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05.2011

Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun…

… und nichts mit diesen Headlines: „Daimler bestellt Mitarbeiter zum Rapport“ oder „Daimler lässt kritische Facebook-Gruppe abschalten“.

Warum melde ich mich hier zu Wort?

Ich bin weder Personaler, noch arbeite ich in der Rechtsabteilung. Ich bin auch nicht der zuständige Pressesprecher. Nein, ich bin innerhalb des Kommunikationsbereichs zuständig für Social Media. Unter anderem war ich auch an der Entwicklung unseres Social Media Leitfadens beteiligt. Zu finden ist er auf der Daimler.com oder im Mitarbeiter-Portal unter Vereinbarung & Richtlinien. Darin stehen hilfreiche Dinge, wie beispielsweise:

  • […] „Es ist daher im Interesse von Daimler, Ihr Engagement im Bereich Social Media zu fördern. Allerdings stellen wir auch immer wieder fest, dass es im Umgang mit diesen Kommunikationsformen noch viele Unsicherheiten gibt.“ […]

Von den 10 Punkten zum Umgang mit Social Media möchte ich gerne zwei heraus greifen:

  • Bleiben Sie höflich. Eine Konversation kann nur wertvoll sein, wenn sich alle Beteiligten respektvoll begegnen. Vermeiden Sie Provokationen und Beleidigungen und brechen Sie Gespräche ab, wenn der Gesprächspartner beleidigend wird.
  • Achten Sie das Gesetz. Veröffentlichen Sie keine verleumderischen, beleidigenden oder anderweitig rechtswidrigen Inhalte.

Zurück zum Anfang. „Daimler bestellt Mitarbeiter zum Rapport“. Wenn man die Fakten heranzieht, heißt das übersetzt: die Personalabteilung hat im Beisein des Betriebsrats mit fünf Mitarbeitern, die öffentlich sichtbar gegen interne Verhaltensrichtlinien verstoßen und sich zu einer persönlichen Beleidigung bekannt haben, ein Gespräch geführt. Ein Gespräch, bei dem die Kollegen auf die Einhaltung dieser Richtlinie hingewiesen wurden. Keine Abmahnung, keinen Eintrag in die Personalakte, keine weitergehenden Maßnahmen.

Wie kam es dazu?

Daimler bespitzelt?
Der Vorwurf der „Bespitzelung“, ja sogar der des „Verhörens“ steht im Raum. Entgegen anderslautenden Meinungen haben wir ein professionelles und gut funktionierendes Social Media Monitoring. Was wir allerdings nicht machen – und dafür lege ich meine Hand ins Feuer – ist, uns in das Privatleben unserer Mitarbeiter „reinzuhören“. Das geht uns nichts an und das wollen wir auch nicht!

Wenn wir als Unternehmen jedoch darüber informiert werden, dass Kollegen die Grenze zur freien Meinungsäußerung deutlich überschritten haben, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns damit auseinander zu setzen. Wenn wir unsere Unternehmenswerte ernst nehmen, ist die Schwamm-Drüber-Strategie definitiv der falsche Ansatz. Ein Gespräch darf’s hier schon sein.

Daimler lässt Facebook-Gruppe abschalten?
Zum Schluss noch die Sache mit „Daimler lässt kritische Facebook-Gruppe abschalten“. So einfach, wie es die Schlagzeilen darstellen, ist die Sache nicht. Jedermann kann bedenklichen Inhalt oder ganze Gruppen melden. Auf Facebook gibt es dazu die Möglichkeiten „Als Missbrauch melden“ oder „Gruppe melden“. Erst wenn der Inhalt tatsächlich gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstößt, wird Facebook aktiv und löscht Inhalte oder auch ganze Gruppen. Nachzulesen in Punkt 5 der Nutzungsbedingungen von Facebook (Schutz und Rechte anderer Personen).

Nur mal so nebenbei bemerkt. Auch ich bin S21-Gegner und äußere mich dazu öffentlich auf Plattformen wie Facebook und Twitter. Es geht jedoch nicht darum, Kritiker zu zensieren oder gar mundtot zu machen, es geht hier um das Überschreiten der Grenzen der Meinungsfreiheit.

Eine rechtliche Bewertung zum Vorgehen bei Beleidigungen auf Facebook hat Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht auf seinem Blog Rechtzweinull veröffentlicht.

Fazit:

Wenn wir mit Anstand und Respekt durch das Leben gehen, entwickelt sich im Laufe der Zeit eine innere Haltung, die uns helfen wird Konfliktsituationen zu vermeiden – ohne den Wortlaut von Verhaltensrichtlinie oder Social Media Guidelines im Detail zu kennen

Für diejenigen, die unsere Verhaltensrichtlinie nicht kennen, hier noch ein kurzer Auszug daraus:
2.1 Verhaltensregeln, die die Beschäftigten des Konzerns betreffen
Alle Beschäftigten des Konzerns tragen zu einer Unternehmenskultur bei, die von einer fairen und kooperativen Zusammenarbeit geprägt ist. Toleranz und der vertrauensvolle Umgang im täglichen Miteinander gehören zu den Grundüberzeugungen des Managements und der Mitarbeiter. Darüber hinaus bekennt sich jeder Beschäftigte zu verantwortungsbewusstem und integrem Verhalten. Die Persönlichkeit und Würde jedes Einzelnen ist zu achten. Gegenseitige Wertschätzung basiert auf innerer Überzeugung und Handlungsbereitschaft.

Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun..., 4.5 out of 5 based on 47 ratings

    Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
     

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      1. 1. Marcus Stegmiller

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:26

        Chapeau Herr Knaus!
        Ich denke Ihre Haltung und vor allem die angemessene Reaktion ist genau die richtige Art und Weise mit dem Vorfall umzugehen.
        Die Mitarbeiter wurden auf eine Regelverletzung hingewiesen – vielleicht war Ihnen diese in dem Moment als sie den Like-Button gedrückt haben gar nicht bewußt, daß sie damit die Beleidigung Herrn Zetsches supporten. Dann muß man das auch mal im persönlichen Gerspräch klar stellen.
        Ich hoffe, das die “Lessons learned” die nun bei Daimler stattfinden sich auch auf andere Unternehmen übertragen und Sie hier weiter als gutes Beispiel für den gekonnten Umgang mit Social Media vorangehen.
        Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!
        Gruß aus München
        Marcus Stegmiller

        Antwort

      2. 2. Uwe Hauck

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:35

        Guter Beitrag: Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Beleidigungen und Verleumdungen sind nicht ok und wenn Verantwortliche darüber informiert werden, müssen sie Maßnahmen ergreifen. Wäre das mit einem einfachen Angestellten, nicht mit dem Vorstandsvorsitzenden passiert, hätte sich die Community auch so aufgeregt oder nicht vielmehr “Bravo, richtig so” gerufen?

        Antwort

      3. 3. Katrin Hilger

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:35

        …ja es war beleidigend. Ja, es war eine Regelverletzung. Hätte man den Eintrag samt Likes nicht trotzdem stehen lassen sollen – es wäre vermutlich niemandem aufgefallen. Dass man die Mitarbeiter trotzdem darauf hinweist und sie darüber aufklärt, wo die Grenzen liegen, steht auf einem anderen Blatt. Dagegen hätte niemand etwas gesagt. Nur das Löschen finde ich persönlich völlig übertrieben.

        Antwort

        Antwort von Uwe Hauck am 26. Mai 2011 um 07:22:

        Das mit dem Löschen ist aber leider einer der vielen Automatismen von Facebook, wenn sie über Verstösse gegen ihre Richtlinien informiert werden. Daimler an sich kann diesen Prozess nur sehr eingeschränkt beeinflußen.

        Antwort

      4. 4. Jürgen Braatz

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:35

        Mein Gefühl war vorher schon, dass Daimler die Sache richtig angepackt hat. Dass viele ihrem Bauchgefühl freien Lauf lassen und die Tatsachen auf den Kopf stellen, weil das Spiel David gegen Goliath so reizvoll ist, finde ich nur peinlich. Irgend ein Schlaumeier wusste auch gleich, dass Daimler kein Monitoring betreibt.

        Wie Sie schreiben: Haltung und Anstand. Machen Sie weiter so.

        Antwort

      5. 5. Mirko Lange

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:36

        Danke, Uwe. Sehr schöner Beitrag!

        Antwort

      6. Dirk Baranek

        6. baranek

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:37

        Hallo.
        Finde auch dieser Artikel hier verdeutlicht einen sehr souveränen Umgang des Unternehmens mit dem Vorfall und trägt zur Versachlichung bei.
        Danke dafür.
        grüße
        db

        Antwort

      7. 7. Alexander Becker

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:46

        Lieber Herr Knaus,

        so einfach, wie Sie die Sache darstellen ist sie leider nicht. Denn die Erklärungen kommen zum Teil einen Tag zu spät. Die Kommunikation von Daimler hat gestern entweder gar nicht oder nur sehr schleppend reagiert und funktioniert. Mitverantwortlich für die von Ihnen kritisierten Headlines waren dann auch die – offenbar – zum Teil unglücklichen Unternehmens-Stellungsnahmen bei Golem.de. Diese wurden wiederum mangels genauerer Informationen von der Daimler-Presseabteilung von vielen Medien übernommen.

        Übrigens: Niemand – zumindest kein seriös Medium – hat Daimler das Recht abgesprochen mit seinen Mitarbeitern zu reden.

        Antwort

      8. 8. Alex Schnapper

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 15:55

        Sehr guter Artikel, das hab ich ähnlich auch schon so gedacht. Zumindest ist es bei uns in der Firma so der Usus – und ganz ehrlich, wer seine Firma online oder Vorsitzende noch dazu nachvollziehbar, diffamiert, muss mit Konsequenzen rechnen.

        Aber auch danke für den öffentlichen Post von Ihnen Herr Knaus. Weiter so.

        Antwort

      9. 9. Jens Petersen

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:02

        Lieber Uwe Knaus,
        immer wieder erstaunlich, wie schnell eine Geschichte hochgedreht wird und dann bei genauerer Analyse nur noch wenig Substanz übrig bleibt. Souverän und fundiert reagiert von Ihnen. Gut gemacht!
        Besten Gruß aus Hamburg

        Antwort

      10. 10. Christian Salzborn

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:02

        Leider entnehme ich der ein oder anderen (Twitter-)Meldung, dass der Kern von Herrn Knaus´ Beitrag nicht richtig gewürdigt (verstanden?) wurde. Es geht nicht primär darum, dass die Meinungsfreiheit durchaus ihre Grenzen hat. Das war schon lange vor dem Web 2.0 in unserem Rechtssystem festgeschrieben (s. auch Dr. Carsten Ulbricht). Nein, was von Herrn Knaus betont wird, ist die Verlagerung der eigenen Verantwortung auf eine kognitiv-vernunftbasierende Ebene, die den Einzelnen befähigt, seine Handlungen zunächst bezüglich ihrer Auswirkungen abzuschätzen und abzuwägen. Erst daraus resultiert jener “Anstand” und die “Haltung” gegenüber seinem Arbeitgeber in gleichzeitiger Abwägung der eigenen privaten Meinungsäußerung.

        Erst diese Ebene gestattet es, jene “innere Haltung [einzunehmen], die uns helfen wird Konfliktsituationen zu vermeiden – ohne den Wortlaut von Verhaltensrichtlinie oder Social Media Guidelines im Detail zu kennen.”

        Chapeau auch von mir

        Antwort

      11. 11. Manuel Palkowitsch

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:05

        Gutes Statement, Herr Kollege. Schnell und souverän geantwortet.
        Danke!

        Antwort

      12. 12. DearDaniella

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:05

        Toller Beitrag, Herr Knaus, und ein Beispiel dafür, wie Transparenz manchmal falsch verstanden wird, mit diesem Missverständnis dennoch transparent umzugehen ist.

        Antwort

      13. 13. Sascha Stoltenow

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:13

        Lieber Herr Becker,

        wie ich schon auf dem Blog von Ethority kommentiert habe, ist das, was Sie schreiben, mit Verlaub, Quatsch. Die Stellungsnahmen des Unternehmens, die im Artikel auf Golem.de zitiert sind, entsprechen dem, was ich von einer professionellen Unternehmenskommunikation erwarte. Die Schlagzeilen, die die unterschiedlichen Redaktionen daraus machen, entsprechen wiederum dem, was ich von unpräzisem Journalismus erwarte, der die Erregungskurve nutzen will, um Klicks zu bekommen.

        Ihre Kritik, die Reaktion von Daimler sei zu spät erfolgt ist, gelinde gesagt, hanebüchen. Sie könnten sich und uns einen Gefallen tun, einen Tag über die Sache schlafen und uns morgen sagen, dass Sie die Sache nun etwas differenzierter sehen. Und glauben Sie mir, ich weiß wie schwer es ist, einzugestehen, mit einer Bewertung die Dinge nicht ganz richtig gesehen zu haben. Wer es dennoch kann, beweist Größe.

        Antwort

        Antwort von Karlos am 26. Mai 2011 um 11:43:

        Lieber Herr Stoltenow, wen meinen Sie denn mit “uns” ? Welche Gruppe vertreten Sie ? Also ehrlich gesagt empfinde ich – unabhängig der sachlichen Situation – ihre Worte an Hrn. Becker zu aggressiv im Ton und wirken auf mich anmaßend. Dies ist aus meiner Sicht der Sache nicht dienlich.

        Antwort

        Antwort von Sascha Stoltenow am 26. Mai 2011 um 13:23:

        Lieber Karlos,

        Sie haben Recht. Das “uns” ist polemisch und der Sache nicht dienlich. Meinen Ton habe ich mit Absicht so gewählt. Ich empfinde ihn nicht als anmaßend, sondern notwendig, um das aus meiner Sicht falsche Urteil von Herrn Becker einzuordnen.

        Antwort

      14. 14. Guido Neumann

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:22

        Ja – auch mir gefällt dieser Artikel, ebenso wie die erwähnte Fallbesprechung von Dr. Carsten Ulbricht in seinem Blog ‘Rechtzweinull’.

        Allerdings denke ich noch über die Passage in Ihren Guidelines nach, in der es heißt:
        “Toleranz und der vertrauensvolle Umgang im täglichen Miteinander gehören zu den Grundüberzeugungen des Managements und der Mitarbeiter.”

        Setzen Sie mit Ihren Reaktionen wirklich die selbst gewünschten Zeichen von Toleranz gegenüber anderen Ansichten und Vertrauen in die Selbstkontrolle sozialer Medien?

        Über die zur Diskussion stehen Formulierungen brauchen wir nicht zu diskutieren.
        Haben die ‘Gefällt-mir-Klicker’ sich aber tatsächlich bewusst für die Befürwortung des überzogenen Wordings aussprechen wollen?

        Wünschenswert wäre es, die Betroffenen hier oder an anderer Stelle selbst einmal zu Wort kommen zu lassen – getreu dem Motto:
        “Mehr miteinander als übereinander reden”.

        Und vielleicht haben ja alle Verantwortlichen und Beteiligten etwas Neues anhand dieses Beispiels gelernt, was sich lohnt community-wirksam (mit-)geteilt zu werden.

        Antwort

      15. 15. Jens Best

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:47

        “Anstand und Haltung” – kaum werden die Social Media Guidelines in Deutschland mal getestet, verfällt die politisch offensichtlich unbewußte Social Media Beratermischpoke in einen Sarkozy-haften Rausch, um das Netz zu zivilisieren.

        Zum Vorfall: Eine Person des öffentlichen Interesses, wie es der Vorstandsvorsitzende von Daimler, insbesondere im Kontext S21, sicher ist, muss sich eine in der Sache größere Angehensweise persönlicher Natur gefallen lassen.

        Herr Zetsche wird hier in einem politischen Kontext unterstellt Mitglied eines Lügenpacks zu sein. Es wird nicht unterstellt er lüge in der Bäckerei oder zuhause im Bett. DIES wäre eine klassische Beleidigung/üble Nachrede. Etliche Gerichte haben darüber geurteilt, dass im gesellschafts-relevanten Diskurs die beteiligten Personen ein “dickeres Fell haben müssen”, wenn die persönlichen Vorwürfe bezogen sind auf das Handeln in der Sache.

        Die obrigkeitshörige vermeintlich sachliche Betroffenheits-Attitüde im Posting und den Kommentaren schockiert mich, zeigt sie doch wie wenig Rückgrat in dieser Web 2.0 Runde augenscheinlich vorliegt, wenn es mal konkret wird.

        Antwort

        Antwort von Harald Hack am 26. Mai 2011 um 07:25:

        Mich schockiert, daß Menschen in aller Öffentlichkeit als Lügenpack bezeichnet werden, ohne einen festen Nachweis. Das ist eine persönliche Beleidigung!
        Herr Zetsche hat, wie viele andere, seine Meinung zu diesem umstrittenen Thema nach bestem Wissen und Gewissen geäußert und mit Argumenten unterlegt.
        Der Stresstest wird zeigen, ob sich Herr Zetsche und die anderen Experten geirrt haben. Das ist aber immer noch kein Grund jemanden zu beleidigen.

        Antwort

        Antwort von Uwe Hauck am 26. Mai 2011 um 07:25:

        Also meines Wissens ging es da noch um Beleidungen einer ganz anderen Kategorie, die aber aus verständlichen Gründen nicht mehr erwähnt werden, um nicht das Thema zu hoch zu kochen.

        Antwort

        Antwort von Jens Best am 26. Mai 2011 um 11:09:

        Abgesehen davon, dass ein wenig mehr Anstand unseren Zeiten sicher gut tuen würde (auch und insbesondere bei denen, die intransparente Deals hinter verschlossenen Türen aushandeln), kann ich nur urteilen aufgrund der öffentlich gemachten Anwürfe (“Lügenpack”)

        Der Vorwurf der Lüge ist auszuhalten in dem von mir oben angeführten Umstand, dies würde auch sicher als gerichtliches Ergebnis herauskommen.

        Dass es weitere Beleidigungen in der Gruppe gegeben hat, höre ich hier zum ersten Male. Selbst wenn dies so wäre, dürfte deswegen nur persönlich gegen die auf Facebook ja feststellbaren Personen vorgegangen werden, nicht aber gegen die Gruppe insgesamt.
        Der Vorgang hinterlässt also durchaus einen Nachgeschmack von Offenheit unterdrückender Macht. Zu den unkritischen “Richtig so, Anstand muss sein”-Tönen hier im Blog will ich nichts mehr sagen, denn diese sind das Eigentliche, was mich irritiert hat.

        Antwort

        Antwort von kadekmedien am 26. Mai 2011 um 09:08:

        Genau das ist der Kern der Sache, der politische Kontext #s21, der mit Daimler als Konzern zunächst gar nichts zu tun hat. Und was in diesem Zusammenhang für ein Bild an die Öffentlichkeit vermittelt wird, ist in der Tat obrigkeitshörig (danke für das Wort!) und läuft auf Majestätsbeleidigung 2.0 hinaus, die natürlich wie eh und je die freie Meinungsäußerung unterdrücken will.

        Nichtsdestotrotz wird der Zusammenhang aber doch auch augenscheinlich von den Beteiligten dadurch hergestellt, dass sie im Gruppennamen die Zugehörigkeit zum Konzern betonen.

        Und darüber hinaus kann etwas Anstand niemandem schaden. Das beste Konzept ist eben immer noch, zu denken, bevor man sich äußert.

        Antwort

        Antwort von Sascha Stoltenow am 26. Mai 2011 um 10:01:

        Es bedarf keiner Obrigkeitshörigkeit, um festzustellen, dass die MLPD hier tief in die Propagandakiste gegriffen hat, wenn sie weder Zeit noch Ort der Ereignisse benennt. Welche Hörigkeit damit verbunden ist, mag ich mir gar nicht vorstellen, und ich mag mir gar nicht vorstellen, welches Menschenbild diejenigen haben, die den “armen Untertan” als “Opfer” der Herrschaft modellieren. Diese geistige Selbstentmachtung ist vormodern.

        Antwort

      16. 16. Jens

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:55

        Es geht doch nichts über ein gutes funktionierendes Social Media Monitoring und ich kann als “normaler Leser” es auch durchaus nachvollziehen, dass man nicht direkt antwortet, sondern sich die Antwort reiflich überlegt.

        Antwort

      17. 17. Enrico

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 16:59

        Daumen hoch für diesen Post! Ich habe meinen Senf dazu hier verfasst: http://www.senf-blog.de/2011/05/25/daimler-und-die-facebook-gruppe/

        (scheinbar ist der Trackback verloren gegangen)

        Antwort

      18. 18. Nicolai Krüger

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 17:11

        Hallo, sehr interessante Stellungnahme, denn hier beweist sich wieder die Social Media Guideline! Wer soziale Medien im Netz versteht und verantwortungsbewusst damit umzugehen vermag, braucht sich nicht als Nerd geoutet fühlen sondern kann diese nutzenstiftend einsetzen. Im umgekehrten Fall ist noch Aufklärungsarbeit zu leisten. MfG

        Antwort

      19. 19. Christian Henne

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 17:14

        Für mich verdeutlich diese Sache vor allem:

        Sowohl Menschen im Internet als auch in den klassischen Medien werden immer versuchen, einem großen Unternehmen ein Problem einzureden. Auch wenn es letztlich alles richtig macht. Das macht eben Schlagzeilen.

        Die große Akzeptanz dieser Darstellung von Uwe Knaus zeigt, dass gute Vernetzung und Reputation in Social Media helfen können, schnell eine differenzierte Sichtweise darzulegen und Gehör zu finden.

        Ich würde mir auch bei Personen (z.B. in der Politik) ein solches Vorgehen – aber auch die Bereitschaft zur differenzierten Betrachtung von Seiten der Kritiker wünschen.

        Und: Guidelines sind immer nur so gut wie die Mitarbeiter.

        Antwort

      20. 20. Marie-Christine Schindler

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 17:15

        Völlig einverstanden, Sascha. Wenn wir diese Erwartungen nicht heute richtig steuern drehen wir uns morgen den Hals ab. Nachdenken, intern zurückfragen und reflektieren muss drin liegen. Und das darf durchaus mal einen Tag dauern – vorausgesetzt man meldet kurz, dass man diese Zeit für sich beansprucht.
        Im übrigen Gratulation zu Inhalt, Argumentation und Stil, die ich absolut glaubwürdig rüberkommen.

        Antwort

      21. 21. Christian Maertin

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 17:32

        Meine Güte, welch ein Sturm im Wasserglas!

        Mal abgesehen von dem unglücklichen Zitat “Wir suchen nicht selbst gezielt nach so etwas” und der daraus resultierenden Tatsache, dass man die “Störer” offensichtlich erst nach einem Hinweis aus der Öffentlichkeit entdeckte, hat Daimler doch alles richtig gemacht – nämlich konsequent und zugleich maßvoll reagiert.

        Antwort

        Antwort von Jürgen Braatz am 26. Mai 2011 um 20:39:

        Ich hätte es genau so formuliert, um deutlich zu machen, dass es keine Bespitzelung gibt.

        Antwort

      22. 22. Anstand und Haltung….

        Pingback vom 25. Mai 2011 um 18:17

        [...] sie “öffentlich sichtbar gegen interne Verhaltensrichtlinien verstoßen”, wie es im Daimler-Blog nachzulesen [...]

      23. 23. Matias Roskos

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 18:38

        Gute und richtige Reaktion. Hier im Blog genauso wie von Daimler ganz allgemein.
        Ich finde es richtig, dass man einschreiten muss, wenn gewisse Grenzen des Anstands überschritten werden. Natürlich angemessen und fair. Und das ist in diesem Fall wohl auch geschehen.
        Tatsächlich wurde dieser Vorgang dann via Twitter zum erwähnten “Sturm im Wasserglas” aufgebauscht. Aber jedes Unternehmen, jede Marke, jeder Mensch muss das Recht haben zu sagen: “Bis hierhin und nicht weiter.” Niemand muss sich alles gefallen lassen.
        In diesem Sinne, Daumen hoch.

        Antwort

      24. 24. Florian

        Kommentar vom 25. Mai 2011 um 20:51

        Hut ab Uwe! :-)

        Sehr souverän gekontert. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die traditionellen Medien nur darauf warten den nächsten angeblichen social-media “Skandal” oder faux pas zu entlarven.

        Über positive Reaktionen oder social-media Bewegungen wird so gut wie nicht berichtet. Diese “Alarm-Alarm” Mentalität scheint langsam zum festen Repertoire klassischen Journalismus zu gehören, schade eigentlich. Und interessant zu beobachten wie social media dagegen langsam erwachsener und reifer wird wie traditioneller Journalismus :-)

        lg aus München,
        Florian :-)

        Antwort

        Antwort von Christian Salzborn am 26. Mai 2011 um 09:20:

        Ein kleiner Hinweis am Morgen:

        Die “traditionellen Medien” habe mit dieser Sache genauso wenig zu tun wie der “klassische Journalismus”. Nur die Online-Medien haben den Fall bisher aufgegriffen und damit auch die Online-Journalisten, die zwar Instrumente des klassischen Journalismus adaptieren, aber diese durchaus modifizieren und ganz neue Möglichkeiten nutzen.

        Daher sei an dieser Stelle auf die strikte Trennung zwischen den klassischen und den Online-Medien hingewiesen. Allgemein würde ich nicht die obsolete Vermutung Social Media vs. traditionellen Journalismus so betonen. Aktuelle Studien zeigen mittlerweile den Trend auf, dass beide komplementär laufen und nicht der eine dem anderen den Rang ablaufen wird.

        Grüße

        Antwort

      25. 25. Barbara Lehner

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 07:23

        Auch ich möchte Herr Knaus in seinem Kommentar unterstützen; eine Meinung zu habe ist o.k., man muss auch nicht mit jeder Entscheidung seiner Firma konform gehen.
        Allerdings stört mich so einiges an dieser FB-Gruppe und der ganze Aufreger …………….. musste offensichtlich sein damit man die mediale Öffentlichkeit bekommt, nach der man sich augenscheinlich so sehnt.

        Antwort

      26. 26. Living the future » Blog Archive » Hut ab vor vor Daimler, man nimmt Social Media dort offensichtlich ernst:

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 07:35

        [...] Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun… [...]

      27. 27. Michaela

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 08:02

        Bravo – was von Unternehmen im Umgang mit MA verlangt wird gilt auch für den Umgang von MA mit den Unternehmen bei denen sie arbeiten. Well done!

        Antwort

      28. 28. holger

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 09:08

        unabhängig davon ob ich die vorgehensweise für falsch oder richtig halte…
        da ich nicht den ganzen vorfall mitbekommen habe, würde mich interessieren, ob die 5 mitarbeiter den likebuttom im geschäft oder privat
        gedrückt haben.

        Antwort

      29. 29. K&W Legal Online Blog » Gelebte Souveränität im Spannungsfeld Social Media

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 09:18

        [...] Auch hierauf folgt eine positive und beeindruckend gelassene Reaktion seitens der Daimler AG. Nachzulesen hier: Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun… [...]

      30. 30. Sven Harmsen

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 09:29

        Vielen Dank für dieses gute Beispiel einer gelungenen Kommunikation im Social Web.

        Antwort

      31. 31. Bianca Gade

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 09:30

        Viele vergessen, dass in einem Unternehmen auch “nur” Menschen arbeiten. Im Vorfeld hatte auch ich schon das Gefühl, dass seitens des Unternehmens richtig gehandelt wurde. Fairness auf beiden Seiten eben. Finde es gut, dass Sie es hier nochmal zur Sprache bringen und klar stellen. Und ich freue mich über so viele positive Kommentare dazu.

        Antwort

      32. 32. Facebook ganz privat: Einmal Mitarbeiter, immer Mitarbeiter? | basic

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 09:59

        [...] Daimler-Mitarbeitern ein Gespräch zu führen. Mittlerweile hat sich auch Uwe Knaus dazu auf dem Daimler-Blog geäußert. Uwe ist ebenso [...]

      33. 33. Mitarbeiterbespitzelung oder fehlendes Monitoring? Daimler im Kreuzfeuer | Wollmilchsau

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 10:03

        [...] bestätigt und so setzte sich diese fort; mit immer skandalträchtigeren Überschriften, von denen Uwe Knaus in einem Artikel auf dem hauseigenen Daimler-Blog einige gesammelt hat. Dort geht er nochmal auf die Selbstverständlichkeit ein, die Mitarbeiter zu [...]

      34. 34. Martin Höllinger

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 10:34

        Sehr guter Beitrag. Die ganze Angelegenheit zeigt aber deutlich, wie schwer die Gratwanderung für Unternehmen im Social Web ist. Daimler hat darauf besser reagiert als so manche Unternehmen in der Vergangenheit.

        Antwort

      35. 35. Kai Hattendorf

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 11:04

        Ja, ja, und nochmal ja. Danke für die wahren Worte zum Thema.

        Antwort

      36. 36. Matthias

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 13:06

        Ich hoffe dass endlich mal jedermann lernt, dass das Netz kein anonymes Medium ist. Ich bin auch für Meinungsfreiheit aber bei persönlichen Beleidigungen hört es einfach auf. Ein respektvolles Miteinender sollte doch auch im Internet funktionieren. Schade nur, dass Daimler hier in den Medien wieder an den Pranger gestellt wird. Würde mich interessieren was die Presse schreiben würde, wären sie Gegenstand in so einer Sache.

        Antwort

      37. 37. Daimler in Zeiten Social Mediadings « Die Welt ist Scheisse – Aber ohne Geruch

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 13:24

        [...] Im Daimler Blog konnte ich heute eine “Stellungnahme” zu dem Facebook-Zensurvorwurfs und…, die eben den “Gefällt-mir-Button” drückten. Das liest sich zwar irgendwie schlüssig. Doch am Ende fehlt eben die Erkenntnis, dass Meinung, auch abstrakt geäusserte in einem großen politischen Skandal wie eben Stuttgart 21, durchaus sehr kritisch sein kann und es hoffentlich auch bleibt. Wären die Stuttgart21-Gegner von Anfang an auf der political correctness Schiene gefahren, dann wäre nie herausgekommen, wie sehr die Politik in Sachen Stuttgart 21 betrogen und belogen hat und sogar zu Foltermethoden und schwerster Körperverletzung (Wasserwerfer gegen Schüler usw.) als Mittel der vermeindlichen “wahren” Macht, griffen. Die Polizeischläger die vor Ort anscheinend keinen Gewaltexzess mieden, wie dutzende Videos bei Youtube belegen konnten, furchtelten und werkelten wie die Barbaren und zu 99% Sicherheit, so meine Meinung, eben gedeckt und vermutlich auch angestachelt, durch die dahinter stehenden politischen Seilschaften aus Parteigeklüngel und Wirtschaftsverpflechtung. [...]

      38. 38. Medial Digital» Neu Social Web » Klarname und gesunder Menschenverstand – Verhaltensregeln für das soziale Netz

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 14:45

        [...] Facebook-Gruppe “Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21″ klar, worum es dem Konzern geht: Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun… Interessant ist auch dort die Diskussion in den [...]

      39. 39. Wie Aufbau von Vertrauen und Umgang mit Kritik in Social Media funktionieren

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 16:00

        [...] keine Details über das Vorgehen. Auch Facebook nicht, kann offenbar nichts präzisieren. Richtig: In einem persönlich formulierten Posting differenziert der Social Media Manager des Unternehmens, Uwe Knaus, zwischen Meinungsfreiheit und Regelwerk. – Niemand ist perfekt und [...]

      40. 40. queo blog – Das Blog der Werbeagentur queo media und des Softwarespezialisten queo flow. » “Daimler lässt kritische Facebook-Gruppe abschalten”

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 17:09

      41. 41. t3n-Linktipps: Daimler und das Image im Social Web, Facebook-Nutzer misstrauisch, High-Tech-Bibliothek und mehr » t3n News

        Pingback vom 26. Mai 2011 um 17:22

        [...] Daimler-Mitarbeiter klickten auf „Gefällt mir“. Wie Daimler wirklich reagiert hat und warum, hat Uwe Knaus hier im Daimler-Blog aus Sicht des Unternehmens dargestellt. Ein interessantes Lehrstück vor allem zum Thema Social Media [...]

      42. 42. Jens Best

        Kommentar vom 26. Mai 2011 um 23:00

        Erschreckend welches Herrschaftsbild hier transportiert wird. Es wurde nicht “der Konzern” angegangen, sondern es haben sich einige arbeitende Menschen über die Ungerechtigkeiten, Korruptionen und Hinterzimmerabsprachen im BaWü-Filz (zu dem Zetsche klar gehört) aufgeregt. Es bleibt also festzustellen:

        1. Eine emotionale persönlich beleidigende Aussage innerhalb eines öffentlichen Sachkontext (“Lügenpack”) ist nach vielen Gerichtsurteilen keine ausreichend große Beleidigung/üble Nachrede. Bis hin zum BGH wird dies durch die Meinungsfreiheit explizit gedeckt. Nachteile (also auch “Ermahnungen”) im betrieblichen Umfeld sind nicht zulässig.

        2. Was ich mittlerweile noch viel dramatischer sehe, ist die Tatsache, dass wegen einigen nicht dem vermuteten Volksanstand gehörigen Bemerkungen auf Druck der Firmenleitung eine ansonsten völlig zulassige FB-Gruppe vom Admin gelöscht wird.
        DAS sollte mal von den ganzen achso moralgeilen Social Media Beratern thematisiert werden. Das Menschenbild des Kapitalisten kennt halt das Recht auf eigne Meinung des Arbeitnehmers nur, wenn es sich im Rahmen des Changemanagements in kontrollierten Bahnen lenken lässt.

        Zeit, dass die verträumten Social Media Anzugträger aufwachen und lernen, dass Empathie zwar ‘ne feine Sache ist, aber für Gerechtigkeit halt doch gekämpft werden muß.

        Antwort

        Antwort von Andreas Postel am 27. Mai 2011 um 00:21:

        “Jens Best wird jede Menge Ärger bekommen. Der Fotograf plant, Häuser online sichtbar zu machen, die in Googles umstrittenem Street-View-Projekt verpixelt wurden: Er will die Gebäude ablichten und dann ins Internet stellen – gegen den Willen der Eigentümer und Mieter.” Quelle: Spiegel online, 18.10.2010.
        Und Sie wollen uns hier ernsthaft etwas über Gerechtigkeit erzählen? Über ihre Fotografentätigkeit hinaus scheinen sie ja noch mehrere Hobbys zu haben. Recht scheint auch dazu zu gehören. Dann wissen Sie sicherlich auch, dass Urteile zu § 185 Strafgesetzbuch immer Einzelfallentscheidungen sind. Generell scheinen Sie viel zu wissen: wer, in welchem Bundesland zum Filz gehört und dass Absprachen in Hinterzimmern getroffen werden.
        Ich gehe davon aus, dass ich Sie dann auch nicht überfordert sind, wenn Sie mal darüber nachdenken, was geschieht, wenn ein Mitarbeiter eines 10-Mann-Betriebs zu seinem Chef sagt, er gehöre zur Spitze des Lügenpacks. Man wird ihn sicherlich nicht als obrigkeitshörig bezeichnen, dafür steht er vermutlich sehr zeitnah dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung.
        Falls das noch zu abstrakt war, dann gehen Sie nachher auf Ihr Facebook-Profil und bezeichnen dort ihren Auftraggeber als Lügner – nicht auf seiner Wall, es reicht auf Ihrer.
        Und wenn Ihnen das hier jedoch zu “erschreckend” oder zu “schockierend” ist, dann gehen Sie Blumen pflücken, oder meinetwegen auch Ihren Namen tanzen. Sie müssen nicht überall im Netz dagegen sein.

        Antwort

        Antwort von Jens Best am 27. Mai 2011 um 01:33:

        Sehr gelehrter Herr Postel,

        Ersteinmal herzlichen Glückwunsch dazu, dass sie meinen Namen googlen können.

        Sollten sie der Andreas Apostel vom ZDF in Thüringen sein, empfehle ich ihnen die Statements des DJV zur Abbildung des öffentlichen Raumes im Netz zu lesen. So als Einstieg.

        Abgesehen davon ist ihre offensichtlich von Emotionen statt Fakten geprägten Meinung zum Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Raum für die hier diskutierte Thematik nur bedingt relevant.

        Desweiteren haben sie recht mit ihrer Vermutung, dass ich mir trotz fehlendem Abschluss eines arbeitsrechtlichen Studiums, einer Fotografenlehre und vertiefter Kenntnisse der Filzzustände in einem Bundesland, das Jahrzehnte von einer Partei dominiert wurde, erlaube eine informierte Meinung zu bilden. Das machen Generalisten wie ich sogar sehr gerne, z.B. weil wir auf Zusammenhänge achten, die Spezialisten entgehen.

        Abgesehen also von ihrem billigen Versuch meine Aussage durch Unterstellungen an meine Person zu diskreditieren, reden sie komplett unüberlegt daher und wollen sich dann mit einem fiktiven Fallbeispiel aus der Affäre ziehen.

        Diskursfähigkeit: Sechs. Postel, das üben wir nochmal. Vielleicht mit vorherigem Reflektieren des Gesamtthemas und insbesondere der Position von denen, die ihnen am abwegigsten erscheint.
        Da sie allerdings höchst erbärmlich versucht haben, mich mit meinem Engagement für den öffentlichen Raum zu dissen, gehe ich davon aus, dass dies für sie keine anstrebenswerte intellektuelle Leistung darstellt.
        Aber man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.

        Netter Exkursionen (schon seit Monaten hat mich keiner mehr so ärmlich wegen Streetview angemacht), aber nun zurück zum eigentlichen Thema: Herrschaftsverhältnisse und Social Media

        Antwort

        Antwort von Andreas Postel am 27. Mai 2011 um 07:23:

        Nein, mit dem Herrn habe ich nichts zu tun. Ich lese zwar hin und wieder Blogs, halte mich beim Kommentieren aber stets im Hintergrund. Hier bin ich mehr oder weniger zufällig vorbei spaziert, um dann mit zunehmendem Interesse besonders Ihre Kommentare, aber auch die des Herrn Stoltenow, zu verfolgen.
        Ihren Umgangston finde ich persönlich nicht angemessen und nicht zielführend, von Ihren Ansichten ganz abgesehen.
        Was ich hier mit meinem Kommentar getan habe, scheint gewirkt zu haben. Sie haben sich geärgert. Das entnehme ich Ihrer heftigen Reaktion. Aber genau das wollte ich. Provozieren, um nur Ihnen deutlich zu machen, was Sie hier tun. Mehr nicht.
        Sollte ich Sie persönlich beleidigt haben, entschuldige ich mich hier an dieser Stelle und ziehe weiter. Es gibt wichtigere Dinge, über die es sich lohnt aufzuregen.

        Uwe Knaus (Moderator)

        Antwort von Uwe Knaus (Moderator) am 27. Mai 2011 um 08:51:

        @Jens Best @Andreas Postel, es ist nicht so, dass ich weghöre. Nein, ich höre ganz genau zu, was jeder einzelne Kommentator zu sagen hat und versuche dabei -seit nun fast vier Jahren- Diskussionen einen größtmöglichen Freiraum zu lassen. Und es hat bislang immer funktioniert. Ich würde deshalb auch gerne die Zahl der bislang gelöschten Kommentare im einstelligen Bereich belassen.
        Insgesamt ging es bei dem “Vorfall” um Gespräche mit FÜNF von 260.000 Mitarbeitern – also eine sehr überschaubare Anzahl. Desweiteren ging es um die Löschung einer Facebookgruppe, die definitiv nicht durch Druck der Firmenleitung vom Admin gelöscht wurde, wie von Jens Best behauptet. Sie wurde von Facebook gelöscht.
        Ach ja, und das mit den “verträumten Anzugträgern” finde ich – wie auch Thomas Pfeiffer in Kommentar Nr. 43 – ebenfalls starken Tobak ;)

        Antwort

        Antwort von Jens Best am 27. Mai 2011 um 22:54:

        Da informiert jetzt entweder Daimler oder Facebook falsch. Facebook weist jegliche Löschvorwürfe von sich. Bitte klären. Werde dies auch tuen, langsam wird die Sache merkwürdig.

      43. 43. Thomas Pfeiffer

        Kommentar vom 27. Mai 2011 um 00:31

        Ich will ehrlich sein: Ich arbeite auch hin und wieder als Social Media Berater und Dozent.
        Herr Best hat in seinen Kommentaren Social Media Berater als “moralgeil”, “Anzugträger” und “Mischpoke” bezeichnet. Alles Dinge, die falsch, beleidigend sind (vor allem das mit dem Anzug) und “die Grenze zur freien Meinungsäußerung deutlich überschritten haben”.

        Ich fordere deshalb die Daimler-Mitarbeiter auf, den gesamten Artikel samt seinen Kommentaren zu löschen!

        Antwort

      44. 44. Es wird ernst – HR-Kommunikation im Social Web : Personalmarketingblog

        Pingback vom 27. Mai 2011 um 08:34

        [...] Reaktion von Uwe Knaus mit seinem Artikel auf dem Daimler Blog hervorheben. In seinem Artikel “Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun …” meldet sich Knaus aus meiner Sicht genau angemessen und trotzdem sehr persönlich zu Wort. [...]

      45. 45. Lesetipps für den 27. Mai | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0

        Pingback vom 27. Mai 2011 um 09:15

        [...] MEDIA ANSTAND Daimler-Blog: Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun…: Ich bin weder Personaler, noch arbeite ich in der Rechtsabteilung. Ich bin auch nicht der [...]

      46. 46. Patrick Breitenbach

        Kommentar vom 27. Mai 2011 um 10:25

        Guidelines sind Guidelines und niemand wird gezwungen bei Daimler zu arbeiten. Doch wenn ich mich für etwas comitte und sei es nur durch einen Arbeitsvertrag, dann muss ich eben auch die entsprechenden Spielregeln beachten oder sie fürs nächste Mal verändern. Das ist das eine.

        Das andere ist: Was mich sehr wundert ist, dass ein Mann wie Herr Zetsche (oder seine Organisation) so dünnhäutig ist und diese Angelegenheit nicht mit Humor oder proaktivem Dialog auf Augenhöhe begegnet. Dann hätte man sich jetzt diese ganzePressearie auch sparen können. Ein freundlicher Anruf von Herrn Zetsche mit den betroffenen Personen und alles hätte sich sicherlich bestens geklärt.

        Manchmal hilft das Gespräch so unter 4 Augen wesentlich mehr als die Kommunikation über Bande, Personalleitung oder Facebook.

        Antwort

        Antwort von Jens Best am 27. Mai 2011 um 22:52:

        Lieber Patrick,

        Das entscheidende Committment haben wir mit unserer Gesellschaft. Arbeitsrechtlich habe ich mich zu beleidigenden Tönen im Sachkontext geäußert. Mehrere Gerichtsurteile haben hier zwischen Persönlichkeitsrechten und Meinungsfreiheit in jeweils einzelnen Fällen meist für die letztere geurteilt.

        Warum Herr Zetsche nicht einfach den Hörer in die Hand nimmt? Weil er wohl weiss, dass diese Wut nur berechtigt ist im Kontext S21. Weil er lieber mal die Herrschaftskeule schwingt und mal anständig hier für Anstand und Ordnung sorgt.
        Wäre ja noch schöner, wenn sich hier so dahergelaufene 5 Werksklaven über jahrelanges Geklüngel unter Ausschluß der Öffentlichkeit erregen und auch noch seine Heiligkeit Zetsche mit Dreck bewerfen. Sollen froh sein, dass sie überhaupt einen Arbeitsplatz haben, so aufmüpfig wie die sind, die “like”-Buttonpusher. Wenn da nicht eingeschritten wird, stehen die morgen vor den Werktoren und fordern Transparenz in der Sache.
        Da ist es besser, man macht mal ne Massregelung und weiss die ganzen “ihr müsst euch zuhören”-Social Media Empathen hinter sich.

        Arbeitsrecht geht vor Committment. Wenn’s hart auf hart kommt (wie hier) zählen keine “Guidelines” sondern der Richterspruch. Und alle, die jetzt die Augen verdrehen sollten sich mal fragen, ob man Gerechtigkeit und “Augenhöhe” nicht nur erzeugen, sondern bei einigen ungleichen Machtverhältnissen auch erstreiten muss.

        Antwort

      47. 47. Daimler Social Media Skandal Gedöns - Brainblogger – Denken, Zukunft, Gehirn, Kultur, Evolution

        Pingback vom 27. Mai 2011 um 10:48

        [...] eigenen Standpunkte und Perspektiven außerhalb der medialen Sensationsperspektive klar zu machen. Uwe Knaus macht für die Marke Daimler da einen hervorragende Figur. Sehr [...]

      48. 48. Heiko Eckert

        Kommentar vom 27. Mai 2011 um 15:41

        Schönen Freitag zusammen, vor allem dir, Uwe!
        Face2Face sometimes makes it better! Ich finde das sehr gut kommuniziert und reagiert – eine kleine Bitte dennoch: ermuntere die nächsten Tage/Wochen bitte weiterhin Deine Kollegen; nicht dass man bei Daimler jetzt verängstigt ist.

        Schönes Wochenende & Chapeau auch von mir!

        Antwort

      49. 49. Gelebte Souveränität im Spannungsfeld Social Media | Business Lounge Berlin

        Pingback vom 27. Mai 2011 um 18:35

        [...] Auch hierauf folgt eine positive und beeindruckend gelassene Reaktion seitens der Daimler AG. Nachzulesen hier: Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun… [...]

      50. 50. Zimmer Alois

        Kommentar vom 27. Mai 2011 um 21:05

        Grundsätzlich und nicht nur bei Facebook sollte der gegenseitige Umgang mit Respeckt und Anstand
        geführt sein.
        Wer das mit anderen Augen sieht bzw. sich nicht entspechend gibt, wird immer mit Unverständnis konfrontiert werden – und das ist gut so.
        Ich kann die Wortmeldung des Herrn Knaus nur bestätigen – es muß sozial bleiben.

        Antwort

        Antwort von Jens Best am 29. Mai 2011 um 10:56:

        Erschreckend wie obrigkeitshörig die Social Media Experten (auch die juristischen) sind.

        Vielleicht sollte man Galtungsbegriff der strukturellen Gewalt ergänzen mit dem Begriff des strukturellen Anstandes. Zetsche hat offensichtlich gegen diesen verstossen, als er Bestandteil der Hinterzimmer-Armada für ein intransparentes, undemokratisches Bahnhofsprojekt wurde.

        Somit ist er also Bestandteil einer Lügen-Mischpoke, die von Teilen der Bevölkerung wohl in traditioneller Verständnis als Pack, verstanden als nicht gemeinschaftsorientiertes Gesindel identifiziert wurde.

        Der Schrei nach Anstand klingt hier wie das Bellen der Wachhunde für die Ruhe am Hofe.

        Desweiteren stellt sich die Frage, warum eine ganze Gruppe wegen eines Postings gelöscht wurde. Facebook hat hier, wie man es aus dem Intifada-Gruppen-Vorfall kennt klare Eskalationsstufen. Es gibt widersprüchliche Aussagen, wer auf Druck von wem diese Gruppe gelöscht. Auch hier wird also wieder von irgendjemandem gelogen oder neudeutsch “desinformiert”.

        Antwort

        Uwe Knaus (Moderator)

        Antwort von Uwe Knaus (Moderator) am 29. Mai 2011 um 12:19:

        Es reicht Herr Best!
        In unseren Kommentarrichtlinien steht u.a. dass die Kommentare eine sachliche Diskussion ermöglichen sollen. Durch Ihre Hasstiraden sind wir davon weit entfernt.
        “Argumentieren Sie hart in der Sache, aber nie mit persönlichen Angriffen…” haben sie ebenfalls akzeptiert und Sie tun es trotzdem.
        Dieses Blog ist ein Blog, geschrieben von Mitarbeitern und kein Organ der Unternehmensleitung.
        Wenn Sie also weiterhin die Unternehmensleitung, oder unseren Vorstandsvorsitzenden für für alles was Ihnen nicht passt verantwortlich machen wollen, dann schreiben Sie einen Brief oder ein E-Mail und stellen das meinetwegen zusätzlich auf einer Ihrer Seiten ins Netz – ABER HIER NICHT MEHR!

        Antwort

        Antwort von Jens Best am 29. Mai 2011 um 12:46:

        Den Vorwurf der “Hasstiraden” weise ich von mir. Ein leicht zu durchschaubarer Versuch mich zu diskreditieren.

        Wenn sie nicht fähig sind, inhaltlich auf ernsthafte Gedanken und Kritik zu antworten, sollten sie kein Blog betreiben.

        Sie weigern sich, hier öffentlich nachzuvollziehen, warum diese FB-Gruppe auf wessen Druck durch wen gelöscht wurde. Facebook war es nach eigenen Aussagen nicht.

        Desweiteren ist es legitim (wenn auch nicht immer angebracht) jemandem in der Sache als Lügner zu bezeichnen. Juristisch wurde hier fast immer im Sinne der Meinungsfreiheit geurteilt.

        Bevor man also die Anstandskeule schwingt, sollte man sich die Frage stellen, ob hier nicht institutionaliserter Machtmissbrauch von Seiten des Arbeitsgebers vorliegt. Ansonsten gilt: Getroffene Hunde bellen.

      51. 51. Was Sie verpasst haben: Kurzpässe aus KW17 | SMO14 - New Media Excellence

        Pingback vom 29. Mai 2011 um 12:48

        [...] Fiese Fünferbande: Uwe Knaus verteidigt im Daimler-Blog das Vorgehen der Personalabteilung gegen fünf Mitarbeiter, die „gegen interne Verhaltensregeln verstoßen“ haben. Er hofft auf Selbsterkenntnis: „Wenn wir mit Anstand und Respekt durch das Leben gehen, entwickelt sich im Laufe der Zeit eine innere Haltung, die uns helfen wird Konfliktsituationen zu vermeiden – ohne den Wortlaut von Verhaltensrichtlinie oder Social Media Guidelines im Detail zu kennen.“ Zum Beitrag [...]

      52. 52. Suppen Report KW 20 « Employer Branding von morgen

        Pingback vom 29. Mai 2011 um 21:48

        [...] kann ich ergänzend den Beitrag auf dem Personalmarketingblog empfehlen, der auch den Beitrag von Uwe Knaus zu der Diskussion hervorhebt. Neben dem Thema der internen Aufklärung nehme ich persönlich aber [...]

      53. 53. Business Lounge Berlin » Blog Archive » Gelebte Souveränität im Spannungsfeld Social Media

        Pingback vom 29. Mai 2011 um 23:30

        [...] Auch hierauf folgt eine positive und beeindruckend gelassene Reaktion seitens der Daimler AG. Nachzulesen hier: Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun… [...]

      54. 54. Social Media als Herausforderung für Unternehmen und MitarbeiterInnen « Das Kulturmanagement Blog

        Pingback vom 30. Mai 2011 um 09:25

        [...] da in den letzten Tagen passiert ist, beschäftigt und seinen Beitrag nicht ohne Grund mit „Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun…“ [...]

      55. 55. Daimler und die Facebook-Gruppe - PR-Fundsachen

        Pingback vom 30. Mai 2011 um 10:24

        [...] Daimler Blog: Es hat mit Anstand und Haltung zu tun… [...]

      56. 56. Daimler & der Streit um Beleidigungen in einer Facebook-Gruppe aus rechtlicher Sicht. » Daimler HR

        Pingback vom 30. Mai 2011 um 11:59

        [...] Knaus, Social-Media-Beauftragter des Konzerns, hat auf dem Daimlerblog eine viel gelesene und kommentierte Replik auf die Berichterstattung geschrieben und Vorhaltungen der Ausspähung und Maßregelung von [...]

      57. 57. meinungundfrage

        Kommentar vom 31. Mai 2011 um 23:37

        Wurde bisher jemals die Frage geklärt, ob der Vorwurf “Lüge” nicht tatsächlich zutrifft? Oder gilt er Vorwurf nur dem Suffix -pack?

        Kann Dr. Dieter Zetsche weder in Facebook noch hier für sich selbst sprechen? Oder geht der Wirbel in vorauseilendem Gehorsam von seinen Mitarbeitern aus?

        Ist der Ausdruck “bullshit castle” eine beleidigene – oder eine zutreffende Bezeichnung für die Unternehmenszentrale Daimlers? Oder hat Zetsche-Vorgänger Schrempp hiermit taktlos aus dem Vollen geschöpft?

        Sind die Schimpfworte “Wutbürger” und “Lügenpack” von Mitarbeitern des Dr. Dieter Zetsche ins Leben gerufen worden? Oder entstanden sie lange vor dem Facebook-Eklat und außerhalb des Unternehmens als medienübergreifende Kommentare zur B2B-Konstellation politischer und wirtschaftlicher Führungskräfte?

        Warum schreit Uwe Knaus in seiner Antwort in Beitrag 50? Hat das etwas mit Anstand zu tun? Oder verleiht er darin auch seiner ehrlichen Haltung Ausdruck?

        Antwort

        Uwe Knaus (Moderator)

        Antwort von Uwe Knaus (Moderator) am 01. Juni 2011 um 09:26:

        Warum schreit der Mann am Presslufthammer oder der Schiedsrichter auf dem Platz? Wohl nicht aus Mangel an Anstand, wohl eher weil sie sonst nicht gehört werden.
        Der Mann am Presslufthammer kann das Gerät abschalten und der Schiedsrichter hat eine Pfeife. Ich als Moderator hingegen habe die Großbuchstaben verwendet, um ein deutliches Foul zu verwarnen.
        Am Ende stellt sich die Frage, wie viel Anstand und Haltung ein Kommentator hat, der sich mit der Maske der Anonymität tarnt.

        Antwort

      58. 58. dieterzetsche

        Kommentar vom 09. Juni 2011 um 02:13

        Es hat mit Haltung und Anstand zu tun, die eigene Meinung zu äußern ohne die eigene Person in den Vordergrund zu spielen.

        Weniger schöne, weil schonend geschönte Beispiele sind dagegen matthew k für mercedes-benz amg oder uwe knaus’ fishing for compliments via name-dropping im blog.daimler.com.

        Dort stellt sich nicht erst am Ende die Frage, wie viel Anstand und Haltung im Vorgang steckt, einer Handvoll Like-Klicks aus Facebook öffentlich zur Rechenschaft zu ziehen während internationale Klagen gegen den Arbeitgeber (ist es Daimler – ist es Dieter Zetsche – oder ist es bullshit castle oder uwe knaus?) laut werden.

        @uwe, mit kollegialen grüßen und guter hoffnung: vergiss das beharren auf name-dropping und schulterklopfenlassen, dein ansatz mit anstand und haltung hatte gut begonnen, lass ihn bitte nicht fallen!

        Antwort

      59. 59. mahrko – co2-neutral durchs web » Eindrücke vom Social Media Day Aalen

        Pingback vom 30. Juni 2011 um 17:02

        [...] sie strickte ihre eigene Geschichte zusammen. Über den Blog konnte der falschen Berichterstattung schnell entgegen gewirkt werden. Ist wohl einer der meist gelesenen Artikel im [...]

      60. 60. meinungundfrage

        Kommentar vom 06. Juli 2011 um 02:07

        Im Detail klingt “59. mahrko” dann weniger ermunternd:

        “10 Uhr: Daimler-Blog: ein Unternehmen bekommt ein Gesicht (Uwe Knaus)

        Der zweite Vortrag wurde von Uwe Knaus (@uknaus) gehalten – seinerseits Chief Blogger und Verantwortlicher vom Daimler-Corporateblog, nicht Mercedes sondern von der Dachmarke Daimler. Blogger bezeichnete er als Botschafter und daher hält die Daimler AG auch Blogger Relations und lädt ausgewählte Blogger sogar zum SLK-Probefahren nach Teneriffa ein. Ich glaub er hier war einer dieser Blogger und äh ich muss auch mal unbedingt Daimler bloggen. Naja mach ich ja jetzt schon.”

        Jenu, hier stimme ich “58. dieterzetsche” zu und wünsche weniger “name-dropping und schulterklopfenlassen” seitens Moderator Uwe Knaus. – Ob ihm das wohl möglich ist?

        Antwort

        Uwe Knaus (Moderator)

        Antwort von Uwe Knaus (Moderator) am 06. Juli 2011 um 10:13:

        “Ob ihm das wohl möglich ist?”
        Es ist ihm (also mir) möglich. Vom vielen Schulterklopfenlassen hat er schon leichte Rückenprobleme. Neuerdings – beispielsweise beim Social Media Day in Aalen – probierte er eine neue Technik aus, um dem Schulterklopfen aus dem Weg zu gehen: kurz vor dem Schulterschlag ruckartig wegducken. Das klappt ganz gut, allerdings läuft er nun Gefahr, dadurch möglicherweise einen Hexenschuss zu bekommen.
        Und wen er (wieder ich) nicht so oft auf Kommentare reagieren müsste, würde das mit dem Name-Dropping sicherlich auch zurück gehen.

        Antwort

        Antwort von meinungundfrage am 07. Juli 2011 um 01:53:

        rückenprobleme und hexenschuss – einfacher ist ein gefällt mir klick.

        schulterschlag und ruckartig wegducken – friedlicher tönt ein gefällt mir klick.

        gefällt mir klick – wie gemein, wie unglaubwürdig, wie sympatisch das thema inzwischen erscheint: stress, test, rücktrittsvorderung, skandalöses geschäftsgebahren, scheitern … stuttgart 21. – vortäuschen oder auch nicht, … wann ist wohl die wahrheit dabei verizierbar?

        Antwort

      61. 61. meinungundfrage

        Kommentar vom 06. Juli 2011 um 02:35

        “Pingback” versus “Es hat was mit Anstand …”:

        <> http://de.wikipedia.org/wiki/Pingback

        Im Beitrag 58 klingt das Pingback von Uwe Knaus gegenüber dem ursprünglichen Text unschön beschönigend. – Ob auch die Beiträge 1 bis 57 zu diesem Topic ähnlich redigiert wurden?

        Es hat mit Anstand zu tun. Und andererseits auch mit Haltung.

        Antwort

      62. 62. Von Daimler, Facebook und Kontrollverlust « nicolehatnenblog

        Pingback vom 19. Juli 2011 um 14:48

        [...] mit den fünf Daimler-Kollegen nach Entdeckung der „Likes“ geschah, stellt Uwe Knaus im Daimler-Blog klar: „Die Personalabteilung hat im Beisein des Betriebsrats mit fünf Mitarbeitern, die [...]

      63. 63. Visuelle PR – Die Macht der Bilder · Beobachtungen aus KW 21/2011

        Pingback vom 02. Oktober 2013 um 16:30

        […] im weitesten Sinne Einfluss auf das Privatleben seiner Belegschaft nehmen, konnte durch einen Post im Daimler-Blog abgeschwächt werden. Moderator Uwe Knaus erklärt dort die Social-Media-Guidelines des […]

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