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08
05.2012

Unternehmen sucht Nerd

Daimler Business Innovation auf der re:publica 2012

Früher war die re:publica eher ein Treffen der Nerds. Spätestens mit dem Umzug in die „Station“ und den weit über 4.000 Besuchern ist sie die bedeutendste deutsche Konferenz im Bereich soziale Medien und digitale Gesellschaft.
Motto der diesjährigen Veranstaltung war ACT!ON: Technische Neuerungen vorantreiben, Themen wie Mobilität diskutieren, interaktive Designs entwickeln, sowie gesellschaftliche Denkmuster und Geschäftsmodelle auf den Kopf stellen (mehr lesen).

„Action“ wollten auch wir vermitteln. Fragestellungen rund um Mobilität standen im Mittelpunkt unseres Standes mit dem Leitmotiv „In der Bewegung zu Hause“ – wobei unsere Präsenz auf der re:publica erst einmal etwas ungewöhnlich war. Keine Fahrzeuge, vielmehr eine Installation: Eine insgesamt 8 Meter breite Spiegelwand, auf der die Mobilität der Gegenwart mit den daraus resultierenden Herausforderungen dargestellt war. Durch die Spiegelfläche wurde der Besucher des Standes als Teil der mobilen Welt mit in die Verantwortung genommen.
Dahinter lag eine zweite Wand, die ausschließlich mit einem navigierbaren Lichtobjekt erkundet werden konnte und einen Ausblick auf die Mobilität der Zukunft bot.
Ziel der Installation: Dialog – ehrlich, offen und ideologiefrei. Wie werden wir uns in der Zukunft bewegen? Was wird Mobilität zukünftig überhaupt bedeuten? Verändert das Internet unsere Mobilitätsbedürfnisse? Welche Rolle spielen dabei Smartphones? Welche Möglichkeiten bietet die intelligente Vernetzung von Mobilitätsdiensten?

Die Reaktionen beim Betreten des Standes reichten von Lob  – „Ihr habt es wirklich verstanden, wie ein Unternehmen hier auftreten sollte“, über Begeisterung “Der schönste Stand auf der re:publica“, bis zu Skepsis „Normalerweise würde ich niemals zu einem Daimler-Stand gehen, aber euer Low-key-Ansatz spricht mich an.“. Die Gespräche waren für uns wertvoll und lieferten uns viele, interessante Einblicke. Die angestellten Gedankenspiele über die Zukunft der Mobilität erwiesen sich meist als „brainteaser“, die auf beiden Seiten althergebrachte Sichtweisen in Frage stellten.
Daimler Experten gaben am Stand und im Rahmen einer Keynote und eines Workshops Ausblicke auf Mobilitätsdienste der Zukunft. Alexander Mankowsky, Futurologe der Daimler AG und Referent auf der re:publica, zeigte sich beeindruckt von der Ernsthaftigkeit mit der „ doch recht schwere“ Themen behandelt wurden. Die Themen reichten von Perspektiven der Blogger-Gemeinden im Spannungsfeld von Ökonomie und Ethik, über den Sprung von der virtuellen in die dingliche Welt bis hin zur “großen Politik” im Netz. „In unserem Workshop ‘In der Bewegung zu Hause’  hat mich die emotionale und intellektuelle Offenheit der Teilnehmer begeistert“, meint Alexander Mankowsky und sagt er wolle gerne „wiederkommen.“

Warum engagiert sich Daimler aber eigentlich auf der re:publica? Als Teil der Gesellschaft und als Mobilitätsanbieter sehen wir unsere Aufgabe darin, die Mobilität der Zukunft aktiv mitzugestalten und zu verbessern. Der Bereich Business Innovation, das Daimler Lab für innovative Geschäftsmodelle, arbeitet beispielsweise an verschieden Mobilitätsdiensten und forciert deren intelligente Vernetzung in urbanen Räumen.
car2go ist eines der Geschäftsmodelle, die wir bei Business Innovation erfolgreich ins Leben gerufen haben. Wir haben uns natürlich gefreut, dass das Timing mit dem Start von car2go in Berlin so gut geklappt hat: Seit dem 26. April ist mit insgesamt 1.000 smart fortwo die weltweit größte car2go Flotte in Berlin im Einsatz. Da lag es nahe, dass die car2go Kollegen ebenfalls an unserem Stand präsent waren.

Während der drei Tage andauernden re:publica haben wir durch die Diskussion mit den Teilnehmern immer mehr den Eindruck gewonnen, dass Innovation gerade dort entstehen kann, wo Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen die Freiheit haben zu diskutieren. Denn gerade dort, wo diese unterschiedlichen Perspektiven aufeinander treffen, entstehen in kontroversen Diskussion neue Ansätze und Impulse.

Ein ganz herzliches Dankeschön von uns für die Diskussionen, das kreative Feedback, die Anregungen und natürlich auch die kritischen Stimmen auf der re:publica! Wir haben sehr viel gelernt und werden daran arbeiten, die Impulse aufzunehmen und weiterzuentwickeln.
Für uns ist die Diskussion nicht vorbei. Wir würden uns freuen, im Dialog zu bleiben und freuen uns über Eure Kommentare hier im Blog oder via Twitter @Daimler_BI.

Übrigens: Ab heute sind wir für zwei Tage auf dem 2. Teil der Berlin Web Week, der NEXT Berlin.

Ich bin Verfasser des Beitrages -- der gesamte Auftritt in Berlin aber beruht auf einer großartigen Teamleistung. Ein besonderes Dankeschön an Kerstin Heiligenstetter und Wolfgang Gruel!

Alexander Kölpin, Gründer der Berlin Web Week, berichtet in folgendem Video über die re:publica 2012

©Video n24.de

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Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
 

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 6 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Zeichenlese

    Pingback vom 08. Mai 2012 um 11:52

    [...] Unternehmen sucht Nerd (von Michael Kuhn) auf blog.daimler.de [...]

  2. 2. re:publica 2012 in Berlin: Großes Konferenz-Format etabliert – “#rp12 ACT!ON!” Motto verschenkt « Impression Now

    Pingback vom 14. Mai 2012 um 14:13

    [...] leisten sollte, wurde zwar gemessen am vorhandenen Social-Media-Verständnis wie zu erwarten, klipp und klar kommuniziert. Doch in der Umsetzung wirkte die kulissenhafte Spiegelwand live ziemlich statisch, vielleicht auch [...]

  3. 3. Alex

    Kommentar vom 17. Juni 2012 um 19:25

    Car2Go ist ein coole Modell. Das gefällt mir. Allerdings müsst ihr euch dann Gedanken machen, wie ihr von dem Kuchen etwas abbekommt, wenn weniger Autos verkauft werden.

    Antwort

  4. 4. “Poweruser” gesucht: moovel auf der TEDx Berlin - moovel

    Pingback vom 19. November 2012 um 16:02

    [...] diesen Jahres, noch vor dem Livegang von moovel, auf der re:publica in Berlin die Gelegenheit mit Interessierten über die Zukunft der urbanen Mobilität zu diskutieren und haben dabei wertvolle Impulse, Anregungen und Hinweise zu unterem Pilotprojekt erhalten. Diesen [...]

  5. 5. Mit moovel zur re:publica - moovel

    Pingback vom 02. Mai 2013 um 11:00

    [...] Daimler AG ist wie schon im letzten Jahr Partner der re:publica 2013. Auch moovel wird in Berlin vertreten sein. Und auch ihr könnt dabei [...]

  6. 6. Ein Jahr später… - moovel

    Pingback vom 06. Mai 2013 um 10:22

    [...] 2011  planten wir  den Daimler-Stand auf der re:publica 2012. Dabei wollten wir eine Plattform  zu schaffen, die einen  Dialog mit den Teilnehmern der [...]

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