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10.2009

Die L-Klasse

Was haben denn Segelflugzeuge mit Autos zu tun und warum sollten sich Auto- mit Segelflugzeugbauern unterhalten? Tatsächlich gibt es in beiden Bereichen sehr ähnliche Fragestellungen wie z.B. Aerodynamik oder der Leichtbau. Und vielleicht kann man ja Erfahrungen aus dem Flugzeugbau mit in die Entwicklung unserer PKWs einfließen lassen.

Um die Arbeitsweise eines Segelflugzeugherstellers kennen zu lernen, waren wir mit einer kleinen Gruppe zu Besuch bei der Firma Schempp-Hirth in Kirchheim/Teck. Wir besichtigten dort das Werk und konnten bei einer Führung erleben, wie Segelflugzeuge produziert und gewartet werden.

Die Idee zum Besuch geht auf eine Idee zum Thema Leichtbau aus der Business Innovation Community zurück. Die Business Innovation Community ist eine Intranet-Plattform, in der jeder Mitarbeiter seine Geschäftsideen eingeben kann. Hier kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Abteilungen virtuell zusammen und diskutieren über die eingestellten Ideen.

Montagehalle

Einige Mitglieder der Business Innovation Community hatten bereits Kontakte zu Schempp-Hirth und konnten so den Community-Gedanken der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit in die Tat umsetzen, indem sie in eigener Regie diese Besichtigung organisieren und die Teilnehmer auch „offline“ zusammenbrachten!

Bei der Besichtigung konnten wir die verschiedene Arbeitsschritte des Segelflugzeugbaus kennen lernen: In einer Montagehalle wurde uns z.B. gezeigt, wie Propeller montiert werden, die automatisch ausgefahren werden, wenn es plötzlich keine Thermik mehr gibt. In einer anderen Halle konnten wir sehen, wie Flugzeugrümpfe auf riesige Formen gespannt und in einem riesigen Trockner „ausgeformt“ werden.

1 2

Besonders beeindruckt hat uns der hohe Teil der Handarbeit: Die Flügel beispielsweise werden über die gesamte Flügelfläche von Hand mit einem sehr feinen Schleifpapier bearbeitet, damit die Oberfläche absolut glatt wird. Und das kann dauern! Wir staunten sehr, dass Maschinen in diesem Gebiet offenbar nicht gut und genau genug arbeiten.

Nach der wirklich beeindruckenden Werksbesichtigung setzten wir unsere angeregten Diskussionen in gemütlicher Runde auf dem nahe gelegenen Segelflugplatz „Hahnweide“ fort und konnten dort noch fleißig fachsimpeln.
Vielen Dank noch einmal an die Firma Schempp-Hirth und die Organisatoren des Besuchs.

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Dieser Artikel wurde von Marco Slama geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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