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06.2009

Wem gehört das Auto der Zukunft?

Als Mitglied von Business Innovation werde ich nächste Woche Mittwoch/Donnerstag bei einem internationalen Strategieworkshop von Daimler mit dabei sein. Dieser wird sich aufgrund der dramatisch veränderten Rahmenbedingungen sicherlich in Vielem von den Workshops der Vergangenheit unterscheiden – nicht zuletzt durch die veränderte Anzahl der Teilnehmer. Ein Teil der Strategiekollegen, die rund um den Globus verteilt sind, werden diesmal lediglich „elektronisch“ per Videokonferenz an unserem Workshop teilnehmen.

Einer der Punkte, die uns sicherlich beschäftigen werden, ist die Frage: Wie geht es nach der Krise weiter?

Denn neben den aktuellen Entwicklungen gibt es auch verschiedene Trends, die bestimmt nicht ohne Auswirkungen auf den Automobilmarkt bleiben werden:

Zum Beispiel steigt die Anzahl der in Städten lebenden Menschen, der Zugang zu den Innenstädten wird immer schwieriger, Staus und „ausgedehntes Parkplatzsuchen“ sind an der Tagesordnung, Öl wird immer knapper und somit teurer und das Umweltbewusstsein der Bevölkerung steigt.

Eines, was mich deswegen im Moment sehr beschäftigt, ist die Frage, ob Menschen in der Zukunft überhaupt noch ein Auto besitzen wollen oder ob sie Autos nur noch bei Bedarf nutzen werden.

Natürlich haben andere und ich uns schon einige Gedanken zu diesem Thema gemacht, doch würde ich mich gerne hier im Blog mit Ihnen darüber austauschen und Ihre Anregungen mit in unseren Workshop nehmen:

Wie stehen Sie dem Thema „Besitz vs. Nutzung“ von Automobilen gegenüber? Was erwarten Sie in diesem Zusammenhang von uns als Premium Automobilhersteller?

Ich freue mich auf Ihre Vorschläge!

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Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
 

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  1. 1. baranek

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 09:19

    Hallo!
    Durch günstige Umstände (Wohnung in zentraler Innenstadtlage) können wir uns den Luxus leisten, seit etwa neun Jahren über kein eigenes Automobil mehr zu verfügen. Welche Befreiung! Denn dadurch erkennt man ja erst die gesamten Möglichkeiten, die einem in punkto Mobilität zur Verfügung stehen. Wir gehen viel zu Fuß, nutzen ÖPNV, auch mal Taxi aber vor allem Carsharing. Das ist in Stuttgart hervorragend aufgestellt und klappt prima. Wir sagen: Nie wieder ein eigenes Auto! Was kann ein Premium-Hersteller hier beitragen? Schwierig. Bei Carsharing gibts außer ein paar Smart nix aus dem Haus Daimler. Wohl zu teuer. Ein eigenes Carsharing aufbauen im großen Stil? Das wäre natürlich toll, würden wir sofort mitmachen…

    Antwort

  2. 2. Brenrhad (@Brenrhad)

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 09:26

    Mal ein Plot:

    Wohnen in Berlin.
    - Weg zur Arbeit: 100% S-Bahn.
    - Weg zur abendlichen Kultur: 95% S- und U-Bahn, das verbleibende Zwanzigstel ist das Taxi zurück.
    - Urlaub: 100% Auto – aber praktisch im Kombi.
    - Dazwischen: Getränke und Großgebinde einkaufen 100% Auto

    Solche Autos stehen nur noch rum. Man hat keine Lust auf Innenstadtverkehr samt Stau, Streß, politischer Regel-Gängelung und finalem Parkplatz-Fiasko. Und natürlich auch keine Lust, für den Rest 30.000 Euro und mehr für ein Auto auszugeben (mal abgesehen von je 1000 Euro pro Inspektion!).

    Außerdem haben Viele letztes Jahr schwer mit ihrer Benzinpreismoral zu tun gehabt. Vor allem, wenn man sieht, wie wenig eine Stromladung für Vollelektroautos im Vergleich ausmacht. Da sinkt die Laune drastisch.

    Aber: Es macht wahrscheinlich wunderbaren Spaß, auf einer freien Autobahn in einem sicheren und bequemen Auto längere Strecken zügig und ohne Ermüdungserscheinungen zurücklegen zu können. Man sieht die Welt und hält Kontakte offen wenn man unterwegs ist.

    Antwort

  3. 3. Moritz

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 09:53

    Hallo,

    was ein eigenes Auto bedeutet: Freiheit
    Jederzeit (ohne Warten auf den ÖPNV) überall hinkommen können – diesen Luxus können mir keine Parkplatznot, keine hohen Benzinpreise oder utopische Fahrzeugpreise nehmen.
    Ich fahre jedes zweite oder dritte Wochenende eine Strecke von ca 500km. Da gibt es nichts günstigeres als das Auto! Allerdings den Rest der Zeit steht das Auto tatsächlich nur vorm Haus. Über die Anschaffung eines Elektroautos für die Strecken

    Antwort

  4. 4. Ingrid Q.

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 10:19

    Der Kommentar wurde auf Wunsch der Autorin gelöscht

    Antwort

  5. 5. Karin Antoni

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 10:31

    Ich bin überzeugter Autofahrer. MIt ÖNV wäre ich doppelt so lange zur Arbeit unterwegs und ich finde ihn auch zu teuer als Alternative. Ich geh mit dem Auto einkaufen, weil ich alle Einkäufe verstauen kann und bis vor die Haustür fahren kann zum Ausladen. Ich fahre mein Kind zum Training und zu diversen Arztterminen. Klar, die Parkplatzsuche in der Stadt nervt und im Stau stehen ist auch nicht prickelnd. Trotzdem ist das Auto bequemer. Was allerdings dringend nötig ist, sind gescheite Antriebe. Es kann einfach nicht mehr sein, dass selbst ein CLC Blue Effiiency in der Stadt fast 10 Liter verbraucht! Das geht gar nicht mehr! Ich erwarte in Zukunft Motoren, die sprizig und schnell sind und ganz wenig verbrauchen (ob Strom oder Benzin oder Gas ist mir egal, hauptsache wenig).

    Antwort

  6. 6. Felix R.

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 11:06

    Ich benoetige mein Auto hauptsaechlich auf Strecken bis maximal 100km und meistens alleine. Deswegen wuerde mir ein kleines Auto wie z.B. der Smart MHD reichen. Mercedes fahre ich aktuell natuerlich aus emotionalen Gruenden aber auch deshalb, weil die Autos einfach superkomfortabel, sicher, innovativ und gut verarbeitet sind. Auf diesem Weg moechte ich Mercedes eigentlich auch weiter sehen. Aber kleine, sparsame Mercedes fehlen leider noch und in manchen Bereichen fehlt auch die angestrebte Innovationsfuehrerschaft, die ich auch mit Mercedes verbinde. (Motoren, …)

    Auch mit der Brennstoffzelle ist Mercedes in meinen Augen auf einem guten Weg. Wenn jetzt noch die Wasserstoffherstellung “gruen” erfolgt, so ist die Langstreckenindividualmobilitaet quasi gesichert :-)

    Letztens habe ich gehoert, dass Daimler frueher mal fuer Land, Wasser Luft stand… Teilweise ist davon ja noch etwas uebrig. Land ist fuer mich aber nicht nur die Strasse, bzw. der PKW, sondern eben auch der OEPNV und die Schiene an sich. Da koennte man sicher noch taetig werden. Grundsaetzlich ist man mit dem Busgeschaeft ja schon gut unterwegs. Aber vielleicht kann sich Mercedes ja weiter auf die Schiene ausdehnen und dort das Konzept von Qualitaet, Komfort und Sicherheit weiterfuehren. Genauere Vorstellungen dazu habe ich leider nicht :-)

    Antwort

  7. 7. Christian Koester

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 11:26

    Hallo zusammen,

    wenn wir uns die großen Städte dieser Welt anschauen, kann doch wirklich niemand mehr behaupten, dort ein Auto zu fahren, sei Luxus oder Freiheit. Bis zum Jahr 2050 werden wohl über 70% aller Menschen dieser Erde in Städten leben. Wenn da jeder ein Auto hat und es auch fährt, dann wird es zwangsläufig im totalen Chaos enden. Und dann ist Autofahren gleichbedeutend mit Stress.

    Was ich für die Innenstädte sinnvoll finde, ist eine Verbindung von öffentlichen Verkehrsmitteln mit einem Car-Sharing-System. Dann könnte man zum Beispiel für den Großeinkauf auf einen Wagen zurückgreifen, den Weg ins Büro aber entspannt mit der Bahn erledigen. Dafür muss zum einen der ÖPNV ausgebaut und finanziell wettbewerbsfähig gemacht werden und ein ähnliches Prinzip wie das der Mietfahrräder der Deutschen Bahn auch auf Autos übertragen werden.

    Also ganz klar: Nutzung vor Besitz!

    Antwort

  8. 8. Timo Bularczyk

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 11:59

    Durch verschiedene berufliche Stationen kamen wir in vergangenen Jahren in diverse Ballungszentren in Europa und Asien. Bedingt durch die kurzen Aufenthalte kleiner 1 Jahr haben wir nie ein Auto in den jeweiligen Städten besessen. Bsp. in Singapur (und das gilt auch für Tokyo) ist es sehr teuer ein Auto zu besitzen. Die Menschen nutzen öffentliche Verkehrsmittel und mal ein Taxi – kaum jemand kann sich den Luxus eines eigenen Autos leisten. Für größere Transporte mietet man sich ein größeres Auto wenn man es braucht. Mit dem Geld was ein eigenes Auto kosten würde, konnte man bequem das ganze Jahr ohne vermeintliche Einschränkungen bewegen. Das hat sehr gut funktioniert und die Kosten waren absolut kalkulierbar.

    Irgendwann haben wir uns trotzdem wieder nach einem eigenen Auto gesehnt. Man kommt bequem von A nach B (und das wann man will), selbst zu fahren vermittelt einem das Gefühl die Dinge selbst in der Hand zu haben, man kann sein persönliches Hab und Gut im Auto liegen lassen, auch mal große und sperrige Dinge transportieren etc. Die Kosten für das Auto sind hoch (Investition, Versicherung, Steuern und vor allem Wartung und Wertverlust), aber man hat einen beträchtlichen gefühlten Komfortgewinn. Typischerweise sieht man diese Merkmale bei einem Luxusgut.

    Während in Deutschland fast jeder ein oder mehrere Autos besitzt, wird in Asien wird aufgrund der Vielzahl der Ballungszentren ein Trend ersichtlich, der in Deutschland noch eher unbekannt ist. Vor dem Hintergrund des Platzmangels (und damit künstlichen Verknappung durch höhere Preise um der Lage gerecht zu werden) und der steigenden Energiekosten, ist es für jeden einzelnen schlichtweg zu teuer ein eigenes Automobil zu besitzen. Es ist m.E. weniger eine Diskussion um kleine spritsparende Autos oder Luxuskarossen die nun geführt werden müssen. Wenn man vom Platzmangel als Hauptkriterium der Kosten für ein Auto in Ballungszentren ausgeht, muss man feststellen, dass der Platzgewinn bei einem Umstieg von großen auf kleine Automobile gering ist. Die Infrastruktur skaliert nur bedingt nach unten, da Straßen und Parkplätze weiterhin vorgehalten werden müssen und durch kleinere Autos nicht signifikant mehr Menschen ein Auto fahren können. In einem Ballungszentrum verschiebt sich die Diskussion von Luxus im eigentlichen Sinne (z.B. eine S-Klasse zu fahren) zu Luxus in der Mobilität an sich (Bewegungskomfort eines eigenen Autos anstelle der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln). Es muss also nicht notwendigerweise die S-Klasse sein, sondern kann auch der Smart sein, der den Luxus bietet flexibel von A nach B zu kommen.
    Somit sehe ich auch die Diskussion um die steigenden Energiekosten in dieser Diskussion eher sekundär. Hat sich jemand für den Bewegungskomfort (entweder aus dem Komfort oder als Statussysmbol) entschieden, ist die Preissensibilität bei Energiekosten sicherlich gering(er). Evtl. werden kleinere Autos nachgefragt werden aber nicht das Auto an sich.

    Prinzipiell ist jeder Automobilhersteller in der Lage diesen Komfort zu bedienen, da es nicht nur um Luxus sondern um Bewegungskomfort geht (den ein Automobil per Definiton anbietet). Es gilt also, dass die Automobilhersteller Autos bauen müssen, in denen die Menschen sich wohler fühlen und mehr Komfort ggü. anderen Herstellern anbietet. Weitere Merkmale wie umweltschonend und nachhaltige Bauweise können die Kunden zusätzlich reizen. Als Premiumhersteller ist man „verpflichtet“ diesen Komfort zu bieten und weiter auszubauen.

    Es bleibt also bei der alten Diskussion ob ich mit Premium mehr abschöpfen kann als mit dem Massenmarkt – nur das es jetzt nicht darum geht ob ich ein hochwertiges Auto baue oder ein „Billigauto“. Es geht darum die richtigen Geschäftsfelder auszuwählen. Baut ein Unternehmen Autos für eine Minderheit, die bereit ist Premium zu zahlen oder stellt sie Massenverkehrsmittel bereit und gewinnt über den Effekt der Masse?

    Antwort

  9. 9. Claudia Sommer

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 12:39

    Hallo,

    wirklich eine sehr interessante Fragestellung.

    Ich denke, wir werden vermehrt CarSharing sehen und glaube der Individual-Verkehr, wie wir ihn kennen, hat keine Zukunft mehr. Zu viele Autos auf unseren Straßen. Wer kennt nicht den morgentlichen Stau? In Hamburg bin ich beispielsweise wesentlich schneller mit öffentlichen Verkehrsmitteln, als mit dem Auto. Hinzu kommt eine Tendenz, dass sich unsere Arbeitsplätze zunehmend ins “HomeOffice” verlagern. Der Bedarf ein Auto zu fahren, wird sich wandeln und kleiner werden. Ich glaube nicht, dass wir uns in 50 Jahren noch so fortbewegen werden.

    Ich habe noch nie ein Auto besessen und bin bisher prima ohne ausgekommen. Klar ab und an benötigt man eins, aber dafür gibt es ja Autovermietungen und CarSharing Möglichkeiten.

    Liebe Grüße
    Claudia Sommer
    (Webmanager Greenpeace)

    Antwort

  10. 10. Yves

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 12:42

    Ich denke, man sollte beachten, dass z.B. in Deutschland sehr viele Menschen außerhalb von Innenstädten leben (Vororte, Dörfer usw.). ZUdem ist es oftmals nicht möglich innerhalb der gleichen Stadt zu arbeiten in der man lebt. Das alles macht die Nutzung von ÖPNV sehr schwierig. Zusätzlich fordern ja auch die meisten Arbeitgeber Mobilität, was längere Anfahrtswege erforderlich macht.

    Ich selbst fahre jeden Tag einfach über 50 km zur Arbeit und benötige hierfür ca. 30 min.. Würde ich mit ÖPNV fahren, bedeutete das eine Verdreifachung der Fahrtzeit.
    Zudem kommt hinzu, dass aus meiner Sicht häufig die Taktzeiten von Bus & Bahn sehr schlecht sind. Mit meinem Auto kann ich fahren wann ich will und muss mich nicht zum Bahnhof abhetzen, um gerade noch mitanzusehen wie mein Zug vor meiner Nase wegfährt und ich eine Stunde warten muss bis der nächste kommt. Das Ganze wird noch verschärft, wenn man umsteigen muss.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin vom Auto abhängig und ich brauche kein Car-Sharing bzw. es kommt für mich nicht in Frage.

    Ich empfinde diese Megacity Diskussion als eine einseitige Betrachtung. Die Tendenzen Stadt- und Landflucht gab es schon immer in zyklischen Abständen. Wenn die Städte überbevölkert sind und zu Molochs werden, werden sich meiner Meinung nach zumindest die wohlhabenderen Menschen wieder in Richtung Umland bewegen, um eine höhere Lebensqualität zu haben.
    Womit wir wieder bei Mercedes-Benz wären. Denn ich glaube, genau das ist die Zielgruppe der Marke.

    Was allerdings für mich von Interesse wäre, wäre ein neues Fahrzeugkonzept. Ich fahre zur Arbeit immer allein. Deswegen wäre für mich ein Auto interessant, das sehr klein ist (1-Sitzer), mir aber dennoch hohen Komfort und hohe Sicherheit für längere Strecken bietet. Und da scheitert es beim Smart …

    Antwort

  11. 11. Rainer Filitz

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 12:46

    Navigationssysteme mit künstlicher Intelligenz und Weiterentwicklungen beim “Fahrerlosen Auto” werden in absehbarer Zeit den Verkehrsfluss optimieren und Unfalle fast ausschließen können. Wenn jeder einen Teil seiner momentanen “automobilen Freiheit” aufgibt, könnten alle davon profitieren und weiter in den Genuss individueller und unabhängiger Mobilität kommen. Dadurch würden sich natürlich auch die Differenzierungskriterien von Autos wesentlich ändern. Ein effizienter Antrieb wäre sehr viel wichtiger als einer mit viel PS und Komfortgedanken könnten noch stärker in den Vordergrund geschoben werden (das Auto als “mobiles Zuhause”), was auch Mercedes als Premiumhersteller entgegen kommen kann.

    Antwort

  12. 12. Roman Wittig

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 14:07

    Ich würde in der Frage Mobilität der Zukunft auch zwischen 2 grundsätzlichen Kundensegmenten unterscheiden. Es wird auch weiterhin Menschen geben, die sich den Luxus der individuellen Mobilität zu vernünftigen Preisen leisten werden. Wie bereits in der Diskussion erwähnt, werden das vorrangig Personen sein, die täglich größere Entfernungen zurück legen und deshalb weder auf Sicherheit noch Komfort verzichten Wollen, also potentielle Kunden im Premiumsegment sind.

    Die zweite Gruppe sind Kurzstreckenpendler, die in urbanen Ballungsgebieten täglich zum Arbeitsplatz pendeln und deshalb aus Kosten- und Zeitgründen auf den ÖNV setzen. Aber sind wir doch mal ehrlich: Auf die Enge eines Zugabteils im Berufsverkehr könnten wir alle gut verzichten.

    Die Idee: Individualisierter Personennahverkehr

    Durch frühzeitige Entwicklungsanstrengungen auf dem Gebiet der Personal Rapid Transport Systeme zuerst am Markt sein und Mercedes typische Stärken wie Sicherheit und Komfort ausspielen. Das Konzept würde doch perfekt in unsere Anstrengungen zur elektr. Mobilität passen.

    Antwort

  13. 13. Uta Bürk

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 15:07

    Ich gehöre zu den stressgeprüften Pendlern, die täglich 70 km auf holperigen Straßen, gesäumt von Baustellen, verbringen, um zur Arbeit zu kommen. Wir sind bereits seit vielen Jahren mangels guter Luft aus dem Stadtgebiet geflüchtet, da unsere Kinder bereits im Säuglingsalter darunter litten, und die Wohnungspreise im Großraum Stuttgart sehr hoch sind. Den Umweltschutz vor Augen, habe ich mich immer schon für neue Technologien diesbezüglich interessiert. Hierzu muss ich sagen, dass es unsere Fa. uns hier nicht besonders einfach macht. Zur Zeit fahre ich einen NGT, also mit einer Motorisierung mit Erdgas oder Benzin. Während die Technik gut funktioniert und ich einen super sparsamen Verbrauch von Erdgas habe (heute Morgen mit Stau! von 4,1 kg/100km ), ist nach 300 km Reichweite schluss. Da die Erdgastankstellen noch selten sind versorgt sich mein Motor dann mit Superbenzin. Der Verbrauch geht im Stau dann allerdings sehr schnell in den zweistelligen Bereich. Hier sind wir dann in dem Bereich, wo ich wirklich kein Verständis dafür habe. Wenn ich mich für schadstoffarme Fahrzeuge entscheide kann ich nicht ein Fahrzeug mit einem derartigen Verbrauch akzeptieren. Ich will damit auch sagen, dass wir durchaus Inovationen besitzen aber in der Umsetzung hapert es. Für den internationalen Strategieworkshop von Daimler würde ich folgendes mitnehmen: Wir werden auch weiterhin sehr viel Pendlerverkehr haben, da die Arbeitsplätze unsicherer sind und häufiger gewechselt werden und größere Pendlerstrecken auf sich genommen werden. Ziel sollte eine wirklich ernst gemeinte Umsetzung von umweltschonenderen Fahrzeugen sein und keine halben Sachen…

    Antwort

  14. 14. Andreas Leo

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 15:22

    @baranek und andere: Genau zu diesem Thema gibt es ja seit Oktober in der Tat mit dem von Daimler entwickelten und gegenwärtig in Ulm erprobten car2go ( http://www.car2go.com )einen interessanten Lösungsansatz, der natürlich auch hier im Blog schon vorgestellt wurde ( http://blog.daimler.de/2008/11/10/interview-car2go-smart-zum-minutentarif/ ) bzw. sogar ein eigenes Blog betreibt ( http://blog.car2go.com ). car2go ist eine stark weiterentwickelte Form des carsharing, das viele der hier angesprochenen Punkte aufgreift und eine hervorragende Mobilitätslösung für Ballungsräume darstellt: Auto teilen mit dem Komfort spontaner individueller Mobilität. Für mich eine eindeutig zukunftsfähige Lösung.

    Antwort

  15. 15. Sven Domroes

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 15:33

    Meine Prognose:
    Die individuelle Mobilität wird sich ändern von derzeit hauptsächlich “ich besitze Mobilität” hin zu immer mehr “ich benutze Mobilität”.

    Ein für diese Entwicklung maßgebender Einflußfaktor wird die immer höher werdende Verfügbarkeit von Informationen über mobile Endgeräte/ Telefone sein. Über smart phones wird zukünftig für viele Anwendungszwecke die jeweils passende Information adhoc abrufbar sein. So z.B. auch für das Thema “Ich stehe in A und möchte nach B”. Hierzu wird die jeweils passende aktuelle Verkehrsverbindung auf Knopfdruck abrufbar sein. Ortsunkundige werden per integrierten Navi zum jeweiligen Abfahrtsort geführt werden. Die aufgelisteten Angebote können Verbindungen von Flugzeug, Bahn, Bus sein, aber auch Angebote von Mitfahrgelegenheiten, car2go-Konzepten, carsharing, Taxi…etc. Der öffentliche Nahverkehr wird aufgrund des einfachen Informationszugangs stärker genutzt werden, ebenso werden alternative Transportkonzepte wie Mitfahrgelegenheiten und carsharing-Konzepte stärker verfügbar sein.

    Den typischen S-Klassen-Kunden wird diese Entwicklung evtl. eher weniger betreffen. Dennoch sollte man sich als Unternehmen der Mobilitätsbranche mit dieser Entwicklung befassen wenn man weiterhin am Ball bleiben möchte.

    Antwort

  16. 16. Erhard

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 15:34

    Für uns gibt es nur die Alternative Personentransport elektrisch vorzunehmen. Die fossilen Rohstoffe sind einfach zu wertvoll um sie zu verbrennen. Mit dem jährlichen Stromertrag aus zwei Quadratmeter Photovoltaik hier auf einem deutschen Dach installiert fährt ein Smart tausend Kilometer weit. Wir brauchen also schnell einen E-Smart der von euch mit Car2Go betrieben wird. Für die Langstreckenfahrzeuge können wir uns dann beim Carsharing “ausnahmsweise” mal einen “Großen Wagen” (mit 4 Sitzen) ausleihen…

    Antwort

    Antwort von Matthias am 13. Januar 2011 um 10:01:

    Nur so als Anmerkung…..mit dem, was mich 2m² Photovoltaik-Fläche kosten (ich gehe da mal von 750€/m²….da ist Umrichter und Montage mit dabei) kann ich 25.000 km mit einem Smart fahren…oder 25 Jahre a 1000 km.
    Oder folgende Rechnung…..das, was mir 2m² Photovotaik-Fläche “einbringen”…ca. 275 kWh…..sind das bei 39 Cent pro Kwh Einspeisevergütung über 100€. Mit 100 € komm ich bei 4 Liter Verbrauch und 1,50€/l schon mal über 1600 km weit…!

    Antwort

  17. 17. Patrick

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 16:53

    Ich finde die Diskussion fast absurd. Das Auto ist ein Nutzobjekt. Man fährt damit von A nach B.
    Aber trotzdem gibt es 2 verschiedene Kategorien. Zum einen “Premiumhersteller” die Autos verkaufen die für “Normalverdiener” nicht bezahltbar sind und somit eigentlich nur für Leute gemacht sind denen das Geld hierfür eh egal ist ( Prestigeobjekt ). Auf der anderen Seite sind dann die die ein Auto kaufen das billig ist um damit das schon angesprochene ” A zu B Prinzip” zu erledigen ( Man siehe Abwrackprämie. Kleinwagenboom ).

    Es soll noch Leute geben die sich einfach mal den Traum erfüllen einen Mercedes zu fahren, aber dies ist meist nur selten der Fall.

    Was bleibt : Die die Geld haben fahren weiterhin das Premiummobil ( ob sie es nun wirklich brauchen oder nicht ) und die anderen suchen günstige Alternativen ( diese Schicht wird allerdings immer grösser )

    Somit besteht die Aufgabe für diese Leute günstige Autos anzubieten ( und nicht nur Smart ).

    bleibt die Frage ob Mercedes diesen Weg gehen will ? kann ?

    Ich denke Autos wird es immer geben, auch von Leuten in den Städten. Es ist ein Stück eigene Freiheit. Nur bezahlt Sie jeder für sich. Carsharing mag eine Alternative sein, aber sie wird nicht die regel.

    Antwort

  18. 18. Hartmut Fegert

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 18:27

    ich bin in meinem Berufsleben ca. 3,5 Mio km gefahren und habe all die zurückgelegten Kilometer auch wirklich mit dem Auto fahren müssen, da andere Möglichkeiten zu kompliziert und zu zeitaufwendig gewesen sind und auch noch zu teuer.
    Es kommt halt darauf an, wo man lebt, in der Stadt sind die Möglichkeiten des ÖPNV bestimmt für viele ausreichend, auf dem Lande wird es ungleich schwieriger. Ich lebe in Frankreich und hier ist man ohne Auto eigentlich tot. Es geht außerhalb der Großstädte nichts mehr ÖPNV gegen Null, daher sind Fahrzeuge mit geringem Verbrauch und zu vernünftigen Anschaffungskosten gefragt, sogar die kleinen Führerschein freien Autos boomen. Ich kenne die USA auch aus eigener Erfahrung auch dort wäre man ohne Auto verloren.
    Die Antwort des Fahrzeugherstellers muss sein, Ein attraktives Auto zu einem vernünftigem Preis. Der smart ist nur bedingt eine Lösung

    Gruß
    Hartmut Fegert

    Antwort

  19. 19. Dirk

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 19:19

    @alle:
    Für Daimler als Mobilitätsanbieteter heißt das ja nicht unbedingt, daß man NUR Autos, LKW, Busse und Vans anbietet. Das ist doch eigentlich nur die Hardware, mit der man Mobilität ermöglicht (ähnlich dem Handy, das Telefonie ermöglicht). Dem Kunden kommt es darauf an mobil zu sein, wie ist eigentlich nebensächlich. Vom Telefon übertragen: Primär möchte man telefonieren, dafür braucht man ein Handy – und das darf dann in Abhängigkeit des Geldbeutels mal teurer oder billiger sein.
    Auf die Mobilität übertragen heitßt das doch, die Kunden wollen primär von A nach B. Dafür gibt es Autos, OPNV, Zug, Van, Bus, Flugzeig, Car2Go, usw.
    Daimler könnte doch als Anbieter von Mobilität / Transport / Logistik auftreten, in einem ganz anderen Geschäftsmodell. Die Verkehrsmittel würden zur Nebensache, die Hardware!
    Also die Vision: Bei einer der vielen neu entstehenden Städte in Asien ist Daimler der Partner, der Betreiber aller “Transporte”. Die Vehikel sind “frei”, man zahlt nur die Nutzung. Das gilt für Zug, Auto, LKW, usw. Eine intelligente IT dazu, die alles verlinkt, abrechnet und verbucht/verwaltet, integriert mit Verkehrsleitung, auf dem Handy abrufbar, usw.
    Gebe zu vielleicht etwas sehr visionär aber weiterspinnen könnte man das ja mal…

    Antwort

  20. 20. Ann-Kathrin Knebel

    Kommentar vom 25. Juni 2009 um 20:11

    Vielen Dank für den Input und die vielen Ideen, die bis jetzt schon beigesteuert wurden. So viele Reaktionen auf meinen Blogeintrag habe ich im Vorfeld nicht erwartet und freue mich umso mehr, über die spannenden und sehr verschiedenen Sichtweisen.

    Viele Anregungen lese ich einerseits zum Thema neue, sparsame, aber trotzdem schnelle und spritzige Antriebssysteme mit Bewegungskomfort als Luxusgut, andererseits zu individualisiertem Personennahverkehr/ Personal Rapid Transport System und neuen Kooperationsmodellen zwischen ÖPNV und anderen Mobilitätsdiensten.

    Läßt sich die Frage Nutzung vs. Eigentum zukünftig mit Stadt vs. Land beantworten?
    Bieten Carsharing, ÖPNV, Taxen und Fahrräder zukünftig in den Städten genügend Angebote für Mobilität, auch für Familien mit Kindern, beim Einkaufen, für Pendler mit mehrmaligem Umsteigen…? Welche Services könnten sich darum entwickeln, welche könnten zu uns als Automobilhersteller passen?

    Antwort

  21. 21. Alois Oversohl

    Kommentar vom 26. Juni 2009 um 10:19

    Die Fragestellung ist sehr interessant. Ich meine, das das Auto der Zukunft schon einen Wandel mit sich bringen wird. Es wird sicher einen großen Bedarf an Mobilität geben, aber muß jeder einzelne wirklich ein Fahrzeug besitzen, welches nur einen Teil seiner Bedürfnisse abdeckt, oder wäre es nicht viel praktischer, wenn ich bei einem “Provider” Mobilität mieten kann und dann für jede Aktivität das richtige Fahrzeug aus einem Pool ausleihen kann (Kleiner Wagen fürs Geschäft,Transporter für den Umzug, Großraumlimousine für die Urlausfahrt mit der Familie. Welcher Fahrzeughersteller wäre für dieses Thema besser aufgestellt als Daimler, wir würden uns dadurch zu einem Mobilitätsdienstleister hin verändern, darin sehe ich eine große Zukunftsperspektive.

    Antwort

  22. 22. Timo Bularczyk

    Kommentar vom 26. Juni 2009 um 11:04

    Die Diskussion ob Mobilität auf dem Land anders aussieht als in der Stadt würde ich mit Jein beantworten. Der Luxus des Bewegungskomforts ist in der Stadt wie auf dem Land der gleiche. Die Preissensibilität für den Luxus zu zahlen, allerdings eine andere.

    Zum einen wird es günstiger sein auf dem Land ein Auto zu besitzen (im Vergleich zu einem Ballungszentrum aufgrund von Platzknappheit) zum anderen wird die Bereitschaft auf dem Land höher sein den verbleibenden Premiumaufschlag zu zahlen, da der Bewegungskomfort relativ gesehen schneller steigt. (Es stehen auf dem Land weniger alternative Möglichkeiten der Mobilität zur Verfügung, so dass der Mobilitätsaufwand und damit der verbundene Nutzen eines eigenen Autos steigt). Es wird auf dem Land also mehr Komfort für weniger Premiumaufschlag.

    Es gibt also den individuellen Mobilitätsnachfrager, der bereit ist (mal mehr mal weniger) Premium für ein Automobil wie wir es jetzt auch kennen zu zahlen, und demjenigen der Massenmobilität nachfragt. Für Automobilhersteller führt dies m.E. dazu, dass zum einen das Automobil an sich weiter nachgefragt wird, aber sich gleichzeitig ein neues Geschäftsfeld der Massenmobilität auftut.

    Kompetenzüberschneidungen sehe ich zw. Automobile herstellen und Mobilität bereitstellen allerdings kaum, so dass diese Kompetenz bei Daimler aufgebaut werden muss. Mit Car2Go etc. wird zurzeit getan und ich denke, dies ist ein wichtiger strategischer Vorteil ggü. unserer Konkurrenz. Den Einstieg in ÖPNV könnte ein weiterer Schritt sein, dass Geschäftsmodell weiter zu diversifizieren.

    Ich bin mir sicher, dass Mobilität in diesem Sinne, zusätzlich zur Herstellung von Automobilen(!), ein weiteres Standbein des Geschäftsmodells von Daimler sein wird. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

    Antwort

  23. 23. Melanie

    Kommentar vom 29. Juni 2009 um 09:12

    Ich denke es gibt noch einen ganz anderen Aspekt: Spaß!! Ich persönlich fahre einfach gerne Auto, beim klar Autobahn-stehen ist der Spaß-Faktor deutlich geringer :-)) aber sonst bin ich einfach gerne im Auto unterwegs. Also neben dem Aspekt, daß ich mit meinem Auto von A nach B komme, sind die Emotionen, die ich mit dem jeweiligen Verkehrsmittel verbinde relevant.
    Klar kenne ich Personen die sagen, daß man die Zeit im Zug oder der S-Bahn ganz wunderbar zum Arbeiten oder Lesen nutzen kann. Oder auch Personen, die gerne Taxi fahren, weil das so komfortabel ist, gefahren zu werden.
    Ich hab meistens Spaß beim Autofahren und da steigert es mein persönliches Wohlbefinden, wenn ich in meinem gewohnten Auto mit “meiner Infrastruktur” (CD´s, Sonnenbrille, einfach aller persönlicher Schnickschnack) unterwegs bin.

    Antwort

  24. 24. Bettina

    Kommentar vom 29. Juni 2009 um 10:47

    Der “Spaß”-Aspekt sollte in der Tat nicht unterschätzt werden.

    Individualismus wird immer größer geschrieben, und ich bin der festen Überzeugung, dass ein Auto für die Menschen, die leidenschaftliche Automobilisten sind (und das sind eine ganze Menge), weiter ein Statussymbol, ein komfortables und persönlich gestaltetes Sofa zum Fortbewegen, ein Spaßmobil sein wird.

    Ich begrüße es, dass viele mittlerweile lieber mit den “Öffentlichen” fahren. Dann bleibt mehr Platz auf den Straßen für Spaßfahrer wie mich… ;o)

    Antwort

  25. 25. Peter

    Kommentar vom 29. Juni 2009 um 11:14

    @Bettina und Melanie
    So sehe ich das ebenfalls. Es stehen 4 Fahrzeuge (angemeldet) in der Garage, für jeden Zweck das richtige. Ob nun groß (für Transporte), leicht und schnell (für Spaß ohne Ende ;-) ), alt (fürs gemütliche cruisen) oder kompakt (für die restliche Zeit).
    Und wenn ich nur mal um die Ecke zum Supermarkt muß nehm ich einen meiner Roller und bekomme immer einen Parkplatz.
    Spaß ist für mich auch entscheidend, die “öffentlichen” können dies nicht bieten, sind (momentan) keine Alternative für mich.
    Wenn man 120 Jahre in der Zeit zurückgeht hatte man die Möglichkeit:
    zu laufen (eher kurze Distanzen)
    zu reiten (wer ein Pferd hatte, doch bei Regen wurde man naß)
    zu fahren (in einer Kutsche, wobei man wiederum auch Pferd(e) benötigte)
    die Eisenbahn nutzte (Strecken und Taktgebunden)
    die Gewässer nutzte (auch Strecken und Taktgebunden)
    Also erfanden “wir” das Automobil.
    Anfangs noch eher Kutschenähnlich aber AUTOMOBIL !!!
    Das ist das, was sich der moderne Mensch wünschte.
    Und ich denke, so ist es doch heute noch.
    Jetzt kommt es darauf an, Fahrzeuge zu bauen/entwickeln die den Bedürfnissen der Menschen genügen.
    Das Auto wird nie sterben!

    Antwort

  26. 26. Uta Trick

    Kommentar vom 29. Juni 2009 um 16:53

    Mein Mann und ich gehören zu den Menschen, die ein Auto künftig nur noch nach Bedarf nutzen wollen. Obwohl wir eine vierköpfige Familie sind, haben wir uns vor einigen Monaten bewusst für einen sparsamen smart fortwo als Dienstwagen entschieden. .. Und das Experiment funktioniert: Den Weg zur Arbeit absolvieren wir mit dem Fahrrad, Einkäufe erledigen wir mit dem Auto. Wenn wir Strecken gemeinsam zurücklegen müssen, fährt entweder ein Teil oder die ganze Familie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Manches Mal leihen wir auch ein Fahrzeug beim Car-Sharing aus. Klar: Solch eine Konstellation erfordert ein wenig Organisationstalent. Aber wir genießen das Fahrradfahren, ärgern uns seltener über Staus und erleichtern ein wenig unser schlechtes Umwelt-Gewissen. Wünschen würde ich mir manches Mal ein Dienstleistungsangebot an verschiedenen Fahrzeugtypen, auf die man nach Bedarf zugreifen kann – analog Car2Go in Ulm mit Limousinen, Kombis, Transportern. Und zwar unkompliziert und bezahlbar.

    Antwort

    Antwort von Frank Geiger am 17. Januar 2011 um 06:29:

    Moment mal……Sie haben sich ABSICHTLICH dafür entschieden die Hälfte der Familie bei FAMILIENREISEN in den ÖNV “auszulagern” ? Welchen Sinn sollte das machen? Das kann ich beim irgendwie nicht nachvollziehen oO ……..

    Antwort

  27. 27. Jan

    Kommentar vom 29. Juni 2009 um 23:00

    Ich habe ebenfalls das Gefühl das die Kommentare bis jetzt ziemlich einseitig waren, Ich wohne ebenfalls im ländlichen Raum, ca. 35 km von einer größeren Stadt entfernt und für mich ist ein Auto wie für fast alle Menschen in ländlichen Gebieten unverzichtbar. Der Weg zur Arbeit wäre ohne ein PKW aufgrund der schlechten Strukturen im öffentlichen Verkehr nicht möglich. Wir wohnen mit 7 Familienmitgliedern in einem Haus (Großeltern, Eltern sowie 3 Kinder) und besitzen 5 Autos, wobei auf keins verzichtet werden kann. Auffällig ist jedoch ist das jeder PKW für sich fast nie zu voll besetzt ist, sondern häufig nur von einer einzigen Person genutzt wird. Sinnvoll wäre hier ein günstiger PKW mit lediglich einem Sitzplatz. Viele Menschen in meinem Bekanntenkreis sind nun schon dazu übergegegangen ein PKW lediglich in den Wintermonaten und für den Sommer auf ein günstiges Motorrad für den Weg zur Arbeit zu nutzen.

    Ich denke eine Optimale Lösung wäre ein neues Fahrzeugkonzept, sprich eine Mischform aus PKW und Zweirad. Ein kleines, preiswertes Fahrzeug für ein bis max. 2 Personen. Wichtigster Faktor sollte hierbei die Treibstoffkostem sein, da gerade im ländlichen Raum tägliche Fahrstrecken von 60-100 km meist “normal” sind. Auch sollte das Fahrzeug ein ansprechendes Äußeres besitzen, um so weit verbreiteten Vorurteilen wie : “ein Smart ist doch nur was für Weicheier” zu begegnen, da Autokauf nunmal nach wie vor eine sehr Emotionale Sache ist und solche Meinungen einen starken Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben können.

    Antwort

  28. 28. Mark

    Kommentar vom 29. Juni 2009 um 23:01

    Wird auf jeden Fall interessant was ihr noch so alles entwickelt. Ein Umdenken ist allerdings auch in der Industrie gefragt.

    Antwort

  29. 29. Ann-Kathrin Knebel

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 09:01

    Vielen, vielen Dank für die weiteren Anregungen sowohl hier als Kommentierung als auch die, die ich direkt per email erhalten habe! – Ja Spaß und Emotionen bleiben hoffentlich
    noch lange mit dem Auto verbunden und ein Anreiz für dessen Nutzung! Spannend bleibt die Frage der Mobilität – Individualismus vs. Massenmobilität – Preissensibilität, Umweltbewusstsein, Organisationstalent als neuer Antrieb für Dienstleistungen? Ein Spiegel Artikel von vor 25 Jahre ist mir in die Hände gefallen „der Stern strahlt noch in 100 Jahren“ – damals fand der Umbau der Daimler AG zum Technologiekonzern statt – wird die nächste Herausforderung der Umbau zum Mobilitätsdienstleister sein?

    Antwort

  30. 30. Thomas

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 10:21

    Ja…
    Mobilitätsdienstleister!

    Damit wären wir ganz vorne und würden sehr schnell sehr viel Wachstum im Unternehmen schaffen. Das ist doch das, was wir brauchen.

    Für jeden Wunsch (Weg zur Arbeit, Weg zum Einkaufen, Weg zur Oma am Wochenende über die Autobahn usw) die passende Mobilität (Bus, Bahn, Taxi, Car2Go etc). Alles zusammen vernetzt und im Handy abrufbar. Nutzung wird per Minuten von der Handyrechnung abgebucht.

    Und die Liebhaber können sich doch immernoch einen Mercedes in die Garage stellen, der dann nur gelegentlich gebraucht wird.

    Hoffentlich trägt diese Diskussion auch Früchte. Ich finde es sehr sehr wichtig. Jetzt in der Krise ist Umdenken gefragt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

    Antwort

  31. 31. Roland Panter

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 11:51

    Die Nutzung von Kraftfahrzeugen ändert sich. Vermute, dass ich vielleicht noch ein Fahrzeug mit einer größeren PS-Leistung kaufen kann/werde. Danach wirds sicher drastisch weniger. Umweltschutz wird zunehmend relevanter. Das bedeutet auch verzicht auf Leistung. Dazu kommen Probleme durch den zunehmenden Individualverkehr. Hier sind ganz neue intelligente Lösungen gefragt.

    Wie kann man bei Ihrem Workshop mitmachen? Würde dazu gerne mit Ihnen in Kontakt treten und Ihnen ein spannendes Projekt präsentieren.

    Antwort

  32. 32. ralf schwartz

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 11:56

    Erstmal kommt dieser Workshop natürlich Jahre zu spät, aber gehen wir davon aus, daß er jedes Jahr stattfindet (womit bewiesen wäre, daß er nichts bringt, sonst wäre Daimler längst Mobilitätsdienstleister!).

    Zweitens stecken hier in den Kommentaren sehr gute Ideen – wäre gut, das Management würde sie endlich ernstnehmen! (Und ich weiß, wie das Management der Auto-Industrie in vorauseilendem Gehorsam die besten Ideen dem Top-Management vorenthält!)

    Drittens: Zur Zukunft!
    Vor dem Auto steht die Frage seines Sinns. Städte sind Parkplätze, das Land ist Autobahn. Autos sind zu teuer für die Rentner, Jugendlichen und Arbeitslosen der Zukunft. Autos sind zu schmutzig für die Zukunft der Welt. Autos sind zu klobig, inflexibel, ja unbeweglich für die Alten und Gebrechlichen der Welt. Das Auto folgt zu sehr dem Öl. Das Auto kreist zu sehr in den engen Köpfen der Ingenieure.

    Das Auto muß zum Handy werden, zum Kommunikationsmittel der realen Welt, zur Verbindung, zum Enabler, muß Generationen zusammenbringen und zum Leben erwecken. Das Auto braucht Charakter in der Gesichtslosigkeit der Masse, es braucht Persönlichkeit und Vorbildfunktion, es muß neue Wege beschreiten und nicht seine alten Pfade weiter austreten. Aston Martins Cygnet ist solch ein Weg im Ansatze. Der Smart ein weiterer (die Lüge Micro Hybrid jedoch ist kontraproduktiv). Wenn Deutschland auch in der Klimapolitik versagt, USA/Kalifornien, etc. werden die Richtung vorgeben!

    Mobilität und Kommunikation werden eins werden, ob das Auto will oder nicht. Sinnvoll und vorausschauend wäre daher, schon heute diesen Weg einzuschlagen, auch wenn das Management sich darunter noch nichts vorstellen kann.

    Antwort

  33. 33. Peter

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 12:09

    Na Herr Schwartz, nun sehen sie doch nicht gleich schwarz :-)
    Zu Ihren statements “Zukunft” meine Gedanken:
    Sind Städte Parkplätze? Ich sehe da einige Fahrzeuge fahren !

    Das Land ist Autobahn? Schön wärs!

    Das Auto ist zu teuer? Warum kaufen Rentner und Jugendliche (mit Führerschein) dann noch Autos?

    Autos sind zu schmutzig? Haben Sie einen 100% sauberen Antrieb in petto? Dann müssten Sie heute schon Milliardär sein!

    Autos sind zu klobig und inflexibel? Na gut, Einräder sind kompakter :-) und Autos flexibler als der momentane Öpnv.

    Das Auto folgt dem Öl? Was denken Sie an was wir (und andere Hersteller) momentan arbeiten? An großen Schiffsdiesel für PKW?

    Sie stellen da mM nach einiges ziemlich überzogen dar!

    Antwort

  34. 34. ralf schwartz

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 12:47

    Peter, Dir fehlt die Phantasie, diese Extreme zu sehen. Nur in den Extremen liegt die Lösung, nicht im Inkrementellen!
    Das Herumdoktorn an Marginalien hat uns dahin gebracht, wo wir heute stehen.

    Statt Einparkhilfe > einfach kleine Autos!
    Statt Rückfahrkamera > einfach große Fenster!
    Statt sich mit Regensensoren, etc. in Perfektion zu beschäftigen, hätte man den Antrieb der Zukunft entwickeln können.
    Statt Autos immer schwerer zu machen, und immer stärker zu motorisieren, hätte man das Gegenteil realisieren können.
    etc.

    Es nutzt nichts, sich immer noch zu rechtfertigen. Das Debakel ist doch offensichtlich! Man muß schwar(t)z sehen, um klar zu sehen! ;-)
    Nur der unverstellte Blick nach vorne hilft!

    Antwort

  35. 35. Peter

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 13:35

    Naja, ich seh das anders.
    Nehmen wir mal die Einparkhilfe:

    Was nutzt mir ein kleines Auto mit dem ich prima einparken, aber nur zur zweit nutzen kann, habe aber einen 4 Personenhaushalt? 2 kleine Autos kaufen? “Nur” damit ich besser einparken kann?
    Hmm, das halte ich nicht gerade für zielführend…

    Es gibt eben kein Fahrzeug mit:
    dem Komfort einer S-Klasse
    den Maßen eines smart
    dem Verbrauch eines Ochsenkarren (inkl. dessen Emissonen)
    perfekter Sicherheit und
    niedrigen Kosten/Anschaffungspreis.

    Wie immer läuft es auf einen Kompromiss heraus!

    Antwort

  36. 36. ralf schwartz

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 14:41

    1 – Früher konnte man mit allen Autos ohne Probleme einparken, da sie kleiner waren und weitaus größere Schreiben hatten, bzw. das Blecher tiefer endete und in Glas überging.

    2 – Könnte es aber geben, denn Komfort heißt nicht Größe, Sicherheit heißt auch nicht Größe, …

    Kompromiß ist kein schönes Wort – und eine zu einfache Entschuldigung, Horizonte und Gegebenes nicht infrage zu stellen.

    Würden alle so denken, wären wir heute noch nicht auf dem Mond!
    Aber vielleicht ist Apple ein gutes Beispiel dafür, mit seinen letzten Produkten (iPhone, iPod/iTunes, Nike+) Märkte in Bewegung und Wettbewerber zum Schwitzen gebracht zu haben.
    Das ist die Benchmark, nicht der Kompromiß!

    Die Autoindustrie muß den Ballast und Muff der letzten 100 Jahre abwerfen! Dringend!
    Da können nur eine neue Relevanz und ein neues Denken helfen!

    Antwort

  37. 37. Peter

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 14:56

    Herr Schwartz,
    wenn man sich Gedanken um das Fahrzeug der Zukunft machen will, ist es von Vorteil zu wissen, wie ein Fahrzeug aufgebaut ist, wie es entwickelt wird, welche Technik/en notwendig sind etc.
    Vielleicht ist es vorteilhaft, einige Fachbücher dazu zu lesen um zu wissen was “hinter einer Karosserie” vor sich geht.
    Natürlich, und da stimme ich Ihnen zu, ist es notwendig Horizonte und Gegebenes in Frage zu stellen, genau so wie unser Konzern es tagtäglich macht.
    Bleiben Sie neugierig was da noch kommen wir … ;-))

    Antwort

  38. 38. Tobias

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 15:06

    Hallo.
    Selbst wenn man wie Peter einen 4 Personen Haushalt hat, so stellt sich doch die Frage, wie oft fahren denn diese Personen mit dem Fahrzeug mit. Wenn ich morgens auf der Autobahn auf Arbeit fahre, so sehe ich in den meisten Autos maximal 2 Personen.
    Ohne eigenes Auto geht es auch. Mit ist es halt nur bequemer.
    Zum Thema Autos und Städte noch eine Anmerkung meinerseits. Es gibt bereits diverse Projekte Autos aus den Städten heraus zu bekommen.
    Berlin: Lebens(t)raum Johannisthal (autoreduziert)
    Bremen: Beginenhof (autofrei / autoreduziert)
    Bremen-Grünenstraße (autofrei)
    München: Kolumbusplatz II (autoreduziert)
    Nürnberg: Langwasser P (optisch autofrei)
    Poppau: Ökodorf Sieben Linden (optisch autofrei)
    Wittenberg: Werkssiedlung Piesteritz (optisch autofrei)
    Freiburg: Vauban (stellplatzfrei)
    Hamburg: Falkenried (autofrei)
    Hamburg: Saarlandstr. (autofrei)
    Köln: Nippes/Stellwerk60 (autofrei)
    München: Riem (autofrei & autoreduziert)
    Münster: Weißenburgsiedlung (autofrei)

    Demnächst dürfen nur noch Autos mit der grünen Umweltplakette in die Städte. Es scheint sich also alles in Richtung von autofreien Städten zu entwickeln. Die Idee eines Mobilitätsdienstleisters, der auch die erforderlichen Fahrzeuge entwickelt, klingt in Anbetracht dessen eigentlich sehr gut.

    Antwort

    Antwort von Frank Geiger am 17. Januar 2011 um 06:48:

    In der Theorie ist das das Argument der “Unternutzung” von Autos natürlich augenscheinlich das absolute Killerkriterium für kleine Autos…..es hilft mir allerdings nicht weiter wenn ich zwei kleine Kinder irgendwo hin mitnehmen MUSS und dabei ist es völlig irrelevant, ob ich das nun einmal oder mehrmals die Woche tue. Warum sollte ich auf die Möglichkeit vier Personen zu transportieren verzichten ohne daß sich dabei ein realer Vorteil für die mobile Selbstkasteiung ergibt?

    Wir spielen in unserer Familie sogar mit dem Gedanken genau den gegenteiligen Weg zu gehen: einen brauchbaren Siebensitzer anzuschaffen. Und DAS hätte uns schon mehrfach Vorteile gebracht.

    Antwort

  39. 39. ralf schwartz

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 15:57

    @Peter
    Nun, ich würde genau das (“ist es von Vorteil zu wissen, wie ein Fahrzeug aufgebaut ist, wie es entwickelt wird, welche Technik/en notwendig sind etc.
    Vielleicht ist es vorteilhaft, einige Fachbücher dazu zu lesen um zu wissen was “hinter einer Karosserie” vor sich geht.”)
    als das größte Problem ansehen, denn so wird es nie Breakthroughs geben, weil man zu sehr am Bestehenden hängt.

    zu “ist es notwendig Horizonte und Gegebenes in Frage zu stellen, genau so wie unser Konzern es tagtäglich macht.”
    > Wenn dem so wäre, bräuchte man kein Business Innovation Meeting einmal im Jahr als Sensation, sondern würde tagtäglich Innovation leben, jeder Mann, jede Frau, in jeder Situation.
    Man würde der Entwicklung und den relevanten(!) Bedürfnissen der Menschen inspirierend vorangehen, statt nur hinterherzuhecheln.

    Aber ich lasse mich überraschen, was da noch kommen wird …

    Derweil folge ich den Gedanken von Tobias …

    Antwort

  40. 40. Hartmut Fegert

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 18:24

    in all den Beiträgen stecken sehr viele gute Ideen, doch wer denkt an die Arbeitsplätze. Ein Unternehmen hat auch eine soziale Verantwortung. Die gesetzlichen Vorschriften engen den Spielraum ein und bedingen Maße, Gewichte und noch vieles andere. Eine Umstellung z.B. auf E-Antrieb würde die Motorenwerke incl der Mitarbeiter überflüssig machen, da Elektromotorenkompetenz bestimmt nicht zur Kernkompetenz des Konzerns gehört.
    Auch das preiswerteste Fahrzeug stellt immer noch einen erheblichen Wert dar und den mit anderen zu teilen wird bei einigen funktionieren, jedoch bei vielen nicht.

    Bei einer Weltproduktion von über 50 Mio KFZ/Jahr ist die deutsche Produktion je nach Jahr zwischen 6 – 10%. Wollen wir die Welt verbessern, nachdem wir sie Jahrzehnte ausgebeutet haben? Wir können Ideen beisteuern aber wir müssen den Rest der Welt mit einbeziehen, speziell die BRIC Staaten.

    Antwort

  41. 41. Stephan Huth

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 19:20

    Vielleicht muss man zwischen drei Arten von Nutzergruppen differenzieren.
    1. Die Gruppe von Menschen, die täglich ein Fahrzeug zum überleben benögt. Dies sind wohl die Menschen die eher ländlich wohnen. Hier ist Besitz von Fahrzeugen sinnvoll, da die möglichen wenigen Poolfahrzeuge unter umständen alle verliehen sein könnten und das über einen zu großen Zeitraum.
    2. Die Gruppe von Fahrern, die ein Fahrzeug in unregelmäßigen Abständen, nur für bestimmte Zwecke benötigen. Das sind die Stadtmenschen ,die sich an jeder Ecke ein Fahrzeug mieten könnten.
    3. Und die Zielgruppe, die dem Wohlfühl-/Prestigefaktor einen hohen Stellenwert geben. Diesen Menschen geht es in erster Linie um den Besitz von Statussymbolen und teilweise um hygienische Aspekte.

    Die Zielgruppe 1 wird sich wegen der Land > Stadtflucht etwas verkleinern.
    Zielgruppe 3 (und das werden wohl unsere S-/E-,M-GL- usw. kunden sein) wird sich wohl nicht wesentlich verändern.
    Und Zielgruppe 2 wird wohl zunehmend an Carsharing interessiert sein. Jedenfalls eher als einen Zweitwagen zu kaufen.

    Hab ich noch eine Gruppe vergessen? :)

    Viel Erfolg auf dem Strategieworkshop
    Stephan

    ps.: der letzte post vor redaktionsschluss? nu schnell nach haus, sonst wird der br böse ;-)

    Antwort

  42. 42. Ann-Kathrin Knebel

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 19:26

    … danke! Sowohl für die regen Kommentierungen heute als auch für die guten Wünsche für morgen! Ich werde zur Sicherheit morgen früh noch in den blog schauen, ob es noch neue Anregungen gibt, damit ich diese auch alle mitnehme…

    Antwort

  43. 43. Ann-Kathrin Knebel

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 20:13

    @Roland Panter – schreiben Sie mir gerne eine email. Haben oder arbeiten Sie an intelligenten Lösungen?

    Antwort

  44. 44. Roger

    Kommentar vom 30. Juni 2009 um 20:43

    Ich vermutet das Auto der Zukunft wird aus China kommen. Die Chinesen haben bereits konjunkturell die Talsohle verlassen, außerdem verfügen diese über das nötige Geld und dazu ertklassige Ingenieure um das Auto der Zukunft zu bauen. Es wird ein Elektroauto sein, das dürfte wohl klar sein. Wie komme ich auf die These. Ganz einfach ! In China hat nun einmal nicht jeder ein Auto, der Wunsch ist sehr groß bei den Chinsesen. Produktionskosten, Lohnkosten etc. machen es möglich, diese Fahrzeuge in Europa, USA etc billig zu vermarkten. Wie gesagt ist alles hypothetisch, aber gut vorstellbar.

    Antwort

  45. 45. Degia im Web

    Kommentar vom 02. Juli 2009 um 14:09

    Krise hin oder her: Mein nächstes Auto ist ein kleiner aber feiner SLK – für mich ist das im Moment das Auto der Zukunft und ich freue mich einen Ast darauf. Macht weiter so bei Daimler nur bitte bringt nicht so schnell ein neues SLK- Modell auf den Markt.

    Grüße Degia

    Antwort

  46. 46. Ann-Kathrin Knebel

    Kommentar vom 10. Juli 2009 um 16:54

    Als follow-up zu unserer Diskussion möchte ich gerne einige Eindrücke aus unserem Strategieworkshop zurückspiegeln:

    Nochmals vielen Dank für die vielschichtige Diskussion und die diversen Beiträge – Ihre Kommentare haben zu regen Diskussionen sowohl im Plenum, in den einzelnen Workshopsessions aber auch in den Kaffeepausen dazwischen geführt!

    Die Klarheit mancher Darstellungen u.a. wie „Nie wieder ein eigenes Auto“, „Luxus der individuellen Mobilität“; „Mobilität als Notwendigkeit“, „Daimler muß den Muff der letzten 100 Jahre ablegen“…, haben die internen Diskussionen sehr angeregt.
    Wie es auch bei unserem Austausch im Blog ersichtlich wurde, Bedarf es einer gewissen Radikalität, um sich aus z.B. bestehenden Geschäftsmodelle, Aufgaben etc. zu lösen und neue Optionen entwickeln/ bewerten zu können.

    In den zwei Tagen haben wir in verschiedenen Regionen der Welt (u.a. USA, Europa, China, Japan) auch diskutiert, inwiefern sich das gesellschaftliche Umfeld und die ökologischen Rahmenbedingungen verändern werden – da diese Veränderungen auf der Welt nicht einheitlich und gleich sind, sind Fragen aufgekommen: Kann ein Unternehmen der Vielfältigkeit der Mobilitätserwartungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gerecht werden? Sind die bestehenden organisatorischen Strukturen und „Lösungsfindungsmodelle“ passend und schnell genug, um diese Vielfältigkeit und die hohe Dynamik erfolgreich zu beherrschen? Brauchen wir einen „Verhaltenswandel“, um zukünftig schneller und flexibler auf regionale, kundengruppenspezifische Bedürfnisse reagieren zu können?

    Antwort

  47. 47. Martin W.

    Kommentar vom 13. August 2009 um 10:33

    Ich denke die Zukunft liegt sowohl im ÖPNV und einem Carsharing-Modell wie es seit geraumer Zeit in Ulm mit Car2Go läuft. Weiterhin ist ein Trend der hin zu kleineren flexibleren und kostengünstigen Fahrzeugen. Das alles wird sicherlich kein Hinderniss sein für einen Konzern wie Daimler. Mann sollte nur reagieren und die Zeichen der Zeit erkennen, dann wird das Produktportfolio in diese Richtung weiter ausgebaut und verbessert. Ich persönlich empfinde einen Hybriden als tolle Lösung. Muss ja nicht immer der Klassiker Diesel / Elektro sein!
    Mann könnte ja auch Gas / Elektro anbieten… das wäre bestimmt ein alternativer Weg der sicherlch gut am Markt platziert werden könnten.

    Antwort

  48. 48. Udo Bangert

    Kommentar vom 18. August 2009 um 21:36

    Hallo interessante Diskussionen. Wir vom Arbeitskreis Umwelt vom Daimler hatten mal 3 Marketingexperten zu Gast auf unserer Jahresklausur (sowohl interne als auch externe). Unterlagen sollten intern verfügbar sein (auf unserer AKU Datenbank). Man muss da immer vom Kunden und dessen Bedürfnissen her denken, ob einem das gefällt oder nicht. Hinzu kommt die Definition von Mobilität sinngemäss “Waren oder Personen von A nach B zu bringen, so schnell es geht, so bequem es geht und so preiswert es geht”. Emotionen und Image spielen dann natürlich auch noch eine wichtige Rolle.

    Innerbetrieblich sind meine Kollegin und ich für die Firmentickets des VVVS (Verkehrsverbundes Stuttgart) und für Jobtickets der Bahn bundesweit zuständig. Was viel Spaß macht. Hierzu könnte ich intern auch ein paar Rückmeldungen geben, wie da die Entwicklungen sind, die man auch berücksichtigen sollte wie das neue Plus-Ticket des VVS.

    Nicht zu vergessen gesellschaftliche (weltweite) Entwicklungen bzgl. der Finanzierungsmöglichkeiten von Mobilität. Stichwort DINKS (Double Income no Kids). Sprich ein Teil wird sich eine S- oder E-Klasse… leisten können. Andere werden für die Miete/Wohnung soviel zahlen müssen, dass der oft zweitgrößte Posten das Auto/Zweitauto in Frage gestellt werden muss. Betriebswirtschaftlich gibt man nämlich dafür sein Geld aus, für das man den meisten Spaß/Nutzen erhält. So fahren m. E. nach auch mehr FH/Uniabsolventen ÖPNV als normal, da diese am Anfang oft genauer rechnen müssen ;-)

    Antwort

  49. 49. Udo Bangert

    Kommentar vom 18. August 2009 um 21:55

    Kurze Ergänzung: Die Bedeutung des Fahrrades (oder auch zu Fuß gehen) spielt auch eine immer größere Rolle.
    Vor einigen Jahren wurde eine Recht interessante Studie für das Werk Untertürkheim vom Ökoinstitut in Freiburg durchgeführt. Ebenso gab es Diplomarbeiten welches die Mobilität ins Werk mal immer wieder durchleuchtet/verbessert haben. Studie liegt als pdf Datei zur internen Verwendung vor.
    Recht gut sind auch die Delta Reports der Berliner Kollegen, welche langfristige gesellschaftliche Trends antizipieren. Diese sollte man für das BI Forum immer mal wieder wegen ihrer Erfahrung kontaktieren.
    Nebenbei, vor ein paar Jahren erhielten wir für unser betriebliches Mobilitätsmanagement einen zweiten Preis in Deutschland. Der Verkehrsverbund Stuttgart erhielt für eine Gemeinschaftsaktion mit der Daimler AG sogar den europäischen Mobilitätspreis für Innovationen 2004. Man sieht, dass wir hier schon ganz gut sind/waren..

    Antwort

  50. 50. Cynthia C.

    Kommentar vom 04. Dezember 2009 um 16:51

    Ich denke, dass man grundsätzlich zwischen Stadt und Land unterscheiden muss. Am Land wird das Auto auch in Zukunft als Fortbewegungsmittel eine wichtige Rolle spielen. Dennoch geht meiner Meinung nach der Trend weg von großen Autos als Prestigeprojekt – hin zum möglichst kostengünstigen Fortbewegungsmittel, das umweltfreundlich und praktisch sein soll. In den Großstädten wird der Großteil wohl auf ein eigenes Auto verzichten und flexible Modelle bevorzugen. So werden sich immer mehr Leute ein Auto nur am Wochenende für einen Ausflug mieten oder Car Sharing betreiben. Wer ein Auto haben möchte, der wird auf einen Kleinstwagen setzten, der ein flexibles Raumkonzept bietet.

    Antwort

  51. 51. richard-josef

    Kommentar vom 11. Februar 2010 um 20:33

    Eine interessante Wertschöpfung für Ihr Haus. Autos oder Mobilität einfach nur nutzen erfordert intelligente Nutzungskombinationen für Business, Stadt, Land, Urlaub, Senioren, Familien, Studenten, Singles…. Der klassische Autobauer hat durch die globale Überproduktion kaum eine Chance für gute Wertschöpfung nur in der Herstellung und dem Vertrieb von Autos. Ein Wettbewerb der mobilen Dienstleistung sichert Ihnen vom Kleinkind( mit Mama am Steuer) bis zum Senior für jeden km Wertschöpfung. Wieviel Lebenskilometer fährt man(n) Frau denn durchschnittlich? Eine Herausforderung die nachhaltig ist und viel Rationaliseirungspotentiale bietet. Bin gespannt ob der Sprung weg von der Produktdenke hin zur lebenslangen mobilen Dienstleistung gelingt.

    Antwort

  52. 52. Diskursive Formate und ihre Rolle für mediale Nachhaltigkeit – Gedanken zu einer Poetik offener Werke | slow media

    Pingback vom 27. Februar 2012 um 10:27

    [...] (2009) Ann-Kathrin Knebel, Wem gehört das Auto der Zukunft? 25.06.2009, in: Daimler Blog http://blog.daimler.de/2009/06/25/wem-gehoert-das-auto-der-zukunft/. Zugegriffen: 1. Dez. [...]

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