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04.2012

“Papa! Wie baut man eigentlich ein Auto?”

Werksführung in SindelfingenDer erste Gang zur Legokiste ins Kinderzimmer wurde mit einem “Nein, Papa! Ein richtiges Auto! Wie baut man ein richtiges Auto?”, begleitet.

Ja, wie eigentlich?

Presswerk, Rohbau, Oberfläche, Montage. Das sind so die Begriffe, die man dazu regelmäßig hört. Gut, unter einem Presswerk kann man sich ja noch was vorstellen, aber was ist ein Rohbau? Was wird da gemacht? Wer macht da? Und wie?

Natürlich, man könnte jetzt sonntagmorgens auf die Sendung mit der Maus hoffen.

Oder man schaut es sich vor Ort, in Echt, mit allen Sinnen an. Bei uns in den Werken mit Kundencenter. Dort, also in Bremen, Rastatt und Sindelfingen, werden täglich mehrere Führungen durch die Werke angeboten. Zwischen einer und über zwei Stunden ist man da unterwegs.

Und um zu wissen, ob so eine Führung was für meine Tochter ist, habe ich mich selbst in Sindelfingen auf eine Tour begeben.

Wer sich jetzt eine abgeschirmte Veranstaltung, hinter Glas, mit Lounge-Musik vorstellt, der täuscht sich stark und  sieht sich ruckzuck mitten der Schweißroboter im Rohbau stehen. Laut ist es. Geruchsintensiv. Nach Strom, Schweißen, heißem Kleber riecht es. Und wenn sich die Schweißzangen der Kukas schließen, spritzen die Funken feuerwerksgleich und zaubern die wildesten Lichteffekte. Dazu die spannenden Infos von den Werksführern, die auch auf kleine, spannende Details zeigen.

Für Sachen, die man so nicht sieht, gibt es dann doch jeweils eine Lounge, mit Schnitt-Modellen, Vorführungen und Infotafeln. Wieder: Der WOW-Effekt.

Weiter geht es in die Montage. Ruhiger ist es hier. Weniger Roboter. Mehr Menschen. Und genauso spannend. Stück für Stück wird das Auto aus vielen Teilen zusammengebaut. Dachfenster, Amaturenbrett, Kabel, viele viele Kabel, Innenverkleidung, Sitze, Lenkrad, letztlich dann die Hochzeit von Karosse mit Motor und Antrieb.

Und fertig ist der Mercedes.

Danach war ich erst mal platt. Weil, auch wenn man täglich im Werk arbeitet, täglich an vielen dieser Stationen vorbei läuft, in der Werksführung bekommt man viel mehr mit. Details, Zusatzinfos und Eindrücke.

Und darf meine Tochter jetzt mal mit und anschauen, wie ein Auto gebaut wird?
Ja, sie darf und ich schau mir dann die Produktion eines Mercedes gerne nochmal an!

Impressionen einer Werksbesichtigung im Produktionswerk Sindelfingen in folgendem Video.
Sie sind an einer Werksbesichtigung interessiert? Erfahren Sie mehr über das Kundencenter in Sindelfingen
Weitere Einblicke in die Produktionstätte, hier

"Papa! Wie baut man eigentlich ein Auto?", 4.4 out of 5 based on 8 ratings

    Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
     

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      1. Peter Schloetzer

        1. Peter

        Kommentar vom 27. April 2012 um 10:42

        Hallo Mario, ein spannender Bericht. Gut zu wissen das man bei Mercedes hautnah dabei sein und erleben kann, wie ein Auto entsteht. Zu jedem Auto gehört auch ein Motor und der kommt meistens aus Untertürkheim. Daher bietet das MB Museum, vor den Türen des Werkes Untertürkheim, geführte Touren durch die Motorenmontage an. Bei Interesse einfach auf der Website des Museums informieren (http://www.mercedes-benz-classic.com). Ich verspreche jetzt schon: das ist mindestens so spannend wie die Entstehung eines Autos in Sindelfingen, habe das selbst einige Jahre gemacht. Wenn man das noch mit einem Museumsrundgang verknüpft, lecker im Museumsrestaurant zu Mittag isst….. kann man schon von einem nahezu “perfekten Tag” sprechen.

        Antwort

      2. 2. Jan Meyer-Sande

        Kommentar vom 27. April 2012 um 11:02

        Die kindgerechte Erklärung dieser komplexen Prozese ist eine spannende Aufgabe für uns, die es täglich sehen. Mir steht die Aufgabe im Rahmen einer Werksführung für unsere Kinder am 11. Mai auch bevor. Daher war dieser Artikel nebst Bildern und Video die beste Vorbereitung, die ich mir wünschen konnte, um die eigene Begeisterung auf die Kinder zu übertragen, die diese dann hoffentlich an ihre Freunde weitertragen. Wir alle sind Markenbotschafter und unsere Kinder sind die Kunden von morgen!

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