Die Zeit rennt mir davon
Noch 36h bis zum Workshop und noch immer habe ich keinen vernünftigen Einstieg entworfen. Wie soll ich nur die Teilnehmer für einen Workshop zum Thema „Innovationsmanagement“ motivieren? Da will ich über Kreativität reden und über die Möglichkeiten sie zu fördern und jetzt verlässt mich selbige. :-/
Ok. Wo ist man am kreativsten?
Nichts leichter als das. Schnell das Fenster geöffnet für mehr Sauerstoff und ran an den Flimmerkasten…
Workshopeinblick
Ein Ziel war es, diverse Kreativitätstechniken zu vermitteln, mit deren Hilfe es möglich ist, relevante Fragestellungen mit neuen Augen zu betrachten. Gesammeltes Wissen und Erfahrungen verleiten all zu oft, auftretende Probleme mit den über die Jahre bewährten Vorgehensweisen zu lösen. Dies kann in der heutigen Zeit jedoch an seine Grenzen stoßen. Es galt also die bestehenden Methoden einmal beiseite zu stellen, um Neuem eine Chance zu geben. Des Weiteren sollte der Workshop eine Portfolio-Betrachtung beinhalten, um die eigene zukünftig nötige Ausrichtung zu erkennen. Um dabei die Befangenheit, beim Blick auf das eigene Portfolio, zu vermeiden, wählten mein Kollege und ich das Szenario einer Firmengründung. Zusätzlich bauten wir eine Austauschrunde ein, in der die Teilnehmer von ihren eigenen kreativen Momenten berichten sollen. Jeder Mensch hat ja seine individuellen Rahmenbedingungen, die ihm beim Nachdenken helfen. Wir wollten so herausfinden, in wie weit kreative Räume vergleichbar sind, um schlussendlich gemeinsame Wege zu mehr Innovativität zu finden. Um den Ehrgeiz der Teilnehmer etwas anzukurbeln, entwarfen wir ein Punktesystem, mit dem fast alle Aufgabenstellungen bewertet werden konnten. Am Ende des Tages sollte der Ambitionierteste eine Belohnung erhalten. :-)
Die Idee
Soweit stand das Konzept fest. Aber Sie wissen ja was fehlt – der Tag soll mit einem perfekten Einstieg starten. Wenn man die Teilnehmer nicht von Anfang an begeistert, kann es schwierig werden sie bei den teilweise abstrakten Themen bei Laune zu halten. Es muss etwas Aktives sein, damit auch der Letzte seine Müdigkeit abschüttelt und etwas Lustiges, um sie mitzureißen. Nach 1h surfen im WWW und einer Seifenoper kam dann die Inspiration :-) Warum nicht so eine Art Theaterstück. Jeder Teilnehmer soll in die Rolle eines Fahrzeugbauteils schlüpfen. Die Geschichte zeigt die Kommunikation dieser Bauteile während einer Testfahrt und soll die fünf Innovationsebenen:
in Erinnerung rufen, die die Teilnehmer schon in einem anderen Workshop kennen gelernt hatten. Aufgabe soll sein, die Rollen ihren Eigenschaften entsprechend möglichst überzeugend vorzutragen.
Wenn Sie erfahren wollen liebe Blog-Leser, welche Geschichte in dieser langen Nacht entstand, klicken Sie nun auf den Link zum PDF –> “Der Prototyp”
Viel Spaß :-)
Dieser Artikel wurde von Stephan Huth geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
Die L-Klasse
Was haben denn Segelflugzeuge mit Autos zu tun und warum sollten sich Auto- mit Segelflugzeugbauern unterhalten? Tatsächlich gibt es in ...
1. Udo Reinhardt
Kommentar vom 06. November 2009 um 11:16
Nichts ist Beständiger als die Veränderung nur wer bereit ist sich und sein Umfeld zu verändern (verbessern) ist auch bereit für die zukunft und für den Erfolg.
Lieber Stephan dein Artikel hat mir gut gefallen und hoffe dich in der ein oder anderer Stelle zu unterstützen.
Viel Erfolg !!!
Antwort
2. Oliver T. Streppel
Kommentar vom 09. November 2009 um 13:31
Grüß Dich Stephan,
da ich ja mit Dir zusammen den Workshop litt, bin ich, was den Inhalt angeht, etwas voreingenommen. Aber ich finde es cool, das der Blog eingestelt wurde. Und Deine Ausarbeitung gefält mir sehr gut – ehrlich. Ich bin mal gespannt wo uns unsere Inovatinoskraft hintreibt :-)
Viele liebe Grüße aus Sindelfingen.
Antwort
3. Alexandra Schmiege
Kommentar vom 09. November 2009 um 14:54
Hallo lieber Blogler;)
…die liebe Innovation…ein Modewort zur Zeit? Muss es ständig Erneuerungen geben? Sind diese immer notwendig? oder funktioniert ein Konzern ganz gut auf dem herkömmlichen Weg? Fragen über Fragen….ein Weltkonzern wie Daimler kann sich nicht allen Ideen hingeben….hier tauchen ganz schnell Grenzen auf, die Innovationen nicht zulassen und das ist auch gut so. Wir wollen Autos bauen und keine Spaceshuttles, in die sich die maskierten Männchen hineinbegeben….
Antwort
Antwort von Christina Schmidt am 10. November 2009 um 09:05:
Hallo zusammen,
@ Alexandra Schmiege – da kann ich dir nur recht geben. Blinder Fortschrittsglaube hat auch schon viele negative Ergebnisse hervorgebracht. Nicht alles, was neu ist, ist auch gut. ABER: meiner Meinung nach gibt es viele Möglichkeiten, die unser Konzern nutzen könnte, um effektiver und innovativer zu werden. Und dies fängt meiner Meinung nach bei der Kommunikation an. Wo Ideen eingebracht werden können, ein gleichberechtigter Austausch möglich ist, auch Querdenker willkommen sind (manchmal liegt die zündende Idee ja “um die Ecke”), da entsteht Bewegung.
Antwort
4. Sieglinde Jeggle
Kommentar vom 10. November 2009 um 11:45
Lieber Stephan,
ich freue mich über so viel Kreativität in unserem Unternehmen. Auch wenn kreativ sein nicht immer heißt sofort eine Lösung parat zu haben, so bin ich doch fest davon überzeugt, dass dadurch fast immer ein Veränderungsprozess in Gang kommt und dieser uns immer weiter hilft.
Weiterhin viel Erfolg!
Antwort
5. Theo Rettisch
Kommentar vom 10. November 2009 um 13:57
Hallo Allerseits,
das Thema Innovation ist gerade für einen Konzern wie Daimler sehr wichtig. Diese gewährleistet nicht zuletzt, dass ein Unternehmen konkurrenzfähig ist und bleibt. Und dazu kann und sollte jeder einzelne Mitarbeiter beitragen, denn nicht umsonst heißt es: „Stillstand ist Rückschritt“.
Eine wirklich nette und innovative Idee das Thema aufzuarbeiten :). Kann mir vorstellen, dass es ganz gut angekommen ist.
Weiter so!!!
Antwort
6. Manuel Kripp
Kommentar vom 13. November 2009 um 15:40
Lieber Herr Huth,
vielen Dank für dieses tolle Theaterstück. Ich finde die Art, wie Sie die verschiedenen Innovationsarten einbauen und verdeutlichen sehr gut.
Beste Grüße,
Manuel Kripp
Antwort