 um 19:03

    @ Ali Ayhan

    Vielen Dank für Deinen Kommentar. Sorry das ich mich jetzt erst bei Dir melde, um Dir zu sagen das Dein Erfolgserlebnis etwas sehr schönes ist, ich freue mich sehr für Dich mit. Ich wünsche Dir auch auf Deinem weiteren Lebensweg bzw. Berufsweg noch sehr viel Kraft und Mut das zu erreichen was Dir wichtig erscheint.

    Mit lieben Grüßen
    Michael

    Antwort

  25. 25. Michael

    Kommentar vom 14. Juli 2009 um 19:21

    @ yvonne

    Danke Dir für Deinen Kommentar. Hmmm Du scheinst sehr verbittert zu sein, auf eine Art und Weise kann ich Dich verstehen, und doch denke ich mal das es nicht richtig ist die Menschen von der Uni anzugreifen. Denn diese Mitmenschen haben eine sehr gute Ausbildung hinter sich und genauso die Chance in einem Unternehmen Ihren Weg zu gehen der Ihnen gebührt. Ich finde es sogar sehr gut das Daimler diesen Weg geht, um somit jungen Menschen eine Perspektive bietet in Ihrem Beruf erfolgreich zu werden.
    Natürlich sollte es denn dennoch so sein, das Daimler auch den eigenen Mitarbeitern mehr Perspektiven zeigen kann, und diesen Weg den sie den Menschen die eine Ingenieurausbildung hinter sich haben geben, auch den eigenen Mitarbeitern bieten.
    Es gibt da bestimmt sehr viele Möglichkeiten, in dem man die Mitarbeiter die sich entschlossen haben sich berufsbegleitend weiterzubilden mehr fördert.
    Ich überlasse es einfach mal den Führungskräften bzw. der Unternehmensleitung welchen Weg sie gehen.

    Also liebe Yvonne bitte nicht verbittert sein, sondern jeden Tag aufs neue mit einem Lächeln den Tag beginnen und neu anfangen das persönliche Ziel zu erreichen.
    Ich lege Dir mal diesen Text mit in den Kommentar,
    er soll Dir neue Kraft schenken :))

    ” Verfolge Deine Leidenschaft, und das Universum wird Tore für Dich öffnen, wo vorher nur Wände standen. ”

    Mit lieben Grüßen

    Michael

    Antwort

  26. 26. Michael

    Kommentar vom 14. Juli 2009 um 19:35

    Zu meinem Kommentar von letzter Woche möchte ich noch etwas hinzufügen.

    Habe da gerade von Ali Ayhan den Text gelesen
    “Wer aufgibt hat schon verloren “.

    Verlieren tut niemand, es kommt immer darauf an wie man etwas annimmt oder es eben nicht annimmt.
    Natürlich ist es in meiner Situation nicht gerade glücklich verlaufen bisher, doch ich sehe mich keinesfalls als Verlierer. Im Gegenteil, es macht mich nur noch stärker.

    Okay die momentane Situation ist bei vielen Mitarbeitern nicht gerade Motivationsfördernd, und doch denke ich sollte es jedem Mitarbeiter einen zusätzlichen Motivationsschub geben, das Ziel vor Augen weiterhin zu verfolgen und darauf hinzuarbeiten.
    Es gibt eben im Leben auch Wege die nicht nur geradeaus gehen sondern Schlingen und Kurven besitzen.

    Ich wollte mit meinem Beitrag nur auf etwas Aufmerksam machen, und darauf hinweisen wie es bestimmt sehr vielen Mitarbeitern bzw. Kollegen die sich in der gleichen Situation befinden ergeht oder Ihre Gefühlslage ist.
    Auch wollte ich niemanden persönlich angreifen
    sondern nur zum Nachdenken anregen.
    Dazu möchte ich noch einen Text mit in den Kommentar schreiben, auch der Text sollte zum Nachdenken anregen

    “Wenn das Jammern der Menschen am lautesten ist,
    gibt es diejenigen,
    die sich die Ohren zuhalten und mitjammern.
    Und es gibt diejenigen,
    die gerade dann besonders genau hinhören und das anbieten, wonach die Menschen verlangen ”
    Raten Sie mal,
    wer der Erfolgreichere ist,
    und wer ein unendlich großes Potenzial
    entdeckt und fördert ?!

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael

    Antwort

  27. 27. Yvonne

    Kommentar vom 15. Juli 2009 um 13:28

    Na,dann….
    Wenn das einen weiter bringt…
    Viel Glück

    Antwort

  28. 28. Ali Ayhan

    Kommentar vom 22. Juli 2009 um 20:32

    Meine Reportage kommt am 24.o7.09 im türkischen Fernsehen Kanal TGRT EU 3 mal täglich bis zum 01.August
    wer Lust hat kann ja mal reinschauen

    Liebe Grüsse an alle Ali

    Antwort

Was ist Ihre Meinung?

Wenn Sie die E-Mail-Adresse eingeben, die Sie bei Twitter oder bei Gravatar verwenden, erscheint Ihr Bild neben dem Kommentar.

mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Sie erhalten zur Freischaltung ihres Kommentars eine E-Mail.


Sidebar
Footer
Mehr zu Einstieg & Karriere (114 von 159 Artikeln)


Erlebnis eines Abends im Kaisersaal Es ist Montagabend als mein Telefon klingelt, am anderen Ende der Leitung werde ich mit ...