Seit ungefähr eineinhalb Jahren bin ich nun eine Studentin der Dualen Hochschule bei der Daimler AG. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, habe ich sehr viele spannende Erfahrungen gesammelt, mich persönlich weiter entwickelt und viele neue Bekanntschaften gemacht.
Ganz genau erinnere ich mich noch an das Gefühl der Ungewissheit, Aufregung und Vorfreude, das ich am 1. Oktober 2008, dem Beginn meines Studiums bei Daimler, gefühlt habe. Nun habe ich schon das dritte Theoriesemester an der Württembergische Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) hinter mich gebracht, was wieder mit einer sehr stressigen Klausurenphase geendet hat. Doch gerade wenn man auch diese stressigen und manchmal weniger schönen Phasen erfolgreich hinter sich bringt, ist man wieder ein Stück gewachsen.
Jetzt müsste eigentlich mein dritter Praxiseinsatz bei der Daimler AG folgen. Doch da ich International Business studiere, ging es am 9. Januar 2010 auf nach Stoke-on-Trent in Großbritannien, um dort mein Auslandssemester zu absolvieren.
Insgesamt waren wir elf Studenten der VWA, die sich an diesem Morgen am Check-In-Schalter am Stuttgarter Flughafen getroffen haben. Wir waren alle sehr aufgeregt und gespannt, was uns auf der Insel erwarten würde. Trotz des Schneechaos und der schweren Witterungsverhältnisse sind wir dann gegen 18.00 Uhr gut in Stoke an der Staffordshire University angekommen. Da dies eine Partneruniversität von der VWA ist, konnten wir uns schon im Vorhinein ganz problemlos um ein Zimmer in den Halls of Residence auf dem Campus bewerben. Obwohl wir noch ein sehr komfortables und dafür auch recht teures Zimmer mit eigenem Badezimmer gebucht haben, bekamen wir beim Anblick der Zimmer einen kleinen Schock…
Mein Zimmer ist ca. 8 Quadratmeter groß und hat Wände, die aussehen wie Stein. Doch am nächsten Morgen ging es dann gleich auf in den nächsten Sainsbury’s, wo ich mir viel Deko gekauft habe, um mein Zimmer zu verschönern. Jetzt fühle ich mich schon richtig wohl. Da mein Zimmer direkt an die Küche meiner WG grenzt, habe ich am ersten Abend auch schon gleich die Bekanntschaft zwei meiner französischen Mitbewohner gemacht, die lautstark gefeiert haben. Da man bei diesem Lärm nicht schlafen kann, blieb mir nichts anderes übrig als rüber zu gehen und mit ihnen zu feiern…
Das Campusleben hier ist kaum mit dem an der VWA zu vergleichen. Hier ist alles viel größer, man hat mehr Freiräume und muss viele Dinge selbst organisieren. In der Woche habe ich nur zwölf Vorlesungsstunden und an der VWA in Stuttgart hatte ich immer vierzig Stunden. Aber dafür muss man sich hier auch viel im Selbststudium erarbeiten. Deswegen werde ich die nächste Zeit wohl viel mit Lesen verbringen.
Dennoch kommt die Freizeit keineswegs zu kurz. Auf dem Campus gibt es einen eigenen Club, der jeden zweiten Tag geöffnet hat. Dort feiern dann alle Nationalitäten bei ausgelassener Stimmung miteinander. Auch vorher auf den sogenannten „Kitchen-Partys“ kann man viele neue Leute kennen lernen. Neben den britischen Studenten sind hier sehr viele Franzosen, Inder und Chinesen. Dadurch werden einem die kulturellen Unterschiede bewusst und man lernt mit den verschiedenen Nationalitäten umzugehen.
Da Stoke im Herzen Großbritanniens liegt, kann man von hier aus viele Sightseeing-Touren starten. Letztes Wochenende waren wir in Liverpool und sind den Spuren der Beatles gefolgt. Liverpool ist wirklich eine traumhaftschöne Stadt! In den nächsten Wochen wollen wir auch noch den Rest Englands erkunden und natürlich auch Irland und Schottland.
Ich bin schon sehr gespannt, was mich in den nächsten Wochen des Auslandssemesters noch erwarten wird. Anhand der vielen Erfahrungen, die ich hier sammeln kann, wird mir mal wieder sehr deutlich, dass ich mit dem Dualen Studium bei Daimler eindeutig die richtige Wahl getroffen habe und mich jederzeit wieder so entscheiden würde!
Dieser Artikel wurde von Sandra Ide geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
Ein Jahr – 5 Standorte
Mein Name ist Aljoscha Kubicek und ich bin seit Oktober 2007 Daimler DH-Student der Fachrichtung International Business. Ich möchte im ...
1. Verena Hausenstein
Kommentar vom 19. Februar 2010 um 13:40
Kennst du eine Sophie von Bosch? Die ist auch gerade in Stoke und so wie es klingt in deiner WG. ;)
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2. Tobias
Kommentar vom 22. Februar 2010 um 08:19
Ach die Studentenzeit. Aus meiner Sicht die beste und schönste Zeit des Lebens. Küchen- und Flurparties, Wasserschlachten (da erinnere ich mich immer wieder daran, wie ein Wasserfall vom 3. Stock bis in den Keller über die Wohnheimtreppe lief), Campusfeste, Studentenclubfeten etc..
Ach so, bei den Vorlesungen und Seminaren hat man natürlich auch so einiges fürs spätere Berufsleben lernen dürfen. Schließlich besteht so ein Studentenleben nicht nur aus Party. :o)
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3. Ilga
Kommentar vom 22. Februar 2010 um 22:19
Hi Sandra,
noch jemand aus dem 08er Jahrgang, der den Blog liest ;-)
Klingt ja als wuerde es dir und den Anderen super gehen auf der Insel…
Freut mich!
Viele Gruesse aus dem kalten Kanada an dich und den Rest der Truppe.
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