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Daimler-Mitarbeiter-Blog

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10.2010

GASTBEITRAG: Drei Jahre und noch kein bisschen müde!

…das gilt sowohl für die Autoren des Daimler-Blogs als auch für die Leserschaft. Pünktlich zum dreijährigen Jubiläum des Daimler-Blogs lohnt es sich wieder einen Blick in die Statistik und auf die Nutzergewohnheiten zu werfen sowie einen Ausblick in die Zukunft zu wagen.

Ich selbst habe als „Externe“ den Relaunch des Daimler-Blogs im Herbst 2009 mitbegleitet und freue mich an dieser Stelle, die Entwicklung des letzten Jahres genauer unter die Lupe nehmen zu dürfen.

Etwas zu bieten haben

Eine Veränderung im letzten Jahr ist bei Blick auf das Statistik-Tool äußerst offensichtlich: Ich rede von der Lesequote der Nutzer. Ausgehend von durchschnittlich drei Seiten pro Besuch und Nutzer in 2009 ist die Durchschnittszahl an Seitenaufrufen auf ca. 5 Seiten pro Nutzer angestiegen.
Das spricht dafür, dass unser Teaser-Konzept auf Start- und Übersichtsseiten gut funktioniert, die Vernetzung von Beiträgen angenommen wird bzw. die Leser schnell Beiträge finden, die ihr Interesse wecken und zum Verweilen einladen. Auch die Auswertung der Page-Impressions stützt diese Aussage: Hier konnten wir uns bei relativ konstanten Besucherzahlen von 63.000 auf 82.000 Seitenaufrufe pro Monat steigern.
Besonders beeindruckend ist, wie lange der geneigte Leser sich jetzt im Daimler-Blog aufhält: Vor dem Relaunch lag die Verweildauer bei ca. dreieinhalb Minuten. Für das zurückliegende Jahr weißt das Analytics-Tool einen Wert von 7 Minuten aus  - die Verweildauer hat sich also dank ansprechender Artikel und deren guter Zugänglichkeit praktisch verdoppelt!

Etwas zu sagen haben

Im Zuge des Relaunches führten wir außerdem eine Bewertungsfunktion für Beiträge ein, um ein noch besseres Gefühl zu bekommen, was die Leser interessiert. Mittlerweile wurden mehr als 1.180 Beiträge bewertet. Dabei ergab sich eine durchschnittlich sehr positive Bewertung von 4.1 von möglichen 5 Sternen.  Je mehr Leser diese Funktion unterhalb der Artikel nutzen, desto aussagekräftiger wird die Bewertung für das Redaktions-Team, aber auch für die anderen Besucher, welche die Bewertungen als Leseempfehlungen nutzen können. Also, nur zu, sagen Sie uns Ihre Meinung!

Die feedback-stärksten Artikel im zurückliegenden Jahr waren „Das beste oder nichts.“ (59 Kommentare), „Wollen Frauen Quotenfrauen sein“ (47 Kommentare), „Der vierte Stern für Deutschland“ (29 Kommentare) und „Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel“ (19 Kommentare) sowie der Gastbeitrag von Wolfang Lobeck (Greenpece) „Mobilität im Jahr 2050: Small, Intelligent, Light, Efficient“  (24 Kommentare). Schön, dass es regelmäßig Beiträge schaffen, die Diskussion zwischen Mitarbeitern und externen Lesern so stark anzuregen und einen Austausch zu fördern.
Wenn Diskussionen wie beim Beitrag „Quotenfrauen“ länger und komplexer werden, zeigt sich, dass unser Feature, direkt auf Kommentare antworten zu können, gut angenommen wird. Damit fällt es leichter, Bezug auf konkrete vorhergehende Äußerungen zu nehmen, ohne sich umständlich mit „@Vorname“  an den Adressaten zu wenden. Hierfür müssen Sie einfach auf das kleine Plus-Icon mit dem Titel „Antworten“ unterhalb des jeweiligen Kommentars klicken.
Zum absoluten Dauerbrenner hat sich übrigens der Beitrag „Geschichten aus dem Daimler-Wohnheim“ entwickelt, welcher seit seiner Veröffentlichung im Januar 2008 regelmäßig neue Kommentare generiert und dem Austausch zwischen aktuellen und angehenden Azubis dient.

Über den Tellerrand schauen

Ein Blog existiert natürlich nicht für sich selbst sondern lebt aus der Vernetzung und dem Austausch innerhalb der Blogosphäre und dem Social Web.

Im Zuge des Relaunchs haben wir mit dem Fragezeichen-Icon kleine Erläuterungen zu speziellen Funktionen eingeführt, darunter auch zum Social Bookmarking. Ein Blick auf die Dienste „delicious“ und „Mister Wong“ zeigt aber, dass im letzten Jahr die Zahl der abgelegten Bookmarks für das Blog nur gering angewachsen ist.  Daher kann mutig die Frage aufgeworfen werden, inwiefern die große Prägnanz von Social Bookmark-Angeboten in vielen Blogs und auch hier noch ihre Berechtigung hat – oder ob man diese künftig aus dem Seitenaufbau ganz herausnimmt und stattdessen nur noch auf Facebook und Twitter setzt.
Gestützt wird diese Idee von der Tatsache, dass Facebook und Twitter (neben den Unternehmens-Seiten) die größten Traffic-Treiber unter den eingehenden Links sind. Zudem ist die Popularität von Social Bookmarking Plattformen wie Mister Wong, Technorati oder Digg (nach einem Hoch 2007 / 2008) in den letzen beiden Jahren deutlich zurückgegangen – während Twitter und Facebook in der selben Zeit einen immensen Boom erlebt haben (vgl. dazu das Search-Volume bei google insights).

Was meinen Sie: Schluss mit Social Bookmarking und dafür Omnipräsenz für Facebook & Twitter? Oder sind Sie es bereits Leid, überall von den zwei großen Plattformen „terrorisiert“ zu werden? Ich bin gespannt auf Ihre persönliche Meinung.

Eins steht aber fest: ein Mitarbeiter-Blog lebt nicht nur von der Dynamik seiner Autoren, sondern  muss auch selbst immer in Bewegung bleiben und sich bei  Bewahrung einer eigenen Konstante an die Veränderungen des Webs anpassen. Es bleibt spannend zu sehen, wohin der Weg der „Mutter aller Corporate Blogs“ im kommenden Jahr führen wird und welche Veränderungen sich im Zuge dessen ergeben.
Hierfür wünsche ich dem gesamten Blog-Team alles Gute und ein gutes Gespür für Veränderungen im Social Web, denn: es gibt viele Trends, doch nicht alle muss man gehen. Die Etablierung des Mitarbeiter-Blogs vor drei Jahren scheint aber der richtige gewesen zu sein.

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Dieser Artikel wurde von Kathrin Friedrich geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 9 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Uwe

    Kommentar vom 20. Oktober 2010 um 12:27

    Aus meiner Sicht wundere ich mich immer, dass Ihr sooooo wenig Kommentare habt.

    Selbst ich auf meinem Popel-Weblog habe im Schnitt mehr, andere Weblogs wie der Shopblogger oder Udo Vetters Lawblog extrem viel mehr.

    Liegt das ggf. an der eher konservativen Kundenstruktur (und damit Leserstruktur) von Daimler?

    Antwort

    Antwort von Robert Gaadt am 21. Oktober 2010 um 08:52:

    Was ist ein konservativer Kunde?

    Antwort

    Antwort von Uwe am 21. Oktober 2010 um 20:51:

    Na ein “no nix neies”-Kunde.

    Antwort

    Antwort von Uwe Knaus (Moderator) am 21. Oktober 2010 um 09:01:

    Sooooo wenig sind das gar nicht für ein Mehrautoren-Blog. Manche Beiträge haben 60, andere wiederum 0 Kommentare. Im Schnitt sind es ca. 9 pro Beitrag – für Corporate-Blog nicht schlecht.
    Zudem ist unsere Leserschaft aufgrund der vielen unterschiedlichen Themen deutlich heterogener, als die des Law-Bloggers, des Shop-Bloggers oder die deines “Pobel-Blogs”.
    Wenn bei uns beispielsweise nur Kollegen wie Pitt Moos oder Mario Jung bloggen würden, hätten wir ein Kommentarschnitt von ca. 40.
    Mit der Kundenstruktur und einer konservativen Haltung hat das meiner Meinung nichts zu tun; mehr mit den Themen, wie ich diese rüberbringe und wie ich auf Kommentare reagiere.

    Antwort

    Antwort von Uwe am 21. Oktober 2010 um 20:53:

    Danke, Uwe. Ich erinnere mich noch an die Serie eures türkischen Kollegen. Das war sauspannend, da gab’s glaub wirklich viel Kommentare.

    Antwort

    Antwort von Kathrin Friedrich am 22. Oktober 2010 um 10:38:

    Ich denke was zudem eine Rolle spielt, ist, ob es sich bei einem Blog um ein Angebot mit einer beschränkten Zahl an Autoren handelt, die über ihre eng umgrenzte Themenwahl und als Person einen Dialog zu den Lesern aufbauen und diesen dann in folgenden Beiträgen fortführen können (vgl. Artikelserie des türkischen Kollegen), oder ob es sich wie hier um ein Mehrautoren-Blog handelt, die eine breitere Leserschaft ansprechen.

    Antwort

  2. 2. Blogstudie.com » Daimler Blog feiert seinen 3. Geburtstag

    Pingback vom 21. Oktober 2010 um 09:11

    [...] Blog von Daimler hat Geburtstag. Zum dreijährigen Jubiläum des Daimler-Blogs veröffentlicht das Team die [...]

  3. 3. Michaela

    Kommentar vom 28. Oktober 2010 um 14:05

    Apropos, “no nix neies” … ich konnte bisher garnichts im Blog über 125 Jahre Erfindung des Automobils finden.

    Ich hatte kürzlich selbst eine interessante Diskussion zu der Erfindung des Automobils. Ich studiere berufsbegleitend PR & Integrierte Kommunikation in einem Masterstudiengang in Österreich und da kam das Thema auf.

    Selbstverständlich bestanden die Österreicher KommilitonInnen darauf, dass der Wiener Erfinder Siegfried Marcus schon 1870 ein erstes Automobil gebaut haben soll und somit als Erfinder des Automobils gilt. Es gibt die unterschiedlichsten Beiträge in den Online-Medien hierzu. Das erste Patent mit der Reichspatentnummer 37435 wurde wohl gemäss diverser Online-Quellen von Karl Benz am 29. Januar 1886 angemeldet. Ich freue mich über eine angeregte Diskussion und Feedback.

    Antwort

    Antwort von Marcus Schlüter (Moderator) am 29. Oktober 2010 um 10:29:

    Hallo Michaela, da bitte ich noch um etwas Geduld. Das Jubiläum 125 Jahre Automobil startet erst Anfang nächstes Jahr und Glückwünsche soll man ja bekanntlich nicht zu früh platzieren. 2011 wirst Du aber sicher das Ein oder Andere auf dem Daimler-Blog lesen können.
    Deinen Kommilitonen einen lieben Gruß, aber leider geht an der Tatsache, dass es sich bei Siegfried Marcus um eine irrtümliche Datierung handelt, kein Weg vorbei ;-).

    Antwort

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