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06
02.2012

Menschen brauchen Mobilität

Wir wollen zum Wandern in die Berge, zum Baden an den See und im Urlaub an einen Palmenstrand. Wir sollten die Verwandten besuchen, Einkäufe erledigen, die alte Stereoanlage zum Wertstoffhof bringen. Wir müssen in die Schule, ins Büro oder auf Dienstreise. Ein Leben lang sind wir in Bewegung – zu Wasser, zu Land und in der Luft.

Mobilität ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Wer rastet, der rostet, sagt schon das alte Sprichwort. Der Spaß an der Bewegung ist universell – unabhängig von Kultur, Sprache, Nation, Alter und Geschlecht.

Bus Rapid TransitÜber 900 Millionen Fahrzeuge fahren heute auf den Straßen der Welt. Experten gehen davon aus, dass sich diese Zahl in weniger als 30 Jahren mehr als verdoppeln wird. Wachsende Bevölkerungszahlen, eine zunehmend dichtere Besiedelung auf engem Raum und ein gleichzeitig steigender Mobilitätsbedarf verlangen nach umweltverträglichen und gleichzeitig wirtschaftlich und gesellschaftlich akzeptablen Mobilitätskonzepten.

Während 1995 noch 45% der Weltbevölkerung in urbanen Ballungszentren lebten, werden es 2020 rund 55% sein. Inzwischen fehlt es gerade in den Metropolen an Verkehrsinfrastruktur und Parkplätzen. Das Fahren mit einem eigenen Auto wird immer mehr zu einer Belastung, nicht nur für die Umwelt, sondern ebenso für den Fahrzeughalter.

Es ist absehbar

Das Automobil wird als Statussymbol insbesondere bei jüngeren Menschen an Bedeutung verlieren: Schon heute steht für 22 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland beim Auto der funktionale Nutzen im Vordergrund, während die emotionale Bindung abnimmt. Es kommt hinzu, dass immer mehr lokale Richtlinien den Besitz oder Gebrauch von Autos unattraktiver machen, wie etwa die Gebühren für die Londoner City oder die beschränkte Ausgabe von Autozulassungen in Shanghai und Peking.

Der Trend

In gesättigten, hochentwickelten Märkten geht der Weg weg vom eigenen Auto hin zu „geteilten Autos“ und zu vernetzten Verkehrskonzepten. Gleichwohl wächst der traditionelle Automarkt vor allem durch die hohe Dynamik in den Schwellenländern. Das herkömmliche Geschäftsmodell wird daher nicht abgelöst, sondern es muss erweitert werden. Als Erfinder des Automobils will die Daimler AG die effiziente, umwelt- und sozialverträgliche Mobilität durch den Einsatz von modernen Fahrzeugkonzepten und zeitgemäßen Kommunikationstechnologien fördern und damit die effektive Nutzung bestehender Infrastrukturen optimieren.

Die Mobilitätskonzepte

Um im Dschungel der Ideen einen Überblick zu schaffen, möchte ich hier einmal alle derzeitigen Mobilitätskonzepte aufführen und es für Sie einfach gestallten an weitere Informationen zu gelangen.  Sie umfassen beim Individualverkehr car2go und car2gether. Mit ersterem kann man jederzeit ohne Mietvertrag, Grundgebühren und Mindestmietdauer einen smart fortwo anmieten. Zweiteres ist eine webbasierte Mitfahr-Community, die Mitfahrangebote und -gesuche sekundenschnell über Smartphones oder heimische Rechner vermittelt.
Mercedes-Benz Rent befindet sich im Aufbau und will sicherstellen, dass unsere Kunden immer über ein Mercedes-Benz Fahrzeug verfügen können, wenn das eigene Fahrzeug zum Beispiel gewartet wird oder sich in der Reparatur befindet.

Beim öffentlichen und gewerblichen Verkehr bietet Bus Rapid Transit (BRT) unter anderem separate Busspuren und eine Priorisierung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Ein System, welches sich leicht in bestehende Infrastrukturen integrieren lässt. Mercedes-Benz CharterWay ist eine Dienstleistung rund um die Beschaffung, den Service und das Managemnet von Nutzfahrzeugen und FleetBoard hilft dem Kunden, Flotten mit 2.000 Fahrzeugen und mehr professionell und wirtschaftlich zu steuern.
In der Kommunikationstechnologie steht in den USA mbrace zur Verfügung. Ein Assistenzsystem, dass unter anderem mehr Sicherheit bei Notfällen bietet, da man rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr direkten Kontakt zum Fahrzeug aufnehmen kann.
@yourComand ist eine Cloud-basierte Telematikstrategie mit der moderne Kommunikationstechnologien die Vernetzung der Verkehrsteilnehmer fördern soll, ebenso wie Car-to-X Kommunikation, die in Zukunft auch die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander ermöglichen soll und somit für umweltgerechte Verkehrsflüsse sorgt.

Gut das wir für die Zukunft gerüstet sind, …

… denn Studien zeigen, dass ein in der Stadt lebender Single laut Berechnungen des ADAC im Jahr 2000 im Schnitt 3.340 Euro pro Jahr für das Autofahren zahlte. 2005 waren es bereits 3.900 Euro. 2010 kamen durchschnittlich stolze 4.380 Euro zusammen. Entwickeln sich die Kosten für ein eigenes Auto weiter wie in den letzten Jahren, dürften die neue Mobilität verstärkt nachgefragt werden.

Was sagt ein Zukunftsforscher aus dem eigenen Haus zum Thema Mobilität?

In der Präsentationshalle des Designzentrums von Mercedes Benz in Sindelfingen spricht Alex Kahl, Autor des Blog “Der Probefahrer” mit Alexander Mankowsky über die Zukunft des Autos, Nachhaltigkeit, Cradle to Cradle, Individualität und wie wir in Zukunft mobil sein werden

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Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
 

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 12 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Peter

    Kommentar vom 06. Februar 2012 um 10:44

    Interessanter Beitrag. Ich frage mich daher, ob die Strategie mit der neuen Kompaktklasse (A+B) hierzu passt. Will man nicht mit der neuen A-Klasse junge Käufer davon überzeugen einen Mercedes zu kaufen? Gleichzeitig lese ich das das Automobil als Statussymbol bei jüngeren Menschen an Bedeutung verlieren wird. Das wird spannend…

    Antwort

    Antwort von Marcus Schlüter (Moderator) am 06. Februar 2012 um 11:34:

    Nicht zu vernachlässigen in der Betrachtung ist, dass global gesehen der traditionelle Automarkt vor allem durch die hohe Dynamik in den Schwellenländern wächst.
    Das herkömmliche Geschäftsmodell wird daher nicht abgelöst, sondern es muss erweitert werden. Darin sehe ich den Erfolg.

    Antwort

  2. 2. Jörg Maschke

    Kommentar vom 06. Februar 2012 um 11:21

    Das Auto hat für mich ganz unterschiedliche Aufgaben:

    1. Das Fahren – Sei es für meine Firma, wo man verlässliche Fahrzeuge mit entsprechendem Innenraum und geringen Betriebskosten benötigt.

    2. Das Hobby – Hier soll ein Auto die Möglichkeit bieten selbst daran arbeiten zu können. Der Oldtimer/Klassiker beitet sich hier an. Ein Hersteller, der sich auch noch nach Jahren um das entsprechende Fahrzeug kümmert ist hierbei von Vorteil.

    Leider sehe ich einige Versäumnisse bei einem Lieblingshersteller Mercedes:
    a) Warum kann man in immer weniger Fahrzeugen bei einer normalen Größe von 1,92m nicht vernüftig sitzen ?
    b) Warum bietet mir Mercedes kein Familienfahrzeug mit 7Sitzplätzen an ?
    c) Warum kann ich kein Fahrzeug mehr ohne Einparkhilfe vernüftig überschauen ?
    d) Warum rostet ein gerademal 10Jahre alter Mercedes mehr als ein 40jähriger ?

    MfG Jörg Maschke

    Antwort

    Antwort von Andreas am 08. Februar 2012 um 09:37:

    Zu den Unterpunkten a-d:

    a) Leider ist auch beim Opel für 1,90m der Sitz unbequem, der Grund auch hier Einheitssitze, wenn man nach Autositzherstellern such findet man schnell heraus dass es fast nur noch eine Lieferanten-Gruppe gibt.
    b) Da hab ich keine Vermutung
    c) Schon mal in einem CAD-Modell gesessen und sich beschwert dass man im Rückspiegel nichts sieht ;-)
    d) Da will ich lieber nichts dazu sagen.

    Antwort

  3. 3. Jan

    Kommentar vom 06. Februar 2012 um 16:31

    “Der Spaß an der Bewegung ist universell – unabhängig von Kultur, Sprache…” – aber Rasse?

    (nur so als kleine Anmerkung)

    Antwort

    Antwort von Marcus Schlüter (Moderator) am 07. Februar 2012 um 09:46:

    Die Feinheiten der “deutschen” Sprache. Geändert in “Nation” hat es dieselbe Bedeutung, aber im Auge des Betrachters einen anderen Hintergrund. Danke.

    Antwort

  4. 4. Joachim

    Kommentar vom 08. Februar 2012 um 17:45

    zu b) Die R-Klasse gibt es nach meine Kenntnisstand als 5+2-Sitzer.
    Die E-Klasse gibt es optional auch als 5 Sitzer mit 2 Klappsitzen. Den Viano/Vito gibt es sogar mit bis zu 9 Sitzplätzen.

    Antwort

    Antwort von Jörg Maschke am 09. Februar 2012 um 12:44:

    Zur Antwort:

    b) der US-Benz ist in unserer Region kaum für dieInnenstadt geeigent… geschweige denn in irgendeine Richtung übersichtlich. Zumal es die 7sitzigen Varianten ja erst nachträglich gibt (ich war damals einen guten Monat vor Markteinführung auf einer Testrunde in Hannover mit dem Wagen unterwegs) und man auf Platz Nummer Fünf nicht wirklich Mercedes.Komfort genießen darf.
    Und im E-T-raumwagen kann man in der dritten Reihe ja nicht sitzen (was bei meinem S123 noch ohne große Auflagen geht, wird heute im 212er ja bereits über die Anleitung verboten… jedenfalls kann da hinten unser 10jähriger Sohn mit seinen 1,52m nur noch kurze Zeit mitfahren).
    Der Viano würde gehen, ist aber schon eine ganze Ecke größer im Verlgeich zu Fahrzeugen der VW Touran – Klasse….

    ABER vielleicht kommt ja etwas auf Basis des “Stadtlieferwagens” http://www.mercedes-fans.de/inside/inside_artikel/mercedes-benz_citan___der_neue_stadtlieferwagen_mit_stern/id=3401

    Antwort

  5. 5. KarlHeinz

    Kommentar vom 10. Februar 2012 um 09:27

    Mich würde mal interessieren, ob gerade die Schwellenländer nicht die gleichen Fehler wiederholen und der ganze Mobilitätswahn nicht irgendwie alles zum halten bringt.

    Antwort

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