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	<title>Daimler-Blog: Einblicke in einen Konzern &#187; Ali Ayhan</title>
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		<title>Meine Erfolgsgeschichte: Reaktionen und ungeahnte Auswirkungen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 06:45:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali Ayhan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einstieg & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist jetzt schon eine Weile her seit ich, „Meine Erfolgsgeschichte beim Daimler“ erz&#228;hlt habe. Nun m&#246;chte ich &#252;ber die Auswirkungen, die dieser Beitrag ausgel&#246;st hat berichten.
Angefangen von den unz&#228;hligen positiven Kommentaren der Leser auf meinen Beitrag. Das freute mich sehr und zugleich best&#228;tigte es, dass meine Geschichte wieder Erwarten auf ein gro&#223;es Interesse gesto&#223;en [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist jetzt schon eine Weile her seit ich, „<a title="Meine pers&#246;nliche Erfolgsgeschichte" href="http://blog.daimler.de/2009/01/20/meine-persoenliche-erfolgsgeschichte-beim-daimler/" target="_blank">Meine Erfolgsgeschichte beim Daimler</a>“ erz&#228;hlt habe. Nun m&#246;chte ich &#252;ber die Auswirkungen, die dieser Beitrag ausgel&#246;st hat berichten.</p>
<p>Angefangen von den unz&#228;hligen positiven Kommentaren der Leser auf meinen Beitrag. Das freute mich sehr und zugleich best&#228;tigte es, dass meine Geschichte wieder Erwarten auf ein gro&#223;es Interesse gesto&#223;en ist. Einige Kollegen haben mich auch schon mal am Aufzug oder in der Kantine darauf angesprochen, ob ich nicht &#8220;der vom Daimler-Blog&#8221; sei?<br />
<span id="more-856"></span>Was mich auch sehr freute war, dass viele Leser durch meinen Beitrag motiviert worden sind, um eine angefangene Weiterbildung zu Ende zu bringen. Diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem Weiterbildungsgedanken gespielt hatten, wurden m&#246;glicherweise angeregt, eine solche anzustreben. Nun wie gesagt es kamen wirklich viele und das &#252;berraschende f&#252;r mich, nur positive R&#252;ckmeldungen, sei es &#252;ber die Kommentarfunktion im Blog oder auch direkt an mich per E-Mail.</p>
<p>Hier einige Beispiele:</p>
<ul>
<li> „Hallo Herr Ali Ayhan! Respekt vor Ihrer pers&#246;nlichen Erfolgsgeschichte! Ich w&#252;nsche Ihnen weiterhin viel Erfolg in dem was Sie tun. Ihre Geschichte hat mich motiviert, mein Ziel weiterhin mit viel Eifer zu verfolgen.&#8221;</li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Bernd Schmitz" href="http://www.bernd-schmitz.net/blog/index.php/person/" target="_blank">Bernd Schmitz</a> schrieb im <a title="Kommentar" href="http://blog.daimler.de/2009/01/20/meine-persoenliche-erfolgsgeschichte-beim-daimler/#comment-5538" target="_blank">Kommentarfeld</a>: &#8220;Respekt f&#252;r diesen ehrlichen und authentischen Beitrag. Und viel Erfolg f&#252;r Ihre Zukunft.&#8221;</li>
</ul>
<ul>
<li>und er <a title="Tweet Bernd Schmitz" href="http://twitter.com/schmitz/statuses/1347364687" target="_blank">twitterte</a>: Wenn es einen Grammy f&#252;r den besten Blogbeitrag/Schreiber g&#228;be. Ich w&#252;rde Ali Ayhan nominieren! #daimler #daimlerblog <a title="http://bit.ly/eAg4j" href="http://bit.ly/eAg4j" target="_blank">http://bit.ly/eAg4 </a></li>
</ul>
<ul>
<li> Salih Yilmaz: &#8220;Diese drei Geschichten haben mich wirklich sehr beeindruckt. Sie zeigen uns das man mit Flei&#223;, Disziplin und Geduld es bis nach oben schaffen kann. Egal ob man jetzt vom Band kommt oder sonst wo arbeitet. Ich gratuliere dir von ganzen Herzen Ali Abi und hoffe das ich irgendwann auch mal wie du meine Erfolgsgeschichte hier schreiben kann und somit auch junge Mitarbeiter motivieren werde, sowie du es im Moment getan hast. Viel Erfolg weiterhin.&#8221;</li>
</ul>
<ul>
<li> <a title="Kommentar" href="http://blog.daimler.de/2009/01/21/meine-persoenliche-erfolgsgeschichte-beim-daimler-teil-ii/#comment-5567" target="_blank">Thomas Schulze</a>: &#8220;Das sind doch mal tolle Erfolgsgeschichten, so richtig hochgedient mit Fleiss, Engagement und Power- Super, werden wir mal unseren Youngsters als Link zur Verf&#252;gung stellen, damit die wissen, was alles m&#246;glich ist.&#8221;</li>
</ul>
<p>Au&#223;er dem positiven Feedback sind dann auch noch ganz andere Leute auf mich aufmerksam geworden, da w&#228;re zum einen Herr Nejdet Niflioglu Vorstand vom DAIMLER T&#220;RK TREFF (<a title="Daimler T&#252;rk Treff" href="http://www.dc-tt.de/" target="_blank">http://www.dc-tt.de/</a>), der den Beitrag gelesen und mich daraufhin angerufen und gratuliert hat. Er meinte, das w&#228;re eine Geschichte die man auch beim DTT verfolgt h&#228;tte und die zudem einen Beitrag im Hinblick auf die Aus- und Weiterbildung ausl&#228;ndischer Jugendlicher leisten k&#246;nnte. Es dauerte nicht lange und Herr Niflioglu meldete sich erneut bei mir. Er hatte eine Anfrage vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten, das in Zusammenarbeit mit der <a title="Wikipedia - UNESCO" href="http://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO" target="_blank">UNESCO </a>an folgendem Projekt arbeitete: „Innovative Instrumente zur Entgegnung des Fachkr&#228;ftemangels – Erschlie&#223;ung des Humankapitals bei Personen mit Migrationshintergrund mit Hilfe des t&#252;rkischen Fernsehens“. Hierzu waren Interviews mit Personen, die verschiedene Ausbildungswege eingeschlagen hatten vorgesehen:</p>
<ul>
<li> Zum einen der klassische Weg: Schule –Studium- Beruf</li>
<li> Zum anderen &#252;ber den 2. Bildungsweg zum erw&#252;nschten Beruf. So wie es bei mir der Fall war.</li>
</ul>
<p>Ich brauchte nicht lange &#252;ber dieses Angebot nachzudenken, denn es war eine gute Sache und ich erkl&#228;rte mich spontan bereit bei der Reportage bzw. dem Interview mitzuwirken. Kurz nachdem ich dann zugesagt hatte, &#252;berkam mich eine Art von Nervosit&#228;t bzw. Lampenfieber, wenn ich daran dachte vor laufenden Kameras aufgenommen zu werden. Aber das war wieder eine Art von Herausforderung, der ich mich gerne stellen wollte.  Mein Problem war, dass das Interview komplett auf t&#252;rkisch stattfinden sollte. Genau das machte mich ein bisschen nerv&#246;s, denn ich vertraue meinen Deutschk&#252;nsten mehr als den t&#252;rkischen :-).<br />
Vorbereitung ist alles dachte ich mir und begann, nachdem ich den Fragenkatalog bekommen hatte mit dem Entwurf meiner Antworten.</p>
<p>Ich informierte meinen Chef &#252;ber das Projekt, denn der Dreh sollte in M&#246;hringen an meinem Arbeitsplatz im B&#252;ro, im B&#252;rokomplex, sowie auch in den Au&#223;enanlagen stattfinden. Der fand mein Engagement toll und gab mir ohne lange zu &#252;berlegen gr&#252;nes Licht. Nun mussten von der Kommunikationsabteilung noch Genehmigungen f&#252;r Film und Fotoaufnahmen eingeholt werden.<br />
Am 23. April 2009 stand dann das Drehteam bereit. Ich hatte noch am Abend zuvor mit meiner Schwester in der T&#252;rkei telefoniert, bei der ich mir noch einige Tipps und Tricks auf t&#252;rkisch geholt habe. Ich war schon ein bisschen nerv&#246;s, muss ich zugeben.<br />
Aber die Betreuung durch unsere Kommunikationsabteilung sowie durch das Drehteam des Zentrum f&#252;r Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) war einfach Spitze. Um es mal in einfachen S&#228;tzen zu formulieren: die waren so locker drauf, dass ich nach kurzer Zeit meine Nervosit&#228;t ablegte und dann nach ca. 10 min Eingew&#246;hnungszeit, locker flockig drauflos plauderte. Mit dem Ergebnis waren am Ende alle sehr zufrieden. Au&#223;er mir wurden noch 3 weitere t&#252;rkischst&#228;mmige Kollegen interviewt.<br />
Die Drehs sind jetzt alle abgeschlossen, m&#252;ssen geschnitten und bearbeitet und uns zur Besichtigung vorgelegt werden. Wenn dann das OK vom Bundeswirtschaftsministerium da ist, wird es im t&#252;rkischen Fernsehen in den folgenden Kan&#228;len ausgestrahlt:</p>
<ul>
<li> TGRT EU</li>
<li> FOXT&#220;RK</li>
<li> und evtl.TRT Int.</li>
</ul>
<p>Jeweils auf t&#252;rkisch, aber mit deutschem Untertitel. Also sobald ich die genauen Termine habe werde ich sie hier noch mal bekannt geben und jeder den es interessiert kann ja mal reinschauen. Auch die Kollegen, die kein t&#252;rkisch sprechen, aber deutsch lesen k&#246;nnen :-).</p>
<p><img class="size-medium wp-image-3978 alignleft" title="Einladung" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/06/Einladung_Vorschau-300x230.jpg" alt="Einladung" width="300" height="230" />Wer jetzt denkt das war es  der hat sich get&#228;uscht. So wie ich auch!!! Es vergingen kaum ein paar Tage da bekam ich eine Einladung vom T&#252;rkischen Generalkonsulat in Stuttgart zu einem Symposium mit anschlie&#223;ender Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung findet unter dem Namen MAB statt, was f&#252;r Meslek Altin Bileziktir steht. Das ist ein altes t&#252;rkisches Sprichwort was soviel bedeutet wie „Beruf ist ein goldenes Armband“.<em> </em></p>
<p><em>Hier als PDF:</em><a title="Einladung MAB PDF" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/06/EINLADUNG.pdf" target="_blank"> Einladung MAB</a></p>
<p>Auch hier darf ich aktiv an der Diskussion mitwirken und von meinen  Erfahrungen berichten, die ich mittlerweile gemacht habe. Ich habe gerne zugesagt, weil ich denke, dass das ein wichtiges Thema hier in Deutschland ist. Gerade eine gute Ausbildung ausl&#228;ndischer Jugendlicher tr&#228;gt einen erheblichen Anteil zur Integration bei. Denn wenn man von Anfang wegen einer nichtvorhandenen beruflichen Bildung im Abseits steht, kann man kein wirkliches Dazugeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl entwickeln. Und das ist wie Gift f&#252;r eine Integration.</p>
<p>Wenn wir schon dabei sind: Ich habe dann auch noch eine Einladung f&#252;r die <a title="Deutsche Weiterbildungstage" href="http://www.fortbildung-bw.de/Arbeitsgemeinschaft/stuttgart/30_veranstaltungen/index.php?lvl=3096" target="_blank">Deutschen Weiterbildungstage am 04. Juli 2009 in Stuttgart</a> erhalten. Die Anfrage kam erneut &#252;ber Herr Niflioglu vom DTT zu mir. Selbstverst&#228;ndlich habe ich auch hier meine Zusage gegeben. Ich dachte da bleib ich dann wenigstens in &#220;bung :-). Bei den Deutschen Weiterbildungstagen handelt es sich um eine zweit&#228;gige Messe, auf der Bildungstr&#228;ger ihr Angebot vorstellen. Des Weiteren finden Fachvortr&#228;ge, Workshops und Podiumsdiskussionen statt. Dieses Jahr soll ein Schwerpunktthema die &#8220;Weiterbildung f&#252;r Personen mit Migrationshintergrund&#8221;/Interkulturalit&#228;t sein. Es ist eine Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern vorgesehen:</p>
<ul>
<li>Integrationsbeauftragte der Stadt Stuttgart</li>
<li>Vertreter des Deutsch-T&#252;rkischen Forums</li>
<li>Personen mit Migrationshintergrund, die durch berufliche Weiterbildung erfolgreich in Arbeit sind (da w&#228;re ich dann mit dabei)</li>
<li>Personen, die gerade eine berufliche Weiterbildung machen.</li>
</ul>
<p>Fragestellungen werden sein: Welche Probleme/Schwierigkeiten gibt es? Was f&#252;r L&#246;sungen sind angebracht?</p>
<p>Ich h&#228;tte nie im Leben daran gedacht, dass mein Beitrag im Daimler-Blog solche Auswirkungen haben w&#252;rde. Aber daraus kann man erkennen dass der Daimler–Blog auch au&#223;erhalb unserer Firma Beachtung findet und gelesen wird.</p>
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		<title>Meine pers&#246;nliche Erfolgsgeschichte „beim Daimler“ &#8211; Teil III</title>
		<link>http://blog.daimler.de/2009/01/23/meine-persoenliche-erfolgsgeschichte-beim-daimler-teil-iii/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 08:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali Ayhan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einstieg & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[E-Klasse]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil III: Von der Abendschule zum Assessment Center und weg vom Band
Der Entschluss zum beruflichen Umsatteln war gefasst, ich musste nur noch die Genehmigung von meiner damaligen Meisterin einholen. Warum? Sie musste mich ja in der Sp&#228;tschicht einmal die Woche f&#252;r die Schule freistellen. Ich informierte meine Meisterin, die auch sofort zusagte und es ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil III: Von der Abendschule zum Assessment Center und weg vom Band</strong></p>
<p>Der <a title="Daimler-Blog: Meine Erfolgsgeschichte Teil 2" href="http://blog.daimler.de/2009/01/21/meine-persoenliche-erfolgsgeschichte-beim-daimler-teil-ii/" target="_blank">Entschluss zum beruflichen Umsatteln war gefasst</a>, ich musste nur noch die Genehmigung von meiner damaligen Meisterin einholen. Warum? Sie musste mich ja in der Sp&#228;tschicht einmal die Woche f&#252;r die Schule freistellen. Ich informierte meine Meisterin, die auch sofort zusagte und es ganz toll fand, dass ich mich weiterbilden wollte. Daraufhin meldete ich mich gleich auf der Schule an und die neue Schulzeit konnte beginnen.</p>
<p><span id="more-687"></span>Ich hatte am Anfang Bedenken, dass ich nach jahrelanger Abstinenz von der Schule Schwierigkeiten bekommen w&#252;rde beim Lernen, aber das Gegenteil war der Fall und es fiel mir relativ leicht. Die Schule hatte begonnen und es f&#228;delte sich so langsam ein. In der Fr&#252;hschicht war es kein Problem mit der Schule, weil die ja erst ab 16:00 Uhr (also nach der Schicht) begann. Aber in der Sp&#228;tschicht stellte es sich zunehmend als Problem dar, den Unterricht zu besuchen. Denn in der Produktion gibt es ein Ph&#228;nomen: es sind nie gen&#252;gend Leute da, auch wenn man st&#228;ndig vom Meister gesagt bekommt, dass wir zu viele Leute h&#228;tten.</p>
<p>So gestalteten sich meine Schulbesuche als st&#228;ndiger Stressfaktor, weil ich vorher nie wusste „klappt es in dieser Sp&#228;tschichtwoche?“. Ich wurde immer erst am selben Tag dar&#252;ber informiert, ob ich gehen konnte oder nicht. Au&#223;erdem brachte es Unruhe in die Gruppe, weil die Leute ja meine Arbeit mitmachen mussten. Es gestaltete sich auch immer schwerer einen reibungslosen Abgang in die Schule hinzubekommen. Ich denke die Umst&#228;nde die in der Montage herrschen machten es meiner Meisterin nicht leicht. Aber ich denke auch, durch bessere Planung w&#228;re viel Stress vermieden worden.</p>
<p>Wie dem auch sei die 3,5 Jahre vergingen (mittlerweile hatte ich schon 2 neue Meister) und die Pr&#252;fung stand vor der T&#252;r. Wir hatten uns in einer Lerngemeinschaft intensiv darauf vorbereitet und ich wollte nat&#252;rlich unbedingt die letzte Pr&#252;fung, so wie die 2 vorangegangenen Pr&#252;fungen, gleich beim ersten Mal bestehen. Ich will nicht lange drumherumreden: ich bestand die Pr&#252;fung und die Freude war nat&#252;rlich riesig, vor allem als dann sp&#228;ter noch der Meisterbrief vor mir lag. Ich hatte es geschafft, auch wenn es manchmal ziemlich z&#228;h war. Meine Motivation war es, wegzukommen von der taktgebundenen Arbeit. Immer wenn ich mal keine so richtige Lust auf Schule hatte, hielt ich mir das vor Augen und es half jedes Mal.</p>
<p>Die 1. gro&#223;e H&#252;rde hatte ich geschafft: ich hatte meinen Meistertitel. Doch wer jetzt denkt mir fiel deshalb alles in den Scho&#223;, der hat sich gewaltig get&#228;uscht. Auch war es nicht so, dass ich nicht mehr am Band arbeiten musste. Es hatte sich eigentlich nicht viel zu vorher ver&#228;ndert &#8211; nein es wird einem nichts geschenkt, man muss st&#228;ndig selber hinterher sein. Ich habe meine Vorgesetzten nicht in Ruhe gelassen. Ich wollte immer Sonderaufgaben haben um mich zu beweisen. Und so kam es, dass ich ab und an kleinere Sonderaufgaben von meinem Meister aufgetragen bekam und die relativ leicht und selbst&#228;ndig erledigen konnte. Das fiel nat&#252;rlich auch dem Meister auf und so durfte ich dann auch 6 Wochen Urlaubsvertretung f&#252;r unseren Meisterstellvertreter machen.</p>
<p>Ich nahm nat&#252;rlich jede Sonderaufgabe dankend an, denn das waren ja die ersten Schritte weg von der Linie und vom Band. Dementsprechend enthusiastisch und voller Tatendrang ging ich auch meine Arbeit an und versuchte alles so gut und so schnell wie m&#246;glich abzuarbeiten. Ich lernte dabei auch ziemlich viel, bekam die Sicht aus einer anderen Perspektive, bekam viel mehr Hintergrundabl&#228;ufe mit und denke, dass ich zu der Zeit viele Erfahrungen sammeln konnte. Mein Meister war sehr zufrieden mit meiner Leistung, wie er mir in einem Feedback-Gespr&#228;ch mitteilte und sagte mir seine Unterst&#252;tzung f&#252;r meinen weiteren Werdegang zu. Das war nat&#252;rlich ein sch&#246;nes Gef&#252;hl diese Worte vom Meister zu h&#246;ren.</p>
<p>Der n&#228;chste Schritt w&#228;re demnach das Meister AC und die darauf folgenden MEP Stationen gewesen. (Zur Erkl&#228;rung: Meister AC ist die Abk&#252;rzung f&#252;r Assessment Center, dort werden deine F&#228;higkeiten nochmals intern von verschiedenen F&#252;hrungskr&#228;ften in Form einer Pr&#228;sentation und Rollenspielen gepr&#252;ft. MEP bedeutet Meister Entwicklungs- Programm dort werden 3 Stationen in verschiedenen Meistereien durchlaufen in denen man dann sein Praxiswissen anwenden darf und soll. Auch das wird dann von den jeweiligen Meistern einer Bewertung unterzogen.)</p>
<p>Doch bevor es soweit kam musste ich mich in einer Sonderaufgabe beweisen. Zu diesem Zeitpunkt kam die neue Baureihe W 212 der E-Klasse ins Spiel. Es wurden noch Abordnungen f&#252;r die Anlauffabrik gesucht und zwar f&#252;r die <a title="Wikipedia: Nullserie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nullserie" target="_blank">Nullserie</a> des W 212. Nun kam es, dass ich von meinem Meister in die Anlauffabrik geschickt wurde. Die Arbeit und die Erfahrungen dort sollten als Sonderaufgabe f&#252;r mich bewertet werden.</p>
<p><a title="E-Klasse W212" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/e-klasse.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/e-klasse.jpg','E-Klasse W212',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/e-klasse.thumbnail.jpg" alt="E-Klasse W212" /></a></p>
<p>Aber das Leben h&#228;lt ja so manche &#220;berraschungen f&#252;r einen bereit und auch hier kamen die Dinge ganz anders als gedacht. Die Arbeit in der Anlauffabrik war super interessant: man konnte an einem Projekt mitarbeiten, das noch im Anfangsstadium steht und absolut geheim ist, und seine eigenen Erfahrungen miteinbringen. So macht die Arbeit Spa&#223;! F&#252;r mich war das eine GANZ ANDERE WELT. Ich hatte das so vorher noch nie gesehen und war total beeindruckt. Um so l&#228;nger ich dort oben war, umso mehr festigte sich bei mir der Gedanke, dass ich weg wollte und zwar weg von der Produktion. Vorher dachte ich, Meister zu sein w&#228;re der beste Job beim Daimler, aber ich hatte mich get&#228;uscht. Ich fand es gab andere Jobs die mich noch mehr reizten und so begann ich mich auf Sachbearbeiterstellen zu bewerben. Ich wollte teilnehmen an der Entwicklung, Betreuung von Umf&#228;ngen etc. Ich durchsuchte die Stellenangebote und bewarb mich dort, wo ich dachte, dass es f&#252;r mich in Frage k&#228;me.</p>
<p>Lange Rede kurzer Sinn, es kam der Tag an dem ein Personaler meine Bewerbung gelesen und f&#252;r interessant befunden hatte. Kurz darauf bekam ich einen Anruf ob ich denn Zeit f&#252;r ein Vorstellungsgespr&#228;ch h&#228;tte. „Aber NAT&#220;RLICH“ dachte ich und wir vereinbarten einen Termin. Das Gespr&#228;ch ist super gelaufen. Meine Ausbildung zum Karosseriebauer war sehr hilfreich, weil ich in dem neuen Job mit dem Rohbau also der Karosserie zu tun habe, und meine Weiterbildung zum Industriemeister Metall war Voraussetzung, dass ich &#252;berhaupt in die engere Auswahl gekommen bin. Und das wichtigste ist: man muss es wollen. Der Mensch der einem gegen&#252;ber sitzt muss das richtig sp&#252;ren. Man muss ehrlich sein und sollte die entsprechende Motivation mitbringen &#8211; dann klappt es.</p>
<p>Seit dem 01.09.2008 bin ich in meiner neuen Funktion t&#228;tig. Ich sitze in meinem B&#252;ro in M&#246;hringen und bin im Produktmanagement f&#252;r die Teiletechnik besch&#228;ftigt. Ich betreue alle ausgelaufenen Baureihen weltweit. Die Arbeit macht Spa&#223;, ist hochinteressant und f&#252;r mich noch wie eine andere Welt &#8211; nein Universum ist besser ausgedr&#252;ckt :-). Ich bin wirklich sehr gl&#252;cklich und hochzufrieden. Aber eins will ich auch nicht missen: die Erfahrungen und die Freundschaften die ich in der Produktion gemacht habe sind f&#252;r mich von unsch&#228;tzbarem Wert.</p>
<p>Mit meiner pers&#246;nlichen Geschichte wollte ich einfach andere Leute/Kollegen teilhaben lassen an dem, was alles m&#246;glich ist. Nat&#252;rlich spielen viele Faktoren eine gro&#223;e Rolle, aber wenn man nur will und daran glaubt, denn „Glaube versetzt ja bekanntlich Berge“, kann man es schaffen! Ich war Gott sei Dank, zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatte die richtige Ausbildung.</p>
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		<title>Meine pers&#246;nliche Erfolgsgeschichte „beim Daimler“ &#8211; Teil II</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 15:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali Ayhan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einstieg & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil II:  Achsen, Aggregate und ein Taktproblem 
Nun war ich schon ein ganzes Jahr im Rohbau und hatte mich sehr gut eingelebt. Ich kam mit den Kollegen super klar und war auch sonst ganz zufrieden. Doch wie man es aus vielen Hollywoodfilmen kennt: wenn es zulange gut l&#228;uft, kommt es schlie&#223;lich dicke. Die Baureihe 210 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil II:  Achsen, Aggregate und ein Taktproblem </strong></p>
<p>Nun war ich schon ein ganzes Jahr im Rohbau und hatte mich sehr gut eingelebt. Ich kam mit den Kollegen super klar und war auch sonst ganz zufrieden. Doch wie man es aus vielen Hollywoodfilmen kennt: wenn es zulange gut l&#228;uft, kommt es schlie&#223;lich dicke. Die Baureihe<a title="Wikipedia - W210" href="http://de.wikipedia.org/wiki/W210" target="_blank"> 210 der E-Klasse</a> war kurz vor dem Auslaufen und es musste Personal verschoben werden. Die ersten die in so einem Falle nat&#252;rlich gehen m&#252;ssen sind diejenigen mit Zeitvertrag. Das ist ja an sich nicht weiter schlimm, aber uns kam zu Ohren, dass wir in die Montage mussten.</p>
<p><span id="more-685"></span></p>
<p><a title="C-Klasse-Produktion in Sindelfingen" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/c-klasse-produktion-sindelfingen.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/c-klasse-produktion-sindelfingen.jpg','C-Klasse-Produktion in Sindelfingen',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/c-klasse-produktion-sindelfingen.thumbnail.jpg" alt="C-Klasse-Produktion in Sindelfingen" width="256" height="177" /></a>Es kam wie es kommen musste: wir wurden wieder verteilt und ich hoffte nun, in einen guten Bereich zu kommen. Ich hatte Gl&#252;ck und wir kamen in den Bau 3/10 Vorderachsaufr&#252;stung. Dort haben wir die kompletten Vorderachsen der E- und C- Klasse montiert.</p>
<p>Die Arbeit war gut, es war keine Bandarbeit in dem Sinne und auch mit den neuen Kollegen bin ich recht schnell warm geworden. Wir waren insgesamt 8 Mitarbeiter mit Zeitvertrag. Da gibt es dann eigentlich nur ein Gespr&#228;chsthema: &#8220;<strong>Bekommen wir einen Festvertrag?</strong>&#8221; Das war dann auch das vorherrschende Thema in jeder Pause. Es wurde heftig diskutiert und die Ger&#252;chtek&#252;che kochte fast &#252;ber. Jeden Tag gab es einen der etwas geh&#246;rt haben wollte, dass… usw. das w&#252;rde jetzt zu lange dauern alles zu erl&#228;utern!!!!! Wie dem auch sei, der Tag an dem mein Vertrag auslief kam unaufhaltsam n&#228;her und im Umfeld hatten schon ein paar Zeitarbeitskollegen ihre Festvertr&#228;ge bekommen.</p>
<p>Die Ungewissheit ob man auch einen bekommen w&#252;rde qu&#228;lte einen nicht ganz unbetr&#228;chtlich. Es war einfach keine sch&#246;ne Situation, man konnte keine Planungen f&#252;r die Zukunft machen. Man bekam keinen Kredit bei der Bank als Zeitvertr&#228;gler usw&#8230;</p>
<p>Doch ich m&#246;chte es vorwegnehmen auch ich wurde dann vom Gl&#252;ck gek&#252;sst, und zwar wurden von denn 8 Zeitarbeitern 2 in Festanstellungen &#252;bernommen, einer davon war ich: Ali Ayhan :-) Ich kann meine  Freude hier gar nicht beschreiben, als ich den Arbeitsvertrag unterschrieb. Ich hatte es geschafft &#8211; ich geh&#246;rte jetzt auch zur Stammbelegschaft &#8211; der Vergleich mit einem Jackpot im Lotto kam mir gleich. Kurz darauf folgte mein Sommerurlaub und es war ein toller Urlaub mit einem guten Gef&#252;hl der Sicherheit, die ganzen Tage, Wochen, Monate der Ungewissheit waren Gott sei Dank vorbei.</p>
<p>Gleich nach dem Urlaub wurde meine Freude allerdings ein bisschen getr&#252;bt, denn wir wurden wieder verschoben, getreu dem Motto: die letzten die kommen, sind die ersten die gehen m&#252;ssen. Und diesmal ging es an ein reinrassiges Band und zwar in die Aggregateaufr&#252;stung.</p>
<p>Das „sch&#246;ne Leben“ war dann nat&#252;rlich vorbei. Hier wurde der Taktstock geschwungen und zwar in Form einer gro&#223;en Uhr, die unaufhaltsam die Sekunden, die man zur Verf&#252;gung hatte, auffra&#223;. In den ersten 2 Wochen hatte ich Schwindelgef&#252;hle am Mitfahrband, denn es war f&#252;r mich ungewohnt am Mechrahmen mitzufahren und gleichzeitig zu arbeiten. Mechrahmen wird das Gestell genannt auf dem der komplette Unterbau des Fahrzeugs, sprich Vorder &#8211; und Hinterachse, Auspuffanlage, Motor, Gelenkwelle und Tank aufgelegt wird, bevor es mit der Karosserie  zusammengef&#252;gt wird (Hochzeit). Aber ich lernte dass auch das geht wenn man will! Auch hier gew&#246;hnte ich mich relativ schnell an die Arbeit und an die neuen Kollegen, ich fand viele gute Freunde &#8211; mit vielen von Ihnen treffe ich mich heute noch.</p>
<p>Der Urlaub war vorbei, die Euphorie und die Freude &#252;ber den neuen Vertrag hatte sich mittlerweile auch schon gelegt und in meinem Kopf begann es zu arbeiten. Ich hatte eigentlich erreicht was ich wollte und das war ein Festvertrag bei Daimler. Eigentlich sollte ja alles in Ordnung sein, aber ich war unzufrieden &#8211; unzufrieden mit meiner Arbeit. Am Band zu arbeiten ist nicht jedermanns Sache. Du musst nach Takt arbeiten, du kannst nur zur Toilette wenn du vorher eine Abl&#246;sung anforderst und das kann je nach Person auch mal sehr lange dauern, so dass die Blase ganz sch&#246;n auf die Probe gestellt wird. Sagen wir es mal so, im Gegensatz zu nicht taktgebundener Arbeit ist die Freiheit am Band schon sehr eingeschr&#228;nkt und das war es was mich (als Wassermann der bekannt ist f&#252;r seine Freiheitslieb) am meisten bedr&#252;ckte und mich auch zunehmend unzufriedener machte.</p>
<p>Ich beschloss, dass ich was dagegen unternehmen musste. Aber wir sind ja auf keinem Wunschkonzert und ich konnte ja nicht zum Meister gehen und sagen &#8220;nimm mich bitte raus aus der Linie&#8221;. Also musste es &#252;ber Weiterbildung gehen. Ich machte einen Termin im Bildungszentrum Sindelfingen aus und lie&#223; mich beraten, was f&#252;r Optionen mir denn zur Verf&#252;gung st&#228;nden. Der nette und kompetente Herr schlug mir eine Weiterbildung als Industriemeister oder als Techniker vor. Ich entschloss mich damals f&#252;r den <a title="Wikipedia - Industriemeister" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Industriemeister" target="_blank">Industriemeister </a>- wie gesagt mein Hauptantrieb war, ich wollte meine Arbeitssituation verbessern und das war weg vom Band. Mir ging es dabei erstmal &#252;berhaupt nicht um Geld oder Karriere.</p>
<p><a title="Teil III" href="http://blog.daimler.de/2009/01/23/meine-persoenliche-erfolgsgeschichte-beim-daimler-teil-iii/" target="_blank"><em>Fortsetzung folgt </em></a></p>
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		<title>Meine pers&#246;nliche Erfolgsgeschichte „beim Daimler“</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 07:44:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali Ayhan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einstieg & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil I: Ferienarbeit und Vertragsverl&#228;ngerung 
Hallo erstmal ein paar Infos zu meiner Person. Ich hei&#223;e Ali Ayhan, habe die Mittlere Reife und anschlie&#223;end eine Lehre als Karosserie- und Fahrzeugbauer (extern) absolviert. Ich will hier meine Geschichte beim Daimler erz&#228;hlen, ich dachte, ich m&#252;sse diese Geschichte einfach mit anderen Leuten bzw. Kollegen beim Daimler teilen. Einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil I: Ferienarbeit und Vertragsverl&#228;ngerung </strong></p>
<p>Hallo erstmal ein paar Infos zu meiner Person. Ich hei&#223;e Ali Ayhan, habe die Mittlere Reife und anschlie&#223;end eine Lehre als Karosserie- und Fahrzeugbauer (extern) absolviert. Ich will hier meine Geschichte beim Daimler erz&#228;hlen, ich dachte, ich m&#252;sse diese Geschichte einfach mit anderen Leuten bzw. Kollegen beim Daimler teilen. Einfach als Ansporn oder als eine kleine Kurzgeschichte wie man es auch nennen will.</p>
<p><span id="more-683"></span></p>
<p>Ich habe mich im Jahre 2000 als Ferienarbeiter beim Daimler beworben, ohne gro&#223;e Hoffnung  eigentlich, dass ich eine positive R&#252;ckmeldung bekommen w&#252;rde. Meiner Bewerbung ging eine zweimonatige Arbeitslosigkeit voraus die einer betriebsbedingten K&#252;ndigung meines vorherigen Arbeitgerbers folgte. Nun &#8211; ich wurde am 24.10.2000 zum Vorstellungsgespr&#228;ch nach Sindelfingen eingeladen. In freudiger Erwartung ging ich hin und wurde zusammen mit zirka 60 anderen neuen Kollegen in einem gro&#223;en Saal empfangen und einer kurzen Sicherheitsunterweisung unterzogen.</p>
<p>Nach erfolgter Unterweisung wurden wir nach dem Zufallsprinzip verteilt. Ich hoffte nat&#252;rlich inst&#228;ndig, dass ich eine „Gute Arbeit“ bekommen w&#252;rde. Die Reihen lichteten sich immer weiter und ich war immer noch keinem Bereich zugewiesen worden. Die Meister der verschiedenen Bereiche kamen und nahmen immer wieder ein paar Leute mit. Zum Schluss waren wir noch vier bis f&#252;nf Leute und keiner hatte uns ausgew&#228;hlt &#8211; ich hoffte aber noch immer eine „Gute Arbeit“ zu bekommen. Was letztendlich daraus wurde ist Ansichtssache. Auf jeden Fall wurden wir dem Rohbau zugeteilt, was wie ich von anderen Kollegen h&#246;rte nicht die schlechteste Wahl sei. Der Rohbau ist gegen&#252;ber der Montage das wahre Paradies, hie&#223; es.</p>
<p><a title="Sindelfingen Produktion" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/sindelfingen-produktion.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/sindelfingen-produktion.jpg','Sindelfingen Produktion',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/01/sindelfingen-produktion.thumbnail.jpg" alt="Sindelfingen Produktion" width="256" height="177" /></a>Nun meine Ansichten vom Paradies waren eigentlich ganz anders, als ich das 1. Mal durch die riesige Rohbauhalle gef&#252;hrt wurde und die riesigen Roboterstra&#223;en sah aus denen nach jedem Schwei&#223;vorgang die Funken durch die Luft geschleudert wurden. Ger&#252;che von bei&#223;endem Qualm, hei&#223;e Bleche, der L&#228;rm, die Hitze und die ganzen Kollegen mit den &#196;rmelschonern, Schutzbrillen, Ohrst&#246;pseln in ihren Blaum&#228;nnern  &#8211; da kam mir der Vergleich zum Paradies nicht ganz passend vor.</p>
<p>Wie dem auch sei, mein erster Arbeitstag nahm Gestalt an. Ich wurde einem Paten &#252;bergeben der mich dann auch einlernte. Nach zwei Wochen wollte ich die Firma wieder verlassen &#8211; wenn mir diese Bemerkung gestattet sei. Es war einfach eine monotone Arbeit: st&#228;ndig die gleichen Handgriffe, die gleichen Abl&#228;ufe, ohne Abwechslung stur die Blechteile in die Magazine einlegen.</p>
<p>Die einzige Abwechslung war die st&#252;ndliche Rotation, so dass ich mich Stunde um Stunde vorhangelte, dem Feierabend entgegen. Anders w&#228;re es kaum zu schaffen gewesen, man muss sich immer kleine Rettungsinseln schaffen &#8211; von Station zu Station oder von Pause zu Pause. Wenn man die 8 Stunden am St&#252;ck bew&#228;ltigen will, erscheinen sie einem schier unendlich.</p>
<p>Die Zeit verging trotzdem und mein dreimonatiger Arbeitsvertrag neigte sich dem Ende zu. Mittlerweile hatte ich mich aber an das Gesch&#228;ft &#8211; so monoton es auch war &#8211; und an die Kollegen, mit denen ich viel Spa&#223; hatte, gew&#246;hnt und wollte eigentlich gar nicht mehr gehen, weil es  doch nicht so schlecht war wie ich anfangs dar&#252;ber gedacht hatte. Folglich war die wichtigste Frage, die sich uns Ferienarbeitern fortan stellte, ob es denn eine Verl&#228;ngerung des Vertrages g&#228;be. Nat&#252;rlich l&#246;cherte jeder den Meister damit und er sagte schon jedes Mal standardm&#228;&#223;ig er wisse nichts!!! So ging das etwa bis cirka zwei Wochen vor dem Vertragsende. Ich fragte abermals den Meister ob er denn etwas geh&#246;rt h&#228;tte bez&#252;glich Arbeitsvertragsverl&#228;ngerung und bekam wieder den Standardspruch zu h&#246;ren „Ich wei&#223; nichts“ &#8211; wobei ich f&#252;r den Meister auch ein gewisses Ma&#223; an Verst&#228;ndnis aufbringe, denn wenn dich jeden Tag zehn Leute dasselbe fragen, krieg man ja auch die Krise!</p>
<p>Nun wollte ich mich mit dieser Aussage nicht zufrieden geben und beschloss, selbst im Personalb&#252;ro nachzufragen. Ich lie&#223; mich vom Maschinenf&#252;hrer abl&#246;sen und ging schnurstracks in den Bau 1 ins Personalb&#252;ro zu dem zust&#228;ndigen Personalbetreuer und fragte ob sie meinen Vertrag nicht verl&#228;ngern k&#246;nnten. Die Dame sagte mir dann, „ das OK m&#252;sste vom Meister kommen dann k&#246;nnte sie noch zwei Leute verl&#228;ngern f&#252;r weitere zwei Jahre“. Ich sagte, dass ich  mich drum k&#252;mmern werde und rannte sofort ins Meisterb&#252;ro, um ihn dar&#252;ber zu informieren. Doch die gute Frau hatte in der Zwischenzeit schon bei Ihm angerufen und sich &#252;ber mich informiert. Der Meister gab also sein OK und ich bekam meine zweij&#228;hrige Verl&#228;ngerung &#8211; was mich nat&#252;rlich sehr sehr freute und mich auch stolz machte, denn ich dachte mir: so schlecht ist der Daimler gar nicht und wenn ich schon mal drin bin will ich eigentlich nicht mehr wieder raus.</p>
<p><a title="Teil II" href="http://blog.daimler.de/2009/01/21/meine-persoenliche-erfolgsgeschichte-beim-daimler-teil-ii/"><em>Fortsetzung folgt</em></a></p>
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