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	<title>Kommentare zu: Arbeitskultur und Arbeitsweise in Japan &#8211; Teil I</title>
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		<title>Von: Verena Hausenstein</title>
		<link>http://blog.daimler.de/2009/10/22/arbeitskultur-und-arbeitsweise-in-japan/comment-page-1/#comment-39434</link>
		<dc:creator>Verena Hausenstein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 12:51:54 +0000</pubDate>
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		<description>Der Weg &#252;ber MIttelsm&#228;nner ist &#252;brigens ein ganz typisches Ph&#228;nomen in der japanischen (Sprach-) Kultur. Ihr Betreuer war f&#252;r Sie verantwortlich und somit auch in gewisser Weise Ihr pers&#246;nlciher PR-Mann. F&#252;r Ihre Japanischen Kollegen w&#228;re es &#252;brigens absolut richtig und v&#246;llig akzeptabel gewesen, h&#228;tten Sie Ihren Betreuer selbst auch als Mittelsmann ben&#252;tzt, um etwas &#252;ber die japanischen Kollegen zu erfahren. Das ist f&#252;r Nicht-Japaner manchmal sehr seltsam,  dort aber v&#246;llig normal so. 

Eine kleine Anekdote aus meiner Zeit im Japanologie-Studium:

Eine Studentin im Auslandssemester in Japan war in einer japanischen Gastfamilie untergebracht. Ihre Eltern aus Deutschland wollten sie beuschen kommen und so fragte die Studentin ihre Gasteltern, ob es m&#246;glich w&#228;re, dass ihre Eltern dort mit im Haus &#252;bernachten. Nat&#252;rlich sagten sie sehr freundlich &quot;Ja, gerne!&quot;, sie freuten sich darauf, die Eltern kennen zu lernen etc etc.
Am Abend des selben Tages bekam die Studentin einen Anruf von ihrer Austausch-Betreuerin in der Universit&#228;t. Ihre Gasteltern hatten sich an die Betreuerin gewandt, damit diese der Studentin erkl&#228;rte, dass es den Gasteltern ganz und gar nicht recht sei, wenn noch weiterer Besuch aus Deutschland eintr&#228;fen. 
Die Studentin war nat&#252;rlich v&#246;llig vor den Kopf gesto&#223;en und verwirrt - wieso haben die Gasteltern es ihr nicht pers&#246;nlich gesagt?

Ein Japaner, an den pers&#246;nlich eine Bitte vorgetragen wird, wird erstmal immer ja sagen. Ein Nein w&#228;re ein Sto&#223; vor den Kopf und in h&#246;chstem Ma&#223;e unh&#246;flich. Sie haben daher den Weg &#252;ber den Mittelsmann gew&#228;hlt, in dem Fall die Betreuerin, um die Angelegenheit zu kl&#228;ren, ohne das Gesicht dabei zu verlieren und der Studentin, die sie durchaus sehr mochten, pers&#246;nlcih vor den Kopf sto&#223;en zu m&#252;ssen.
Die Studentin hatte dadurch dann auch die M&#246;glichkeit, diese unangenehme Situation &#252;ber den Mittelsmann - die Betreuerin zu kl&#228;ren. Ein Japaner h&#228;tte diesen Weg wahrscheinlich sofort gew&#228;hlt, um die Bitte vorzutragen.

Es hat alles Vor- und Nachteile, vor allem kulturelle Unterschiede. Wichtig ist nur, dass man sich bewusst macht: Das sind keine Charakterschw&#228;chen, sondern Fragen der Kultur. 
Sehr spannendes Thema.

Danke f&#252;r den sch&#246;nen Bericht! :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Weg &#252;ber MIttelsm&#228;nner ist &#252;brigens ein ganz typisches Ph&#228;nomen in der japanischen (Sprach-) Kultur. Ihr Betreuer war f&#252;r Sie verantwortlich und somit auch in gewisser Weise Ihr pers&#246;nlciher PR-Mann. F&#252;r Ihre Japanischen Kollegen w&#228;re es &#252;brigens absolut richtig und v&#246;llig akzeptabel gewesen, h&#228;tten Sie Ihren Betreuer selbst auch als Mittelsmann ben&#252;tzt, um etwas &#252;ber die japanischen Kollegen zu erfahren. Das ist f&#252;r Nicht-Japaner manchmal sehr seltsam,  dort aber v&#246;llig normal so. </p>
<p>Eine kleine Anekdote aus meiner Zeit im Japanologie-Studium:</p>
<p>Eine Studentin im Auslandssemester in Japan war in einer japanischen Gastfamilie untergebracht. Ihre Eltern aus Deutschland wollten sie beuschen kommen und so fragte die Studentin ihre Gasteltern, ob es m&#246;glich w&#228;re, dass ihre Eltern dort mit im Haus &#252;bernachten. Nat&#252;rlich sagten sie sehr freundlich &#8220;Ja, gerne!&#8221;, sie freuten sich darauf, die Eltern kennen zu lernen etc etc.<br />
Am Abend des selben Tages bekam die Studentin einen Anruf von ihrer Austausch-Betreuerin in der Universit&#228;t. Ihre Gasteltern hatten sich an die Betreuerin gewandt, damit diese der Studentin erkl&#228;rte, dass es den Gasteltern ganz und gar nicht recht sei, wenn noch weiterer Besuch aus Deutschland eintr&#228;fen.<br />
Die Studentin war nat&#252;rlich v&#246;llig vor den Kopf gesto&#223;en und verwirrt &#8211; wieso haben die Gasteltern es ihr nicht pers&#246;nlich gesagt?</p>
<p>Ein Japaner, an den pers&#246;nlich eine Bitte vorgetragen wird, wird erstmal immer ja sagen. Ein Nein w&#228;re ein Sto&#223; vor den Kopf und in h&#246;chstem Ma&#223;e unh&#246;flich. Sie haben daher den Weg &#252;ber den Mittelsmann gew&#228;hlt, in dem Fall die Betreuerin, um die Angelegenheit zu kl&#228;ren, ohne das Gesicht dabei zu verlieren und der Studentin, die sie durchaus sehr mochten, pers&#246;nlcih vor den Kopf sto&#223;en zu m&#252;ssen.<br />
Die Studentin hatte dadurch dann auch die M&#246;glichkeit, diese unangenehme Situation &#252;ber den Mittelsmann &#8211; die Betreuerin zu kl&#228;ren. Ein Japaner h&#228;tte diesen Weg wahrscheinlich sofort gew&#228;hlt, um die Bitte vorzutragen.</p>
<p>Es hat alles Vor- und Nachteile, vor allem kulturelle Unterschiede. Wichtig ist nur, dass man sich bewusst macht: Das sind keine Charakterschw&#228;chen, sondern Fragen der Kultur.<br />
Sehr spannendes Thema.</p>
<p>Danke f&#252;r den sch&#246;nen Bericht! :)</p>
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		<title>Von: Florian Schrodt</title>
		<link>http://blog.daimler.de/2009/10/22/arbeitskultur-und-arbeitsweise-in-japan/comment-page-1/#comment-37595</link>
		<dc:creator>Florian Schrodt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 09:00:35 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank f&#252;r die kulturelle Weiterbildung. Sehr interessant, gerne mehr!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank f&#252;r die kulturelle Weiterbildung. Sehr interessant, gerne mehr!</p>
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