DigitalLife@Daimler: Open Space Vol. 2!

In den Kommentaren fragte Martin letztes Jahr zu Recht, wie man denn nun eigentlich die Ideen zu DigitalLife@Daimler im Tagesgeschäft realisiert und welche Pilotprojekte schon umgesetzt wurden? Um ebendies zu erfahren, machte ich mich Ende Oktober zusammen mit hundert anderen Kollegen aus allen möglichen Bereichen und Hierarchien auf den Weg zum Waldheim in Möhringen.

Querfeldein über zugefrorene Feldwege (Hoppla! Schnee?!) sollte hier etwas abseits und in Daimler untypischer Atmosphäre die zweite Open Space Veranstaltung stattfinden.

Nach kurzem Verweilen am Frühstücksbuffet, begleitet von Popmusik, macht das DigitalLife Gründungsteam den Anfang mit einem Interview und ließ die letzten 12 Monate Revue passieren. Dieser Appetizer machte hungrig auf mehr! So hatte jeder im Anschluss die Gelegenheit, sich an zahlreichen Themeninseln näher über einzelne DigitalLife Projekte zu informieren. Welche Vorteile etwa durch digitale Medien vernetzte Verkäufer in China haben oder welchen neuen Stand es bei moovel gibt. Und man stellte fest, DigitalLife, ein Wort welches man beliebig mit Inhalten, Ideen, Projekten, Kapa & Budget füllen kann, hat in den vergangenen 12 Monaten deutlich an Kontur gewonnen.

Doch nicht nur News und Input standen auf der Agenda. Auch eigener Output war gefragt. So hieß es im Kreise der Kollegen kurz innezuhalten, die Gedanken zu ordnen und spontan Themen zu benennen, welche man selbst mit jedem der Lust hatte am Nachmittag für 1 h diskutieren wollte. Also fix ein Thema aufgeschrieben, kurz vor dem Plenum erklärt und an die Wand gepinnt, mit dem Hinweis wo und wann diskutiert wird. Schnell waren die Themen und somit die Agenda für den Nachmittag zusammen und dann gings auch schon los zur ersten Diskussion: „ Wie können wir Mitarbeiter durch intelligente Tools stärker vernetzten?“ Also auf die Plätze, fertig, los! Mitdiskutiert, Ideen gesammelt und dann weiter, hop hop zum nächsten Thema: „Crowdsourcing – Chancen, Risiken, Umsetzungsideen.“ Es galt, wie auch schon beim Open Space im letzten Jahr das Gesetz der Füße: Fand man ein Thema gut, blieb man und diskutierte mit, war alles gesagt, zog man weiter zum nächsten Thema. Dabei war sicherlich der ein oder andere langzeitmeetingerfahrene Daimler-Mitarbeiter überrascht, wie intensiv man in so kurzer Zeit ein Thema bearbeiten kann.

Nach zwei Diskussionsrunden als Teilnehmer wurde es am späten Nachmittag nun langsam Zeit, die eigene Themeninsel aufzubauen. Noch schnell die halbleeren Colaflaschen und den Proviant der Vorredner weggeräumt und dann warten. Ob die Crowd tatsächlich „Bock darauf hat“, das eigene Thema zu diskutieren? Warten. Flipchart vorbereiten. Warten. Juhu! Eine Person. Und dann noch zwei, drei, vier, fünf  engagierter Mitstreiter haben sich tatsächlich eingefunden – Ladies & Gentlemen, die Diskussionsrunde kann beginnen! Als erstes Brainstorming, was fällt uns ad hoc zu Digitaler Kultur ein und dann, schon etwas strukturierter und nach Themen geclustert, was sind denn unsere konkreten Vorschläge, welche Aspekte sollte man nocheinmal untersuchen und was fordern wir vom Management, um Digitale Kultur bei Daimler zu fördern? Nach zwanzig Minuten hitziger Diskussion, zu der sich zum Abschluss auch Dieter Zetsche dazugesellte, hieß es „Zusammenbauen und Dokumentieren des Gesagten“. Der ein oder andere hätte sich hierfür postmoderne Unterstützung gewünscht: Es soll ja digitale Flipcharts geben, die ein Abfotografieren oder Abschreiben obsolet machen. ;-)

In geselliger Runde wurden zum Abschluss Themen und Ergebnisse der Diskussion kurz und knapp vorgestellt. Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen, nach einem vollgepackten Tag mit vielen spannenden Ideen und interessanten Gesprächen.  Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, den Open Space Vol. 3!

Die letzten 5 Kommentare

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