Öffentliche Feuerwehren üben patientengerechte Rettung
Jede Sekunde zählt. Werden Rettungskräfte zu einem Unfall gerufen, müssen sie eingeschlossene Personen zügig aus den Autos befreien. Hochfeste Materialien, die Insassen im Fahrzeug schützen sollen, können den Zugang zu Patienten erschweren. 37 externe Feuerwehrleute trafen sich daher zum Mercedes-Benz Praxistraining für Rettungsdienste. Bei der Werkfeuerwehr in Sindelfingen übten sie an Mercedes-Benz und smart Fahrzeugen die fachkundige Personenrettung. Eine GLK-Klasse hatte schon bessere Zeiten gesehen: Sie hatte bereits einen Crash-Test hinter sich und sieht aus wie ein echtes Unfallfahrzeug. Die Teilnehmer des Praxistrainings sind dennoch erstaunt. Im Bereich der Fahrgastzelle ist das Auto nahezu intakt – kaum eine Spur von Deformation oder Gefahr für die Insassen. Ein sichtbarer Beweis für die Sicherheit eines Mercedes-Benz Fahrzeugs.
„Nur nicht so zaghaft!“ Thomas Hofer von der Werkfeuerwehr Sindelfingen ermutigt zwei Teilnehmer, die zögerlich versuchen, die Seitentüren einer E-Klasse Limousine zu entfernen. Der erfahrene Instrukteur zeigt den Feuerwehrmännern, wie sie das Schneidwerkzeug am wirkungsvollsten einsetzen. Ein lauter Knall, ein berstendes Brechen und das Auto ist um zwei Türen ärmer. „Glücklicherweise kam ich noch nie in die Situation, einen Mercedes-Benz nach einem Unfall aufschneiden zu müssen“, sagt Andreas Bachhuber von der Feuerwehr Gröbenzell. „Bei den Unfällen, die ich als Feuerwehrmann erlebt habe, schützte die hohe Stabilität des Fahrzeugs die Personen im Innenraum. Trotzdem möchte ich wissen, wie ich vorzugehen habe, wenn ich ein solch stabiles Auto tatsächlich aufschneiden muss.“
Machen hochfeste Materialien ein Auto wirklich zur uneinnehmbaren Festung? Ganz und gar nicht. Jan Hohmann von der Freiwilligen Feuerwehr Großalmerode beschreibt seine Erfahrung: „Die wertvollste Erkenntnis war, dass man keine Angst vor einer neuen Fahrzeugtechnologie im Sinne von Konstruktion und verbauten Materialien haben muss. Wenn man umsichtig arbeitet und strukturiert im Einsatz vorgeht, kann man auch ein verunfalltes Fahrzeug neuester Generation mit hydraulischem Rettungsgerät öffnen.“ Im Mittelpunkt des Trainings standen Üben und Erfahrungen sammeln. Fachkundige Ratschläge bekamen die Teilnehmer während ihrer Schneidversuche von der Werkfeuerwehr Sindelfingen.
Eine Erkenntnis teilten sich die Helfer nach diesem Tag: Bei einem Mercedes-Benz beginnt die Sicherheit nicht erst im Moment des Unfalls – sondern schon dann, wenn der Kunde sein Fahrzeug ausgeliefert bekommt.
GSP/OI gibt Leitfäden für Rettungsdienste heraus, mit genauen Anleitungen zur patientengerechten Rettung. Die Rettungsleitfäden gibt es in verschiedenen Sprachen im Internet – kostenlos und aktuell unter www.mercedes-benz.de/rettungsleitfaden. Unter dieser Adresse gibt es seit kurzem auch die Rettungskarten für Mercedes-Benz Pkw – von den aktuellen Baureihen bis zurück zum Produktionsstart 1979.
Die Rettungskarten zeigen in geraffter Form, wo im Fahrzeug sich sicherheitsrelevante Baugruppen und Karosserieverstärkungen befinden. Mit den Mercedes-Benz Praxistrainings für Rettungsdienste bieten wir Feuerwehren die Möglichkeit, sich an aktuellen Fahrzeug-Baureihen zu versuchen. Die Veranstaltung stößt auf großes Interesse. Während wir im Jahr 2009 ein Praxistraining durchgeführt haben, sind für 2010 bereits zwei Termine geplant.
Dieser Artikel wurde von Gert Hofmann geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
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1. Tweets die Sicherheit beginnt vor dem Unfall » Daimler-Blog: Einblicke in einen Konzern erwähnt -- Topsy.com
Pingback vom 13. Januar 2010 um 21:56
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Daimler AG News, Old Mac Donald erwähnt. Old Mac Donald sagte: Sicherheit beginnt vor dem Unfall » Daimler-Blog: Einblicke in …: Aktuelles via Twitter. News; Career; Business Innov http://url4.eu/17HCz [...]
2. peter
Kommentar vom 14. Januar 2010 um 13:54
Schöner Bericht,
wie kommt man zu einem Termin / Einladung
Antwort
Antwort von Gert Hofmann am 28. Januar 2010 um 10:58:
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Praxistraining für Rettungsdienste. Wir haben noch Plätze frei für eine Veranstaltung im September. Nähere Informationen erhalten Sie direkt von mir. Wenn Sie Interesse haben, schicken Sie mir Ihre Kontaktdaten an gert.hofmann[at]daimler.com. Ich melde mich dann bei Ihnen.
Antwort
3. Pusteblume
Kommentar vom 14. Januar 2010 um 16:31
Hallo Herr Hofmann,
die Rettungskarten sind ja eine recht interessante Lektüre. Leider hat sich bei der Baureihe 168 ein Fehler eingeschlichen, hier wurden irrtümlich die Bilder der Baureihe 169 verwendet.
Beim 168 befinden sich z.B. die Seiten-Airbags in der Türverkleidung, nicht wie beim 169 in der Rückenlehne. Dazu gab es optional ab 2001 einen Window-Bag. Ist alles etwas anders aufgebaut als beim W169.
Weiter ist mir noch aufgefallen, dass das verwendete Logo dreidimensional ist und damit nicht dem aktuellen CD entspricht. ;-)
Antwort
Antwort von Gert Hofmann am 28. Januar 2010 um 10:25:
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Die Abbildungen werden ausgetauscht. Die korrigierte Version veröffentlichen wir in Kürze.
Antwort
4. Uwe Knaus (Moderator)
Kommentar vom 18. Januar 2010 um 09:41
@Pusteblume
Der Autor hat gerade Urlaub und wird sich melden, sobald er wieder zurück ist.
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