Gastbeitrag: Unterwegs in Kanada in der neuen S-Klasse

„Manchmal treibt einen die Freundlichkeit der Kanadier in den Wahnsinn“ erklärte uns John, der Shuttlefahrer, der uns vom Toronto Pearson International Airport zur Fahrvorstellung der neuen S-Klasse in ein Hotel in der Innenstadt brachte. John ist Kanadier mit deutschen Wurzeln, dürfte daher beide Seiten kennen. Was genau er damit meinte, ahnte ich. Aber auch am Ende des Aufenthalts, nach Stunde 54 in Kanada, freute ich mich noch immer über die gute Laune der Menschen, die immer ein Lächeln auf den Lippen hatten und uns stets „happily“ halfen.

Ich hatte die Gelegenheit, die neue S-Klasse während der Fahrvorstellung in Toronto kennen zu lernen. Der Wagen hatte für genug Schreibstoff in den letzten Monaten gesorgt, jetzt galt es, ihn einmal zu fahren. Ich kam als Reisebloggerin mit nach Kanada und legte einige hundert Kilometer in der neuen S-Klasse zurück.

Gespannt nahm ich also nach einer ordentlichen Mütze Schlaf den Schlüssel zu einem so gut wie vollausgestatteten S 500 entgegen. Einen Tag später den für einen S 350 Bluetec und rollte vom Hotelparkplatz runter, durch Toronto hindurch und hinaus auf den Highway. Das Ziel: Muskoka Lake. Mich faszinieren Autofahrten durch fremde Großstädte. Vor allem, wenn Sie in Nordamerika liegen. Es gibt so furchtbar viel zu entdecken, niemand kommt auf die Idee zu hupen oder zu drängeln und man kann gelassen den Ansagen des Navigationssystems vertrauen.

Eher öde war der Highway, auf dem wir lange Zeit fuhren. Die kanadische Landschaft hatte ich mir irgendwie spektakulärer vorgestellt, dieser Teil der Strecke in Ontario war es nicht. Aber wenn man frisch von einem Roadtrip durch Norwegen zurück kommt, dann ist man landschaftlich vielleicht ein Stück weit verwöhnt.

Die 455 PS des V8 Motors entpuppten sich schnell als Fluch und Segen zugleich: einmal kurz das Gaspedal berührt, schon hatte ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit samt Toleranz ausgereizt. Dabei würde ich doch so gern einmal… Aber dank der auf überdimensional großen Schildern angedrohten Strafen für ‚Speeding‘ in Höhe von etwa 10.000 $ widerstand ich. Und so cruisten wir bei relaxten 100 km/h höchstens fast geräuschlos über den langen Highway, genossen die Landschaft, testeten einige der zahllosen Features und lauschten dem Klang der Anlage, des Burmester High-End 3D Surround Soundsystem. Wow! Ich werde nie wieder in einem Auto Musik hören können ohne an diesen Klang zurückdenken zu müssen.

An diesem Wochenende sollte ich aber natürlich nicht nur landschaftlich und menschlich neue Eindrücke gewinnen. Sondern auch in Sachen Flaggschiff. Lernte in der Rush Hour in Toronto den Stop and Go Assistenten zu schätzen, auf den unebeneren Straßen die Magic Body Control, die super bequemen Sitze vor allem hinten das Kopfkissen, das ich am liebsten auch am Fahrersitz montiert hätte. Auch wenn ich nur einen Bruchteil der Features ausprobieren konnte – ja, mit diesem Wagen wäre ich gerne quer durch Kanada gefahren.

Am zweiten Tag machte ich mich in einem  S 350 Bluetec auf den Weg, die vermeintlich längste Straße der Welt zu finden. Während Teymur Madjederey den Blick hinter die Kulissen des Events zeigt, trafen Marc Christiansen und Johannes Schlörb, die Jungs von 5komma6, Gorden Wagener zum Videointerview. Jens Stratmann setzte sich mit dem Thema S-Klasse als mobiles Büro auseinander, Jan Gleitsmann schrieb über seine Probefahrt nach Honey Harbour, Thomas Frankenstein über Germanys next Topmodel und Don Dahlmann liebte die Canada Roads ebenso wie ich und Mario Roman fuhr auf der Suche nach einem Mountie bis zu den Niagarafällen.

Am Ende reichte die Länge des Aufenthaltes in Kanada zwar nicht aus für einen ordentlichen Jetlag, aber für einen Kopf voller Impressionen. Auch wenn der Wagen für mich einfach die neue S-Klasse ist, für andere ist er ‚das Beste Auto der Welt‘.

Über die Autorin:
Heike Kaufhold arbeitet seit mehr als 10 Jahren als TV-Journalistin in Köln. In ihrem erfolgreichen Reiseblog Köln Format, den sie seit 2011 betreibt, verbindet sie die Themen Reise, Auto und Fotografie.
Sie ist Gründungsmitglied des Reiseblogger Kollektivs, das sich für Standards in der Zusammenarbeit zwischen touristischen Unternehmen und Bloggern einsetzt.

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