Affalterbach: Der schönste Spielplatz der Welt

Von Alabama nach Affalterbach. Wer hätte gedacht, dass ich mich hier auf diesem Blog noch einmal wiederfinde. Aber aufgrund des hohen Interesses und des tollen Feedbacks wollte ich euch gerne berichten, wie sich mein kleiner Feldversuch bei Daimler so entwickelt hat.

„Hier arbeiten ja ganz normale Menschen“, war meine Erkenntnis Mitte 2014 aus meinem Daimler-Praktikum in den USA. Bleibe ich also im Wortfeld „Experiment“, so müsste man nun schauen, ob meine These einer Prüfung standhält.

Ich, als gewissenhafter Forscher (oder einfach als Student der seine Abschlussarbeit gerne im Unternehmen schreiben möchte), schaue mich also um, welche Möglichkeiten ich so habe. Die Richtungen sind vielfältig: Trucks, Cars, Vans, Buses oder Financial Services. Alle locken mit tollen Praktika und noch interessanteren Abschlussarbeiten. Die Frage ist nur: „Auf was soll ich mich bewerben?“

Etwas, was mir liegt und Spaß macht

Nachdem, wie ich ja bei meinem letzten Bericht bereits andeutete, ich ab und zu auch mal auf den Rat meiner Eltern höre, entschied ich mich einfach dafür, dem Ansatz meiner Mutter („Mach etwas, was dir gut liegt und Spaß macht“) zu folgen. In alter BWL-Manier hätte ich jetzt natürlich ein exzessives Brainstorming durchführen können, bei dem ich erst mal die Key Targets definiere.

Ich entschied mich aber ganz klassisch dazu, mein Köpfchen anzustrengen. Ich fasste zusammen: Extrovertierte, kommunikative Persönlichkeit (oder in der Grundschule liebevoll ADHS genannt) plus ständiges Interesse daran, Grenzen auszuloten. Die Rechnung war für mich recht einfach, das schrie doch nach Vertrieb bei der Firma, welche bei Daimler die Grenze des Machbaren immer wieder auf ein Neues verschiebt – Mercedes-AMG.

Und so kommt es, dass ich diese Zeilen heute im schwäbischen Affalterbach verfasse, wo die Mercedes-AMG GmbH ihren Sitz hat. Ich persönlich vermute, dass es nicht nur der Geburtsort für die legendären V8 Motoren, sondern gleichzeitig auch der Ort mit der höchsten PS-Dichte Deutschlands ist. Oder für Leute mit einer Automobilaffinität wie der meinigen, einfach der schönste Spielplatz der Welt.

In meiner Zeit hier im Team des Sales Network Development drehte sich alles um das, was das globale Vertriebsnetz der Mercedes-AMG GmbH ausmacht. Das beinhaltet z.B. sehr kreative Arbeiten bezüglich der Retail Experience, also die Art und Weise wie sich AMG gegenüber den Kunden im Handel präsentiert. Mein persönliches Highlight ist dabei das AMG Performance Center in Berlin, welches auf über 1.500 m² die AMG-Rennsport DNA in den Showroom bringt.

Aber auch die strategische Konzeption und Planung des Vertriebes weltweit und der Rollout der mehr als 4o0 AMG Performance Center gehört zu unseren Aufgaben. Nicht zu vergessen die Trainings und Schulungen für die AMG Sales Experten, als Grundlage für eine optimale Kundenbetreuung.

Man kann sich also vorstellen, dass es hier nicht langweilig wird. So durfte ich im Zuge meiner Abschlussarbeit verschiedene Projekte eigenverantwortlich betreuen, an tollen Veranstaltungen wie der IAA 2015 teilnehmen und natürlich auch eine ganze Menge lernen.

Videodreh mit Jan Stecker und ein Foto mit Dieter Zetsche

Ganz besonders bleiben mir dabei zwei Dinge in Erinnerung. Das ist zum einen meine allererste Aufgabe während meiner Zeit hier. Die Betreuung eines Videodrehs mit dem Moderator Jan Stecker für das neue S-Klasse Cabriolet. Alle Beteiligten hatten eine Menge Spaß und einen so weitreichenden Blick hinter die Kulissen zu bekommen, war etwas ganz Neues und Besonderes für mich. Das fertige Ergebnis findet man übrigens hier:

Als zweites Highlight bleibt mir besonders in Erinnerung, da sich ein großer persönlicher Wunsch in diesem Praktikum erfüllt hat. So konnte ich Herrn Dr. Zetsche bei einer Veranstaltung persönlich kennenlernen.

Mal davon abgesehen, dass ich grinsen musste wie ein Honigkuchenpferd und mein Herzschlag dem eines Kolibris gleichkam, schaffte ich es, mit den letzten mir verbliebenen Resten an Sauerstoff in meiner Lunge, nach einem Erinnerungsfoto zu fragen.

Seine sympathische Reaktion führte zu diesem Foto und überzeugte mich nun restlos. Wenn selbst der Chef von 280.000 Mitarbeitern so entspannt und nett ist, scheinen hier wirklich „ganz normale Menschen“ zu arbeiten.

AMG: Nicht nur fordernd, sondern auch fördernd

Zusammenfassend kann man also sagen, die hohe Drehzahl bezieht sich bei AMG nicht nur auf die Motoren, sondern auch auf die Arbeitsweise. Hier geht es rund, und zwar an jedem einzelnen Tag. Das dies einerseits fordernd, aber auch auf eine ganz besondere Art und Weise fördernd ist, da bin ich mir nach nun fünf Monaten mehr als sicher. Aber vor allem ist es eines – motivierend.

Abschlussarbeit vorbei – was jetzt?

Angetrieben durch diese Motivation beschloss ich vor kurzem mich für das Daimler CAReer Programm zu bewerben. Dieses internationale Trainee Programm beinhaltet verschiedene Stationen im Konzern im In- und Ausland, sowie weltweite Trainings. Das klingt nicht nur gut, es ist laut der Teilnehmer auch super interessant und macht einfach eine Menge Spaß. Meine angepeilte Stelle war dabei für den Vertrieb von Mercedes-Benz Deutschland ausgeschrieben.

Denn eines habe ich während meines Praktikums noch gelernt und das lässt sich weder in einem Arbeitszeugnis bewerten, noch in einer Abschlussarbeit darstellen: Ich habe rausgefunden, was mir beruflich liegt und Freude bereitet.

Jetzt geht´s rund im CAReer-Programm

Lange Rede kurzer Sinn. Ein aufregendes Bewerbungsverfahren später sitze ich hier mit der Gewissheit ab April Teil dieses Programms zu sein. Ich weiß noch nicht genau in welche Standorte und Länder es mich führen wird, aber bei einem bin ich mir ganz sicher – Ich freue mich darauf!

Und so schließt sich der Kreis: Ich werde meinen Feldversuch als Erfolg verbuchen und als Mitarbeiter in die Daimler AG eintreten. Jedem der sich für Daimler als Arbeitgeber interessiert kann ich also nur nochmals dazu ermutigen, sich ein eigenes Bild zu machen, um sich dabei selber zu überzeugen, ob es das Richtige ist. Denn ich glaube, allein bei dem Versuch kann man nicht nur theoretisch und fachlich, sondern auch persönlich einiges mitnehmen.

Vielleicht trifft man sich also in der Zukunft bei euren eigenen „Feldversuchen“ mal persönlich, oder ich lese bald über eure Erfahrungen hier im Daimler-Blog. Beides würde mich auf jeden Fall sehr freuen!

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