Wirksamkeit der globalen Leadershiptrainings der Daimler Corporate Academy – Untersuchung von einer Chinesin über zwei Welten
Seit 7 Jahren lebe ich als Chinesin in Deutschland. Nach meinem Studium in China, in Deutschland und in den USA habe ich vor 2 Jahren meine Promotion bei der Daimler Corporate Academy (DCA) gestartet. Hier untersuche ich die Wirksamkeit des Leadershiptrainings der DCA für Teamleiter (Daimler Seminar for Managers) und suche nach Gemeinsamkeiten beziehungsweise nach Unterschieden in der Wirkung bei deutschen und chinesischen Führungskräften.
Da ich durch das Leben in den zwei Welten die Unterschiede, hinsichtlich Führung, zwischen den Deutschen und den Chinesen erfahren habe, kann ich diese Erkenntnis sehr gut einbringen und mich mit dem Thema außerordentlich gut identifizieren.
Meine Untersuchung trägt dazu bei, die Fragen zu beantworten. Beispielsweise wie Lehr- und Lernmethoden innerhalb der Trainings an die chinesischen Gewohnheiten angepasst werden können oder inwiefern die von den Deutschen geschätzten Best Practices in Leadership auf chinesische Führungskräfte übertragbar sind. Anders gesagt: Diese Studie versucht herauszufinden, was die Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten einer effizienten Führung zwischen deutschen und chinesischen Führungskräften sind, bzw. wo signifikante Unterschiede in den zwei Welten liegen.
Wer schon einmal ein Blick in dieses Feld gewagt hat merkt sehr schnell, wie wenig das bislang erforscht wurde.
Statistiken sagen voraus, dass bis 2025 ca. 5 Mrd. Asiaten auf unserem Globus leben – gegenüber „nur“ 700 Mio. Europäern. Ebenfalls unbestritten ist, dass das Wachstum der chinesischen Automobilwirtschaft weiterhin jährlich bis zu 40% beträgt. Was muss man beachten, wenn in absehbarer Zeit immer mehr chinesische Führungskräfte auf zukünftige Aufgaben vorbereitet werden sollen? Deswegen fängt die DCA heute schon an, darüber zu forschen.
Mit Hilfe dieser Untersuchung will die Daimler Corporate Academy die Leadershiptrainings in Asien bzw. in China noch erfolgreicher gestalten, egal ob man mit Globalierungs- oder Lokalisierungskriterien misst. Über das Vorgehen der Studie und die Ergebnisse möchte ich gerne noch weiter berichten und euch auf dem Laufenden halten. Hier an dieser Stelle.
Probanden gesucht
Wer mehr über die Untersuchung erfahren oder mit diskutieren möchte, egal ob inhaltlich oder methodisch, kann gerne kommentieren. Wer als Teamleiter als Proband dieses Projekt unterstützen möchten, kann sich gerne bei mir melden: jingjing.wang[at]daimler.com. Als Gegenleistung bieten wir unseren Probanden persönliche Analysen und Profile ihres persönlichen Führungsverhaltens an.
Dieser Artikel wurde von Jingjing Wang geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
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1. Tobias
Kommentar vom 17. März 2010 um 12:33
Hallo.
Ich besuche seit Anfang dieses Monats einen chinesisch Kurs an der Volkshochschule und finde diesen Bericht sehr interessant.
Durch diesen Kurs und einem Projekt, was ich mit einem chinesischen Partner bearbeiten durfte, konnte ich feststellen, dass sich die kulturellen Unterschiede auch in der Arbeitsweise stark widerspiegeln. Also nicht nur auf Führungsebene sondern auch im Kreis der Sachbearbeiter.
Und wenn man in die Zukunft schaut, so scheint an Asien kein Weg vorbei zu führen.
Antwort
2. Martin Scherzler
Kommentar vom 17. März 2010 um 14:50
Hallo,
ich habe von diesem Programm iZm. dem DSM-Seminar erfahren und finde es sehr interessant.
Ich glaube, dass die Erkenntnisse aus dieser Forschung nicht nur in der Führungskräfteausbildung verwendet werden können, sodern dass sich die Ergebnisse auch breiter anwenden lassen: Sicher können diese auch als Basis/Grundlage für die Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten dienen und ich glaube auch, dass die Ergebnisse der Studie im konkreten Führungsverhalten wiederverwendbar sind.
Der Umgang, die Entwicklung und die Förderung von Mitarbeiters des jeweils anderen Kulturkreises kann so optimal an die “gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen” Bedürfnisse angepasst werden: Das Untzernehmen, die Führungskraft und der Mitarbeiter profitieren davon gleichermasen.
Ich finde es wichtig und bemerkenswert, dass Daimler sein Engagement auf dem asiatischen Markt ganzheitlich angeht und nicht nur rein technisch. Neben der Investition in Fabriken und Fertigungsstätten zählen heute auch andere Faktoren.
Daher hat die Beauftragung einer solchen Untersuchung neben dem wirtschaftlichen Aspekt auch etwas mit dem Thema Wertschätzung zu tun. Es ist die Botschaft, dass fremde Kulturen willkommen sind, wir sie ernst nehmen, sie uns bereichern und dass wir offen für deren Einbindung in die gesamte Hierarchie sind.
Antwort
3. Thomas
Kommentar vom 18. März 2010 um 07:32
Daimler legt hohen Wert auf “fairen Umgang am Arbeitsplatz”.
Warum gilt das nicht für China?
China hat ein menschenverachtendes Regime und dies wird durch Aktivität von Daimler in China unterstützt.
Natürlich kann man das Führungsverhalten untersuchen, sollte es aber nicht zu hoch bewerten. Was bringt es uns wenn China den Gewinn nicht mehr abfliessen lässt und durch geschicktes Verhandeln aber viel knowhow herausgezogen hat?
In China sollte jede Aktivität gestoppt werden, um sich später nicht schämen zu müssen. Lieber hier auf etwas Lohn verzichten.
In Brasilien z.B. gibt es auch hohe Zuwachsraten, aber fast keine neuen Daimler-Aktivitäten.
Traurig dass man hier so tut als ob China der Heilsbringer wäre.
Antwort
Antwort von Eddie am 19. März 2010 um 07:45:
Im PKW Bereich macht China 50% Umsatz wie USA! Aber Daimler Aktivität dort ist noch weit unter dem amerikanischen Niveau. Da muss man noch viel mehr tun, um unseren gewachsenen Markt zu stabilisieren. Keine Frage, Brasilien und LA Länder oder afrikanische Länder haben auch hohe Zuwachsraten, aber das Ergebnis zählt! Wenn die südamerikanischen Kunden auch so viel Umsatz machen wie USA, wird dort sicherlich nicht weniger passieren als in China.
Antwort
4. Roland May
Kommentar vom 18. März 2010 um 07:57
Sicherlich wird China der zukünftige Markt mit der höchsten Wachstumsrate schlechthin sein. Da wird sich auch keiner die Chance nehmen lassen das gewisse Stückchen vom großen Kuchen abzuschneiden. Die Frage ist nur, wie und mit welchem Aufwand bzw. Engagement mandas macht. Wie schon erwähnt wurde schert sich die chinesische Regierung sehr wenig um die Menschenrechte. Man sollte hier wirklich überlegen wie weit man da nur aus Profitgründen in diesen Markt investiert. Zum anderen ist die chinesische Mentalität doch sehr differenziert und mehr auf eine Ellenbogengesellschaft ausgelegt. Allein schon bei gewissen Joint Venture Unternehmen in China bei denen Daimler beteiligt ist stellen sich einem bei der Umsetzung von Zielen und auch bei der alltäglichen Arbeit immer wieder Probleme in den Weg. Hier gilt es besonders darauf zu achten, dass am Ende nicht das Image von Mercedes-Benz bzw. Daimler einen Kratzer abbekommt, nur weil man sich nicht an Richtlinien halten will um soviel wie möglich Profit aus den Beteiligungen zu ziehen. Chinesen denken und handeln anders als Europäer und das sollten wir uns immer vor Augen halten. Hier gibt es noch viel zu lernen und ich hoffe nur, dass die Zukunft hier für alle Beteiligten einen positiven Weg bereiten wird, von dem letztendlich wir alle, die Menschen in Europa und China profitieren können.
Antwort
Antwort von Zimeng Yang am 19. März 2010 um 08:14:
Natürlich sind wir Chinesen anders. Globale Kooperation ist immer eine große Herausforderung für ein Unternehmen. Anscheinend hat Audi den richtigen Weg gefunden. Audi ist genau so deutsch und euopäisch wie Daimler. Was machen die anders? Was machen WIR in dem Fall falsch wenn es immer wieder Probleme gibt? Wir sind keine Politiker. Wir bauen die besten Fahrzeugen und wir wollen die Welt damit überzeugen. Deswegen gibt es jetzt viele ausgewählten Nachwuchskräfte, die bereit sind, auch in fremden und schwierigsten Situationen positiv zu reagieren. China IST ein Land mit vielen Problemen, Deutschland nicht? Aber die Hoffnung geben wir nicht auf. Ich glaube an Daimlers globale Zukunft und ich werde dabei sein.
Antwort
5. Sebastian Hertweck
Kommentar vom 18. März 2010 um 08:23
Hallo Frau Wang Jingjing!
Danke für den Artikel! Ich habe ihn mit großem Interesse gelesen.
Ich selbst war viele Male sowohl beruflich als auch privat in China. Neben meiner Studienzeit in Shanghai arbeitete ich bei Shanghai Oriental Television. Es war spannend zu sehen, wie eine Shanghai-Chinesin Anfang 30, gebildet, Magisterabschluss, versuchte, ihre konservativen chinesischen Mitarbeiter mit modernen westlichen Führungsmethoden zu leiten. Einerseits selbst Chinesin andererseits darauf bedacht, das Unternehmen mit westlichem Know-how effizienter zu machen. Dies führte immer wieder zu Unverständnis und Spannungen zwischen ihr und den Mitarbeitern. Es tat ihr ganz gut, wenn sie mit mir als Westler, der aber auch schon Erfahrung im chinesischen Kulturkreis hatte, darüber diskutieren konnte.
Diese Erfahrung konnte ich auch bei meinem Start bei Daimler im April 2004 einbringen. Damals lief das Joint Venture FJDA (Fujian Daimler Automotive) an. Die Zusammenarbeit war aus deutscher Sicht klar. Wir bestimmen und die Chinesen/Taiwanesen gehorchen. Deutsche haben immer einen Plan. Anfangs-/Enddatum, Meilensteine, … fertig, nächstes Projekt. Alles sollte in 3 Jahren über die Bühne gehen. Allerdings wird bei FJDA immer noch fleißig gewerkelt, also schon seit 6 Jahren. Als ich mein interkulturelles Wissen ins Projektmanagement einbringen wollte, hieß es zunächst: “Der kommt da immer mit seiner Kultur”. Über die Jahre hat die deutsche Seite gelernt, dass es ohne Kultur und sprachliche (Grund-)Kenntnisse nur schwer vorangeht. Im Gegenzug haben sich aber auch die anfangs eher verschlossenen, misstrauischen Asiaten an die “Langnasen” gewöhnt. Es ist zu begrüßen, wenn Daimler proaktiv Führungskräfte aus Ost und West zusammenführt, schult und somit Ängste und Vorurteile abbaut. Deutsche behaupten oft, dass chinesische Führungskräfte/Mitarbeiter “machen, was sie wollen”. Über das Programm wären die Chinesen eingebunden und müssten zwangsläufig kooperieren. Dies wäre auch eine Möglichkeit, Missbrauch von geistigem Eigentum und Abwanderung von qualifizierten chinesischen Managern vorzubeugen, was in vielen Joint Ventures alltäglich ist.
Abschließend wünsche ich Ihnen alles Gute! Es würde mich freuen, wenn Sie bald wieder einen Artikel veröffentlichen würden.
Mit besten Grüßen
Sebastian Hertweck
Antwort
Antwort von Jingjing Wang am 01. April 2010 um 22:04:
Hallo Herr Hertweck,
Vielen Dank für Ihren Erfahrungstausch. Ich habe ihren Kommentar ebenfalls mit großem Interesse und immer wieder gelesen. Ich finde die JV-Aktivitäten von Daimler in China sind hoch spannend. Ich wünsche, dass eine solche “Ehe” immer erfolgreich ist, jedoch ist sie auch nicht immer so einfach. Ich freue mich sehr zu hören, dass das Bewusstsein über die kulturellen Unterschiede hilfreich ist. Gerne berichte ich später noch mehr.
Schöne Grüsse,
Wang Jingjing
Antwort
6. Axel
Kommentar vom 18. März 2010 um 08:52
Die Wissenschaft hat in den letzten 50 Jahren zu wenig in den Bereichen interkulturellen Managements geforscht. Dies wird nun erfreulicherweise aufgeholt. Aus diesem Blickwinkel kann auch diese Dissertation gesehen werden. Als Student interkultureller Handlungskompetenz und Kooperation erschließt sich mir die theoretische und praktische Sinnhaftigkeit dieser Forschungsarbeit ohne weiteres.
Antwort
7. Sophia Becker
Kommentar vom 18. März 2010 um 11:22
An der Diskussion um China entzündet sich eine Debatte, die einige unserer wichtigsten Werte, sowohl als westlich geprägte Privatpersonen, als auch aus Unternehmenssicht, berührt: Demokratie und Achtung der Menschenwürde, Wachstum und Profit, geistiges Eigentum und Wettbewerb, wertschätzender Umgang mit fremden Kulturen.
Bei dem aus meiner persönlichen Sicht bedeutsamsten Thema der Demokratie und Menschenrechte, macht man es sich zu einfach, wenn man jegliche wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China verteufelt. Nach dem Motto ‘Wir wollen uns nicht die Hände schmutzig machen. Und wenn wir einfach gar nichts mit China zu tun haben, dann waschen wir unsere Hände in Unschuld.’ Die Frage ist vielmehr: WIE kann Daimler auf dem chinesischen Markt verantwortlich und nachhaltig agieren? (wobei sich die Frage der Nachhaltigkeit und des Verantwortungsbewusstseins ohnehin GLOBAL stellt!). Dadurch, dass unsere Compliance Regeln in China ebenso gelten wie in Deutschland, dadurch, dass chinesische Führungskräfte in den von Frau Wang untersuchten Seminaren der Daimler Corporate Academy ebenso frei ihre Meinung äußern dürfen und mit den gleichen konstruktivistsich-partizipativen Lernmethoden lernen wie es die deutschen Kolleg(inn)en tun – (u.a.) dadurch leistet Daimler aus meiner Sicht einen positiven Beitrag zur Bekämpfung von Korruption und zur Förderung von Partizipation. Der Personalentwicklung kommt in dieser Hinsicht eine Schlüsselrolle zu. Hier zeigt sich, ob das Unternehmen sich wirklich und aktiv zu Diversity bekennt und bereit ist, das zu leben, was Herr Scherzler in seinem Kommentar so treffend formuliert hat:
“Es ist die Botschaft, dass fremde Kulturen willkommen sind, wir sie ernst nehmen, sie uns bereichern und dass wir offen für deren Einbindung in die gesamte Hierarchie sind.”
In diesem Sinne ist die Untersuchung von Frau Wang ein innovativer und bedeutender ‘Meilenstein’.
Antwort
8. jingjing Wang
Kommentar vom 19. März 2010 um 11:40
Vielen Dank für die kontroverse Diskussion.
Offensichtlich hat dieses Thema mehrere Dimensionen. Die zentrale Frage der Untersuchung ist, ob die westlichen Führungstheorien, die im Training angewendet werden, wirklich die Führungssituation in China widerspiegeln können. Können die chinesischen Führungskräfte anhand der westlichen Führungstheorien ihre Probleme beschreiben, wenn sie bei der Führung Schwierigkeiten haben? Diese “westlichen” Führungstheorien basieren auf Individualität, Sachorientierung und Strukturierung von Handlungen z.B. die Individualität des Einzelnen zu fördern, ist eine wesentliche Stellschraube der effizienten Führung in Deutschland. Würde diese Handlungsweise auch in China gut funktionieren? Wenn die Chinesen die Verbundenheit mit anderen für wichtiger halten (Beziehungsorientierung), wie die bisherige Forschung besagt, können ihnen auch Unannehmlichkeiten aufkommen, sobald ihnen mehr Individualität abverlangt wird.
Wenn man die schulische und familiäre Bildung genauer betrachtet, findet man auch hier viele Unterschiede zwischen Deutschland und China. Sehr häufig erfährt man jedoch immer nur einseitige Berichte, entweder aus chinesischer oder deutscher Perspektive. In meiner Kindheit habe ich ein Sprichwort gelernt: “Wir sollten nicht nur uns selbst gut kennen, sondern die anderen genau so gut kennen und verstehen.” Anhand meiner Erfahrung würde ich noch betonen: Wenn wir versuchen, die anderen kennenzulernen bzw. zu verstehen, sollten wir das aus allen Blickwinkeln tun.
Ich glaube, wir befinden uns noch in der ersten Phase des “Verstehens”. Im Anschluss daran ist der Umgang mit den wahrgenommenen Unterschieden von der individuellen Handlungslogik abhängig. Man kann neugierig auf die andere Kultur zugehen und sie entdecken, man kann sie kritisieren, respektieren, ablehnen oder integrieren.
Antwort
9. Thomas
Kommentar vom 31. März 2010 um 06:46
hallo Frau Wang
Interessant wäre auch, inwiefern die politische Situation in China Einfluss auf das Führungsverhalten der Chinesen hat.
Darf der Platz des himmlischen Friedens erwähnt werden?
Ist/wird diese website in China gesperrt?
Darf die chinesische Politik kritisiert werden?
Bei allem Respekt vor der chinesischen Kultur, das sind zuviele Fragen, zuviel Risiko, ich will nicht nach China, selbst wenn der Kuchen gross ist.
Antwort
10. Wei Xing
Kommentar vom 01. April 2010 um 11:39
Nihao Wang jingjing! :-) Die von Ihnen durchzuführende Untersuchung finde ich sehr interessant und halte auch absolut für notwendig, nicht nur weil ich selber auch ein Chinese bin sonder auch aufgrund meiner alltäglichen Erfahrung mit China im Geschäftsumfeld.
Seit ca. 9 Jahre lebe ich in Deutschland und habe ständig versucht die deutsche Kultur, Mentalität, Arbeitsweise sowie den Verhaltensstandard a) kennen zu lernen b) möglichst aus neutraler Sicht die Unterschiede zw. Deutschland und China zu vergleichen und c) immer auf einer konstruktiven Art und Weise mit den daraus resultierten Konflikte umzugehen. Dabei sind viele interessante Sachen sukzessiv ausgekommen, von denen ich sowohl im meinem Privat- als auch im Geschäftsleben bisher sehr viel profitiert habe.
Deshalb kann ich aus meinen eigenen Erfahrungen bestätigen, dass das gegenseitige “Verstehen” in der ersten Phase beim Führen einer JV-Firma enorm wichtig ist. Es ist unabhängig davon, ob die beiden Firmen aus Deutschland und Frankreich oder aus China und Japan. Selbst wenn sie aus demselben Bundesland kommen, entsteht am Anfang immer Verständnis-Probleme aufgrund der unterschiedlichen Firmenkultur etc. Je ferner die zwei Firmen sind, desto größer der Unterschied und desto mehr die Probleme/Konflikte.
Zu der Politik der chinesischen Regierung möchte ich nur sagen, dass Daimler Gott sei Dank keine politische Partei ist. :-) Daimler ist aus meiner Sicht ein Unternehmen, das
selbstverständlich auch mit großer Sozialverantwortung aber primär aus seiner Wirtschaftsinteresse die nachhaltige Erhöhung der Rentabilität anstrebt. Wie alle anderen Konzerne sind wir immer dort aktiv wo Wachstumspotenziale gibt.
Fr. Wang, wenn Sie wollen, könnten Sie mich zu dem Thema ansprechen. Ich tausche gerne meine Erfahrungen mit Ihnen aus. Nur alles hier zu berichten, ist leider aus zeitlichem Grund nicht immer möglich. :-)
Viel Erfolg wünsche ich Ihnen mit der Untersuchung!
Antwort
Antwort von Jingjing Wang am 01. April 2010 um 21:42:
Wei Xing ä好,
Ich habe in den letzten Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht. Meine chinesischen Freunde und ich haben in Deutschland viele Stärken von Deutschen gesehen und gelernt, z. B. ordentliche Arbeitsweise, systematische Planung, Gewissenhaftigkeit, konstruktive Diskussion etc. Das hat unsere Handlungsoptionen erweitert und dadurch können wir mit Menschen aus anderen Kulturen erfolgreiche Kommunikation gestalten, selbst unter sehr komplizierten Umständen.
Allmählich denken wir aber auch darüber nach, was wir Chinesen den Deutschen zurückgeben können. Was können wir gut und was sind unsere Sträken? Wodurch können die Deutschen in ihrem Leben auch von der Chinesischen Kultur profitieren? Gerne tausche ich mit Ihnen aus.
祝ä切顺利,
注:我没有您的邮ä地址,请问能否先给我发封邮ä,我的邮ä地址可ä在我的原文结尾处找到。
Antwort