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	<title>Daimler-Blog: Einblicke in einen Konzern &#187; Stan Peschel</title>
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		<title>Gottlieb Daimler (IV): Der erste Mercedes</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 08:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Peschel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gottlieb Daimler]]></category>

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		<description><![CDATA[4. und letzter Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler. Bereits erschienen: &#8220;Die fr&#252;hen Jahre – vom B&#252;chsenmacher zum Krisenmanager&#8220;, &#8220;Ein Traum mit 100cm³&#8221; und &#8220;Ein Motor geht in Serie&#8221;.
Nach Gottlieb Daimlers Ausscheiden im Jahre 1894 ist die Daimler-Motoren-Gesellschaft dem Konkurs nahe, als ein englisches Konsortium 1895 unter F&#252;hrung von Frederick Richard Simms [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>4. und letzter Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler. Bereits erschienen: &#8220;<a title="Daimler-Blog: 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler (1)" href="http://blog.daimler.de/2009/03/17/gottlieb-daimler-i-das-leben-eines-grossen-schwaben/" target="_blank">Die fr&#252;hen Jahre – vom B&#252;chsenmacher zum Krisenmanager</a>&#8220;, &#8220;<a title="Daimler-Blog: 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler (3)" href="http://blog.daimler.de/2009/03/18/gottlieb-daimler-ii-ein-traum-mit-100cm/" target="_blank">Ein Traum mit 100cm³</a>&#8221; und <a title="Daimler-Blog: Gottlieb Daimler III" href="http://blog.daimler.de/2009/03/19/gottlieb-daimler-iii-ein-motor-geht-in-serie/" target="_blank">&#8220;Ein Motor geht in Serie&#8221;</a>.</p>
<p>Nach Gottlieb Daimlers Ausscheiden im Jahre 1894 ist die Daimler-Motoren-Gesellschaft dem Konkurs nahe, als ein englisches Konsortium 1895 unter F&#252;hrung von <a title="F. R. Simms" href="http://www.plaquesoflondon.co.uk/page1595.html" target="_blank">Frederick Richard Simms</a> die Lizenzrechte f&#252;r den Ph&#246;nix-Motor mit einer ungew&#246;hnlich hohen Summe erwirbt. Voraussetzung ist, dass die Herren Daimler, Maybach und Linck wieder in ihre alten Rechte und in f&#252;hrende Stellungen eingesetzt werden. Seine Forderungen werden erf&#252;llt.</p>
<p><span id="more-763"></span></p>
<p><a title="Emil Jellinek" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_jellinek.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_jellinek.jpg','Emil Jellinek',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_jellinek.thumbnail.jpg" alt="Emil Jellinek" width="182" height="256" /></a>Die DMG gewinnt dank der nun von Daimler und Maybach energisch vorangetriebenen Verbesserungen und Neukonstruktionen schnell wieder an Boden und gr&#252;ndet in Amerika, &#214;sterreich und England eigene Niederlassungen. Von gr&#246;&#223;ter Bedeutung f&#252;r die DMG ist dabei die Verbindung mit <a title="Emil Jellinek und seine schnellen Autos" href="http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,ACBD921862986395E034080009B14B8F,,,,,,,,,,,,,,,.html" target="_blank">Emil Jellinek</a>. W&#228;re Herr Jellinek nicht ein aufmerksamer Zeitungsleser gewesen, h&#228;tte sich der Entwicklungsprozess der Daimler-Automobile um einiges verz&#246;gert und auch die Automobilmarke „Mercedes“ w&#252;rde es h&#246;chstwahrscheinlich heute nicht geben.</p>
<p>So war es eine gl&#252;ckliche F&#252;gung, als 1896 der &#246;sterreichische Kaufmann Emil Jellinek in seinem sch&#246;nen Wohnort Nizza einen Artikel &#252;ber den Automobilbau im fernen Cannstatt entdeckte. Jellinek – ein Mann schneller Entschl&#252;sse – kn&#252;pfte sofort Kontakte zu der DMG und kurze Zeit sp&#228;ter begab er sich selbst auf die  Reise zu den Schwaben, um direkt vor Ort ein neues Automobil zu bestellen. Obwohl der Automobilismus erst in den Kinderschuhen steckte, konnte Jellinek bereits auf Erfahrungen zur&#252;ckgreifen, die er mit drei verschiedenen Wagen gemacht hatte, darunter war auch ein Benz-Fahrzeug.  Richtig zufrieden war er aber mit keinem von ihnen, denn es mangelte ihnen allesamt an etwas, was Jellinek &#252;ber alles sch&#228;tzte: Geschwindigkeit.</p>
<p>In Cannstatt angekommen, gab er seine erste Bestellung bei der DMG auf. Sie betraf ein Doppelphaeton mit sechs PS. Doch auch dieser Wagen entt&#228;uschte ihn – er erreichte lediglich 24,4 km/h. Also bestellte er sofort vier weitere Wagen &#8211; allerdings mit der Vorgabe, dass sie Tempo 40 bringen m&#252;ssten. Als er die Wagen erhielt, wusste er, dass er mit der richtigen Firma Kontakt aufgenommen hatte. Die Wagen liefen wie gew&#252;nscht: 42 km/h! Die weitere Bestellung betraf ganze sechs Wagen, denn Jellinek bet&#228;tigte sich inzwischen auch als Automobilverk&#228;ufer. Der Wunsch nach einem diesmal vorn eingebauten Vierzylindermotor erfordert eine grundlegende Neuentwicklung des Fahrzeugs, welches den Namen &#8220;Daimler-Phoenix-Wagen&#8221; erhielt. Mit einem dieser 23-PS-Wagen nahm.</p>
<p><a title="Daimler-Phoenix-Wagen" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_phoenix.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_phoenix.jpg','Daimler-Phoenix-Wagen',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_phoenix.thumbnail.jpg" alt="Daimler-Phoenix-Wagen" width="256" height="168" /></a></p>
<p>Jellinek an der Rennwoche in Nizza 1899 unter dem Pseudonym &#8220;Mercedes&#8221; – dem Namen einer seiner T&#246;chter – teil und gewann prompt eine Tourenfahrt. Als sich im darauf folgenden Jahr ein t&#246;dlicher Unfall mit einem Daimler-Wagen ereignete, der auf konstruktive Unzul&#228;nglichkeiten zur&#252;ckzuf&#252;hren war, regte Jellinek bei der DMG den Bau eines v&#246;llig neu konzipierten Wagens an. Gefordert wurden l&#228;ngerer Radstand, niedrigerer Schwerpunkt und gr&#246;&#223;ere Motorleistung. Im selben Zuge regelte Jellinek seinen Status als Vertreiber der Wagen der DMG und es wurde vereinbart, dass er die Automobile unter dem Namen &#8220;Mercedes&#8221; vertreiben durfte. Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, bestellte er kurzerhand 36 Wagen im Gesamtwert von 550 000 Goldmark – damals eine astronomisch hohe Summe. Nach herausragenden Erfolgen des neuen Wagens wurde die Wortmarke &#8220;Mercedes&#8221; 1902 gesetzlich gesch&#252;tzt und von der DMG f&#252;r ihre Personenwagen generell &#252;bernommen.</p>
<p><a title="Der erste Mercedes" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3-mercedes.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3-mercedes.jpg','Der erste Mercedes',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3-mercedes.thumbnail.jpg" alt="Der erste Mercedes" width="256" height="178" /></a></p>
<p>Mit dem Tode Gottlieb Daimlers endet die erste Phase der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Auch deren Standort in der Seelbergstra&#223;e sollte bald aufgegeben werden. Bereits im August 1900 erwirbt die Firma ein gro&#223;es Gel&#228;nde in Untert&#252;rkheim, um expandieren zu k&#246;nnen und als 1903 die Produktionsst&#228;tte „Seelberg“ abbrennt, findet dort der Bau einer neuen Fabrik rasch statt. Die Daimler-Motoren-Gesellschaft nimmt in den folgenden Jahrzehnten einen ungeahnten Aufschwung. In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Zwanziger Jahre schlie&#223;lich kommt es 1926 zu einer Fusion der ehemals starken Konkurrenten Daimler und Benz – die <a title="Wikipedia: Daimler-Benz AG" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daimler-Benz" target="_blank">Daimler-Benz AG</a> ist entstanden.</p>
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		<title>Gottlieb Daimler (III): Ein Motor geht in Serie</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 08:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Peschel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gottlieb Daimler]]></category>

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		<description><![CDATA[3. Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler. Bereits erschienen: &#8220;Die fr&#252;hen Jahre – vom B&#252;chsenmacher zum Krisenmanager&#8221; und &#8220;Ein Traum mit 100cm³&#8220;.
Schneller als auf der Stra&#223;e setzte sich der von Daimler und Maybach konstruierte Motor auf dem Wasser durch. Am 9. Oktober 1886 meldet Daimler bereits seine „Einrichtung zum Betriebe der Schraubenwelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>3. Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler. Bereits erschienen: &#8220;<a title="Daimler-Blog: 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler (I)" href="http://blog.daimler.de/2009/03/17/gottlieb-daimler-i-das-leben-eines-grossen-schwaben/" target="_blank">Die fr&#252;hen Jahre – vom B&#252;chsenmacher zum Krisenmanager</a>&#8221; und &#8220;<a title="Daimler-Blog: 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler (2)" href="http://blog.daimler.de/2009/03/18/gottlieb-daimler-ii-ein-traum-mit-100cm/" target="_blank">Ein Traum mit 100cm³</a>&#8220;.</p>
<p>Schneller als auf der Stra&#223;e setzte sich der von Daimler und Maybach konstruierte Motor auf dem Wasser durch. Am 9. Oktober 1886 meldet Daimler bereits seine „Einrichtung zum Betriebe der Schraubenwelle eines Schiffes mittels Gas- oder Petroleumkraftmaschine“ zum Patent an und pr&#228;sentiert seine Boote mit diesem Antrieb bei verschiedenen Anl&#228;ssen.</p>
<p><span id="more-758"></span></p>
<p>Auf das gr&#246;&#223;te Interesse st&#246;&#223;t die neue Antriebsquelle vor allem in Hamburg, wohin Daimler nun die Bootsmotoren in gro&#223;er St&#252;ckzahl liefert. Das Gartenhaus wird f&#252;r die vielf&#228;ltigen Aktivit&#228;ten allm&#228;hlich zu eng. Daimler macht sich also auf die Suche nach einer geeigneten Fabrikationsst&#228;tte. Bald wird er f&#252;ndig in der N&#228;he seiner Wohnung auf dem Seelberg in den Bauten einer zum Verkauf stehenden Vernickelungsanstalt. Im Juli 1887 beginnen die Arbeiten in der neuen Fabrik mit 23 Arbeitern. Hier hat jetzt auch Maybach sein Konstruktionsb&#252;ro, Karl Linck f&#252;hrt den kaufm&#228;nnischen Bereich.</p>
<p><a title="Fabrikhalle Seelberg" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/5_fabrikhalle.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/5_fabrikhalle.jpg','Fabrikhalle Seelberg',event,100,75)"><img src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/5_fabrikhalle.thumbnail.jpg" alt="Fabrikhalle Seelberg" /></a></p>
<p>Daimler wird von nun an sehr aktiv, um seinen Motor zu Lande, zu Wasser und in der Luft bekannt zu machen. Er baut mit Zustimmung des Gemeinderates eine kleine, von seinem Motor angetriebene Bahn f&#252;r die Strecke vom Cannstatter Kursaal zum Wilhelmplatz. Auf dem Feuerwehrtag 1888 in Hannover erregt eine motorbetriebene 4-PS-Feuerspritze gro&#223;es Aufsehen, und das vom Leipziger Buchh&#228;ndler W&#246;lfert konstruierte <a title="Luftschiff von W&#246;lfert" href="http://www.pilotundluftschiff.de/Woelfert.htm" target="_blank">Luftschiff</a> f&#228;hrt mit Hilfe der „Standuhr“ die vier Kilometer von Cannstatt nach Kornwestheim. Es zeigt sich aber, dass der Einzylinder f&#252;r etliche Einsatzgebiete noch zu schwach ist. Maybach entwirft einen Zweizylinder auf der Basis der „Standuhr“. Der neue Motor in V-Form mit einem Zylinderwinkel von 17° leistet 2 PS bei knapp &#252;ber 600 Umdrehungen und erschlie&#223;t neue Einsatzm&#246;glichkeiten. Er wird in dem von Wilhelm Maybach 1889 konstruierten „Stahlradwagen“ eingesetzt. Es ist eine Automobilkonstruktion, die ma&#223;geblich &#8211; vor allem in Frankreich &#8211; die Weiterentwicklung des Automobils pr&#228;gt. Dort wird der Wagen anl&#228;sslich der Weltausstellung in Paris 1889 pr&#228;sentiert.</p>
<p><a title="Daimler Stahlradwagen" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_stahlradwagen.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_stahlradwagen.jpg','Daimler Stahlradwagen',event,100,75)"><img src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_stahlradwagen.thumbnail.jpg" alt="Daimler Stahlradwagen" /></a></p>
<p><a title="Denmla f&#252;r Max Duttenhofer" href="http://www.rwbilder.de/frame/Themen/1999/Dezember1999/GewerbeparkNeckartal/WestlichesNeckartal/ChemischesLaboratorium/Denkmal/frame.php" target="_blank">Max Duttenhofer</a>, Generaldirektor der <a title="Alte Pulverfabrik im Neckartal" href="http://www.rwbilder.de/frame/Themen/1999/Dezember1999/GewerbeparkNeckartal/frame.php" target="_blank">K&#246;ln-Rottweiler Pulverfabriken</a>, und Wilhelm Lorenz, Vorstand einer <a title="Karlsruher Stadtwiki: Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik Karlsruhe" href="http://ka.stadtwiki.net/Deutsche_Waffen-_und_Munitionsfabrik" target="_blank">Patronenfabrik in Karlsruhe</a>, beschw&#246;ren Daimler immer wieder, er m&#252;sse eine breitere finanzielle Grundlage f&#252;r seine epochemachende Erfindung schaffen. Nach einem Vorvertrag vom 14. M&#228;rz 1890, der Daimlers Erfindungen in der projektierten Gesellschaft bestm&#246;glich absichern soll, wird schlie&#223;lich am 28. November 1890 eine neue Firma ins Leben gerufen, die „<a title="Wikipedia: Daimler-Motoren-Gesellschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daimler-Motoren-Gesellschaft" target="_blank">Daimler-Motoren-Gesellschaft</a>“ (DMG). Daimler h&#228;lt – wie Duttenhofer und Lorenz auch – mit 200 Aktien ein Drittel des Grundkapitals von insgesamt 600.000 Mark. Au&#223;erdem wird ihm zugesichert, dass seine engsten Mitarbeiter, Wilhelm Maybach und der Buchhalter Karl Linck, in den Vorstand berufen w&#252;rden. Doch diese Zusage wird nicht eingehalten. Ver&#228;rgert verl&#228;sst Maybach am 11. Februar 1891 die Gesellschaft, Linck folgt ihm ein halbes Jahr sp&#228;ter.</p>
<p><a title="Wilhelm Maybach" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_maybach.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_maybach.jpg','Wilhelm Maybach',event,100,75)"><img src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_maybach.thumbnail.jpg" alt="Wilhelm Maybach" /></a></p>
<p>Mit Maybach verl&#228;sst der technisch f&#228;higste Kopf die Gesellschaft. Sein Nachfolger, Max Schr&#246;dter, versteht von Verbrennungsmotoren nur wenig, die Firma ger&#228;t zunehmend in unruhiges Fahrwasser. Die bereits im Gr&#252;ndungsjahr von 22 auf 163 Mitarbeiter vergr&#246;&#223;erte Belegschaft erweist sich f&#252;r den komplizierten Maschinenbau als wenig qualifiziert. So sinkt die Produktivit&#228;t w&#228;hrend die Zahl der Reklamationen steigt. Es schmerzt Daimler sehr, dass die Firma ihr Potenzial nicht f&#252;r die Vervollkommnung seines Motors einsetzt, sondern sich mit der Entwicklung anderer Produkte verzettelt. Die Verluste im dritten Gesch&#228;ftsjahr in H&#246;he von 140.000 Mark eliminieren die Gewinne der ersten beiden Jahre v&#246;llig.</p>
<p>Daimler will diesen Tendenzen entgegensteuern und schlie&#223;t 1891 einen geheimen Vertrag mit Maybach ab, um die Entwicklungsarbeiten in seinem Sinne fortzuf&#252;hren. Zun&#228;chst benutzt Maybach seine Wohnung als Konstruktionsb&#252;ro, wo er ein neues Automobil entwickelt. Es sollte der „Riemenwagen“ werden. Als Produktionsst&#228;tte mietet Daimler den stillgelegten Gartensaal des Hotels Hermann in Cannstatt. Mit zw&#246;lf Arbeitern und f&#252;nf Lehrlingen st&#252;rzt sich Maybach auf neue Aufgaben. In jener Zeit entstehen der <a title="Wikipedia: Spritzd&#252;senvergaser" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vergaser" target="_blank">Spritzd&#252;senvergaser</a>, der Urahn aller Vergaser, und auch einige Neuerungen am K&#252;hlsystem, denn die unzureichende Motork&#252;hlung ist eines der gr&#246;&#223;ten Probleme, die es zu l&#246;sen gilt.</p>
<p><a title="Gartensaal Hotel Hermann" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_gartensaal.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_gartensaal.jpg','Gartensaal Hotel Hermann',event,100,75)"><img src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_gartensaal.thumbnail.jpg" alt="Gartensaal Hotel Hermann" /></a></p>
<p>Die bedeutendste Sch&#246;pfung Maybachs ist aber ein Motor, der „Phoenix“ genannt wird. Motoren dieser Bauart – seine Zylinder sind stehend nebeneinander angeordnet und in einem Block gegossen – sollten sp&#228;ter zum „motorischen“ R&#252;ckgrat der DMG werden. In diese Zeit f&#228;llt auch der Bau einer Werft am Neckar, die dem Bau von motorisierten Booten dient.</p>
<p>Derweil ger&#228;t die Position Daimlers in seiner Firma zusehends ins Wanken. Im M&#228;rz 1893 verliert er seine Stellung als technischer Leiter und bleibt nur noch Aktion&#228;r und Mitglied im Aufsichtsrat. Auch das Privatleben Daimlers erf&#228;hrt eine bedeutende &#196;nderung: Am 8. Juli 1893 heiratet er seine zweite Frau, Lina Hartmann, und beide unternehmen ihre Hochzeitsreise nach Chicago zur dortigen Weltausstellung. Dort hat der Daimlersche Lizenznehmer, William Steinway, der bereits seit 1888 Kontakte nach Cannstatt pflegt, eine ganze Palette der Produkte der DMG in Auftrag von Daimler ausgestellt. Darunter befand sich auch der von Maybach konstruierte „Stahlradwagen.“ Es ist das erste Automobil in den USA.</p>
<p><a title="Gottlieb Daimler &amp; Lina Hartmann" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/4_daimlerlinda.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/4_daimlerlinda.jpg','Gottlieb Daimler &amp; Lina Hartmann',event,100,75)"><img src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/4_daimlerlinda.thumbnail.jpg" alt="Gottlieb Daimler &amp; Lina Hartmann" /></a></p>
<p>Der Abstieg der DMG ist indessen nicht zu bremsen. In dieser Lage beschaffen Duttenhofer und Lorenz, ohne Wissen von Daimler, einen Kredit &#252;ber 385.000 Mark, und als die Bank die R&#252;ckzahlung anmahnt, drohen sie Daimler mit einem Konkurs &#252;ber das Gesellschaftsverm&#246;gen. In diesem Falle w&#252;rden sie aus der Konkursmasse alle Aktien erwerben. Als Alternative soll sich Daimler mit 66666,66 Mark abfinden lassen. Daimler stimmt zu, um nicht als „Bankrotteur“ seinen allseits guten Ruf zu verspielen. Am 10. Oktober 1894 verl&#228;sst er die DMG. Dieser Schritt sollte aber der Gesellschaft nicht zum Vorteil gereichen. Die DMG liefert nur noch wenige Fahrzeuge mit zudem erheblichen M&#228;ngeln aus.</p>
<p><em>Fortsetzung folgt. </em></p>
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		<title>Gottlieb Daimler (II): Ein Traum mit 100cm³</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 07:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Peschel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gottlieb Daimler]]></category>

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		<description><![CDATA[2. Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler. Bereits erschienen: &#8220;Die fr&#252;hen Jahre – vom B&#252;chsenmacher zum Krisenmanager&#8220;.
W&#228;hrend Daimler in Karlsruhe die Maschinenfabrik gesch&#228;ftlich saniert, erweitern die beiden Inhaber der K&#246;lner Gasmotorenfabrik Deutz, der Ingenieur Eugen Langen und der Erfinder Nikolaus August Otto, nach dem Krieg die wirtschaftliche Basis ihrer Fabrik und machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2. Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler. Bereits erschienen: &#8220;<a title="Daimler-Blog: 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler (I)" href="http://blog.daimler.de/2009/03/17/gottlieb-daimler-i-das-leben-eines-grossen-schwaben/" target="_blank">Die fr&#252;hen Jahre – vom B&#252;chsenmacher zum Krisenmanager</a>&#8220;.</p>
<p>W&#228;hrend Daimler in Karlsruhe die Maschinenfabrik gesch&#228;ftlich saniert, erweitern die beiden Inhaber der K&#246;lner <a title="Wikipedia: Deutz AG" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutz_AG" target="_blank">Gasmotorenfabrik Deutz</a>, der Ingenieur <a title="Wikipedia: Eugen Langen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Langen" target="_blank">Eugen Langen</a> und der Erfinder <a title="Wikipedia: Nikolaus Otto" href="http://blog.daimler.de/wp-admin/Nikolaus%20August%20Otto" target="_blank">Nikolaus August Otto</a>, nach dem Krieg die wirtschaftliche Basis ihrer Fabrik und machen daraus eine Aktiengesellschaft. Betriebsgrundlage ist eine atmosph&#228;rische Gaskraftmaschine Ottos.</p>
<p><span id="more-752"></span><a title="Daimlers Haus in Cannstatt" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_daimlerhaus.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_daimlerhaus.jpg','Daimlers Haus in Cannstatt',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_daimlerhaus.thumbnail.jpg" alt="Daimlers Haus in Cannstatt" width="218" height="256" /></a>Langen entscheidet sich f&#252;r den erfahrenen Gottlieb Daimler als Betriebsleiter f&#252;r die Werkst&#228;tten und das Zeichenb&#252;ro. Maybach arbeitet als Leiter der Konstruktionsabteilung an der Verbesserung des Gasmotors, dessen Leistungsf&#228;higkeit wegen seiner Gr&#246;&#223;e und seines Gewichts aber begrenzt ist. Otto nimmt daher seine Versuche mit dem Viertaktprinzip wieder auf, was 1876 auch zum Erfolg f&#252;hrt: die <a title="Wikipedia: Viertaktmotor" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viertaktmotor" target="_blank">Viertakt-Kompressionsmaschine</a>. Doch der Motor ist selbstverst&#228;ndlich noch nicht v&#246;llig serienreif. Ihn so weit zu bringen, ist die Aufgabe von Daimler und Maybach. Sie optimieren den Motor und machen daraus einen Verkaufsschlager.</p>
<p>Daimler hatte schon damals die Vision von einem kleinen, universell einsetzbaren Motor. Doch diese Vision l&#228;sst sich in Verbindung mit der Gasmotorenfabrik Deutz nicht realisieren, zumal starke Spannungen zwischen Daimler und Otto bestehen. 1882 wird schlie&#223;lich Daimler gek&#252;ndigt. Daraufhin veranlasst er Maybach, die Firma auch zu verlassen, um mit ihm zusammen an der Entwicklung eines leichten, schnell laufenden Motors zu arbeiten, von der beide ahnen, dass sie die „Kapitalerfindung“ sein wird. Als neuen Wohn- und Arbeitssitz w&#228;hlt Daimler <a title="Stuttgart Bad Cannstatt online" href="http://www.stuttgart.de/sde/menu/frame/top.php?seite=http%3A//www.stuttgart.de/sde/item/gen/13826.htm" target="_blank">Cannstatt</a> in unmittelbarer N&#228;he zur Residenzstadt <a title="Stuttgart-Blog" href="http://www.stuttgart-blog.net/" target="_blank">Stuttgart</a>, wohl um die Heilkraft der dortigen Quellen f&#252;r sein Herzleiden zu nutzen, und sichert sich Maybachs Mitarbeit durch einen Vertrag „&#8230;f&#252;r die Durchf&#252;hrung diverser Projekte und Probleme im maschinentechnischen Bereich, welche ihm von Herrn Daimler aufgetragen werden.“</p>
<p><a title="Gartenhaus in Bad Cannstatt" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_gartenhaus.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_gartenhaus.jpg','Gartenhaus in Bad Cannstatt',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_gartenhaus.thumbnail.jpg" alt="Gartenhaus in Bad Cannstatt" width="256" height="179" /></a>Im Juli 1882 zieht dann Daimler mit seiner Familie in das neu erworbene Haus samt Garten und ger&#228;umigem Gartenhaus in der Taubenheimstra&#223;e 13 ein. Das <a title="Daimler Blog: Gottlieb Daimler Ikone des Web 2.0" href="http://blog.daimler.de/2008/02/25/gottlieb-daimler-ikone-des-web-20/" target="_blank">Gartenhaus</a><a title="Daimler Blog: Gottlieb Daimler Ikone des Web 2.0" href="http://blog.daimler.de/2008/02/25/gottlieb-daimler-ikone-des-web-20/" target="_blank"> wird umgebaut und erweitert</a>. Der Vorraum beherbergt Schreibtisch und Kommode und wird als B&#252;ro genutzt. Der anschlie&#223;ende helle und lichte Raum wird durch den Einbau von Werkzeugbank und Schmiede das Refugium der beiden Ingenieure. Bald regt sich handwerkliches Leben im Gartenhaus. Beide M&#228;nner beginnen einen leichten und schnell laufenden Benzinmotor zu entwickeln und zu bauen, der sich f&#252;r den Einbau in Kutschen, Lastkarren, Booten, Schiffen, Eisenbahn- und Stra&#223;enbahnwagen, landwirtschaftlichen Arbeitsger&#228;ten, Feuerwehrpumpen und sogar in Luftschiffen eignen soll. Daf&#252;r versuchen sie zun&#228;chst das alte Problem der Z&#252;ndung in den Griff zu bekommen. Maybach arbeitet sich durch zahllose Patentschriften und findet schlie&#223;lich den Hinweis auf die M&#246;glichkeit einer ungesteuerten Gl&#252;hrohrz&#252;ndung die sich f&#252;r die angestrebten hohen Drehzahlen als geeignet erweist. Nach &#220;berwindung dieser H&#252;rde geht es um das Arbeitsverfahren. Aus der T&#228;tigkeit in Deutz war beiden das Viertaktprinzip bestens vertraut. Sie w&#228;hlen es.</p>
<p><a title="Reitwagen mit Standuhr" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_reitwagen.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_reitwagen.jpg','Reitwagen mit Standuhr',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_reitwagen.thumbnail.jpg" alt="Reitwagen mit Standuhr" width="256" height="181" /></a>1883 gibt Daimlers Traum seine ersten T&#246;ne von sich – er l&#228;uft. Der Motor mit einen Hubraum von ca. 100 cm³ leistet 0,25 PS bei sensationellen 600 Umdrehungen, dreimal so viel wie die Deutzer Gasmotoren, und er ist leicht. Mit ihm sind erste wesentliche Konstruktionsziele erreicht. Die folgende verbesserte Ausf&#252;hrung verwandelt den zun&#228;chst liegend gebauten Motor in einen stehenden, der unter dem griffigen Namen <a title="Mercedes-Benz-Museum: Standuhr" href="Mercedeshttp://www.museum-mercedes-benz.com/content.php/de/186/1886+Daimler+Einzylindermotor+%22Standuhr%22" target="_blank">„Standuhr“</a> bekannt wird. Die „Standuhr“ bildet die Basis der Patentanmeldung, die schlie&#223;lich unter dem Datum des 3. April 1885 und der DRP-Nummer 34926 Daimlers Vision &#246;ffentlich macht.</p>
<p><a title="Daimler Motorkutsche" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/4_motorkutsche3.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/4_motorkutsche3.jpg','Daimler Motorkutsche',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/4_motorkutsche3.thumbnail.jpg" alt="Daimler Motorkutsche" width="256" height="172" /></a>Daimler und Maybach montieren den Motor auf ein Zweirad, einem h&#246;chst kosteng&#252;nstigen Versuchstr&#228;ger. 1885 legt einer der S&#246;hne Daimlers – Adolf – mit diesem <a title="Mercedes-Benz-Museum: Daimler Reitwagen" href="http://www.museum-mercedes-benz.com/content.php/de/186/1886+Daimler+Einzylindermotor+%22Standuhr%22" target="_blank">ersten Motorrad</a> der Welt die 3 km lange Strecke zwischen Cannstatt und Untert&#252;rkheim ohne Probleme zur&#252;ck. Der Einbau in eine Kutsche – einer „Americain“, dunkelblau mit roten Zierstreifen, schwarzen Ledersitzen und einer „Laterne mit Schein“, so steht es im Lieferschein der Wagenbaufirma Wimpf &amp; Sohn in Stuttgart vom Fr&#252;hjahr 1887 – ist der n&#228;chste Schritt. Das <a title="Mercedes-Benz-Museum: Motorkutsche" href="http://www.museum-mercedes-benz.com/content.php/de/186/1886+Daimler+Einzylindermotor+%22Standuhr%22" target="_blank">„Motorkutsche“</a> genannte Gef&#228;hrt erreicht mit der „Standuhr“ und ihren 1,5 PS immerhin schon 16 Stundenkilometer.</p>
<p><em>Fortsetzung folgt.</em></p>
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			<media:title type="html">Daimlers Haus in Cannstatt</media:title>
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			<media:title type="html">Reitwagen mit Standuhr</media:title>
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			<media:title type="html">Daimler Motorkutsche</media:title>
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		<title>Gottlieb Daimler (I): Das Leben eines gro&#223;en Schwaben</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 07:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Peschel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition & Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottlieb Daimler]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir alle arbeiten in einer Firma, die nun den Namen eines Erfinders des Automobil &#8211; der andere war bekanntlich Karl Benz &#8211; tr&#228;gt. Doch fragt man die Kollegen gezielt nach der Person Gottlieb Daimlers, nach seinem Leben, das  voller H&#246;hen und Tiefen war, so sind die Antworten h&#228;ufig nur nebul&#246;s, oder schlicht falsch. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle arbeiten in einer Firma, die nun den Namen eines Erfinders des Automobil &#8211; der andere war bekanntlich <a title="Daimler-Blog: Wer hat's erfunden?" href="http://blog.daimler.de/2009/03/04/wer-hats-erfunden/" target="_blank">Karl Benz</a> &#8211; tr&#228;gt. Doch fragt man die Kollegen gezielt nach der Person Gottlieb Daimlers, nach seinem Leben, das  voller H&#246;hen und Tiefen war, so sind die Antworten h&#228;ufig nur nebul&#246;s, oder schlicht falsch. Ich nehme nun den 17. M&#228;rz – den 175. Geburtstag Daimlers – zum Anlass, in dieser Woche seinen Lebensweg in Kurzform auf dem Daimler-Blog zu beschreiben. Als Einer, der seine ganzen „Daimler-Jahre“ im historischen Bereich verbracht hat, liegt es mir am Herzen, das Wissen &#252;ber diesen gro&#223;en Mann weiter zu tragen.  <span id="more-750"></span> <strong> </strong></p>
<p><strong>I. Die fr&#252;hen Jahre – vom B&#252;chsenmacher zum Krisenmanager</strong></p>
<p><a title="Gottlieb Daimler" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_daimler.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_daimler.jpg','Gottlieb Daimler',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/1_daimler.thumbnail.jpg" alt="Gottlieb Daimler" width="207" height="256" /></a>Das Leben des genialen Vision&#228;rs, Erfinders und Konstrukteurs Gottlieb Wilhelm Daimler, beginnt am 17. M&#228;rz 1834 in Schorndorf, einem  St&#228;dtchen, das um 1840 knapp 4000 Einwohner z&#228;hlt. Dennoch geh&#246;rt <a title="Schobloggt.de - Schorndorf-Blog" href="http://www.schobloggt.de/" target="_blank">Schorndorf</a> damals nach Stuttgart, T&#252;bingen und Urach zu den bedeutendsten St&#228;dten im K&#246;nigreich W&#252;rttemberg.</p>
<p>Die Eltern Gottliebs, die eine B&#228;ckerei und ein Gasthaus betreiben, erm&#246;glichen ihm eine fundierte Ausbildung. So kann Gottlieb nach dem Besuch der Elementarschule auch die beiden Klassen der ber&#252;hmten Schorndorfer Lateinschule absolvieren. Neben der Lateinschule besucht Gottlieb die 1821 in Schorndorf gegr&#252;ndete Zeichenschule, in der sich seine exzellente zeichnerische Begabung entfaltet. Nach dieser Ausbildung soll der junge Gottlieb ein Handwerk erlernen.</p>
<p>1848 wird der B&#252;chsenmacher J. Chr. Wilke sein Lehrherr. Das Gesellenst&#252;ck Gottlieb Daimlers von 1852 ist eine doppell&#228;ufige, an Beschl&#228;gen und Knauf fein ziselierte Pistole. An eine handwerkliche Zukunft des frisch gebackenen B&#252;chsenmacher-Gesellen in Schorndorf ist jedoch nicht zu denken. Das beginnende Maschinenzeitalter, die industrielle Revolution, gro&#223;artige Erfindungen wie Dampfmaschine, Gasmotoren und Eisenbahn locken den 18-j&#228;hrigen, erschlie&#223;en ihm ein weites, erfolgversprechendes Feld, das seinen Neigungen sehr entgegen kommt. Der junge Mann besucht folgerichtig die K&#246;nigliche Landesgewerbeschule in Stuttgart zur weiteren Ausbildung. So wird <a title="Wikipedia: Ferdinand Steinbeis" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_von_Steinbeis" target="_blank">Ferdinand Steinbeis</a>, der gro&#223;e F&#246;rderer der w&#252;rttembergischen Industrie, auf den vielf&#228;ltig Interessierten aufmerksam und schickt ihn, ausgestattet mit einem Reise- und Ausbildungszuschuss der Regierung, in eine <a title="Wikipedia: Els&#228;ssische Maschinenbaugesellschaft Grafenstaden" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Els%C3%A4ssische_Maschinenbau-Gesellschaft_Grafenstaden" target="_blank">Maschinenfabrik in Grafenstaden</a> bei Stra&#223;burg im Elsa&#223;, die vor allem Eisenbahnbedarf herstellte.</p>
<p><a title="Daimlers Meisterst&#252;ck" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_pistole.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_pistole.jpg','Daimlers Meisterst&#252;ck',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/2_pistole.thumbnail.jpg" alt="Daimlers Meisterst&#252;ck" width="256" height="136" /></a>Am 20. Januar 1853 beginnt Daimlers Karriere mit der Sammlung praktischer Erfahrungen als Industriearbeiter. Als in Grafenstaden der Lokomotivbau aufgenommen wird, verl&#228;sst Daimler das Werk, um sich an der Polytechnischen Schule in Stuttgart auf die neue Herausforderung vorzubereiten. Physik und Chemie, Maschinenbau, Geschichte, Volkswirtschaft und Englisch stehen auf dem Stundenplan. 1859 kehrt er nach Grafenstaden zur&#252;ck, aber er kann sich f&#252;r den Lokomotivbau nicht mehr so recht erw&#228;rmen. Im Sommer 1860 verl&#228;sst Daimler Grafenstaden und f&#228;hrt nach Paris, wo er einige Monate arbeitet. Ein weiteres Stipendium von Ferdinand Steinbeis erlaubt es ihm nach England, dem Ziel aller Technikbegeisterten und Wissbegierigen jener Zeit, zu fahren. In Leeds, Manchester und Coventry findet Daimler Arbeit und studiert hier auch Maschinenfabrikation, Gewindeherstellung und Schiffbau.</p>
<p>Danach kehrt er in seine Heimat zur&#252;ck und wirkt fast bis zum Ende des Jahres 1863 in Geislingen in der dortigen Metallwarenfabrik „Straub und Schweizer“, die sp&#228;ter zu der Firma <a title="WMF Historie" href="http://www.wmf.de/unternehmen/historie_517.html?sid={F1A82240-4AF4-45A5-8616-15FF37F59743}" target="_blank">WMF</a> werden sollte.  Steinbeis unterst&#252;tzt ihn auch nach seiner R&#252;ckkehr in die Heimat. Auf seine Veranlassung und der von Emil Kessler, des Gr&#252;nders der <a title="Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenbau-Gesellschaft_Karlsruhe" target="_blank">Karlsruher Maschinenfabrik</a>, erh&#228;lt Daimler im Dezember 1863 eine Anstellung beim „Bruderhaus Reutlingen“.</p>
<p><a title="Bruderhaus Reutlingen" href="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_bruderhaus.jpg" class="magnifier" onclick="return enlarge('http://blog.daimler.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_bruderhaus.jpg','Bruderhaus Reutlingen',event,100,75)"><img class="alignleft" src="http://blog.daimler.de/wp-content/uploads/2009/03/3_bruderhaus.thumbnail.jpg" alt="Bruderhaus Reutlingen" width="256" height="198" /></a></p>
<p>Die von dem sozial engagierten Gustav Albert Werner gegr&#252;ndete Unternehmung besch&#228;ftigt vor allem Vollwaisen, Verarmte und Behinderte in einer Papierfabrik, einer Holzbearbeitungsanstalt und einer Maschinenfabrik. Letztere ist bei Daimlers Eintritt in finanziellen Schwierigkeiten. Daimler wird mit der Sanierung beauftragt, die ihm auch gelingt. In den f&#252;nf Jahren seiner Reutlinger T&#228;tigkeit findet Gottlieb Daimler zwei Menschen, welche in seinem weiteren Leben zentrale Rollen spielen sollten.</p>
<p>Zum einen trifft er Emma Pauline Kurz aus Maulbronn. Er heiratet sie 1867. Zum anderen ist es der 1846 geborene <a title="Wikipedia: Wilhelm Maybach" href="http://" target="_blank">Wilhelm Maybach</a>, der als Vollwaise im Bruderhaus Zuflucht fand. Maybach f&#228;llt ihm wegen seines hohen technischen Verst&#228;ndnisses, seiner hervorragenden Leistungen und seines Erfindungsreichtums auf.  Als Daimler 1868 zur Maschinenfabrik Karlsruhe als Vorstand der Werkst&#228;tten wechselt, die vor allem Eisenbahnmaterial herstellen, nimmt er Maybach mit. Die Beiden bleiben von nun an bis zu Daimlers Tod im Jahre 1900 beruflich und privat unzertrennlich. Das Organisationstalent Daimlers bringt die Maschinenfabrik Karlsruhe sicher durch die unruhigen Zeiten des Krieges mit Frankreich von 1870/71.  <em></em></p>
<p><em>Fortsetzung folgt. </em></p>
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