Geschichten aus dem Daimler-Wohnheim

Nachdem ich bereits einen kleinen Einblick in unsere Arbeit beim Daimler-Blog gegeben habe, möchte ich nun auch ein wenig über das Praktikanten-Dasein im Hause Daimler allgemein schreiben.

Wie erwähnt bin ich inzwischen seit knapp zwei Monaten Praktikant. Der vor dem Praktikum nötige Aufwand war eigentlich recht gering. Das online-Bewerbungsportal ist mehr oder weniger selbsterklärend und in ein bis zwei Stunden hat man sich auf eine der wirklich vielen Stellen beworben.

BlickNach einem kurzen Telefoninterview erhielt ich die Zusage und mein Betreuer setzte die entsprechenden Hebel in Bewegung um die nötigen Formalitäten klären zu können. Eine knappe Woche später hatte ich den Vertrag vorliegen. Zusätzlich beantragte mein Betreuer auf meinen Wunsch einen Platz im Daimler-Wohnheim (dazu später mehr).

Am 3.12. trat ich dann meine Stelle hier in der Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim an. Eigentlich gibt es zum Start eine monatliche Informationsveranstaltung für neue Mitarbeiter und Praktikanten, an der ich aber wegen einer Prüfung in der ersten Woche nicht teilnehmen konnte. Aber auch ohne diese Veranstaltung findet man sich recht schnell zurecht. Das ganze Gelände (inkl. Motorenwerk) ist zwar riesig, aber schnell hat man die wichtigen Anlaufstellen wie Kantinen, Shops etc. gefunden.Ein großer Schreibtisch in einem netten Büro stand schon bereit – Blick durch das Werk hindurch auf ein paar Weinberge inbegriffen.

Daimler-WohnheimAllerdings dauerte es eine ganze Weile, bis Computer und eMail-Account eingerichtet waren und so verbrachte ich meinen ersten Tag damit, mich in den Daimler-Blog „einzulesen“ und die mit dem Blog verbundenen Abläufe kennenzulernen. Nachdem ich meinen ersten Arbeitstag überstanden hatte, bezog ich meinen Platz im Daimler-Wohnheim, wovon ich hier eigentlich berichten möchte.

Nun klingt der Begriff Daimler-Wohnheim beim ersten Hören recht edel, aber eigentlich ist es von der Art her nichts Besonderes. Es ist wahrscheinlich in den 70ern gebaut und seither höchstens in Details renoviert worden. Das gesamte Gebäude ist noch mal in drei Eingänge mit jeweils vier Etagen untergliedert. Wobei sich eine Etage in zwei Wohneinheiten (jeweils 4-6 Personen) unterteilt. Jede Einheit hat einen eigenen Waschraum und Toiletten. Nur die Küche wird von der gesamten Etage benutzt. Bei der Anmeldung kann man zwischen 1,2 oder 3-Personen-Zimmern wählen.

Daimler-Wohnheim Innen Insgesamt beherbergt das Heim um die einhundert Bewohner. Die Ausstattung ist sehr funktionell. So gibt es einen Wäscheraum mit je zwei Waschmaschinen und Trocknern. Dazu sind verschiedenen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung vorhanden – zwei Fernsehräume, Tischtennisraum, Tischkicker etc.

Die Zimmer selbst sind solide möbliert, jeder Bewohner hat einen großen Kleiderschrank, einen eigenen Tisch und genügend zusätzlichen Regalraum, meist über dem Bett. Das ist sicherlich kein Luxusleben, aber problemlos für ein paar Monate auszuhalten. Ich teile mir ein 2-Mann-Zimmer mit einem Chinesen. Überhaupt ist die Heimbevölkerung sehr facettenreich. So leben nicht nur verschiedenen Fachrichtungen unter einem Dach sondern auch verschiedenste Nationalitäten, was zu einem sehr spannenden und regen Austausch führen kann. Da trifft man sich dann schon mal spontan in der Küche zu einem multikulturellen Kochabend, der das Wohnheim mit einen exotisch duftenden Nebel erfüllt.

Das Umfeld des Wohnheims ist nicht unbedingt als schön zu bezeichnen, aber mit guter Infrastruktur ausgestattet. Einkaufsmöglichkeiten gibt es zuhauf und spätestens im knapp 15 Minuten entfernten Zentrum von Bad Cannstatt kann man auch mal „Shoppen“. U-Bahnen und Busse garantieren eine schnelle Anbindung ans Daimler-Werk (ca. 20min) und die Stuttgarter Innenstadt (15min).

Die Wohnheim-Kontakte tragen im Übrigen auch zu einem aufgelockerteren Arbeitsalltag bei, sei es um einmal in die Arbeitsbereiche der Mitbewohner hineinschnuppern zu können oder auch um sich nur mal in der Kantine zum Essen zu treffen.

Update April 2012:
Hier haben wir alle Wohnheime im Raum Stuttgart mit der Videokamera besucht

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