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06
09.2012

Der neue G: Mit Sicherheit ein Erlebnis

Fahrfreude garantiert bei der Sonderpräsentation am Mercedes-Benz Museum

Above and Beyond, so lautet der aktuelle Werbespruch der Mercedes-Benz G Klasse. Doch was soll man sich darunter vorstellen? Über Allem? Ein Fahrzeug, das über Allem steht und das jede Unwegsamkeit meistert? Ich habe es heute herausfinden können, denn im Rahmen einer Sonderpräsentation zur neuen G-Klasse am Mercdes-Benz Museum kann man aktuell vom 5. -16. September als Beifahrerin oder Beifahrer in einer G-Klasse Professional einmal Platz nehmen und sich von der Geländegängigkeit überzeugen.

Aufgebaut ist hinter dem Mercedes-Benz Museum eine Stahlkonstruktion, die auch liebevoll „Iron Schökl“ genannt wird und angelehnt ist an den Hausberg im steierischen Graz, den Mercedes-Benz sonst für Testfahrten nutzt.

Bevor ich allerdings in das Auto einsteigen durfte,  galt es,eine Erklärung zu unterzeichnen. Nein, kein Testament.  Da ich diese Zeilen noch schreiben konnte, ist mir natürlich nichts passiert Dennoch erwartete mich eine extreme Erfahrung, die ein wenig Überwindung gekostet hat.

Im Auto platzgenommen, wurde mir noch kurz die Technik und der Ablauf der Fahrt erklärt. Doch die technischen Finessen des „G“ konnte ich so schnell gar nicht aufnehmen; Eigenschaften wie innovativ und sicher fassen die Einleitung des Fahrers daher gut zusammen. Umso gespannter war ich  auf die Fahrt, die es in sich hatte.

Die ersten Meter auf der Rampe waren gemacht und mein Adrenalinspiegel stieg ungebremst an. Die erste Steigung betrug zwar „nur“ 80%, was einem Winkel von 36° entspricht, hatte es dennoch in sich. Als Vergleich mal einige andere Zahlen. Auf einer Autobahn gibt es meist nur Steigungen um die 7% und das Maximale, was es auf kleinen Dorfstraßen gibt ist 20%. In den Sitz gepresst saß ich nun also in der G Klasse „gefangen“ und musste voll auf den Fahrer vertrauen. Nun hob auch noch eines der vorderen Räder ab und verlor den Kontakt zum Untergrund, was jedoch gewollt war. Dennoch stieg mein Adrenalin weiter an, denn im nächsten Schritt sollte es auf die 100% Steigung gehen. Dann sah ich nur noch den wolkenfreien Himmel und dachte mir: Was machst du hier?

Auf der Hälfte der Strecke war dann eine Plattform angebracht, auf der kurz pausiert wurde, bis sie sich für die Abfahrt senkte. Neben dem schönen Ausblick über das Gelände und auf das Museum schweiften meine Gedanken jedoch ab und die Frage drängte sich auf: Halten die Bremsen? Sie hielten.

Bergab war eine ganz andere Erfahrung, denn ich wurde nicht in den Sitz gepresst, sondern hing quasi im Gurt und blickte 8m tief auf den Boden. Unten angekommen waren alle Sorgen dahin und mein Körper signalisierte mir: NOCHMAL!

Wer also Zeit und Lust hat sollte auf jeden Fall einmal dieses Erlebnis mitmachen und am eigenen Körper erfahren was es heißt, eine 100%ige Steigung hinauf und hinab zu fahren.

Und hier könnt ihr meine Fahrt einmal live miterleben:

Für alle G-Klasse Fans gibt es zudem am Sonntag den 9. September um 17 Uhr in der Sendung Auto Mobil auf VOX noch ein Special aus Graz zur neuen G-Klasse zu sehen.

Weiteres Bewegtmaterial im Gelände hat bspw. der Blogger Jan Gleitsmann von auto-geil.de eingefangen, der auf einer Pressefahrt mit dem „G“ unterwegs war.

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Dieser Artikel wurde von geschrieben. In diesem Blog schreiben Daimler-Mitarbeiter und einige wenige Gastautoren. Unsere Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und schreiben über eigene Eindrücke, Geschichten und ihre persönliche Meinung und geben so Einblicke in den Konzern. Warum wir das machen, finden Sie auf unserer Seite über das Blog.
 

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Was sagen Sie zu diesem Thema? Derzeit 8 Kommentare. Diskutieren Sie mit!

  1. 1. Volker Meyer

    Kommentar vom 06. September 2012 um 11:21

    Nicht schlecht für eine mobile Rampe, aber eine Fahrt mit dem GLK über die Geländestrecke “The Rock” im Werk Bremen ist auch eine tolle Erfahrung. Kann ich nur empfehlen, mal mitzumachen. Man´glaubt ger nicht, dass ein GLK (mit Offroad-Paket) auch fürs Grobe gemacht ist…

    Antwort

  2. 2. Marc J. Christiansen

    Kommentar vom 06. September 2012 um 11:38

    Sehr schöner Beitrag!
    Gerade für für jemanden wie mich, der nicht eben aus Köln dafür anreisen kann – leider!

    Antwort

  3. 3. Volkan Batur

    Kommentar vom 06. September 2012 um 14:34

    Schöner Beitrag und klasse Video.

    Antwort

  4. 4. Straßenkenner

    Kommentar vom 07. September 2012 um 06:23

    Es gibt noch Steilere Straßen :
    Die „Alte Jenesien Straße“ ist eine der steilsten Straße in Südtirol und
    führt mit durchschnittlich 22% Steigung – die Maxima liegt bei 30% –
    von Bozen aus auf den Spaten.
    Eine noch steilere Variante bietet der Rafensteiner Weg (Via Rafenstein),
    der durch die Weinberge unterhalb von Grumenbichl zur Schloßruine Rafenstein
    (692 m s.l.m. / Die Ruine selbst ist nicht gesichert und kann nicht besichtigt werden)
    hinaufführt und kurz danach auf die Afinger Straße (Via Avigna) trifft.
    Im unteren Teil steigt der – größtenteils im schlechten Zustand befindliche – Weg
    mit 33% empor und bietet auf kaum 2 Meter Breite
    fast keine Ausweichmöglichkeiten zwischen den Mauern.
    Nur für erfahrene Bergfahrer zu empfehlen!

    Antwort

  5. 5. rgaadt

    Kommentar vom 10. September 2012 um 15:13

    Sind 33% Steigung/Gefälle jetzt mehr als 100%?

    Antwort

    Antwort von Michael Sehn am 10. September 2012 um 15:30:

    Die Angabe der Steigung gibt das Verhältnis der Strecke in der Ebene und der Höhe am Ende an. (Steigungsverhältnis p in Prozent = Höhe x100 / Strecke; wer mag kann den Winkel über tangens ausrechnen)
    Beispiel: nach 100m ist die Höhe 10m = 10% Steigung
    nach 100m ist die Höhe 100m = 100% Steigung, was einem Winkel von 45° entspricht.

    Antwort

  6. 6. Michael Sehn

    Kommentar vom 10. September 2012 um 15:24

    Sehr beeindruckend, mir wird vom Zuschauen schon schwindelig!
    Fantastisch, was unsere Autos können!

    Antwort

  7. 7. Ener-G-Force – sieht so das nächste G-Modell aus? - 1300ccm.de

    Pingback vom 18. November 2012 um 07:20

    [...] Road-Tripper Camillo Pfeil bestätigte vor ein paar Wochen die Geländegängigkeit des G-Modells. Doch bei aller Überlegenheit im eigentlichen Aufgabengebiet, die Zeit der Langläufer neigt sich auch bei den Geländewagen langsam dem Ende zu. Die veränderten Anforderungen an die passive und aktive Sicherheit sind mit den kantigen Karosserieformen kaum noch zu erfüllen. Insbesondere beim gesetzlich geforderten Fußgängerschutz haben die Geländewagen ein Problem. Land Rover, dessen Defender ebenfalls noch ein echtes Urvieh ist, bezieht daher die Fans bereits seit mehr als einem Jahr in die Entwicklung des für 2015 angekündigten neuen Defender ein. [...]

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