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03.2012

Wind und Sonne machen emissionsfrei mobil

Teaser_wasserstoffMan stelle sich vor: man wäre heute schon stolzer Besitzer eines Elektrofahrzeugs mit Brennstoffzelle – einer Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL beispielsweise. Grundsätzlich eine ziemlich geniale Sache! Lokal emissionsfreies Fahren, fast 400 km Reichweite, ziemlich spritzig unterwegs…aber irgendwann (spätestens wenn die Tanknadel der Schwerkraft nachgibt) stellt sich die Frage: Wo kann ich denn jetzt eigentlich tanken? Wasserstoff…mmmhh…das könnte schwierig werden!

Tatsächlich ist die Antwort auf diese Frage heutzutage noch nicht so einfach. Während die Fahrzeugtechnologie bereits einen sehr hohen Reifegrad erreicht hat, ist die fehlende Wasserstoffinfrastruktur größtenteils noch ein limitierender Faktor, um emissionsfreies Fahren auf Deutschlands Straßen möglich zu machen. Klar – einige Wasserstofftankstellen gibt es schon in Deutschland. Diese beschränken sich jedoch auf wenige Gebiete: Hamburg oder Berlin beispielsweise. Aber es geht voran: Zu den bereits bestehenden 8 H2-Zapfsäulen in Deutschland kamen innerhalb von zwei Wochen zwei neue hinzu…ein ziemlich guter Schnitt! Auf dem Weg in eine emissionsfreie Zukunft rüstet sich Deutschland fortschreitend für Elektromobilität mit Brennstoffzelle.

Am 17.02. lud der Energieversorger Vattenfall, der  - wie die Daimler AG  - Partner der Clean Energy Partnership ist, zur feierlichen Eröffnung der modernsten und gleichzeitig größten Wasserstoffstation Europas ein…und ich war dabei. Morgens halb 12 in Deutschland…ähh in der Hamburger Speicherstadt! Alle waren da: Vertreter aus Politik, Automobilindustrie, Energieunternehmen etc. etc. waren dabei als nach einer kurzen Ansprache zur Notwendigkeit der Brennstoffzellentechnologie für unsere Zukunft das obligatorische blaue Band durchgeschnitten wurde und unsere B-Klasse F-CELL unter tosendem Applaus den allerersten Tankstopp in der Hamburger Hafencity erleben durfte. Aber nicht nur sie…kurz danach rollte auch unser Citaro FuelCELL-Hybrid zum Tanken vor, von denen seit letztem Jahr bereits die ersten von insgesamt 7 auf Hamburgs Straßen unterwegs sind. Zugegeben: Es dauerte ein wenig all die Gäste und Schaulustigen davon zu überzeugen, dass ein Bus ein bisschen mehr Platz braucht, als die B-Klasse F-CELL ;-)

Die neue Anlage kann täglich bis zu 750 kg Wasserstoff liefern, der mindestens zur Hälfte regenerativ per Elektrolyse vor Ort produziert wird. Vattenfall setzt dabei vor allem auf Wind, der ja bekanntlich in Hamburg ausreichend vorhanden ist. Ausreichend für eine ganze Menge Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle! Als kleines Highlight gab es nach der Eröffnungszeremonie noch eine kleine Überraschung für die Gäste: Einen wunderschönen, quietsch grünen Riesenkuchen in Form des Tankstellengrundstücks…wer macht den sowas??? :-)

Genau zwei Wochen später, am 02.03. gab es erneut einen Grund zu Feiern. Das Fraunhofer ISE – also das Institut für Solare Energiesysteme --  feierte im Beisein vieler Interessierter und ebenso Vertretern aus Politik und Wirtschaft und natürlich MIR die Einweihung einer ganz besonderen  Wasserstofftankstelle in Freiburg: Auch hier wird durch Elektrolyse der Kraftstoff vor Ort erzeugt…jedoch durch Sonnenenergie. Wirklich faszinierend und ein großer, weiterer Schritt in Richtung flächendeckendes Wasserstofftankstellennetz.

Dieser Event wurde zum Anlass für eine ganz besondere Fahrt genommen: Unter dem Motto „Von Tankstelle zu Tankstelle“ machten sich pünktlich zur Eröffnung der Solar-H2-Tankstelle drei B-Klassen F-CELL, von denen die ersten von insgesamt 200 Fahrzeugen bereits seit 2010 in Kundenhand sind, auf den Weg: Von Stuttgart über Karlsruhe nach Freiburg: kein Problem mehr für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle.

In Freiburg wieder vollgetankt, standen die Fahrzeuge zur Einweihungsfeier für Probefahrten zur Verfügung. Und diese Gelegenheit wurde gerne angenommen. Bereits nach kurzer Zeit hieß es: rien ne va plus! Alle Slots besetzt…vielleicht möchten Sie Beifahrer sein?…auf der Rückbank? Wirklich klasse wie diese Fahrzeug begeistern…nicht dass mich das wundern würde ;-)

Wir erinnern uns: letztes Jahr um diese Zeit begleiteten wir den Mercedes-Benz F-CELL World Drive und drei B-Klassen F-CELL auf Ihrem Weg um die Welt. Während der gesamten Tour konnte lediglich 2 Mal an einer öffentlichen Wasserstofftankstelle getankt werden. Und nun gibt es allein in Baden-Württemberg bereits 3 H2-Zapfsäulen.

Deutschland und -- wie ich finde -- WIR sind beim Thema Wasserstoffinfrastruktur auf einem ziemlich guten Weg. Und mit den 20 Wasserstofftankstellen, die Daimler zusammen mit der Linde AG aufbaut, von denen die ersten bereits dieses Jahr starten sollen, werden die Schritte noch ein bisschen größer.

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Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
 

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 3 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Smartpit.de

    Kommentar vom 20. März 2012 um 11:46

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Es ist schön zu sehen, dass Daimler nicht nur an den Fahrzeugen der Zukunft forscht, sondern sich auch um die hierfür notwendige Infrastruktur kümmert.

    Antwort

  2. 2. Robert Kuehl

    Kommentar vom 21. März 2012 um 09:20

    Hallo,

    wann springt Daimler endlich auf das Better Place Plattfrom ?
    Dies ist was der Kunde will…keine Sorgen um Batterien, und Fahradius…Reinfahren in eine Tauschstation…3 Minuten Tausch…rausfahren…
    es könnte so einfach sein…
    Nur müsste Daimler sich mit BMW und VW zusammentun und die Kosten teilen…
    Renault macht es uns vor…
    Robert Kuehl

    Antwort

  3. 3. Manuel Palkowitsch

    Kommentar vom 25. März 2012 um 12:38

    @Herr Kuehl
    Meiner Meinung nach ist die Brennstoffzelle der elegantere Weg. Schon von der Reichweite her braucht man viel mehr Wechselstationen für die Akkus als bei einer Brennstoffzelle. Außerdem ist das Tanken einer Brennstoffzelle ähnlich zeitintensiv wie das Tanken von Benzin oder Autogas etc.
    Da Menschen “Gewohnheitstiere” sind, sollte man das Netz heutiger Tankstellen gleich mit nutzen und die Betankung auf bewährte Art weiter nutzen.
    Eine Lösung, die derzeit auch Toyota nachverfolgt, wäre die Kombination der Brennstoffzelle im Haus und Auto. Zu Hause zur Energiegewinnung analog einem kleinen BHKW und nebenbei gleich mit betanken. und auf dem Dach mit Solarzellen das Ganze gleich noch vor Ort herstellen ;o)

    Antwort

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