Geplant ist geplant: Von Stuttgart durch Zentralfrankreich nach Vitoria/Spanien und zurück
Die Anfänge von STAR CARE liegen auf der Straße. Auf einer Lkw-Test-Tour 1996 von Stuttgart nach Spanien, entschlossen sich Mitarbeiter und Partnerfirmen von Daimler keine »leere« Testfahrt zu machen, sondern landestypische Spezialitäten aus der Zielregion mitzubringen, um sie danach zu verkaufen. Der Erlös dieser ersten Aktion kam dem Olgahospital (»Olgäle«) in Stuttgart zugute. Seither findet die STAR CARE Tour jährlich statt, im Jahr 2009 bereits zum 11. Mal. Weitere Infos zu Star Care unter http://www.starcare.de
Die Tour 2009 - Im Rahmen der Freizeit
Im Dezember 2008 war es wieder soweit… nach der Jubiläumsfahrt in 2008, der zehnten, begannen die Vorbereitungen zur diesjährigen Tour. Das Ziel war schnell gefunden, nach Spanien sollte es dieses Mal gehen, genauer gesagt zum Mercedes-Benz Werk in Vitoria-Gasteiz. In regelmäßigen Sitzungen alle 6 Wochen haben wir dann die vielfältigen Aufgaben an die 13 Tour-Teilnehmer verteilt. Es folgte die Auswahl der Weine, die Route und Anzahl Fahrzeuge wurde festgelegt und “last but not least“ haben wir den genauen Zeitpunkt der Tour verabschiedet.
Losgehen sollte es am 8. Juni 2009 mit einer für 5 Tage nicht gerade kurzen Tour über knapp 3200 Kilometer von Stuttgart nach Spanien und zurück. In diesem Jahr gingen 13 Personen als Kernmannschaft im Rahmen Ihrer Freizeit für den guten Zweck auf große Tour.
Nun zur Tour selbst: Gestartet sind wir in Esslingen-Mettingen, über die Route National ging es durch Frankreichs Zentralmassiv Richtung Bordeaux und dann entlang der französischen und später spanischen Atlantikküste bis nach Vitoria-Gasteiz, dem geplanten Wendepunkt am dritten Tag. Zurück nach Deutschland fuhren wir dann auf der französischen Seite am Fuße der Pyrenäen über Toulouse, Nîmes, Lyon und Mulhouse zu unserem Ausgangspunkt Esslingen-Mettingen.
Vier exklusive Weine kommen aus Spanien, die allesamt zum Mercedes-Benz Werk geliefert wurden. Auf der Hintour wurde bei einem Zwischenstopp auf einem französischen Weingut ein weiterer Wein aufgenommen
Tag 1: Montag 08. Juni – 18:00 Uhr – Tagesziel: ein Rastplatz in der Nähe von Besançon
Nachdem gegen 17:30 Uhr alle Tourteilnehmer auf dem Fuhrparkgelände in Esslingen-Mettingen eingetroffen waren, wurden die letzten Vorbereitungen abgeschlossen.
Die festgelegten Fahrzeugmannschaften fanden sich schnell und fast pünktlich um 18 Uhr starteten wir mit 4 Trucks und zwei Begleitfahrzeugen in Richtung Spanien. Kaum losgefahren wurde der Himmel immer dunkler, es begann leicht zu nieseln. Bis zur französischen Grenze lief alles reibungslos – mit der Ausnahme, dass der Himmel vollends seine Schleusen öffnete. Der Regen sollte uns bis zum Tagesziel, einem Rastplatz bei Besançon, nicht mehr verlassen. Auf der Höhe von Karlsruhe sammelten wir noch unseren Gastronom und Sommelier Guntram Fahrner ein. Er begleitet die Tour schon zum vierten Mal und half uns im Vorfeld abermals mit seinem fachkundigen Wissen bei der Auswahl der Weine.
An der französischen Grenze regnete es in Strömen und gleich bei der ersten Mautstation ordneten wir uns auch noch auf der falschen Mautspur ein. Eine halbe Stunde dauerte das Rangieren bis wir uns wieder aus der engen Fahrspur befreit hatten und unsere Fahrt fortsetzen konnten. Nun hofften wir, dass wenigstens das Wetter besser werden würde. Wir wollten wir bei Ankunft auf dem Rastplatz gemeinsam grillen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Nach 400 langen Kilometern sind wir dann auf einem Rastplatz kurz hinter Besançon angekommen und es regnete immer noch. Geplant ist geplant und wir ließen uns vom Grillen des mitgebrachten Fleisches und Gemüses nicht abbringen. Ein leicht undichter Unterstand musste letztendlich herhalten. Trotz Regen ließen wir uns die Laune nicht verderben. Es war 2 Uhr nachts, als ich hundemüde in meine Koje fiel.
Tag 2: Dienstag 09. Juni – 7 Uhr – Tagesziel: Weingut Dubard in St. Méard de Gurçon
Ich war gerade eingeschlafen, da klingelte auch schon wieder der Wecker – 6 Uhr – die Abfahrt Richtung Bordeaux stand an. Nach einer kurzen “Katzenwäsche“ und Zähneputzen am Truck ging es gegen 7 Uhr wieder auf die Piste. Es stand heute mit etwa 650 Kilometer die zweitlängste Etappe an. Das Wetter war nicht ganz so schlecht wie am Vortag, aber strahlender Sonnenschein sieht anders aus. Gut, dass wir in der warmen trockenen Fahrerkabine saßen. Das Tagesziel war heute ein Weingut kurz vor Bordeaux, wo wir die Nacht verbringen und einen erstklassigen französischen Wein laden sollten. Auf halber Strecke nahmen wir noch einen weiteren Kollegen von Mercedes-Benz France auf, der die Tour für einen Tag begleitete.
Die Ankunft am Weingut erfolgte, wie vorab geplant, pünktlich gegen 18 Uhr. Als der Wein geladen war, ging das Rangieren auf dem engen Hof los, solange bis alle einen Standplatz (teilweise mitten zwischen den Weinreben) gefunden hatten.
Was nun folgte kann man wahrhaftig als einen lustigen und geselligen Truckerabend beschreiben. Das Wetter hatte sich zwischenzeitlich beruhigt und war richtig schön geworden. Mitten auf dem Hof des Weingutes bauten wir die mitgebrachten Bierbänke und den Grill auf.
Entgegen dem feucht(fröhlich)en Grillen am Vortag konnten wir den Abend diesmal ohne Regen genießen. Der französische Weinbauer stellte uns zusammen mit einer Probe des geladenen Weines weitere Köstlichkeiten zur Verfügung. Die Auswahl der Weine harmonierte wunderbar mit dem Grillgut: Ein perfekter Ausklang.
Dieser Artikel wurde von Klaus Neuer geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
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1. Hermann Bierlein
Kommentar vom 13. Juli 2009 um 08:46
Dieses Engagement der Daimler-Mitarbeiter bzw. Führungskräfte ist wirklich beeindruckend. Schön, daß es neben all dem zeitlichen Aufwand auch noch Spaß macht, was ja in diesem Bericht gut rüberkommt.
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