Meine erste Vorlesung: Kinderuni

Endlich bin ich groß genug und kann auch an die Uni: An eine Kinderuni für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Das war in Sindelfingen, bei Mercedes, wo auch die ganzen Autos gebaut werden. Meine Mutter hat mich hingebracht, aber sie durfte nicht mit rein. Beim Anmelden hat sie mir aber noch geholfen.

Die Mitarbeiter waren total nett und schenkten mir sogar Wasser in einer tollen Verpackung, auf der Mercedesautos abgebildet sind. Die Verpackung werde ich auf meinen Schreibtisch stellen. Denn die ist cool.

Es waren ganz viele Kinder da. Ich glaube 1000 oder sogar mehr. Alle kamen mit ihren Eltern. Die durften zwar alle auch nicht in die Uni, konnten aber eine Runde durch das Werk Sindelfingen drehen und sich anschauen, wie die Autos gebaut werden.

Riesige Halle und viele Kinder

Nachdem ich meine Freundin gefunden hatte, gingen wir in die riesige Halle, wo sonst die Leute ihre Autos abholen. Es waren wirklich sehr viele Kinder da und es war anfangs sehr laut. Aber dann ging es los und alle waren plötzlich still.  Markus Schäfer ist Chef in der Produktion und machte die Vorlesung.

Er zeigte uns einen kurzen Film. Da konnten wir sehen, wie die Autos wirklich gebaut werden. Das ist echt sehr interessant,  es gibt so viele Roboter für nur ein Auto. Und ganz viele Menschen. Aber das wusste ich teilweise schon, weil mein Papa hier Werksarzt ist und mir immer wieder von seiner Arbeit im Werk Sindelfingen erzählt.

Markus Schäfer hat uns dann erklärt, wie Kameras als Augen und Sensoren als Ohren eines Autos funktionieren.

Feuer und Flamme

Dann erzählte er, dass wir auch ein Experiment machen werden. Darauf habe ich mich sehr gefreut. Er hat uns gezeigt, warum man das Benzin braucht und wie das verbrannt wird, damit ein Auto überhaupt fahren kann. Da war auch ein Feuerwehmann, er war ganz klasse und hat bei dem Experiment mit dem Motor und dem Benzin die kleine Flamme gelöscht. Das ging ganz schnell und Angst hatte der Feuerwehrmann auch nicht.

Wenig Kekse = wenig Erdöl

Danach überlegten wir zusammen mit den zwei Assistenten von Herrn Schäfer, wie das Auto der Zukunft aussehen soll. Er hat nämlich gesagt, wenn alle Menschen auf der Welt ein Auto haben, dann reicht das Erdöl nicht für alle. So wie die Kekse, die uns die Assistenten mitgebracht haben.

Ich glaube aber, sie haben extra wenig Kekse dabeigehabt, damit es nicht für alle reicht und damit wir verstehen, dass es traurig ist, wenn nicht alle etwas abkriegen. Da müssen wir uns dringend etwas überlegen. Denn wenn ich älter bin, dann möchte ich auch ein cooles Auto fahren.

Das Auto der Zukunft

Deshalb haben wir Herrn Schäfer geholfen und ihm Tipps gegeben, wie in Zukunft das Auto aussehen kann. Ein Mädchen wollte sogar einen Swimmingpool im Auto haben. Aber das geht ja nicht. Ein anderer wollte ein McDonald´s im Auto haben. Das fand ich sehr witzig. Viel besser wäre es allerdings, wenn es alleine fahren kann und alles weiß.

Und schwimmen sollte es auch können, dann muss man nicht extra noch ein Boot haben. Klasse auch, wenn es aus dem Auspuff nicht mehr stinkt, sondern nur Dampf rauskommt, wie aus einem Kochtopf. Aber da hat Herr Schäfer gesagt, dass sie da schon ganz weit sind.

Meine Rolle als Reporterin

Nach der Vorlesung hatte ich noch eine ganz besondere Rolle. Ich durfte Kinderreporterin sein und wurde interviewt. Ich war anfangs sehr aufgeregt, weil ich das zum ersten Mal machen durfte. Da war auch noch ein kleiner Junge, er hieß Luis. Gemeinsam haben wir die Fragen der Interviewer beantwortet. Luis sagte, dass das Auto der Zukunft von selbst aus fahren soll und er dabei lesen und spielen kann.

Außerdem soll unter die Motorhaube ein Motorrad passen, sodass er mit seinem Papa wegbrausen kann. Er sagte auch noch, dass er auch eines Tages im Werk Sindelfingen arbeiten möchte. Aber als was genau, weiß er noch nicht. Ich habe dann im Interview noch gesagt, dass ich die Vorlesung richtig cool fand und wieder kommen würde. Besonders die Filme mit den vielen Robotern fand ich genial.

Anmerkung der Redaktion

400 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der Vorlesung. Unterrichtet wurde das Ganze von Markus Schäfer, verantwortlich für Produktion und Einkauf bei Mercedes-Benz Cars. Er löst gemeinsam mit den Kindern die Fragestellung auf, warum das Auto gerade jetzt neu erfunden werden muss. Die Kinder-Uni-Vorlesung ist eine Veranstaltungsreihe der Daimler Bildungsinitiative Genius. Mit Genius möchte Daimler Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik bei Kindern bereits in jungen Jahren wecken. Somit will Genius helfen, den Nachwuchs an Ingenieuren zu sichern. Insbesondere sollen Mädchen angesprochen werden, die gerade in technischen Bereichen weniger präsent sind.

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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie ist 9 Jahre alt und besucht die 4. Klasse der Herderschule in Oberesslingen. Nach der Schule macht ihr das Reiten, Klavier- und Theaterspielen ganz viel Spaß. ‎Mercedes gefällt ihr sehr gut und sie möchte später mal einen großen Van fahren mit Elektroantrieb. Sie glaubt, Mercedes muss viele Elektroautos bauen, damit es der Firma noch lange gut geht.

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