Die Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL hat es ins Finale für den „Green Car Vision Award 2010“ geschafft! Der Sieger wird Ende Januar auf der Auto Show in Washington bekannt gegeben. Unter den fünf Finalisten ist es das einzige Brennstoffzellen-Fahrzeug.
Die B-Klasse F-CELL hat diesen Preis meiner Einschätzung nach wirklich verdient und meine Kollegen und ich hier am Standort Nabern, wo wir die Brennstoffzelle entwickeln, haben unsere Stimmen bereits abgegeben.
Tun Sie es auch! Hier geht’s zur Abstimmung:
Spätestens Ende Januar werden wir wissen, ob es geklappt hat. Ich werde das Ergebnis hier im Blog posten!
Die Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL ist das erste alltagstaugliche Serienauto mit lokal emissionsfreiem Brennstoffzellenantrieb, das wir auf den Markt bringen. Bereits nächstes Jahr werden wir insgesamt rund 200 Fahrzeuge bei Unternehmen, Behörden und erstmalig auch bei privaten Kunden einsetzen.
Gegenüber dem Vorgänger A-Klasse F-CELL zeichnet sich die B-Klasse durch
Die Brennstoffzelle der B-Klasse F-CELL arbeitet wesentlich effizienter als ihr Vorgänger. Der neu konzipierte Brennstoffzellen-Stack, ist kleiner, entwickelt aber mehr Leistung bei gesunkenem Verbrauch (weniger als 1 kg Wasserstoff auf 100 km).
Weitere Informationen zur Brennstoffzellentechnologie haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Ronald Grasman, Strategische Energieprojekte und Marktentwicklung Brennstoffzellenfahrzeuge
Dieser Artikel wurde von Ronald Grasman geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
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1. Lothar Busold
Kommentar vom 14. Dezember 2009 um 15:10
Hallo Herr Grasman,
Glückwunsch ! Wie Sie sehen, liegt die B-Klasse derzeit auf dem ersten Platz.
Verdientermaßen, würde ich sagen, ich glaube es ist richtig, auf eine Technik zu setzen, die von vorn herein “sauber” ist und nicht später in irgend einer Weise nach-
gereinigt werden muss. Insofern haben wir auch den Hybrid nicht “verschlafen”, wie man oft liest, vielmehr haben wir uns eben gleich das große Ziel gesetzt und nun
über 15 Jahre konstant auf den Punkt zugearbeitet, an dem man dieses Auto dem Kunden anbieten kann. Das ist nun im nächsten Jahr der Fall und ich finde, dies ist ein ausgezeichnetes Ergebnis, vor allem, da die Konkurrenz nichts Vergleichbares zu bieten hat. Dickes Lob !!!
Selbstverständlich gehöre ich auch zu den potentiellen Kunden und da interessiert mich eben auch der Preis. Können Sie eine ganz grobe Daumenzahl nennen?
Gruß
Lothar Busold
Antwort
Antwort von Ronald Grasman am 15. Dezember 2009 um 17:40:
Hallo Herr Busold,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Lob und die Glückwünsche gebühren vor
allem unseren Entwicklungsingenieuren, die diese Technologie seit Jahren
konsequent zur Marktreife entwickeln. Ich glaube man kann behaupten dass
hier in Nabern fast nur “Überzeugungstäter” sind. Wir sind zwar noch nicht
auf allen Gebieten dort, wo wir es für die Grossserie sein müssten, aber
die Kleinserie der B-Klasse F-CELL wird zeigen, welchen fortgeschrittenen
Stand wir bereits erreicht haben.
Die Fahrzeuge der Kleinserie werden wir nicht verkaufen, bitte haben Sie
daher Verständnis dafür, dass wir noch keine konkreten Preise nennen
können.
Viele Grüsse
Ronald Grasman
Antwort
2. Peter
Kommentar vom 15. Dezember 2009 um 07:46
Hallo Herr Grasmann,
auch von mir herzlichen Glückwunsch!
Ein wunderbares Fahrzeug das mich Stolz macht, denn, wie Herr Busold schon beschrieben hat, haben “wir” den Trend nicht verschlafen sondern setzen schon seit Jahren auf diese innovative Technik.
Leider spricht sich dies mM nach in der Öffentlichkeit nicht so richtig herum. Naja, ich möchte schon sagen das “wir” hier etwas zurückhaltend sind. Ich könnte mir gut eine F-Cell Fahrt quer durch Deutschland vorstellen, eine Road-Show in einigen Städten oder ähnliches. Die Technik muß an den Kunden ran, vor Ort erlebbar sein.
Und auf eines bin ich auch noch gespannt: Wie werden die Kraftstoffhersteller zukünftig reagieren da diese ja nun den “schwarzen Peter” haben. Die Autofahrer dieser F-Cell oder auch E-Mobile emittieren nun kaum noch (oder gar keine) Abgase, nun kommt es darauf an, wie sauber die Kraftstoffe oder der Strom hergestellt wird.
Eine spannendne Zukunft liegt vor uns….
Antwort
Antwort von Ronald Grasman am 15. Dezember 2009 um 17:50:
Hallo Peter,
toll, solche Rückmeldungen aus dem Unternehmen zu bekommen: Das Thema
Brennstoffzelle hatte ja nicht immer nur Befürworter, obwohl – realistisch
betrachtet- langfristig kein Weg an der Elektromobilität, sei es mit
Batterie- oder Brennstoffzellenfahrzeugen, vorbeigeht. (Auch wenn sparsame
und emissionsarme Verbrennungsmotoren sicher noch sehr lange das “Rückgrat”
unseres Geschäftes sein werden.
Unsere Kollegen im Marketing und der Kommunikation planen eine ganze Reihe
“hochspannender” Aktivitäten in 2010 und wenn die ersten Fahrzeuge in
Kundenhand gehen, wird sich die Wahrnehmung von F-CELL in der
Öffentlichkeit deutlich erhöhen. Die nächsten Jahre wird die B-Klasse
F-CELL dann im ganz normalen Betrieb bei ausgewählten Kunden sein, das ist
das eigentlich Spektakuläre an F-CELL: Es ist so herrlich unspektakulär das
Auto zu fahren und gleichzeitig zu wissen, dass man emissionsfrei unterwegs
ist.
Wir versuchen natürlich die Unternehmen der Energiewirtschaft auf diesem
Weg mitzunehmen, denn eines ist klar: Ohne flächendeckendes
H2-Tankstellennetz wird die beste Technik beim Kunden nicht ankommen. Die
von Daimler getriebene Inititiative “H2 Mobility Deutschland” ist ein gutes
Beispiel dafür, wie eine solche Kooperation aussieht.
Sie haben recht: Die Zukunft bleibt spannend ;-)
Antwort
3. Markus Jordan
Kommentar vom 07. Januar 2010 um 12:45
Meine Abstimmung ist auch erfolgt.
Gegenüber der Vorgänger-Version F-Cell A-Klasse bleibt anzumerken, das die F-Cell B-Klasse erheblich angenehmer und *ruhiger* fährt, fällt doch das Lüftergeräusch in der A-Klasse (168er) weg, was beim B F-Cell nicht mehr vorhanden ist.
Ich hab die F-Cell B-Klasse mittlerweilen direkt in Nabern getestet im September 2009 (vor der IAA), sowie im Dezember in Monaco (Strecke Monte-Carlo nach Nizza), – bin vom Konzept und vom Fahrzeug begeistert.- Streckenmäßig hatte ich bislang Landstraße, Autobahn, Stadtverkehr – sobald das Tankstellennetz passend vorhanden ist, wird sich auch das Auto mehr durchsetzen – …aber dazu braucht es noch Zeit, – und die wird kommen!
Antwort
4. Thomas Uhr
Kommentar vom 07. Januar 2010 um 14:33
Hallo Herr Grasman,
wir hatten im Werk Berlin vor einigen Wochen das Vergnügen mit einem Vorgänger des zur Wahl stehenden Autos. Das hat hier solche Begeisterung ausgelöst, dass ich mit vielen Stimmen aus Berlin rechne…aus eigener Erfahrung: Mehr als verdient! Selbst meine Zwölfzylinderfraktion schwärmt.
Grüße aus Berlin!
Antwort
5. Cleantech Jobs
Kommentar vom 21. Januar 2010 um 00:19
Super Technologie und auch ein Bereich in dem jede Menge cleantechjobs generiert werden können. Von der brennstoffzelle bis hin zum Hybrid oder auch in der Materialforschung um Ressourcen zu schonen. Sehr gut.
Antwort
6. Ronald Grasman
Kommentar vom 10. Februar 2010 um 12:04
Vielen Dank für die Unterstützung an alle, die für die B-Klasse F-CELL gevotet haben.
Kurz vor der Washington Auto show hat die B-Klasse die 1000 Stimmen-Schallmauer durchbrochen und hatte damit mehr als doppelt so viele Stimmen wie der schärfste Konkurrrent, Nissan Leaf.
Um so erstaunter waren wir, daß trotzdem der Leaf den Green Car Vision Award gewonnen hat, das mussten wir erst mal verdauen. Nun, die Veranstalter haben uns mitgeteilt, dass die Abstimmung nur EINES von mehreren Kriterien für die Preisverleihung sein… welche die anderen Kriterien seien, wollte oder konnte man uns nicht mitteilen.
Müßig, darüber zu diskutieren, für uns in Nabern zählt die Tatsache, dass das Ergebnis der Abstimmung ganz klar gezeigt hat, dass die Brennstoffzellentechnologie und insbesondere die B-Klasse F-CELL die Nr. 1 sind.
Der reguläre Betrieb der Fahrzeuge startet in 2010 und ich hoffe, daß viele, die uns unterstützt haben, die Chance haben werden, die B-Klasse zu fahren und sich selbst von der Souveränität des Antriebs zu überzeugen.
Danke und Grüße aus Nabern!
Antwort