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02.2010

Zu Tisch mit Dr. Zetsche

Angefangen hat alles im November 2009. Meine Personalbetreuerin für CAReer hat mich am Telefon gefragt, ob ich Interesse an einem Mittagessen mit einer Führungskraft habe. Solche Veranstaltungen finde ich generell interessant. Klar, dass meine Zusage nur Formsache war. Als ich später erfuhr, dass es sich bei der Führungskraft um unseren Vorstandsvorsitzenden Dr. Zetsche handelt, war die Überraschung perfekt. Für Herrn Dr. Zetsche ist das nichts Neues, denn regelmäßig trifft er sich mit unterschiedlichen Mitarbeitergruppen. Für die CAReer Trainees und somit auch für mich war das jedoch eine Premiere.

Als die Einladung aus dem Vorstandsbüro in mein E-Mail Postfach geflattert ist, war klar: es klappt! Ich kann dabei sein und mit mir noch acht weitere CAReerler aus unterschiedlichen Divisionen und Funktionsfeldern, darunter auch einige Alumni. Wie wird das wohl werden? Welche Fragen dürfen wir stellen? Wie wird Dr. Zetsche antworten und was ist unser VV überhaupt für ein Mensch? Das ist nur eine Auswahl von den Fragen, die mir vor dem Treffen durch den Kopf gegangen sind. Zum Glück war ich mit meiner Aufregung und Vorfreude nicht allein. Um die anderen Teilnehmer kennenzulernen, haben wir uns eine Woche vor dem Essen getroffen. Das Treffen haben wir auch genutzt, um ein Gefühl für die eigenen Fragen zu bekommen und sie mit den anderen abzustimmen.

Als es endlich so weit war und wir gemeinsam zum Vorstandsgebäude gelaufen sind, war ich ganz schön aufgeregt. Dann ging es ganz schnell. Dynamisch und präsent ist er auf uns zugekommen. Begleitet von seiner Stabschefin Gesa Reimelt hat er jeden in der Runde per Handschlag begrüßt. Gemeinsam sind wir ins Betriebsrestaurant „Feel Good“ gegangen. Abseits vom Trubel in der Kantine hatten wir hier die Möglichkeit unsere Fragen zu stellen und Dr. Zetsche als VV und als Person etwas besser kennenzulernen. Die nächste Stunde war geprägt von einer positiven, interessierten und angenehmen Atmosphäre im Raum. Neben dem Treffen mit den anderen Teilnehmern vor dem Mittagessen habe ich zur Vorbereitung den Lebenslauf von Dr. Zetsche einstudiert, die aktuellen Interviews durchgelesen und sogar Fragen vorbereitet. Doch die Unterhaltung nahm ihren eigenen Lauf. Auf einmal sind die Fragen wie von selbst gekommen.

 

Dr. Dieter Zetsche, Christian Rößle (Mercedes-Benz Cars), Greta Bernhardt (Truck Group), Agnieszka Kühn (Financial Services), Thomas Fesefeldt (Forschung und Entwicklung), Thomas Kormeier (Truck Group), Yumi Ozaki (Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation), Asmara Yeman (Finance und Controlling), Christin Müller (Personalbereich), Tobias Ködel (Kommunikation) und Gesa Reimelt (Chief of Staff)

Blickkontakt bei jeder Antwort, fachlich fundiert, verständlich und professionell – so hat er uns alle schnell in seinen Bann gezogen. Konzentriert, gespannt und aufmerksam haben wir jede Antwort aufgesogen. Neben Fragen zu seiner Freizeit, seinem Werdegang und seiner schwersten beruflichen Entscheidung als Vorstandsvorsitzender, haben wir auch darüber gesprochen wie er mit der Verantwortung umgeht. Darüber hinaus haben wir uns auch über das Image von Daimler unterhalten. Der neue SLS Werbespot mit Michael Schumacher und unsere Rolle in der Formel 1 wurde genau so thematisiert wie die Rolle von Fuso bei Daimler. Wie er die Unterschiede der Mercedes-Benz Cars Sparte und der Daimler Trucks Sparte erfahren hat, schilderte er ganz persönlich. Dabei wurde deutlich, wie viel Daimler Erfahrung er in den letzten 30 Jahren gesammelt hat. Und vor allem, worin der Unterschied zu meinen 300 Tagen liegt.

Zum Schluss haben wir noch kurz über das CAReer Programm gesprochen. Dabei betonte er, dass ihm nicht nur die Qualifizierung junger Kollegen (wie er uns netterweise nennt) durch die unterschiedlichen Bausteine des CAReer Programms am Herzen liegt, sondern ihm auch wichtig ist, weibliche Nachwuchskräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Er machte aber auch deutlich, was er von uns erwartet: Eigeninitiative ist gefragt!

Stundenlang hätten wir noch mit ihm zusammensitzen und ihm zuhören können. Dabei wäre uns der Gesprächsstoff bestimmt nicht ausgegangen…

Vielen Dank Dr. Zetsche für eine tolle Erfahrung!

Asmara Yeman, Trainee Projektplanung und Controlling Heavy-Duty Engine Platform

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Dieser Artikel wurde von Asmara Yeman geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 8 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Manuel

    Kommentar vom 26. Februar 2010 um 15:27

    Toller und interessanter Beitrag. Daran merkt man auch wie nah der Dr. Zetsche an den Mitarbeitern ist. Er scheut sich auch nicht einfach mal in das 4000 Mitarbeiter-umfassende Betriebsrestaurant zu gehen und dort wie alle anderen auch zu Mittag zu essen.
    Und der von Ihm beschriebene Weg in der Formel 1 und auch Formel Grün führend zu sein kann ich nur unterstützen. Damit steuert Daimler in eine Zukunft mit den richtigen Perspektiven.

    Antwort

  2. 2. Markus Jordan

    Kommentar vom 26. Februar 2010 um 17:25

    Dr. Zetsche ist auch ein eine extrem sympatische Person. Ich hab den guten auch schon direkt getroffen und die Hand geschüttelt. – eine prägende Erinnerung ! :)

    Antwort

  3. 3. Kim Jong Il

    Kommentar vom 02. März 2010 um 09:37

    ..personenkult läßt grüßen!!!

    der artikel hätte auch von einer mitarbeiterin des geliebten führers aus nordkorea stammen können..

    Antwort

    Antwort von Martin am 02. März 2010 um 10:31:

    Ich stelle mal die steile These auf, dass sích Kim Jong Il den Titel “Geliebter Führer” selbst gegeben hat und in Wirklichkeit gar nicht so beliebt ist.
    Weiterhin wage ich zu behaupten, dass es nur wenige Menschen gibt, die sich mit einem Diktator an einen Tisch setzen würden und dass es weit mehr gibt, die die Gelegenheit wahrnehmen würden, mit dem CEO von Daimler ein paar Takte beim Mittagessen zu wechseln.
    Das hat mit Personenkult recht wenig zu tun. Ich würde es mehr in der Kategorie “Mitarbeiterwertschätzung” unterbringen.

    Antwort

    Antwort von Felix R. am 02. März 2010 um 11:05:

    Na ja ich vermute mal dass mind. 90 Prozent der Unternehmen mit Vorstand einen Vorstandsvorsitzenden haben, der einen begeistern kann und der Erfahrung hat… Sonst wären diese Menschen nicht Vorstandsvorsitzende, oder? (Irgendjemanden mussten sie dafür sicher begeistern)

    Außerdem sehe ich weder Auswüchse eines Kultes noch einer besonderen Verehrung sondern eher Wertschätzung wie Martin es treffend genannt hat. Ich persönlich finde es gut, dass die Unternehmensleitung sich auch mal die Zeit für Mitarbeiter nimmt und wenn das dann auch noch positiv verläuft kann man doch eigentlich nur froh sein…

    @Martin: Ich stimme deiner gewagten These zu^^

    Antwort

    Antwort von Hans S. am 02. März 2010 um 14:38:

    Hallo Zusammen!

    Martin, ich habe das Gefühl, dass du nicht ganz verstanden hast, dass sich der von dir nochmals erwähnte Titel keinesfalls auf Kim Jong II beziehen soll. Zudem finde ich es tatsächlich mehr als gewagt auf die Beliebtheit oder sonst etwas eines Menschen zu schließen, nur weil die Sichtweise nicht mit deiner (oder wie hier beschrieben: der der Mehrheit) übereinstimmt.

    Auch in meinen Augen handelte es sich beim Lesen des Artikels um weit mehr als nur Mitarbeiterwertschätzung (außer natürlich man bereitet sich bei seinem ersten Treffen mit einem Kollegen, sei er/ sie Praktikant oder Führungskraft, immer so vor…), weshalb ich die Botschaft von Kim Jong II sehr wohl nachvollziehen kann. Erkennen lässt sich dies doch auch an der Tatsache, dass man sich gern damit zu rühmen versucht, wem man schon alles die Hand geschüttelt hat (oft auch bei Teenies zu beobachten – “Rockstar-Effekt”).

    Ich glaube gern, dass einige Führungskräfte, und wie auch bereits explizit erwähnt Herr Dr. Zetsche, sehr sympathische und interessante Persönlichkeiten sind, aber bei allem Respekt…der ganze Rummel, der um die jeweilige Position oder den Status betrieben wird, deutet auch für mich eher auf Personenkult als auf reine Wertschätzung seiner Kollegen und Mitmenschen hin!?

    Antwort

  4. 4. Peter

    Kommentar vom 02. März 2010 um 09:50

    @ Kim Jong Il
    Wieso? Gibts dort auch ´n CAReer Programm?

    Antwort

  5. 5. Gerne Trainee

    Kommentar vom 15. März 2010 um 16:08

    Das ist der Vorteil, wenn man den schweren Auswahlprozess einer Traineestelle erfolgreich hinter sich lässt. Da bekomme ich gleich nochmal Lust mich auch zu bewerben. Ich finde diesen engen Kontakt zur Basis von Dr.Z hervorragend! Danke für den Artikel.

    Antwort

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