Mein Weg zu Daimler und zum Studium

Schon zu meiner Schulzeit wollte ich selbstständig sein und eigenverantwortlich handeln. Nicht immer leicht für meine Eltern. Nach der Schule wollte ich schnell auf eigenen Beinen stehen und unabhängig sein. Das Duale Studium bietet dazu einfach die perfekten Voraussetzungen.

Als leidenschaftlicher Autofan bietet Daimler mir die Möglichkeit, meine Automobilaffinität mit dem Beruf zu verbinden. Besonders reizvoll am Studium beim Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (kurz „MBVD“) ist natürlich der Standort Berlin.

Nichts gegen Stuttgart, Bremen und Co., aber die Studentenjahre in Berlin zu verbringen, ist glaube ich, das Sahnehäubchen… Da ich schon immer ein sehr offener und kommunikativer Mensch war, reizte mich der Vertrieb ohnehin. Nach über 2 Jahren lässt sich konstatieren, dass die Stelle und mein persönliches Profil einfach ein super „Match“ sind. Aber der Reihe nach.

Mercedes Me 2

Das erste Jahr: Kaltes Wasser

In Berlin kommt man in der nicht gerade kleinen deutschen Vertriebszentrale direkt am Tag 1 in seinen ersten Praxiseinsatz. Schnell wird man ins kalte Wasser geworfen, lernt jedoch fix selbstverantwortlich zu handeln, was einen wirklich fördert. Es erfordert ein wenig Anpassungstalent, sich direkt nach der Schule in der großen Daimler-Welt zurechtzufinden, jedoch sind die Kollegen immer hilfsbereit.

Für mich bedeutete der erste Einsatz Projektarbeit: Um den deutschen Vertrieb bis zum Jahr 2020 fit für zukünftige Herausforderungen zu machen, lernte ich im Verkaufsmanagement Pkw viele spannende Projekte kennen. Hier war vor allem Kreativität und Flexibilität gefragt. An der Hochschule studiere ich mit Studenten, die bei anderen Unternehmen, vorrangig aus dem Berliner Raum, angestellt sind.

Der Wechsel zwischen Theoriephase ist sowohl didaktisch sinnvoll, als auch immer eine willkommene Abwechslung. Die Klassengröße ist angenehm klein, sodass man nicht wie in einer normalen Uni ausschließlich frontal beschallt wird. Die Vorlesungen erinnern eher an Unterricht und die Professoren und Dozenten gehen gut auf etwaige Fragen ein.

Im Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland ist es üblich, einen Einsatz in einer Niederlassung zu machen. Ich hatte das Glück, nach Hamburg zu dürfen und in einem ganz neuen Vertriebskonzept, der neuen Mercedes Me, zu arbeiten. In diesem Einsatz lernte ich auch die komplexen Abläufe eines Autohauses, den Alltag unserer Verkäufer und bei einigen Interessanten Events den direkten Kontakt und Umgang mit unseren Kunden kennen.

Niederlassungseinsatz in HH - Mercedes Me

Jahr zwei: Großes Abenteuer

Zahlen, Daten, Berichte und operative Arbeit hieß es dann zu Beginn des zweiten Jahres in der Vertriebssteuerung der Transporter – man sieht, dass die Arbeitseinsätze wirklich verschieden und abwechslungsreich sind. Durch einige Schnittstellen zum Produktmanagement lernte ich unsere Vans wirklich zu schätzen.

Daimler ist eben viel viel mehr als „nur“ Pkw. Das aufregendste Kapitel war dann aber natürlich der lang ersehnte Auslandseinsatz. Ich hatte das Glück, die Zeit in Kanadas größter Stadt, Toronto  zu  verbringen. Daimler bietet einem hierbei nicht nur die Möglichkeit, die beruflichen Perspektiven enorm zu verbessern, ganz nebenbei hatte ich natürlich auch privat das Abenteuer meines Lebens.

Kanadier sind wahrlich ein unfassbar nettes Volk und mit vielen Kollegen stehe ich auch Monate nach dem Einsatz noch im regelmäßigen Kontakt. Auch hier lernte ich wieder eine ganz neue Abteilung kennen. In der Abteilung, die das Händlernetz betreut hatte ich viel Kontakt zu Händlern, sowie zu Zulieferern, die unsere Händler in Kanada auf das neue, schwarz-silberne Corporate Image  umrüsten.

Bei einem Besuch unserer Zulieferer war sogar ein Abstecher zu den Niagarafällen mit Stuttgarter Kollegen drin. Auch das Formel 1 Event in Montreal habe ich mit anderen deutschen Daimler-Studenten und kanadischen Kollegen gesehen. Dabei hielten wir die Deutschland-Fahne hoch und wurden mit einem Doppelsieg der Silberpfeile belohnt.

03

In Berlin bietet die HWR (Hochschule für Wirtschaft und Recht) die Möglichkeit, ein Auslandssemester an einer Partner-Uni zu absolvieren. Dies wurde in meinem Fall von der Unternehmensseite geprüft und zu meiner Freude genehmigt. Da ich in der Schule schon Spanisch hatte, habe ich mich für eine Partnerhochschule der HWR in Alicante, an Spaniens Ostküste entschieden.

Obwohl ich für den deutschen Vertrieb arbeite, war es mir möglich viel Auslandserfahrung zu sammeln. Im Gegensatz zu meinen Kommilitonen hat man als Daimler Student einfach den großen Vorteil, dass man für einen Global Player arbeitet.

Das duale Studium ist im Vergleich zu einem Regelstudium an einer Uni schon  etwas anders.. Ich habe normalerweise 5-6 Tage Vorlesung und das „klassische Studentenleben“ gibt es definitiv nicht. Von daher war die Erasmus-Erfahrung an einem riesigen, schönen Campus in Alicante sehr bereichernd. Das hat echt einiges kompensiert, jedoch sollte man den Lernaufwand im Ausland nicht unterschätzen, der definitiv höher war als in Berlin.

Drittes Jahr: Über Bachelorarbeit zur Ziellinie

Zurzeit befinde ich mich in meinem dritten und letzten Jahr. An der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin haben wir vor dem 6. Semester mündliche Prüfung, in der alles aus den fünf bisherigen Semestern abgefragt wird – da heißt es nochmal Pauken, Pauken, Pauken! Direkt im Anschluss muss ich dann ein geeignetes Thema für die Bachelorarbeit und eine Abteilung dazu finden.

Das dritte Jahr wird also nicht weniger spannend. Letztendlich ist das Duale Studium beim in Berlin genau das richtige für mich. Unabhängigkeit durch den Vergütungsaspekt, Selbstständigkeit, Kombination aus Theorie und Praxis und jede Menge Abwechslung. Die Chancen für eine Übernahme stehen gut und somit ist das Duale Studium bei Daimler der ideale Start ins Berufsleben!

Beim Zulieferer in Kanada 4_3

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